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;CFMS(Canada);Magnetic Non-Invasive Acupuncture for Infant Comfort (MAGNIFIC) study during Neonatal Abstinence Syndrome (NAS) from maternal opioids;

Pädiatrie - SCORE (Forschungsaustausch)
von Yasemin Zehra, Erkelenz

Motivation

Nachdem ich alle obligatorischen Famulaturen absolviert und nichts Effizientes für mein reguläres Freisemester geplant hatte, sah ich dies als beste Gelegenheit um erste professionelle Erfahrungen im Ausland zu machen. Da ich persönlich noch nicht wirklich sicher war, in welchem Bereich ich später meine Doktorarbeit schreiben möchte, kam ich auf den Forschungsaustausch nach Kanada. Kanada interessierte mich schon etwas länger; und mit der bekannten englischen Sprache war es die beste Wahl für meinen geplanten Forschungsaustausch.

Vorbereitung

Nach meiner Registrierung bei der bvmd habe ich mich erstmal auf der Seite der IFMSA ein wenig über die Projekte schlau gemacht. Anschließend galt es, eine Menge Papierkram auszufüllen und zu organisieren, über diverse Formulare und Motivationsbriefe bis zu Lebenslauf und Co... Eines der für mich interessanten Projekte lief über 8 statt 4 Wochen, sodass ich erstmal bei den NOREs nachgefragt habe, ob es möglich wäre, mich bei allen 3 Projekten für einen Zeitraum von 8 Wochen zu bewerben. Sie unterstützten die Idee und meinten, dass 8 Wochen für einen Forschungsaustausch meist gern gesehen wird, da man für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen und selbstständiger arbeiten kann. Schließlich habe ich die Zusage für 8 Wochen bekommen (natürlich abhängig davon, ob Laborkapazität und Unterkunft für einen längeren Zeitraum organisiert werden kann). Grundsätzlich kann man bei allen Fragen und Schwierigkeiten die NOREs kontaktieren und bekommt meist innerhalb weniger Tage eine Antwort oder einen Lösungsvorschlag.

Visum

Als EU-Bürger kann man in Kanada für bis zu 6 Monate visumsfrei einreisen. Wichtig ist wohl, mindestens 2 Wochen vor Anreise eine elektronische Einreiseerlaubnis (eTA) einzuholen. Dies könnt ihr auf der Seite der kanadischen Regierung bequem online erledigen. Ihr benötigt euren Reisepass und sämtliche Reiseinformationen, müsst ein paar Fragen zur Sicherheit beantworten und 7CAD (Kanadische Dollar) bezahlen. Innerhalb weniger Minuten bekommt ihr dann aber auch schon eine Mail, dass (in den meisten Fällen) alles funktioniert hat und ihr für die nächsten Jahre in Kanada einreisen dürft.

Gesundheit

Über die IFMSA habe ich ein Impfformular bekommen, dass es auszufüllen galt (wobei bei Nachfrage mein Laborleiter in Kanada gesagt hat, dass es für sein Labor nicht nötig sei, aber ich dachte mir „Sicher ist sicher!“). Für Kanada braucht man grundsätzlich keine zusätzlichen Impfungen, es gilt derselbe Standard wie in Deutschland (sprich Tetanus, Diphterie, Polio, Hepatitis B/evtl. A, etc.). Ich musste meinen Tuberkulose Test auffrischen, und für manche Städte in Kanada wird ein HIV Test oder die aktuelle Influenza Impfung verlangt. Spezielle Untersuchungen gab es aber keine. Bezüglich der Reiseapotheke würde ich empfehlen, die Standardmedikamente (gegen Schmerzen, Übelkeit und Co.) mitzunehmen sowie Insektenspray (die Mosquitos scheinen hier etwas aggressiver zu sein; notfalls kann man aber auch vor Ort ein Insektenspray besorgen, die sind meist besser an die „lokalen“ Insekten angepasst).

