zurück

Russia (HCCM)

Innere - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Nelly, Mannheim

Array

Motivation

Ich hatte mich sehr bewusst auf Russisch sprachige Länder und die Kaukasusregion beworben. Dies lag zum einem am sprachlichen Interesse. Zum anderen wollte ich anfangen meine großen Wissenslücken bzgl. Kultur und Leben dieser Teile der Welt zu schließen.

Vorbereitung

Meine Vorbereitung war bis auf Kofferpacken und Visumorganisieren nicht vorhanden. Ein kleines Wörterbuch hatte ich noch eingesteckt in das ich auf dem Flug das erste Mal reingeschaut habe. Ich bin mehr oder weniger direkt aus meinem Erasmus nach Russland gestartet und bin dazwischen noch einmal umgezogen in Mannheim. Also war da gar nicht so viel Zeit für Vorbereitung. Ein pre-departure Training habe ich nicht besucht und bin auch so ganz gut zurechtgekommen. Dies war aber auch nicht meine erste Auslandsfamulatur und auch eine meiner „westlichsten“.
Regenschirm für St. Petersburg nicht vergessen

Visum

Das Visum habe ich einen Monat im Voraus beantragt als die Invitation Letter da war. Das hat zeitlich voll gereicht. Ich habe meinen Flug auch erst nach Erhalt meines Visums gekauft, da mir das persönlich sonst zu unsicher gewesen wäre. In den allermeisten Fällen geht da eigentlich nichts schief mit dem Visum und man kann das auch viel früher machen, aber so von 2-3 Leuten hört man dann doch immer, die am Schluss nicht am Austausch teilnehmen konnten, und dafür wäre mir das Geld zu schade gewesen.
Das Visum selber beauftragt man nicht bei der Botschaft, sondern bei einem angeschlossenen Institut/Firma (VFS Global Solutions). Per se wäre ein Humanitäres/Studentenvisum auch umsonst gewesen, hier zahlt man dann aber die Bearbeitungsgebühr von knapp 20€. Möglich ist mit der Invitation Letter auch leider nur ein single entry Visum. Wichtig ist, dass Ihr kein Touristen Visum beantragt, da Ihr sonst Probleme mit der Uni kriegt und nicht im Wohnheim wohnen dürft und für die Kosten selbst aufkommen müsstet. Das passiert wohl gerne Leuten ohne europäischen Pass die auf ein Visum on Arrival spekulieren und dann an der Grenze irgendwas vermasseln.
Die Invitation Letter hat schon länger gebraucht als man gehofft und erwartet hat, Das Visum in Frankfurt war aber auch regulär nach 10 Tagen schon fertig, also alles kein Grund für Unbehagen. Ich hatte mich damals im Juni 2018 zur WM Hochsaison für das Visum beworben. Ist jetzt natürlich fraglich ob es trotz dessen oder gerade deswegen so flott ging.

Gesundheit

Ich hatte einen Wasserfilter dabei, da ich den stets auf Reisen mitnehmen und gerne Plastikmüll sowie den Aufwand des ständiges Wasserkaufens vermeide. Ich war mir bis zum Schluss der tatsächlichen Trinkwasserqualität nicht sicher, da manche stark davon abgeraten haben und andere es so getrunken haben.
Zu Beginn wurden wir angewiesen einen Röntgen Thorax (Tbc) machen zu lassen sowie Syphilis, Hep B und C und falls man auf einer gynäkologischen Station arbeitet auch MRSA ausschließen zu lassen. In der Realität habe ich das bis zum Schluss niemandem vorgezeigt in der Klinik und auch sonst kein anderer Austauschstudent wurde danach gefragt. Ich würde vor allem auf das Röntgen Thorax in Zukunft verzichten und wenn dann versuchen das vor Ort zu klären falls das wirklich nötig wäre.

Sicherheit

Meine ersten beiden Wochen in St. Petersburg lagen noch in der WM Phase die letzten beiden nicht mehr. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher oder unwohl gefühlt und wir waren durchaus nachts viel unterwegs und ich bin häufiger auch mal alleine in dunklen nach Hause gelaufen/fahren. Im Nachhinein würde ich das alles genauso nochmal einschätzen. Während der WM hat man natürlich deutlich häufiger noch Poilizisten gesehen und signifikant mehr Menschen auf den Straßen gehabt. Das hat aber mein Empfinden nicht verändert oder beeinflusst.

