Podiumsdiskussion zu Digitalisierung

Sorgenkind oder Chancengeber für das Gesundheitssystem von morgen?
Gesundheitsapps, digitale klinische Entscheidungshilfen und künstliche Intelligenz rücken immer mehr in den Fokus der Gesundheitsversorgung. Dies löst bei Teilen der Bevölkerung Entsetzen, bei anderen Teilen dagegen große Begeisterung aus.
Wie steht es dabei um den Datenschutz? Müssen wir uns zukünftig um unsere Arbeitsplätze sorgen?
Oder besteht in der Digitalisierung die Lösung für den Fachkräftemangel?

In der Podiumsdiskussion werden wir mit verschiedensten Expert*innen einen Blick auf die neuen  Anforderungen der Gesundheitsberufe werfen. Die Podiumsdiskussion Kompetenzen, die wir dafür benötigen, werden wir “diagnostizieren” und uns überlegen, wie wir mit einer sich immer schneller entwickelnden Medizin Schritt halten können.

Freut euch auf eine spannende Diskussion und denkt daran #bvmdlovesyou!

Verleihung des "Roten Globus"

Auf dem BuKo wird dieses Jahr das erste Mal der „Rote Globus“ verliehen. Dies ist ein Preis der bvmd und steht ganz unter dem Motto: „bvmd - mehr als nur Studium“. Der Preis prämiert in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer Projekte, die das Ehrenamt rund um das Medizinstudium fördern und sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigen. Seid dabei, wenn die Projekte, die die Lokalvertretungen gewählt haben, vorgestellt werden und der Preis überreicht wird.

Das Bundesgesundheitsministerium

Sehr geehrte Studierende,

in jedem unserer Smartphones steckt mehr Rechenpower als in den hallengroßen Rechenzentren der 70er Jahre, die am Anfang der Digitalisierung standen. Heute werden mit einem kompakten Stück Technologie gesunde Menschen zu mehr Bewegung motiviert, Herzkranken ermöglicht, unterwegs ein EKG schreiben, Terminbuchungen beim Arzt durchzuführen und vieles mehr, woran wir alle vor wenigen Jahren noch nicht mal denken konnten. Dabei befindet sich die Entwicklung am Anfang.

Wir sehen heute Entwicklungen für von Algorithmen getriebene „Dicision Support-Systeme“, die z.B. bildgebende Systeme automatische auswerten, Analysen durchführen und Handlungsempfehlungen auf einer breiteren Erfahrungsbasis als heute möglich machen. Parallel zu diesen Anwendungen in der Klinik entwickeln sich digitale Klein- und Kleinstanwendungen, die von Pateinten genutzt werden und mit denen sich die Arzt-Patienten-Kommunikation nachhaltig ändern wird. Heute stellt sich damit insgesamt die Frage, wie Ärztinnen und Ärzte in der Praxis mit neuen Anwendungen um und wie ändert dies das eigenen Handeln um? Schon heute ist erkennbar: Zum einen verändern sich die Rollen „Arzt“ und „Patient“ und somit das Verhältnis zueinander. Sie sind die erste Generation, die mit beeindruckenden Technologien umgehen und sie für sich und eine bessere Versorgung zu nutzen lernt. Die lang diskutierte sektorenübergreifende und flächendeckende Versorgung kann mit Anwendungen, die räumlichen und sektoralen Grenzen überwinden.

Anwendungen, die jetzt entwickelt werden, sind das moderne Stethoskop und Skalpell für diese und kommende Generationen von Medizinern. Was wir in wenigen Jahren alles nutzen können, wissen wir heute noch nicht. Sicher ist: Mit der angestoßenen Beschleunigung der Digitalisierung wird viel Neues möglich. Es liegt an uns allen, diesen Wandel zu gestalten und die Vorteile der Technologien für uns nutzen. Lassen Sie uns dies gemeinsam angehen.