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Thailand (IFMSA-Thailand)

Chirurgie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Friederike, Dresden

Motivation

Ursprünglich wollte ich ins Ausland, weil ich Medizin auf einem sehr einfachen Standard erleben wollte. Ich stellte mir vor, dass ich an einen Ort gehen wollte, wo noch sehr manuell und wenig mit Gerätemedizin gearbeitet wird. Davon erwartete ich mir, dass ich selbst Basisfertigkeiten so deutlich besser würde lernen können, als in Deutschland. Außerdem wollte ich andere Krankheitsbilder sehen, als sie in Deutschland vertreten sind und ein medizinisches System am anderen Ende der Welt kennen lernen. Ich war der Meinung, dass sich hierfür Südostasien gut eignen würde. Thailand, die Philippinen und Indonesien standen auf meiner Wunschliste. Im Endeffekt wurde es Thailand und es sei vorausgenommen, dass ich ich etwas ganz anderes gesehen habe, als oben beschrieben und ursprünglich gedacht.

Vorbereitung

Da ich auch ohne Zusage der bvmd ins Ausland gegangen wäre (in diesem Fall dann nur, um zu reisen), konnte ich mich um einiges schon kümmern, bevor die definitive Zusage der ifmsa Thailand Anfang Januar kam. Vorbereiten sollte man:
- Impfungen (einfach in die nächste tropenmedizinische Abteilung gehen und sich beraten lassen… ich habe mir auch alle Impfungen geholt, die empfohlen wurden. Die Kostenübernahme variiert zwischen den Krankenkassen)
- Auslandsreisekrankenversicherung (wenn ihr bei der Apobank Kunden seid, übernimmt die Apobank diese. Dazu einfach bei eurem Berater vorbeschauen)
- Haftpflichtversicherung -privat und Beruf (das übernimmt die DÄF kostenlos für euch. Auch hier einfach einen Berater kontaktieren. Das einzige, was ihr hierfür tun müsst, ist Mitglied im Marburger Bund zu sein)
- Visum
- Ich persönlich war auch beim predeparture training. Ich hatte mir vor allem Kontakt zu weiteren Thailandreisenden erhofft. Den bekam ich und war damit voll und ganz zufrieden mit dem Erfolg dieses Wochenende. Inhaltlich muss es nicht unbedingt sein, ist aber definitiv spannend und wenn ihr die Kapazitäten habt, kann ich empfehlen, hinzugehen.

Visum

Ein Touristenvisum für 60 Tage ist ausreichend. Ich wollte ursprünglich ein ED Visum S. Dafür braucht man aber einen Invitation letter im Original, der an die jeweilige Deutsche Botschaft adressiert ist und Unterschrift und Stempel des betreuenden Arztes trägt. Der Ausdruck des invitation letter aus der IFMSA database reicht nicht. Ergo müsstet ihr eure Kontaktperson bitten, euch das oben beschriebene Original auf dem Postweg zukommen zu lassen. Das dauert ca. 2 Wochen und dann wird es mit dem Visum meist etwas knapp. Das Touristenvisum wird für euch auch akzeptiert, denn ihr macht ein unbezahltes Praktikum und arbeitet nicht im Land… macht es euch einfach und nehmt direkt das Touristenvisum.

