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Die einzelnen Motive der PJ-Kampagne



Blutlehre?

Die Blutentnahme ist eines der ersten und häufigsten Dinge, die Studierende im Praktischen Jahr machen. Gelernt haben sie es meist schon im Laufe ihres Studiums in diversen Praktika, Simulationen an Modellarmen oder Seminaren. Ausführlich üben dürfen sie dann nochmal im Praktischen Jahr.

In manchen Krankenhäusern gibt es speziell ausgebildete Krankenpfleger o.ä., die für das Blutabnehmen zuständig sind. In der Regel sind es allerdings die Studierenden im Praktischen Jahr, die morgens mit diversen Röhrchen, Nadeln und Desinfektionsspray begrüßt werden.

Das führt oft dazu, dass die Studierenden die Stationsvisiten, Besprechung u.a. verpassen, da sie zunächst zwei Stunden mit Blutabnehmen und Versorgen des Blutes beschäftigt sind.

Die wirkliche Lehre am Krankenbett wird vernachlässigt.

„Bei meinem ersten PJ-Nachtdienst habe ich für die Ärztin nur auf allen möglichen Stationen Zugänge gelegt und dann die interessanten Fälle verpasst.“

Die gekonnte Blutentnahme ist sicher eine grundlegende ärztliche Kompetenz, die jeder Studierende vor Abschluss des Studiums erwerben muss. Jedoch warten noch viele weitere wichtige ärztliche Tätigkeiten, die nicht aufgrund von bereits Erlerntem vernachlässigt werden dürfen.

 

 

 
Zuletzt geändert am 04.06.2009 um 18:40:48

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