Vorträge zum BuKo

Wie jedes Jahr finden auch dieses Jahr wieder Vorträge (Impulsvorträge) statt. Diese sollen euch einen kleinen, aber sehr interessanten Einblick geben. 

  • Vortrag 1 // 01.12.2018 // 15:00-15:20
  • Vortrag 2 // 01.12.2018 // 15:40-16:00

Medizin für Theoretiker: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in Forschung und Praxis

Prof. Dr. Olaf Wolkenhauer  -  Vortragreihe I

Interdisziplinäre Kooperationen mit Informatikern, Mathematikern und Ingenieuren gewinnen zunehmend an Bedeutung in der biomedizinischen und klinischen Forschung. Ich werde zunächst die Notwendigkeit für mathematische und computergestützte Verfahren darlegen, um dann über Chancen und Herausforderung zu diskutieren. Abschliessend möchte ich mit einem kurzen Überblick anhand von Beispielen darlegen wie vielfältig die Möglichkeiten für “Data Scientists” in der Medizin sind. Die Digitalisierung von klinischen Informationen und Patientendaten öffnet neue Felder für die Anwendung von Methoden der Künstliche Intelligenz. Es gibt bereits beeindruckende Beispiele aus der Forschung, aber auch Gründe sich dem Hype vorsichtig gegenüber zu stellen. Ich möchte mit dem Vortrag meine bisherigen Erfahrungen in diesem Bereich teilen.

Wie die digitale Nachwuchsgewinnung in den sozialen Netzwerken gelingt: So begeistert die Deutsche Hebammenhilfe Studienanfänger für die Hebammerei

Florian Schwarz  -  Vortragreihe I

Wir möchten den Studierenden an unserem Erfolgsbeispiel aufzeigen, wie es gelingen kann, Nachwuchs für medizinische Berufe erfolgreich und komplett digital über die sozialen Netzwerke anzusprechen. Da die Hebammerei ab 2020 ein verpflichtendes Studium wird, beschäftigen wir uns natürlich gerade akut damit, wie man junge Leute für diese akademische Laufbahn begeistern kann. Dieser "Blick über den Tellerrand" soll die Zuhörer des Workshops inspirieren und den Transfer auf die eigene Profession und eigene Klinik ermöglichen.
Was macht die Deutsche Hebammenhilfe?
Wir informieren und begeistern Berufseinsteiger*innen für diesen wichtigen Beruf, stellen die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten vor und vernetzen Hebammen mit Arbeitgebern und Kliniken. Dabei setzen wir auf digitale Medien, soziale Netzwerke und zielgruppengerechte Präsentation.

Wie stellen wir uns unseren zukünftigen Beruf vor? - Ergebnisse der größten Umfrage unter Medizinstudierenden

Jana Aulenkamp  -  Vortragreihe I

Welche Fachrichtungen streben die meisten eurer Kommilition*innen an? Welche Prioritäten habt ihr, wenn es um eure Arbeitsbedingungen geht? Was für Wünsche und Ängste treiben euch, wenn ihr an eine Niederlassung oder eine Anstellung denkt?
Zum dritten Mal (2010, 2014 und jetzt 2018) haben wir euch gefragt, wie ihr euch euren Beruf in der Zukunft vorstellt. In unserem Vortrag geben wir euch einen exklusiven Einblick in die neusten Ergebnisse des "Berufsmonitors Medizinstudierende 2018". Wir zeigen euch die Entwicklungen über die letzten 8 Jahren und wo wir politisch nachhaken müssen.