Gesundheit

Das Thema Impfungen habe ich oben schon erwähnt. Leider gibt es keine Impfung gegen Malaria und Dengue Fieber. Bezüglich Malaria habe ich eine Stand-by Medikation mitbekommen, die man bei den ersten Anzeichen direkt nehmen soll. Gegen Dengue kann man sich quasi nur durch Schutz vor Moskitos schützen.
Mückenspray (kauft es auch in Thailand. Die gängigen aus Deutschland wie Autan bringen hier nichts. Man kann sich auch vorher bei Globetrotter eindecken, da ist es aber teuer).
Moskitonetz (wenn ihr nur in Bangkok seid, braucht ihr keins mitzunehmen- da sind Moskitos kaum unterwegs. Ich persönlich hatte es auch auf meinen Ausflügen nicht genutzt- das ist aber eine große Ermessensfrage).
Bestimmte Untersuchungen (z.B. Röntgenthorax) musste ich nicht nachweisen. Das Chulalongkorn Hospital verlangt allerdings, dass ihr bestimmte Impfungen habt und deren Erhalt nachweisen könnt. Ebenso, dass ihr entweder Windpocken hattet, oder dagegen geimpft seid. Ich habe ein Dokument erstellt, aus dem hervorgeht, wann ich die gewünschten Impfungen erhalten habe und dass ich Windpocken hatte (guckt mal in euer eigenes U-Heft, da steht das wahrscheinlich drin) und es von meiner Hausärztin unterschreiben lassen. Bei mir wollte es keiner sehen. Bei anderen Famulanten aber schon.

Sicherheit

Ich habe Thailand als sehr sicheres Land empfunden. Das wurde mir im Vorhinein von vielen gesagt und mein eigenes Gefühl vor Ort hat das bestätigt. Wie überall auf der Welt muss man natürlich gucken, wo man sich nachts aufhalten möchte und wo eher nicht, aber dadurch habe ich mich nie eingeschränkt gefühlt. Aktuell bin ich noch im Land und man soll den Tag ja nie vor dem Abend loben. Aber ich bin optimistisch :)

Geld

Thailand führt die Währung Baht (1 Euro entspricht ca. 35 Baht). Gerade verändert sich der Kurs etwas zu Ungunsten des Euros, trotzdem sind die Lebensunterhaltskosten deutlich geringer als in Deutschland. Für ein Abendessen mit Getränk zahlt man ca. 4 Euro (in er Kantine des Chulalongkorn geht es auch günstiger). Mit der Kreditkarte der Apobank konnte ich problemlos an den ATMs Geld abheben. Für mein eigenes Sicherheitsbedürfnis hatte ich vorher auch schon etwas getauscht, aber das hätte nicht sein müssen. Etwas nervig sind die Gebühren, die man bei jedem Abheben zahlt (ca. 6 Euro). Man kann sie sich aber nach dem Ende des Aufenthalts von der Apobank zurück erstatten lassen. Das funktioniert allerdings nur für das Abheben von Geld. Nicht für Zahlungen mit der Kreditkarte, auf die Gebühren anfallen. Fremdwährungen werden nicht akzeptiert und Zahlungen mit der Kreditkarte eher selten. Es lohnt sich also, Bargeld dabei zu haben.

Sprache

In Thailand wird Thai gesprochen. Da es eine völlig andere Schrift als unsere hat, hat mich sehr gefreut, dass z.B. Straßennamen immer auch in lateinischen Schriftzeichen angeschrieben waren. Fast überall in Thailand gibt es Speisekarten auf Englisch (auch in der noch so kleinsten Garküche) und die Leute bemühen sich nach Kräften, mit einem zu kommunizieren. Über das Niveau von Hallo, Danke, Ja und Nein bin ich nicht hinaus gekommen mit meinem Thai. Aber selbst das freut die Leute meist schon sehr und drückt Anerkennung für ihre Kultur aus. Im Krankenhaus suchte ich mir immer jemanden, der für mich übersetzte (einen der einheimischen Studenten), denn grundlegend war alles auf Thai. Wenn ich nicht explizit um Übersetzung bat, kam selten eine. Nach 4 Wochen wusste ich dann, wer von den Professoren gern auf Englisch erklärte und wen ich zum Übersetzen fragen konnte. Hier empfiehlt es sich, ganz lieb aber stetig und immer wieder nachzufragen.