Geld

Gezahlt wird mit dem russischen Rubel und ganz ganz viel mit Kreditkarte. Häufig selbst im kleinsten Kiosk. Bargeld wurde auch überall akzeptiert. Kann halt mal passieren, dass der Uber Fahrer dann einfach nicht genug Wechselgeld hat. Häufig haben die locals auch mir unbekannte PayPal ähnliche Apps genutzt um im Supermarkt/Taxi zu zahlen, das braucht man aber alles nicht wirklich.
Wir waren fast immer auswärts Essen aufgrund der unzufriedenstellenden Küchen-Situation im Wohnheim. Nach einer Woche hat man da auch die günstigen Ecken raus und das Mittagessen gab es an Wochentagen umsonst in einer Kantine ganz nah am Klinikum (super lecker, überraschend Veggie freundlich). Supermärkte sowie Kneipen in der Stadt waren preislich niedriger als ich erwartet hatte, so bei einer durchschnittlichen deutschen Großstadt angesiedelt. (Shwarma 3-4€, Bier 2-4€) Zu empfehlen sind die russischen Kantinen (stolovaja) sehr günstig, überall zu finden, häufig 24h geöffnet und verlässlich schmackhafte Auswahl.

Sprache

Ganz klar Russisch. Ich habe ein grobes Grundverständnis bereits gehabt da meine Muttersprache auch aus dem Slawischen Sprachraum kommt. Kyrillisch lesen zu lernen hat sich absolut gelohnt, da man dann wenigstens mal nachsehen kann was das Schild, das man nicht versteht, auch bedeutet. Ich hätte mein Sprachniveau jetzt so bei A1-A2 angesiedelt. Das ist auf jeden Fall eine gute Basis um einiges mitzukriegen von Land, Leuten und Klinikalltag. Die Ärzt*innen im Krankenhaus sind zum allergrößten Teil aber höchst motiviert Englisch oder gar Deutsch mit einem zu reden, um selbst in Übung zu bleiben. Für denn Alltag waren ein paar Brocken russisch um obstpreise auf dem Markt zu verhandeln oder nach dem Weg zu fragen aber auch wirklich nützlich, abgesehen vom Aspekt dessen, dass man viel mehr mitbekommt vom Land. Junge Leute können natürlich häufig besser Englisch wenn man dann doch mal verloren ist und jemand um Hilfe bitten muss.

Verkehrsbindungen

Ich bin nach Russland geflogen. Zunächste wollte ich über das Baltikum mit dem Zug anreisen, aber aufgrund eines unerwarteten Umzugs hatte ich dafür am Schluss weder Zeit noch Geld. Kann man aber definitiv machen!
St. Petersburg hat eine ganz wundervolle Metro die auch zu den preisgünstigsten der Welt gehört wie mir gesagt wurde. Egal wie weit man fährt man zahlt immer den gleichen Preis und ist sehr schnell unterwegs. Ansonsten sind Uber und Yandex die beiden größten auf dem Taxi Markt. Busse gibt es auch, habe ich aber kaum je genutzt. Einziger Nachteil: Nachts fährt die Metro nicht und aufgrund der Brückenöffnungen kommt man mit dem Taxi auch nicht mehr nach Hause. Also vorher stets Gedanken machen wie lang man unterwegs sein will bzw auf welcher Insel und Brückenöffnungszeiten nachsehen.

Kommunikation

Meine Contact Person hat zu beginn mit mir eine Sim gekauft. Hier lieber mehr GB als zu wenig holen, da es im Wohnheim entgegen aller Versprechen kein WLAN gibt! Das mobile Netz war dann aber einwandfrei. Es gibt ein paar Leute im Wohnheim die Ihre eigenen Router haben und wenn man sich mit denen anfreundet könnte man sich da bestimmt den Zugang zu erfragen. Das ist mir nicht gelungen aber ich habe auch nicht so den riesigen Bedarf gesehen dem nachzugehen.