Vom Zeichen zur Diagnose - Demonstration spannender Fälle aus dem radiologischen Alltag

Henning Maschke  -  Vortragreihe I

Wie bildhaft Diagnosen tatsächlich sein können. Möglichkeiten der Digitalen Bildverarbeitung und hieraus entstehende Perspektiven (auch Automatisierung - artificial intelligence).

neotiv - Wissenschaftstransfer von Neurowissenschaften zum Patienten

Chris Rehse  -  Vortragreihe I

neotiv ist eine Ausgründung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in enger Kollaboration mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Magdeburg. neotiv überträgt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der Demenzforschung in mobile Software zur Anwendung auf Smartphones und Tablets. neotiv wird die Früherkennung der Alzheimer Demenz verbessern und zukünftig die Therapiekontrolle ermöglichen. Kern der neotiv-Entwicklung sind biologisch -anatomisch valide und nutzerorientierte Messungen von spezifischen Gedächtnisfunktionen, die regelmäßig durchgeführt werden können. Der Fokus der Testungen liegt auf Gehirnregionen, welche in frühen Stadien der Alzheimer Erkrankung betroffen sind. Die Vision ist es, präventive Behandlungen zu erleichtern und zu begleiten und darüber hinaus eine innovative Früherkennung von kognitiven Schwierigkeiten zu ermöglichen.

Jeder kann ein Held sein

Anika Dietrich  -  Vortragreihe I & II

"Jeder kann ein Held sein" ist eine studentische AG in Berlin und bringt GrundschülerInnen im Rahmen eines dreitägigen Projekts Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Reanimation oder Stabile Seitenlage kostenlos näher. Schon die Kleinsten lernen, wie man in Notsituationen handelt und können so zu Helden werden.

2016 haben wir den Pépinière e.V. gegründet und seitdem rund 4000 Kinder erreicht. Nun möchten wir unser Projekt deutschlandweit ausweiten, da schon Anfragen aus anderen Bundesländern vorhanden sind.
In unserem Vortrag geben wir einen kurzen Einblick in unsere Arbeit und erklären Euch, wie Ihr Heldenmacher werden könnt!
Nähere Infos zu unseren Projekten findet ihr unter heldenmacher.org.

Einsatz von MRT-Datensätzen, 3D--Beamer und 3D-gedruckten Anschauungsobjekten für die Lehre

Prof. Dr. Dr. Markus Kipp  -  Vortragreihe I & II

Die topographische Anatomie des Gehirns zu verstehen, stellt eine besondere Herausforderung für das räumliche Vorstellungsvermögen dar. Dies liegt an den oft sehr kleinen Strukturen und am komplizierten räumlichen Aufbau des Gehirns. Moderne bildgebende Verfahren (MRT) ermöglichen den Blick in das Innere des Gehirns und visualisieren so "versteckte" Strukturen. Die in der Klinik verwendete 2D Darstellung solcher MRT Datensätze ist jedoch für das ungeübte Auge nur schwer zu verstehen und eigentlich nur bedingt zur Vermittlung topographischer Zusammenhänge in der Vorklinik. Im Rahmen dieses Lehrprojektes soll den Studierenden durch 3D-Demonstration eines makroskopischen Präparates ein grundlegendes topographisches Verständnis des Gehirns vermittelt werden. In einem zweiten Schritt soll dann moderne bildgebende Technologie (MRT) zur Erstellung von didaktisch aufgearbeiteten virtuellen und 3D-gedruckten Lehrmodellen verwendet werden. Dies schult neben dem anatomischen Verständnis auch den Umgang mit klinischer Bildgebung. Durch die Implementierung von MRT-Datensätzen von gesunden Gehirnen und solchen mit neurologischen Erkrankungen lassen sich klinisch wichtige Lehrinhalte in den Unterricht integrieren. Durch diese innovative Technologie entsteht ein Kontinuum vom anatomischen Präparat über einen 2D-MRT-Datensatz zum virtuellen 3D-Modell bis hin zum plastischen Präparat. Unser Projekt leistet so einen wichtigen Beitrag zu einer Kompetenz-basierten Ausrichtung des Medizinstudiums

Der Weg in die eigene Niederlassung in Zeiten der Digitalisierung

Fabian Engelhardt  -  Vortragreihe II

Wie kann ich mich in Deutschland niederlassen? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Welche Herausforderungen sollte ich aufgrund der Digitalisierung beachten?