Verkehrsbindungen

Ich hatte mir einen Direktflug von Frankfurt nach Bangkok gebucht. Je nach Uhrzeit und Kontaktperson werdet ihr am Flughafen direkt abgeholt oder bekommt eine sehr detaillierte Beschreibung zugeschickt, wie ihr zum Krankenhaus kommt. Das Chulalongkorn Hospital liegt an der BTS Station Saladaeng (die BTS ist ein Zug auf einem hoch gelegenen Schienensystem und ist mit Abstand das einfachste Fortbewegungsmittel in Bangkok). Ich rate sehr von Tuk-Tuks ab. Teurer als Taxis und mit höherem Unfallrisiko verbunden. Taxis funktionieren super in Bangkok. Am besten kommt man, wenn man sich aus dem laufenden Verkehr eins heranwinkt, fragt, ob das Taxi das gewünschte Ziel anfährt und dann direkt fragt, ob sie das Taximeter einschalten. Da unbedingt beharrlich bleiben. Falls sie das nicht anschalten wollen, steigt nicht ein. Man findet schnell ein Taxi, das das tut. Eine weitere Alternative ist die App Grab (die asiatische Version von Uber). Es ist teurer als ein Taxi, da immer 20 Baht Grundgebühr anfallen, aber unter Umständen einfacher, da man sich die Fahrzeuge ja überall hin holen kann. Für Reisen innerhalb Thailands kann man Busfahrten recht einfach über 12Go buchen. Direkt an der Busstation den Bus oder Minivan zu buchen, ist häufig kaum oder gar nicht günstiger. Sonst funktioniert es auch günstig über Reiseunternehmen.

Kommunikation

Es gibt auf dem Gelände des Chula ein Wifi, für das ich am ersten Tag von meinen Kontaktpersonen ein Zettelchen mit meinen Login Daten in die Hand gedrückt bekam. Das funktionierte problemlos… auch zum Netflix gucken. Ich hatte daheim meinen Vertrag so umgestellt, dass ich meine mobilen Daten auch im Ausland nutzen konnte. Alternativ ist die kostengünstigere Variante, sich vor Ort eine Sim zu kaufen, mit der man dann überall mobile Daten nutzen kann. Wichtig ist nur, dass man seine Sim von zu Hause auch dabei hat, falls man mit der Kreditkarte online bezahlen möchte oder online Überweisungen machen möchte. Für die kriegt man ja seine Tan aufs Handy gesendet und braucht folglich die eigene Sim.

Unterkunft

Als Unterkunft diente das Studentenwohnheim auf dem Campus des Chulalongkorn. Im Regelfall sind es Vierbettzimmer. Meine Mitaustauschstudentin aus Deutschland und ich hatten allerdings ein Viererzimmer für uns zu zweit. Ein großes Bad mit abgetrennten Duschkabinen und Toiletten ist da, was von allen auf der Etage genutzt wird. Eine Küche gibt es nicht, aber einen Kühlschrank im ‚Gemeinschaftsraum‘. In selbigem stehen außer einem Tisch mit Stühlen und einem Kühlschrank keine Möbel. Das Dorm ist eher rustikal aber sehr sauber und funktional. Außerdem ist die Aussicht über Bangkok super. Bettwäsche wird gestellt (das große weiße Handtuch ist die Decke… die braucht keinen Bezug, also nicht wundern), Handtücher müssen selbst mitgebracht werden.

Literatur

Ich hatte mit den aktuellen Lonely Planet gekauft und etwas darin herum gelesen. Ich fand ihn recht gut. Sehr wird auch der Loose Reiseführer empfohlen. In den habe ich aber selbst nicht reingeschaut. Was Medizinisches angeht, habe ich zu den Themen des Tages immer parallel die englische Wikipedia gelesen, wenn niemand mit mir Englisch gesprochen hat. So konnte ich etwas von dem, was ich gesehen habe, mitnehmen. Das eignet sich übrigens gut, um kompliziertere Vokabeln ins Englische zu übersetzen: den Begriff auf Deutsch bei Wikipedia suchen und dann die Sprache zu Englisch ändern.