Sicherheit

Verpflichtend für den Austausch war eine Auslandskrankenversicherung, sowie eine Unfall- und Haftpflichtversicherung. Die Deutsche Ärzteversicherung bietet ein gutes Rundumpaket für Medizinstudenten in Famulaturen oder PJ im Ausland an, was ich dann für diesen Austausch genutzt habe.
Die Sicherheitslage in Kanada ist absolut klasse. Sicherlich ist es immer am besten, selbst auf die eigene Sicherheit zu achten (indem man nicht unbedingt nachts in zwielichtige Seitenstraßen spazieren geht), aber grundsätzlich war es in Edmonton kein Problem auch mal nachts draußen unterwegs zu sein. Das größte „Sicherheitsproblem“ schienen mir die Obdachlosen, die dann immer wieder durch die Stadt liefen, aber die waren letzten Endes auch meist freundlich und zuvorkommend.

Geld

Für Kanada empfehle ich auf jeden Fall eine VISA Kreditkarte (oder andere international anerkannte Kreditkarten). Hier wird tatsächlich überall und für jede Gelegenheit mit der Kreditkarte gezahlt. Ich hatte zu Sicherheit aber vor meiner Anreise noch etwas Bargeld abgehoben und habe dann bei Kleinigkeiten (z.B. im Café oder auf dem Markt) auch mal bar bezahlt. Sicherlich kann man auch Geld am Bankautomaten abheben, dabei ist aber zu empfehlen, große Summen (so ab 300CAD) abzuheben, weil jedes Mal bankspezifische Gebühren von wenigen Euro mit berechnet werden.
Der kanadische Dollar hatte während meines Austausches einen etwas geringeren Wert als der Euro, sodass insgesamt (nach Umrechnen der Währung) vieles in Kanada etwas günstiger war; dies galt vor allem für Konzert- oder Eintrittskarten. Der alltägliche Einkauf (Obst, Gemüse, Getränke und anderen Lebensmittel) gestaltete sich dann doch als relativ teuer, sodass meiner Meinung nach die Lebensunterhaltskosten etwa gleich mit denen in Deutschland sind.

Sprache

In Kanada spricht man vorwiegen Englisch bzw. Französisch, abhängig von der Region, in der man landet. Edmonton liegt in Alberta ziemlich im Westen des Landes und somit im englisch-sprachigen Gebiet. Französisch wird vorwiegend im Osten Kanadas und dort vor allem in der Provinz Quebec gesprochen. Mit Englisch als Hauptsprache gab es keine speziellen Vorbereitungen zu treffen, sodass ich mich relativ frei mit allen Leuten im Labor, zu Hause und auf der Straße unterhalten konnte.

Verkehrsbindungen

Grundsätzlich wäre in Edmonton das Auto das beste Transportmittel durch die Stadt. Das Labor war von meiner Unterkunft aus fußläufig bequem erreichbar, die Uniklinik sowie das Unigelände lagen ebenfalls in fußläufiger Nähe. Als öffentliche Verkehrsmittel stellt die Stadt Busse und die Metro zur Verfügung. Leider muss ich gestehen, gestaltete sich das System als ziemlich frustrierend. Die Metro besitzt nur zwei Linien, die quasi Richtung Hauptbahnhof und zurück fahren. Die Bushaltestellen zeigen nur die Nummer der Busse an; Richtung, Route oder Zeitplan fehlen komplett. Das hieß, man muss sich auf jeden Fall gut mit den Routen vertraut machen und „hoffen“, dass in den nächsten 5-10 Minuten ein Bus kommt, oder Mobile Daten fürs Handy besorgen und die Routen immer wieder neu mit Google Maps berechnen lassen. Nach einigen Tagen gewöhnt man sich aber dran (kleine Anekdote am Rande: anders als in Deutschland, halten die Busse hier nicht an jeder Haltestelle und rasen ziemlich schnell an diesen vorbei, d.h. man sollte stets genau wissen, wo man aussteigen muss, und sollte während der Fahrt kein Nickerchen halten ;-P). Mit einem Monatsticket von ca. 95CAD war das Bus- und Metrofahren in Edmonton dafür aber ziemlich preiswert.