STARS - Das Richtige tun von Anfang an

Pauline Lieder  -  Vortragreihe II

Vieles ist möglich in der heutigen Zeit: Vitamin-Cocktails zur Prävention und Genomsequenzierung zur Früherkennung. Diagnostische PET-Scans und fMRTs, therapeutische Raffinessen vom Hustenlöser bis zur minimalinvasiven Arthroplastik - wir lernen in der Uni, was es alles gibt und wie es geht, unsere (zukünftigen) Patienten wissen von Dr. Google, dass sie es brauchen. Aber nicht alles was geht ist immer richtig. Nicht selten ist weniger mehr.

Gegen das "Zu viel" (und zum Teil - wie in Deutschland - auch gegen das "Zu wenig") in der Medizin engagieren sich seit Jahren Ärztinnen und Ärzte diverser Fachgesellschaften im Rahmen der internationalen Choosing wisely-Initiative. Um bereits möglichst früh auch den medizinischen Nachwuchs für "weise Entscheidungen" zu sensibilisieren, entstand aus deren kanadischem Ableger "Choosing Wisely Canada" im Jahr 2015 ein Tochterprojekt für Studierende: STARS. Das Akronym steht für "Students and Trainees Advocating for Resource Stewardship" und vereint mittlerweile Studierende weltweit gegen Ressourcenverschwendung und Überversorgung in der Medizin. Wofür sich Choosing Wisely und STARS genau einsetzen, was unsere kanadischen Kommilitonen und Kommilitoninnen bisher geleistet haben und warum es wichtig ist, dass auch wir über Überversorgung sprechen - darum soll es in meinem Vortrag gehen.

Telenotarzt und Co - wie ändert sich die Notfallmedizin?

Dr. Peter Brinkrolf  -  Vortragreihe II

Die großen Zukunftstrends "Digitalisierung", "Urbanisierung", "Medizinischer Fortschritt" und "Alternde Gesellschaft" stellen (auch) die präklinische Notfallmedizin vor große Herausforderungen: Wie gelingt es, steigende Einsatzzahlen zu bewältigen? Wie können dünn besiedelte Regionen notärztlich versorgt werden? Welche Konsequenzen hat die Zentralisierung und Spezialisierung von Kliniken für den Rettungsdienst? Im Vortrag von Dr. Peter Brinkrolf, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald, wird diesen Fragen nachgegangen und skizziert, welche Änderungen in den nächsten Jahren auf den Rettungsdienst in Deutschland zukommen könnten.

„Kommt ‘ne App zum Arzt“ – Über digitale Innovation, die mehr ist als ein schlechter Witz

Dr. Johannes Bittner  -  Vortragreihe II

Kluge Algorithmen, die auf ärztlichem Niveau Diagnosen stellen; Apps, die per Kamera Vorhofflimmern erkennen oder mit modifizierter Musik Tinnitus therapieren; EKG und Ultraschall als Gadget fürs Smartphone – auf dem Markt der digitalen Gesundheitsanwendungen tut sich viel. Was davon ist ernst zu nehmen, was ist Spielerei? Dr. Johannes Bittner berichtet über die Vielfalt an Gesundheits-Apps, und wie Arzt und Patient passende Anwendungen identifizieren können.

Patient as a Person: how to keep the human touch in a tech age?

Matthijs Bosveld  -  Vortragreihe II

Technological advancements enhance our ability to provide high-quality care, possibly even at a reduction of costs. A challenge regarding technology is that it possibly distances us from the human-to-human connection essential in patients well-being. Healthcare policy makers, medical doctors and paramedical professionals should always keep compassion and empathy at the core. Even though these professionals aim to communicate in a patient-centered way, patients often do not perceive it as such. Patient as a Person is an educational module in which future healthcare professionals (i.e. students) are matched with people who have experienced care and illness. In this module, interdisciplinary learning in a patient-centred way is at the core. During this talk, we will share our experience with real patient involvement in medical education and hopefully convincing you that reaching patient-centred care is only possible through patient-centred education.

Autismus: Herausforderung annehmen - Was denn sonst?!

Rosita Mewis  -  Vortragreihe II

Ein Karrierepfad für Mediziner außerhalb der Klinik

Kim Fitzpatrick  -  Vortragreihe II