Mitzunehmen

Es kommt darauf an, ob und wann ihr nach eurem Aufenthalt in Bangkok noch reisen geht. Da das mein Plan war und ist, steht auf meiner Liste einiges, was man nicht braucht, wenn man nur Famulatur macht:
2 schnelltrocknende Handtücher
Tageskontaktlinsen (eignen sich durchs Baden und wegen der oftmals schlechten Luft besser als Monatslinsen)
Tablet oder kleiner Laptop
Powerbank
Adapter (braucht man aber quasi nirgends in Thailand)
Brustbeutel
Drybag (soooo gut… für sämtliche Ausflüge die irgendwie mit Wasser verbunden sind)
Reiseapotheke (Ibu, Immodium, ein Antiemetikum eurer Wahl, eine kleine Auswahl Verbandszeug)
Mückenspray mit mind. 50% DEET (kann man preiswerter vor Ort kaufen)
Sonnencreme (unbedingt genug für den gesamten Aufenthalt mitnehmen- die ist sauteuer in Thailand)
Moskitonetz (in Bangkok braucht ihr das nicht)
Regenjacke
2 Kittel (1 hätte auch gereicht)
2 schwarze Röcke
3 weiße Blusen
1 Paar schwarze Schuhe (das ist alles die Kleidung fürs Krankenhaus)

Reise und Ankunft

Ich bin mit einer sehr guten Wegbeschreibung vom Flughafen zum Chulalongkorn Hospital gefahren und wurde da von meinen Kontaktpersonen empfangen, zum Dorm gebracht und mit einigen organisatorischen Dingen vertraut gemacht. Ich bekam meinen Schlüssel fürs Zimmer, die Schlüsselkarte für die Etagentür und mein Fingerabdruck für die Haustür wurde gespeichert. Den nächsten Tag hatte ich noch frei (ich kann sehr empfehlen, den Flug so zu buchen, dass man noch einen Ausschlaftag dazwischen hat) und ging auf Sightseeing Tour durch Bangkok. Am 01. März brachten mich meine Kontaktpersonen zum Sekretariat der plastischen Chirurgie. Dort wurde ich von einer Extern (Studentin des 6. Jahres- etwa so wie PJler bei uns) eingewiesen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Eine normale Woche im Krankenhaus sah auf der Plastischen Chirurgie etwa so aus:
Mo: 7.30 Uhr ging es mit einer Konferenz auf Englisch los. Danach schauten sich die Ärzte die ambulanten Patienten an (OPD). In Thailand gibt es keine ambulanten Arztpraxen. Das läuft alles übers Krankenhaus. OP-Vorbesprechungen und Nachbesprechungen aber auch diverse andere Beratungsanlässe wurden hier gesehen. Das Spektrum ist groß. Häufig sieht man Patienten, die mit der Diagnose Asian Eyes kommen (sie wünschen sich einen Eingriff, der eine Umschlagfalte am Auge schafft, wie sie das europäische Auge grundsätzlich hat). Auch Nasenaugmentationen sind sehr häufig. Auf traurige Art und Weise beeindruckend waren die Verbrennungspatienten. In den allermeisten Fällen waren Hände und der untere Teil des Gesichts betroffen. Es seien wohl Explosionen und Unfälle aus Fabriken. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war Craniofaciale Sprechstunde. Da in Thailand Abtreibungen nur in absoluten Ausnahmefällen gestattet sind, sieht man in der Craniofacialen Sprechstunde Missbildungen, die in Deutschland eine absolute Seltenheit sind. Wer sich für seltene (humangenetische) Syndrome interessiert, ist hier perfekt aufgehoben.
Di: Beginn 8.30 Uhr. Dienstag ist einer der beiden Haupt-OP-Tage. Man ist im großen OP und kann sich aussuchen, bei welchen OPs man zuschauen möchte. Das Spektrum ist groß- von reinen SchönheitsOPs bis zu Geschlechtsumwandlungen über Craniofaciale Missbildungen wird hier alles operiert. Auch die Verbrennungschirurgie gehört mit dazu. Man kann sich also wirklich an jedem OP- Tag eine komplett andere OP anschauen. Theoretisch ist es möglich, sich einzuwaschen als Austauschstudent. Praktisch heißt das, dass man dann steril am Tisch steht und zuschaut. Die Studenten machen hier quasi nichts Praktisches im OP. Hinzu kommt, dass auf der Plastischen Chirurgie immer sehr viele Studenten sind (teilweise waren es 20 zur gleichen Zeit), die so eine Art Blockpraktium da machen. Manchmal war es also gar nicht so einfach etwas zu sehen. Aber sobald man lieb fragt, wird eigentlich immer eine Möglichkeit gefunden, dass man irgendwo irgendwas sehen kann. Das Essen im OP ist wie auf Station kostenfrei. Ich konnte mir aussuchen, wann ich meine Mittagspause mache, gemütlich essen gehen und dann wieder in den Saal zurück kommen. An den OP Tagen war es auch allein meine Verantwortung, wie lange ich am Nachmittag blieb. Es war z.B. völlig okay, wenn ich mal schon 13 Uhr gegangen bin.
Mi: Beginn ist 7.30 Uhr wieder mit einer Konferenz. Die ist leider auf Thai und bringt deshalb nicht ganz so viel. Im Anschluss geht es in die Ambulanz und nach dem Mittagessen ist es abhängig von der Woche, was dann folgt. Journal Club wäre ein Beispiel.
Do: Donnerstag ist der 2. Haupt-OP-Tag. Hier geht es 9 Uhr los.
Fr: Das ist ein bisschen der Wundertütentag. Meistens wurden Operationen im kleinen OP (minor operations… lokale Eingriffe ohne Anästhesist) durchgeführt. Häufig gab es auch noch einmal eine Craniofaciale Sprechstunde, Konferenz oder Visite.