Kommunikation

Sicherlich gab es in Edmonton viele Möglichkeiten, eine SIM-Karte zu besorgen, und die LEOs sind auf jeden Fall stets hilfsbereit, wenn es um solche Fragen geht. In meiner Unterkunft und auch während der Arbeit im Labor sowie auf dem Unigelände hatte ich aber stets Zugang ins Internet, sodass ich mir den Kauf einer SIM-Karte gespart habe. Viele Cafés und Restaurants bieten kostenloses Wi-Fi an, die Stadt hat ebenfalls an zentralen Stellen einen kostenlosen Internetzugang eingerichtet, und als Student konnte man sich schnell und einfach ins lokale „eduroam“ einloggen, sodass sich insgesamt die Kommunikation mit Familie und Freunden in Deutschland sowie Gastfamilie und Freunden in Kanada als ziemlich entspannt gestaltete.

Unterkunft

Für den gesamten Zeitraum meines Austausches bin ich bei einer freundlichen Gastfamilie untergekommen. Beziehungsweise bestand meine Gastfamilie aus einer älteren kanadischen Dame und ihrem Kater, die den Kellerbereich als Wohnung umgestaltet hat, sodass ich dort meinen privaten Bereich hatte. Eine der LEOs hatte mir den Kontakt zu meiner Gast“oma“ organisiert und nach ein paar Mails haben wir uns prima verstanden. In Edmonton angekommen haben wir ziemlich viel unternommen, gemeinsam diverse Shows besucht und einmal in der Woche mit ihren Kindern zu Abend gegessen, was stets eine angenehme Erfahrung war. Meine Gastoma konnte mir zudem wahnsinnig viele Tipps zur Stadt geben, hat mich fürs Einkaufen jeden Samstag mit auf den Markt genommen und schließlich haben wir auch ein Wochenende gemeinsam in einem der Nationalparks verbracht, die relativ nah gelegen waren.

Literatur

Zu empfehlen ist auf jeden Fall, sich mit dem Projekt im Vorfeld auseinander zu setzen. Ich habe mir im Vorfeld ein paar Paper meines Laborleiters durchgelesen, um einen Einblick in seine Arbeit und in die seines Laborteam zu erhalten. Da es vorwiegend um kardiologischen Stoffwechsels bei Herzversagen ging, war es auch gar nicht so schlecht, die zugehörige Theorie zu wiederholen. Landesspezifisch habe ich mir den einen oder anderen Reiseführer angeschaut, sowie viel Internetrecherche betrieben.

Mitzunehmen

Zu empfehlen sind sicherlich die Dinge, die man auch zu Hause so im Alltag benötigt. Vieles kann man aber auch vor Ort besorgen (Shampoo und Co.), sodass man nicht unbedingt den Koffer damit unnötig füllen muss. Tatsächlich hatte ich das Sommerwetter in Kanada wärmer erwartet, sodass ich keinen Pullover mitgenommen hatte; habe mir dann aber für die ziemlich kühlen Nächte vor Ort einen Pullover besorgt. Für die Arbeit im Labor habe ich einen Kittel sowie meinen Laptop mitgenommen. Sehr wichtig wäre, sich vorzeitig einen Adapter zu besorgen, da die Steckdosen in Nordamerika grundsätzlich anders sind (achtet auch darauf, dass eure Stecker niedrigere Spannungen akzeptieren können, da die kanadischen Steckdosen keine 230V nutzen). Notfalls kann der Adapter aber auch im nächsten großen Super- oder Drogeriemarkt besorgt werden.

Reise und Ankunft

Für meine Anreise bin ich von Frankfurt nach Edmonton (mit einem Zwischenstopp über Calgary) geflogen. In Edmonton angekommen (nach deutlich spätem Start in Frankfurt und Flugwechsel in Calgary), war es bereits mitten in der Nacht, sodass ich das Taxi zu meiner Unterkunft nahm (eine Abholung durch die LEOs gestaltete sich als schwierig, weil viele in den Sommerferien waren oder kein Auto besaßen). Ich kam am Wochenende vor meinem ersten Arbeitstag an, sodass ich zwei Tage Zeit hatte, die Stadt zu erkunden, das Labor aufzusuchen und mich mit meiner Gastoma vertraut zu machen. Leider waren meine beiden LEOs selbst auf einem Austausch, sodass ich das Wochenende eher für mich verbracht und diverse Sehenswürdigkeiten besichtigt habe, was im Nachhinein dann aber doch super in Ordnung war und eine Menge Spaß gemacht hat.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

