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Freitag, 19.12.2003 15:00:18
Warum eine AG Palliativmedizin?
Die Palliativmedizin ist ein junger, spannender und schnell wachsender Bereich der Medizin. Es geht nicht um Heilung, sondern um die bestmögliche Versorgung von Patienten, die an weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Erkrankungen leiden (meistens Krebs). Die Lebensqualität und eine möglichst gute Kontrolle aller unangenehmen Symptomen wie z.B. Schmerzen, Übelkeit und Atemnot stehen im Vordergrund. Da alle klinischen Arbeitsbereiche mit nicht heilbaren und sterbenden Patienten zu tun haben ist eine grundlegende Ausbildung, auch schon im Studium, von großer Wichtigkeit.
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Palliativmedizin in der Lehre Leider haben der Großteil der Medizinstudierenden Deutschlands an ihren Fakultäten kaum eine Chance, etwas über das Fach Palliativmedizin zu lernen oder auch nur von der Existenz des Faches zu erfahren. An 28 der 36 medizinischen Fakultäten gibt es keine palliativmedizinischen Einrichtungen, und nur bei einer ist ein Aufbau in nächster Zeit geplant. Die Zahl der palliativmedizinischen Lehrkörper sieht, bei derzeit zwei Lehrstühlen und wenigen Lehrbeauftragten, bescheiden aus. Bei der allgemeinen Finanznot an den Universitäten und weiteren strukturellen Problemen wird sich die Zahl der Professuren in den nächsten Jahre kaum bessern. Bei den letzten beiden GeMSA-Treffen in Heidelberg und Göttingen gab es zweimal eine gut besuchte "Einführung in die Palliativmedizin für Studierende". In folgenden Diskussionen wurden einige interessante Veranstaltungen verschiedener Fakultäten bekannt, die keine Palliativstrukturen haben und dennoch zumindest einen Teil ihrer Studierenden in Kursen oder Seminaren den wichtigen Bereich näher bringen. Die Idee, eine bundesweite AG zur Verbesserung der Lehre zu gründen, war geboren. Um einen Überblick über den Status Quo zu erhalten steht als erste Aufgabe die Sammlung möglichst aller Veranstaltung aller Fakultäten an. Als nächster Schritt ist die Erarbeiten von Konzepten vorgesehen, die es Fakultäten ermöglichen sollen, auch ohne Stationen und Professoren eine basale Lehre in der Palliativmedizin für ihre Studierenden aufzubauen. Auch an den meisten Fakultäten mit palliativmedizinischen Strukturen ist wahrscheinlich ein höhere Gewichtung in der Lehre erreichbar. Die große Bitte an alle Fachschaften: 1. Geht bitte mal in euch und überlegt, ob ihr von Palliativmedizinischen Veranstaltungen oder von anderen Vorlesungen, Seminaren oder Kursen zur Betreuung Schwerkranker und Sterbender an eurer Fakultät wißt. 2. Geht dann bitte gezielt hin und fragt euer Studiendekanat, untersucht das Vorlesungsverzeichnis, etc. um euer Wissen zu ergänzen oder, sollte euch nichts bekannt sein, um herauszubekommen, ob es überhaupt etwas gibt. 3. Habt ihr eine oder mehrere Veranstaltung gefunden, so versucht bitte, möglichst genau herauszufinden, wie sie aufgebaut ist, wer sie veranstaltet, ob es einen offiziellen Lehrbeauftragten gibt, usw. 4. Mailt eure Ergebnisse, den Status Quo eurer Uni, bitte an palliativmedizin@fachtagung-medizin.de Gebt bitte auch an, welche von den Veranstaltungen auf Anhieb in eurer Fachschaft bekannt waren. Solltet ihr nach einer ausgiebigen Suche nichts finden, so mailt bitte auch dieses Ergebnis. Am besten zur Bearbeitung wäre es, wenn jemand aus eurer Fachschaft direkt sagt "Das finde ich spannend, das nehme ich in die Hand!". Wenn die AG Palliativmedizin mittelfristig ein paar Konzepte erarbeitet hat, kann auch nur jemand vor Ort sich für die Umsetzung und damit die Verbesserung der Lehre in dem Fach kümmern. Die AG wird euch dabei "nur" unterstützen können. Am schönsten wäre es natürlich, wenn von möglichst jeder Fakultät mindestens einer bei der AG mitmachen würde. Habt ihr Lust bekommen, bei der AG Palliativmedizin mitzuarbeiten, kommt doch zur FTM nach München vom 09.-11.01.04. Wenn ihr gerne mitmachen wollt, aber es nicht nach München schafft oder sonstwie verhindert seid mailt euer Interesse bitte an die oben genannte Adresse. Anregungen und Fragen jeder Art sind ebenfalls immer gerne willkommen. Thure Kuprella AG Palliativmedizin
Von: Admin
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