Meine Aufgabe war grundsätzlich das Zuschauen. Das fand ich etwas schade. Auf theoretischer Ebene habe ich einiges gelernt, weil die Plastische Chirurgie in Thailand ein sehr breites Feld ist. Mein absolutes Highlight waren die Geschlechtsumwandlungen. Das ist ein Steckenpferd der Plastischen Chirurgie in Thailand und die Ergebnisse sehen wirklich überragend aus.
Zu Ärzten und Studenten hatte ich ein gutes Verhältnis- sie sprechen alle englisch… nur mehr oder weniger gern. Das ist eine völlig andere Sache bei den Pflegenden und Patienten. Da ist Englisch eher rudimentär vorhanden. Das Verhältnis von Ärzten zu Pflegern habe ich als gut empfunden.
Ein paar Worte noch zum Medizinstudium in Thailand: die Vorklinik dauert hier 3 Jahre. Daran schließen sich 3 Jahre Klinik an. Im 6. Jahr ist man Extern (also quasi PJler) und hat schon eine Menge Verantwortung. Die Externs sind im Regelfall täglich mindestens 10 Stunden in der Klinik und decken im Nachtdienst den ersten Patientenkontakt ab. Mit erfolgreicher Abschlussprüfung werden die gerade fertigen Ärzte aufs Land in alle Provinzen Thailands geschickt und betreuen dort Patienten komplett eigenständig- das führt leider zu einer sehr durchwachsenen Qualität in den Krankenhäusern der ländlichen Regionen. Nach 1 bis 3 Jahren kommen sie wieder und dürfen ihre Assistenzarztzeit beginnen (residency).