Unterkunft

Wir sind in einem relativ heruntergekommenen Wohnheim untergekommen. Pro Zimmer 2 Studenten. Toiletten und Dusche auf dem Flur. Hier muss man auf seinem Stockwerk Freundschaften schließen um an den Toilettenschlüssel zu kommen, der zu einigermaßen passablen Toiletten führt. Das gelingt eigentlich schnell und ich habe das eher als kleine Herausforderung gesehen. Duschen hingehen waren tipitop und frei zugänglich. Es gibt unten im Gemeinschaftraum auch einen Kühlschrank, da habe ich so bisschen Jogurt fürs Frühstück drin gehabt. Küche bestand aus einer Spüle und einem Gasherd. Aufzug war eher gruselig. Töpfe Teller Besteck besitzen alle Bewohner selbst, man als Austauschstudent demnach eben nicht. War aber nicht so schlimm, weil da so viele Kakerlaken waren, dass mir das keinen Spaß gemacht hätte zu kochen. Die fand ich sonst aber nur halb so wild. Waren sehr klein, sehr langsam und vergleichsweise leicht zu töten. Bettwäsche wurde gestellt, die Decken und Kissen fand ich ausreichend. Zu Waschmaschinen findet man genauso Zugang wie durch Toiletten: Freunde im Wohnheim finden die einem Ihre zur Benutzung zur Verfügung stellen.
Ich weiß nicht wie das in den Wohnheimen der anderen Fakultäten aussieht und ob die nicht vielleicht modernisiert wurden in den letzten Jahren. Unseres hätte es auf jeden Fall mal nötig gehabt.
Es gibt so eine Art Ausgangssperre zwischen 22:00 und 06:00, der Türsteher ist jedoch stets da und lässt einen eigentlich nicht vorm Haus stehen, sondern kuckt vielleicht ein bisschen grimmig, wenn man Ihn weckt, mehr aber auch nicht.
Einige andere Incomings haben sich nach einer Woche zusammen ein AirBnB geholt, es zwingt einen also niemand zu bleiben wenns einem zu arg wird.
In der Nähe waren 2 Flüsse, die sich super zum Joggen geeignet haben sowie ein botanischer Garten. Der Ausblick vom Dach ist auch ganz schön, wenn man sich nicht zu auffällig verhält

Literatur

An Literatur hatte ich lediglich ein Wörterbuch und ein Sprachlernbuch dabei. Die habe ich am Anfang sehr motiviert durcharbeitet, mit der Zeit habe ich jedoch einen ganzen Haufen netter Leute und schöne Ecken in der Stadt entdeckt wodurch das ganze ins schleifen geraten ist. Ich habe mich bewusst gegen einen Reiseführer entscheiden, da ich genug zeit hatte um mich durch die Stadt treiben zu lassen und uns die locals ja auch einiges zeigen wollten. Das habe ich auch nicht bereut.

Mitzunehmen

ISIC Card für Studentenrabatte. Kann man zur Not auch vor Ort erstellen lassen, ist dann auch günstiger als in Deutschland.
Regenschirm! In Juli: Kleidung für 3 Jahreszeiten. Wir hatten von Sturmregen bei 7°C bis 30°C bei denen wir am Strand lagen alles dabei. Gummistiefel sind auch nicht verkehrt, wenn man kleine hat. Ein nettes Outfit fürs Ballett, aber das muss gar nicht zu extravagant sein. Prinzipiell kann man sonst aber auch alles zu absolut fairen preisen in Russland kaufen (bis auf Regenschirme, die sind im Einzelhandel wie auf Märkten absurd teuer). Es gibt zur Not auch Decathlon und ganz gewöhnliche, europäisch anmutende Malls. Bikini und Laufsachen haben sich ausgezahlt, da ich beidem nachgehen konnte.