An meinem ersten Tag hat mich der Professor/Leiter des Labors begrüßt und mich direkt meiner Betreuerin zugewiesen. Diese war leider an dem Tag ziemlich beschäftigt, sodass sie mir zuwies, mich in diverse Literatur und verschiedene Paper einzulesen, um die Theorie hinter dem gesamten Forschungsprojekt zu verstehen. Das gab mir genug Zeit, mich mit der Theorie vertraut zu machen, aber natürlich auch durch das Labor zu gehen und die ganzen Mitarbeiter kennen zu lernen. Grundsätzlich war das Forschungsteam ein großes Gemisch aus Postdoktoranten, Sommerstudenten verschiedener Studiengänge und diverser Austauschstudenten, sodass wir insgesamt mehr als 15 Personen im Labor waren. Zudem kam fast jeder aus einem anderen Land, sodass unter den 15 Kollegen nur 2 „Kanadier“ anwesend waren, was der Arbeitsatmosphäre nur Gutes schenkte. Mit meiner Betreuerin und auch mit allen anderen Mitarbeitern habe ich mich blendend verstanden, da alle sehr entspannt und freundschaftlich miteinander gearbeitet haben. Verständnisschwierigkeiten gab es dabei keine.
Der Tagesablauf hatte immer denselben Grundriss: Wir haben um 9 Uhr morgens angefangen (+/- eine halbe Stunde, je nachdem wie es besser passte) und gearbeitet wurde meist bis 17 Uhr oder länger, abhängig von den Projekten des Tages. Grundsätzlich konnte man aber nie wirklich feste Uhrzeiten ausmachen, weil dann doch die eine oder andere Membran nicht die Proteine zeigte, die man haben möchte oder zumindest nicht so, wie man es sich vorgestellt hat, was dazu führte, dass man entweder von vorne anfing oder aber andere Proteine suchte, sodass sich die Arbeit bis in den frühen Abend ziehen konnte.
Geforscht wurde der Stoffwechsel des gesunden Herzens im Vergleich zum Herzversagen. Dabei wurden Proben aus Mausherzen gesammelt (die Mäuse wurden dabei Kontrollgruppen oder Interventionsgruppen zugeteilt und erhielten die Therapie, die derzeit Ziel des großen Projektes war), auf Proteingröße zermahlt, und anschließend anhand von Immunopräzipitation und Westernblot-Technik analysiert und auf verschiedenste Strukturproteine oder Enzyme untersucht. Weiterhin wurden Mausherzen isoliert und neu perfundiert, um bestimmte Stoffwechselprodukte während des Vorgangs zu verfolgen, was sich als eine sehr wichtige und noch sehr seltene Technik herausstellte. Meine Aufgabe bestand meist darin, mich um die Membranen zu kümmern, die aus dem Transfer des Westernblot-Gels entstanden. Es ging unter anderem um das Vorbereiten der verschiedenen Antikörper, sowie das abschließende Entwickeln eines Films, was zur Computer-Analyse der Proteine genutzt wurde. Nebenbei habe ich die Proben aus den Mausherzen vorbereitet, sowie das SDS-PAGE und hatte insgesamt doch eine Menge zu tun. Was ich besonders gut fand, war, dass meine Betreuerin mir zwischendurch die Theorie hinter den gesuchten Enzymen oder Proteinen erklärte, mich aber die meiste Zeit unabhängig arbeiten ließ, sodass ich nach wenigen Tagen bereits ziemlich selbstständig im Labor unterwegs war und wusste, wie ich meine Aufgaben zu erledigen hatte und zwischendurch meine eigenen Ideen einbringen konnte.
Die Arbeit hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, und diverse Forschungstage und Gastvorträge haben mir gezeigt, dass mein Labor eins der führenden in diesem Forschungsbereich ist.