Land und Leute

Was touristische Aktivitäten angeht, ist Bangkok ein grandioser Ausgangspunkt. In der Stadt kann man einiges machen. Empfehlen kann ich
- Eine Tempeltour: Grand Palace, Wat Pho und Wat Arun lassen sich gut an einem Tag verbinden
- Eine Tour durch Chinatown mit Besichtigung des Golden Mount und Golden Buddha
- An einem Nachmittag unter der Woche kann man der Schlangenfarm direkt auf dem Gelände des Chula einen Besuch abstatten (unbedingt dann kommen, wenn eine Demonstration ist)
- Mindestens einmal in eine Rooftop-Bar (guckt vorher, ob es einen Dresscode gibt)
- Lasst euch den Chatuchak Weekendmarket nicht entgehen
- Ganz wichtig auf dem Gelände des Chula: das Café Pakamara (direkt an der Bibliothek) ist großartig… genialer Kaffee. Die Kantine im 13. Stock des Bumisiri-Gebäudes hat einen unschlagbaren Ausblick über den Lumphinipark
- Setzt euch nachmittags mit einen Kaffee in den Lumphinipark und guckt den freilebenden Waranen und Schildkröten zu
Für die Wochenenden
- Ein Wochenende im Khao Yai Nationalpark kann ich wärmstens empfehlen. Da sollte man sich auch eine Tour gönnen. Das Gelände ist weitläufig und die Tiere seht ihr am wahrscheinlichsten mit Guide. Wir haben sogar einen Elefanten gesehen
- Ein Wochenende kann man der Stadt Kanchanaburi und den Erawan Wasserfällen widmen.
- Wenn ihr gern mal Meer sehen möchtet ist die Insel Koh Samet die nächst gelegene Variante. Hier lohnt es sich, nicht nur 2, sondern 3 Tage zur Verfügung zu haben.
- Als Tagesausflüge kann ich euch wärmstens Ayutthaya (ehemalige Hauptstadt von Thailand bis ins 18. Jh mit wundervollen Tempelruinen) ans Herz legen
- Ein weiterer sehr lohnenswerter Tagesausflug ist die Stadt Lopburi- so viele Affen auf einem Fleck habe ich noch nie gesehen.
Das Essen in Thailand hat Berühmtheit überall in der Welt erlangt. Meinem Empfinden nach, hat es seinem Ruf alle Ehre bereitet. Meine persönlichen Highlights sind Green Curry und Roti (das ist eine Art Crêpe… aber nochmal höherkalorisch und außen knusprig). Bangkok ist ein perfekter Ort, um sich durch alle Arten Essen durchzukosten. Wärmstens kann ich euch auch alle Arten von Shakes ans Herz legen. Mango ist der allerbeste. Im März ist wohl Mangohochsaison. Esst euch unbedingt so richtig satt an Mango.
Zur Zeit meines Aufenthalts fanden gerade Wahlen statt in Thailand. Eine ganz spannende Geschichte, da vorher eine Militärregierung bestand, die etwa 5 Jahre zuvor geputscht hatte. Vor allem die jungen Leute und Akademiker wünschten sich, dass egal wer, aber Hauptsache nicht mehr die Militärs an der Macht wären. Was die Führung Thailands angeht, spielt der König noch eine sehr große Rolle. Ihm wird in jeder Form Ehre erwiesen. Es steht unter Strafe, den König in irgendeiner Form zu beleidigen. Also äußert euch den Thais gegenüber einfach in keiner Weise abfällig den König betreffen. Es ist sogar verboten, auf einen am Boden liegenden Geldschein zu treten (denn auf dem ist das Bild des Königs abgedruckt).
Ich kann nur immer wieder betonen, was für eine gastfreundliche Nation die Thais sind. Natürlich trifft man auch auf genug Leute, die versuchen, einen abzuziehen (aber an welchen Stellen da die Gefahr lauert, weiß man relativ bald). Vor allem Thai Frauen gegenüber allein reisenden Frauen sind so dermaßen freundlich. Ich wurde von einer Taxifahrerin z.B. umsonst mitgenommen (ich habe nicht mal gefragt), weil sie gesehen hat, dass ich in der prallen Sonne auf einem ätzenden Weg zu Fuß unterwegs war.