Reise und Ankunft

Ich wurde am Flughafen von meiner CP abgeholt und ins Wohnheim gebracht. Am Folgetag hat mich ein anderes Mitglied der Austausch Gruppe ins 2 Gehminuten entfernte Klinikum begleitet und mich auf Station voirgestellt sowie mir kurz den Ablauf erklärt. Die weißen Schuhe sowie eigenen Kasacks waren bei mir tatsächlich sehr wichtig! In den nächsten Tagen wurde uns ein bisschen die Gegend gezeigt sowie nahe Supermärkte und der Weg zur Metro und ähnliches.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich war der pediatrischen Hämatoonkologie. Das hat sich zufälligerweise so ergeben, hätte ich zu den Erwachsenen gewollt oder hätte ich den Fachbereich ganz wechseln wollen, wäre das wohl auch mehr oder weniger problemlos noch gegangen. Mir hat es hier jedoch wahnsinnig gefallen. Mein erster Tag war nur ein halber Tag der vor allem daraus bestand sich allen mal vorzustellen und in den grundsätzlichen Ablauf der Station eingeweiht zu werden. Morgens um 08:00 gab es stets eine Frühbesprechen aller Hämatologischer Berecihe des ganzen Hauses mit den Leitern der Klinik. Hier wurde unheimlich schnell gesprochen und es ging grob um Neuzugänge und Entlassungen/Verstorbene Patienten. Direkt im Anschluss um ca. 08:45 wurde auf der Pädiatrischen Station die Übergabe gemacht im Zimmer der Pflege. Ich hatte nach einer Woche beschlossen nur zu zweiterem zu kommen, da ich bei der großen Runde nie irgendetwas mitgenommen habe und der Raum sowieso stets sehr voll war. Danach sind die Ärzt*innen zu Ihren Patient*innen gegangen. Das war meist zeitlich sehr frei und unorganisiert. Alle paar Tage gab es mal eine Chefarzt Visite durchs gesamte Haus, da waren aber immer sehr viele Menschen dabei, so dass ich die gemieden hab. Nach kurzer Zeit hatte ich raus welche Ärzt*innen interessiert daran waren, mich mitzunehmen und hab bei denen einfach erfragt wann Sie ihre Runde machen oder was heute so ansteht. Also wurde ich dann meist dazu gerufen, wenn es was nettes gab ansonsten konnte ich mich frei bewegen. Wir hatten auch einige Patienten auf der Intensiv ein Stockwerk tiefer. Dort wurde ich auch sehr freundlich aufgenommen und immer angerufen, wenn man wieder ein ZVK gelegt wurde oder eine Magenspiegelung stattfand o.ä. Mir wurde auch stets mitgeteilt, wenn Obduktionen unserer Patient*innen anstanden. Die behandelnden Ärzt*innen sind hier selbst sehr gerne hingegangen und haben mich auch da mitgenommen und standen mir erklärend zur Seite. Grundsätzlich konnte ich so zwischen 1 und 3 meistens gehen, bin jedoch ab und zu aus eigenem Interesse länger geblieben. Durch die sehr offene freundliche Haltung der Pflege sowie Mediziner*Innen habe ich gefühlt sehr viel neues gelernt und vor allem gesehen. St. Petersburg ist mit 360 Stammzelltransplantationen eines der größten Zentren Europas und somit ist man auch mit vielen schweren Verläufen konfrontiert, die man so häufig in Deutschland wahrscheinlich nicht in einem Monat zu sehen bekommen würde. Das ist teils vor allem bei den Kindern hart anzusehen. Die Arbeitsatmosphäre war auf unseren Stationen sehr entspannt. Klar hatten alle recht lange Arbeitszeiten aber Stress und gehetztes Verhalten habe ich nur selten gesehen. Nicht selten hat man sich nochmal mit uns hingesetzt um detailiert den Laborbefund oder ein CT zu besprechen. Es wird sich pro Tag immer Zeit genommen um zusammen mindestens eine Tasse Tee und ein bisschen was Süßes zu genießen. Alle waren angetan davon, wenn man versucht hat ein wenig russisch zu sprechen man ist aber gut klargekommen mit englisch, bei manchen Ärzt*Innen eben mehr als bei anderen aber das findet man schnell raus.
Das Studium kann man an der St. Pavlov Universität auf Englisch und auf Russisch ableisten, was auch dazu führt das im Wohnheim viele Internationals gewohnt haben. Die Vorklinik geht dort 3 Jahre jedoch werden Mikriobiologie, Pharmakologie und Pathologie zB auch als präklinische Fächer gesehen. Eine Art Staatsexamen gibt es erst am Ende des Studiums.

