24. April 2017

Global Health Hochschulranking

Das erste deutsche Hochschulranking zum Thema Global Health ist heute veröffentlicht! 

Die studentische Initiative UAEM (Universities Allied for Essential Medicines Europe e.V.) ist in Kooperation mit der bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.) in einer aufwändigen Recherche der Frage nachgegangen:
Wie ernst nehmen deutsche Hochschulen ihre Verantwortung für globale Gesundheit?

Auf der interaktiven Webseite www.globale-gesundheit.de kannst du mit einem Blick erkennen, wie es um das Bewusstsein für globale Gesundheit an unseren Universitäten steht!

Es zeigen sich Lichtblicke, aber auch Defizite an den deutschen Universitäten.  Nach dem Vorbild des US-amerikanischen Global Health Rankings wurden die Fakultäten nach drei Aspekten beurteilt:
1. Forscht die Universität im Bereich Global Health, besonders in Bezug auf armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten?
2. Fördert die Universität den nationalen und weltweiten Wissenstransfer und eine sozial gerechte Verwertung ihrer Forschungsergebnisse?
3. Bringt sie ihren Studierenden nahe, was es bedeutet, Gesundheit global zu denken? Fördert sie darüber hinaus auch den internationalen Austausch? 

Epidemien wie Ebola zeigen immer wieder, dass Krankheiten keine Grenzen kennen. Deshalb kann Gesundheit nicht nur national gedacht werden. Genau das ist aber selten Thema an deutschen Hochschulen. Das Global Health Hochschulranking ist die erste systematische Erhebung des Engagements der 36 medizinischen Fakultäten an öffentlich finanzierten Universitäten in Deutschland in diesem Bereich.

Die Ergebnisse des Rankings zeigen:
Es gibt kaum Forschung zu vernachlässigten oder armutsassoziierten Krankheiten. Nur die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bietet im regulären Curriculum verpflichtend ein Global Health Modul an. Außerdem fehlt an 34 der 36 medizinischen Fakultäten ein sozial bewusster Umgang mit der Patentverwertung von Forschungsergebnissen, welche häufig die Grundlage lebensrettender Medikamenten bilden. 
Wir erhoffen uns mit diesem Ranking, unser aller Blick auf die globale Ausrichtung der Gesundheitswissenschaften an Universitäten in Deutschland zu schärfen. Ebenso freut es uns, wenn ihr mit uns gemeinsam für einen angemessenen Ausbau der „Global Health“ Forschung und Lehre in der deutschen Wissenschaftslandschaft einsteht.Wenn sich deutsche Hochschulen weiterhin mit ihrer Spitzenforschung rühmen wollen, brauchen sie auch ein gerechtes Forschungssystem. 
Für weitere Fragen und auch Hilfestellung bei Planung von Aktionen, Vorträgen oder offiziellen Gesprächen stehen wir euch gerne jederzeit zur Verfügung. Hier findet ihr die vollständige Pressemitteilung: Das erste deutsche Hochschulranking zum Thema Global Health deckt Missstände in der nationalen Spitzenforschung auf.

Kontakt:

Pressebeauftragte des Hochschulrankings Globale Gesundheit: Nora Lennartz
E-Mail: global-health@uaem-germany.de

UAEM Koordinator für Aktivitäten: Sebastian Schönherr
E-mail: sebastiangschoenherr@gmail.com

Verantwortliche für Öffenlichkeitsarbeit der bvmd: Carolin Siech
Email: pr@bvmd.de