Land und Leute

Während meiner acht Wochen in Edmonton habe ich wirklich eine Menge gemacht und gesehen. An sozialen Aktivitäten hat es sicherlich nicht gemangelt. Im Juni schien ich die einzige Incoming zu sein, sodass ich mich selbst „beschäftigen“ musste, habe aber schnell lokale Studenten kennen gelernt und bei verschiedenen Events der Universität in Edmonton mit gemacht. Zudem startete die Festival Saison in Edmonton, sodass jedes Wochenende ein anderes Freizeit-Programm zur Verfügung stand. Dabei ging es um Musik, lokales und globales Essen sowie Kultur. Die Universität hatte einen Tagesausflug in den Elk Island Nationalpark organisiert, wo wir gemeinsam mit Studenten aus aller Welt Kanu gefahren sind und gegrillt haben. Anfang Juli war Kanada Tag, ein nationaler Feiertag zum „Geburtstag“ des Landes, mit vielen Events und Aktivitäten durch die gesamte Stadt.
Im Juli kamen dann neue Incomings, mit denen wir gemeinsam die Rocky Mountains besichtigt und auch sonst fast jeden Nachmittag oder Abend verbracht haben.
Anders als in Europa ist die kanadische Bevölkerung wahnsinnig weltoffen und interessiert an einem, sodass man des Öfteren mal von verschiedenen Menschen ins Gespräch verwickelt wurde. Die Menschen sind unter anderem sehr freundlich, was vor allem dann sehr überraschend war, wenn sich Passanten beim Busfahrer für das Öffnen der hinteren Bustür bedankten. Grundsätzlich waren „Thank you“ und „Sorry“ die am häufigsten gebrauchten Sätze in diesem Land.
Mit meinen Gastgebern, LEOs sowie meiner Gastoma habe ich mich blendend verstanden und viel unternommen und hatte mit diesen Menschen stets eine Tür offen, falls Hilfe von Nöten war. Und durch meine Gastoma habe ich Kontakte zur ihren Verwandten nach Vancouver und Montreal aufgenommen, was mir die Möglichkeit bot, diese Städte zu besichtigen und vor Ort jemand bekanntes zu wissen.
Die angenehmsten Erfahrungen waren vor allem die in den Nationalsparks, weil es ein ganz anderes Level an Natur gezeigt hat. Zudem fand ich die Menschen und die Gespräche mit ihnen ebenfalls sehr angenehm.
Kanada scheint aber ein grundsätzliches Problem mit Drogenabhängigen und Obdachlosen zu haben, weil viele Menschen mit solchen Schwierigkeiten unter dem Leid einer fehlenden vernünftigen Sozialpolitik wörtlich auf der Straße lebten und auf den Hauptstraßen immer wieder zu sehen waren. Es war keine unangenehme Erfahrung in diesem Sinne, aber gerade in Städten wie Vancouver war es wirklich mehr als traurig, diesen Menschen in einem absolut unmenschlichen Zustand auf den Straßen zu begegnen, auch wenn sie in den meisten Fällen, wie alle anderen, mehr als freundlich waren. Andere unangenehme Erfahrungen hatte ich wenige, sodass ich mich grundsätzlich sehr glücklich schätzen kann mit all den Menschen, denen ich hier begegnet bin und alle den Erfahrungen, die ich hier gemacht habe.

Fazit

Meine Erwartungen an den Forschungsaustausch sowie an das Land wurden bei weitem übertroffen. Es war eine unglaubliche Erfahrung und hat eine Menge Spaß gemacht mit all den neuen Kontakten und Perspektiven. Definitiv würde ich gerne wieder in dieses Land reisen, ich könnte mir auch vorstellen, dort für ein paar Jahre in der Forschung zu arbeiten, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Sicherlich werde ich in meinen verbliebenen Jahren als Medizinstudentin versuchen, nochmal den einen oder anderen Auslandsaufenthalt zu wagen und kann es wirklich jedem ans Herz legen, wenn nicht Kanada, dann zumindest grundsätzlich ein anderes Land zu besichtigen. Es öffnet unerwartet viele und neue Perspektiven und man findet schneller globale und internationale Freunde als man denkt.

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