Land und Leute

Mein absoluter Favorit war die Heremitage. Als Student*In muss man zwar anstehen für ein Ticket kann dann aber jederzeit umsonst herein. Selbst beim 5. Besuch war mir noch nicht langweilig. Aber alles andere an dieser Stadt war auch umwerfend! Der Strand Nordöstlich des 300 Jahr Parks hinter dem Gazprom Hochhaus eignet sich super für heiße Tage. Das Flanieren an den Kanälen im nächtlichen Sonnenschein sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Loft Project Etazhi, New Holland und Golitsyn Loft unbedingt besuchen (Vegan Paradise!!). Man könnte jeden Tag ein neues Museum oder einen neuen Park entdecken. Essen gehen in Rubinstein str. Das man keinen Alkohol verkauft wird nach 22 Uhr ist auch eine Lüge, nett fragen und seinem Kiosk treu bleiben hilft hier genauso wie in Baden-Württemberg. Das Nachtleben hat mir wider erwarten auch immensen Spaß bereitet. Aufgrund der Brückensituation ist hier „go hard or go home“ aber tatsächlich angebracht.
Zwar sehr empfehlenswert aber auch arg überfüllt waren die nahegelegenen Zarenpaläste. Kann man mal machen wenn man großes Interesse hat, muss sich jedoch auf hohe Preise und Mencshenmengen einstellen.
So groß mein Interesse an Politik auch ist so schwierig war es da Gespräche mit Leuten anzufangen oder am Laufen zu halten. Es schien mir eine eher verbitterte Haltung, als ob die meisten des Themas leidig wären und jedes weitere Wort auch nur verschwendete Energie über einen Zustand, der sich nicht ändern lässt und ja doch aushaltbar ist. St. Petersburg ist aber sicherlich auch nicht mit dem Rest Russlands vergleichbar was mir auch stets von allen Zugezogenen versichert wurde. Armut ist bei weitem nicht so prävalent und man sieht sich als Teil Europas und so wirkt die Stadt in den meisten Bereichen auch. Vielen träumen davon mal in Deutschland/sonst irgendwo westlicher zu arbeiten und Fuß zu fassen und St. Peterburg war eben der erste Schritt aus Sibirien raus.
Die russischen Studenten der Fakultät haben überwiegend noch zuhause gewohnt, weshalb man irgendwie ganz viel mit den internationals aus dem Wohnheim unternommen hat. Das hat auch viele wundervolle Einblicke in Vieles gebracht aber dann doch nicht in das ‚echte russische‘ Leben. Sollte ich die Stadt nochmal für längere Zeit besuchen und ein gesetzteres Russisch vorweisen würde ich mich aktiver auf die Suche nach der politisch interessierten Jugend machen. Das hat in der kurzen Zeit mit den ganzen neuen Eindrücken nicht so gut funktioniert.
Auch empfiehlt es sich die Nationalparks und Wälder um St. Peterburg herum anzufahren bei schönem Wetter. Das geht aber um einiges besser mit gemietetem Auto, wenn man genug Leute zusammen hat, als mit Zügen und Bussen.

Fazit

Ich habe mich, obwohl mir Millionenstädte nicht wirklich zusagen und ich St. Petersburg eher skeptisch interessiert gegenüberstand, unheimlich in Stadt, Leute und die Arbeitsatmosphäre dort verliebt. Meine Erwartungen wurden zu dem Maße übertroffen, dass ich menn möglich versuchen werde noch einen Teil meines PJ’s dort zu machen.
Russland als solches, ebenso wie die -stan Länder, zu bereisen möchte ich in naher Zukunft auch, hierfür würde ich mir jedoch gerne viel Zeit nehmen und besser russisch sprechen um intensivere Interaktionen mit den Menschen zu haben und den Rest des Landes besser kennenzulernen. St. Peterburg bietet viel um einen lange zeit glücklich zu machen aber auf jeden Fall kein ganzheitliches Bild Russlands.

zurück