Fazit

Was touristische Aktivitäten angeht, ist Bangkok ein grandioser Ausgangspunkt. In der Stadt kann man einiges machen. Empfehlen kann ich
- Eine Tempeltour: Grand Palace, Wat Pho und Wat Arun lassen sich gut an einem Tag verbinden
- Eine Tour durch Chinatown mit Besichtigung des Golden Mount und Golden Buddha
- An einem Nachmittag unter der Woche kann man der Schlangenfarm direkt auf dem Gelände des Chula einen Besuch abstatten (unbedingt dann kommen, wenn eine Demonstration ist)
- Mindestens einmal in eine Rooftop-Bar (guckt vorher, ob es einen Dresscode gibt)
- Lasst euch den Chatuchak Weekendmarket nicht entgehen
- Ganz wichtig auf dem Gelände des Chula: das Café Pakamara (direkt an der Bibliothek) ist großartig… genialer Kaffee. Die Kantine im 13. Stock des Bumisiri-Gebäudes hat einen unschlagbaren Ausblick über den Lumphinipark
- Setzt euch nachmittags mit einen Kaffee in den Lumphinipark und guckt den freilebenden Waranen und Schildkröten zu
Für die Wochenenden
- Ein Wochenende im Khao Yai Nationalpark kann ich wärmstens empfehlen. Da sollte man sich auch eine Tour gönnen. Das Gelände ist weitläufig und die Tiere seht ihr am wahrscheinlichsten mit Guide. Wir haben sogar einen Elefanten gesehen
- Ein Wochenende kann man der Stadt Kanchanaburi und den Erawan Wasserfällen widmen.
- Wenn ihr gern mal Meer sehen möchtet ist die Insel Koh Samet die nächst gelegene Variante. Hier lohnt es sich, nicht nur 2, sondern 3 Tage zur Verfügung zu haben.
- Als Tagesausflüge kann ich euch wärmstens Ayutthaya (ehemalige Hauptstadt von Thailand bis ins 18. Jh mit wundervollen Tempelruinen) ans Herz legen
- Ein weiterer sehr lohnenswerter Tagesausflug ist die Stadt Lopburi- so viele Affen auf einem Fleck habe ich noch nie gesehen.
Das Essen in Thailand hat Berühmtheit überall in der Welt erlangt. Meinem Empfinden nach, hat es seinem Ruf alle Ehre bereitet. Meine persönlichen Highlights sind Green Curry und Roti (das ist eine Art Crêpe… aber nochmal höherkalorisch und außen knusprig). Bangkok ist ein perfekter Ort, um sich durch alle Arten Essen durchzukosten. Wärmstens kann ich euch auch alle Arten von Shakes ans Herz legen. Mango ist der allerbeste. Im März ist wohl Mangohochsaison. Esst euch unbedingt so richtig satt an Mango.
Zur Zeit meines Aufenthalts fanden gerade Wahlen statt in Thailand. Eine ganz spannende Geschichte, da vorher eine Militärregierung bestand, die etwa 5 Jahre zuvor geputscht hatte. Vor allem die jungen Leute und Akademiker wünschten sich, dass egal wer, aber Hauptsache nicht mehr die Militärs an der Macht wären. Was die Führung Thailands angeht, spielt der König noch eine sehr große Rolle. Ihm wird in jeder Form Ehre erwiesen. Es steht unter Strafe, den König in irgendeiner Form zu beleidigen. Also äußert euch den Thais gegenüber einfach in keiner Weise abfällig den König betreffen. Es ist sogar verboten, auf einen am Boden liegenden Geldschein zu treten (denn auf dem ist das Bild des Königs abgedruckt).
Ich kann nur immer wieder betonen, was für eine gastfreundliche Nation die Thais sind. Natürlich trifft man auch auf genug Leute, die versuchen, einen abzuziehen (aber an welchen Stellen da die Gefahr lauert, weiß man relativ bald). Vor allem Thai Frauen gegenüber allein reisenden Frauen sind so dermaßen freundlich. Ich wurde von einer Taxifahrerin z.B. umsonst mitgenommen (ich habe nicht mal gefragt), weil sie gesehen hat, dass ich in der prallen Sonne auf einem ätzenden Weg zu Fuß unterwegs war.

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