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Panama (IFMSA-Panama)

Verschiedene - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Manuela, Freiburg im Breisgau

Motivation

Panama war meine erste Wahl, da ich gerne noch einen Famulaturaustausch in einem spanischsprachigen Land verbringen wollte. Ich habe bereits einen ifmsa-Austausch hinter mir und betreue Austauschstudenten in meiner Universitätsstadt, daher war es naheliegend, mich auch selbst für einen Austausch zu bewerben.

Vorbereitung

Ich habe einen Anfängerkurs in Spanisch besucht, leider gab es für einige Fachrichtungen im Krankenhaus aber die Vorgabe, dass man fließend Spanisch sprechen können muss, daher war die Auswahl für mich etwas begrenzt. An überregionalen bvmd-Veranstaltungen wie BuKo oder MVen habe ich schon einige Male an den Workshops der AGX teilgenommen und fühlte mich daher bestens vorbereitet. Wer es nicht kennt: es gibt ein Pre-Departure-Training, welches auf die Herausforderungen und Chancen des ifmsa-Austausches vorbereitet. :)

Visum

Für Panama brauchst du kein Visum, wenn du einen Deutschen Reisepass hast. Dieser sollte noch mindestens ein Jahr gültig sein. Am Flughafen muss man bei der Einreise einen kleinen Zettel ausfüllen und u.A. den Wohnort angeben, schreib dir am besten die Adresse deiner Gastfamilie und deren Kontaktdaten vorher gut auf.

Gesundheit

- Impfungen: ich habe mir auf eigene Kosten vorher eine Gelbfieber-Impfung, Meningokokken-Impfung und Hepatitis A/B aufgefrischt. Des Weiteren habe ich mir eine PolioDiphterieTetanus-Auffrischung geholt, die gibts mit 25 Jahren von der Krankenkasse. Plane genug Zeit vorher ein, Gelbfieber ist z.B. Lebendimpfstoff und wird nicht mit den anderen gleichzeitig gegeben.
- ich musste meinen Impfpass am ersten Tag im Krankenhaus in Panama einreichen und einen BCG-Titer nachweisen. Auf dem Krankenhausausweis wird auch die Blutgruppe vermerkt, d.h. es schadet nicht, auch diese zu wissen.
- Versicherung: Ich bin im Marburger Bund und habe die studentische Haftpflichtversicherung, welche auch bei Schäden im Ausland greift. Wenn du ein Studentenkonto bei der apobank hast, kannst du dort zusätzlich auch eine kostenlose Auslandskrankenversicherung von der Allianz abschließen. Die Deutsche Ärzte Finanz bietet auch extra auf die bvmd-Austauschprogramme zugeschnittene Versicherungen für circa 8€, so eine hatte ich z.B. bei meiner ersten Auslandsfamulatur als ich noch kein Mitglied im Marburger Bund war.
- Tuberkulose gibt es in Panama etwas häufiger, da die Schere zwischen arm und reich sehr groß ist, dafür gibt es z.B. fast keine Masern weil die Kinder alle ausnahmslos durchgeimpft werden.

Sicherheit

Ich habe mich immer sicher gefühlt, allerdings habe ich auch bei einer Gastfamilie gewohnt und wurde vor allem nachts und im Dunkeln (in Panama ist es ab 17.30h dunkel - wegen der Nähe zum Äquator) überall mit dem Auto hingefahren. War dies nicht möglich, hat man mir "untersagt", die Metro zu nehmen, abends seien dort nur zwielichte Personen unterwegs, sondern ich wurde angewiesen, ein Uber zu nehmen. Die sind verglichen mit Deutschland sehr günstig (2-5$), verglichen mit der Metro dort aber super teuer.
Ansonsten kann ich nur erwähnen, wer schonmal etwas Zeit in einem lateinamerikanischen Land verbracht hat, weiß, dass die Autofahrstile dort etwas abenteuerlich sind. ;)

Geld

Währung in Panama ist der Dollar. Es gibt den US Dollar wegen dem Panama-Kanal, sowie den Panamaischen Balboa-Dollar. Wenn man bar bezahlt, erhält man als Wechselgeld den Balboa-Dollar, welchen man logischerweise nur in Panama verwenden kann. Man kann dort überall mit Kreditkarte/Geldkarte bezahlen, in jeden kleinsten Kiosk oder Café ist dies akzeptiert, Uber wird über Paypal/Kreditkarte bezahlt. In jedem Supermarkt gibt es auch Geldautomaten. Mit der Kreditkarte der Apobank kannst du weltweit gebührenlos Geld abheben (bzw. etwaige Automatengebühren werden dir hinterher erstattet).
Panama ist unfassbar teuer. Die Lebenshaltungskosten schätze ich 3-4 Mal so hoch. Essen an Straßenständen zu kaufen ist vergleichsweise günstig, allerdings wurde uns oft geraten, die Finger davon zu lassen, weil dies nicht gut sei. In den Supermärkten gibt die ausgefallensten Clean-Eating-Produkte für die Panamaische Oberschicht, der Rest kann sich das absolut nicht leisten. Zahnpasta, Shampoo, Sonnencreme - nimm alles aus Deutschland mit, was in deinen Koffer passt. Die gleichen Produkte kosten in Panama das vierfache (ist natürlich Importware aus Europa). Medikamente in der Apotheke werden blisterweise OTC verkauft und sind auch sehr teuer, pack dir eine gute Reiseapotheke ein.

Sprache

Ich habe einen Spanisch-Anfängerkurs besucht, allerdings war ich davor ein Semester im französischsprachigen Ausland und bin am Anfang etwas durcheinander gekommen mit den beiden Sprachen.
Die meisten Menschen (vor allem Studierende und deine Gastfamilie) können perfekt Englisch sprechen und haben zumeist auch Verwandte in den USA oder sind international tätig. Auf der Straße oder beim Einkaufen kommt man mit Englisch nicht sehr weit. In Panama wird ein bestimmter spanischer Dialekt gesprochen: ich habe gehört es soll das "schmutzige" Spanisch sein - fand es persönlich aber besser verständlich als das spanische Spanisch. Ist vermutlich Geschmackssache. Wenn du schonmal in Lateinamerika warst und dieses Spanisch gewöhnt bist, wird es dich nicht weiter stören. Ich habe so einiges dazu gelernt und bin hochmotiviert, zu Hause in Deutschland noch weitere Spanischkurse zu besuchen. :)

Verkehrsbindungen

Ein Hin- und Rückflug kostet je nach Fluggesellschaft und Buchungszeitpunkt zwischen 600€ und 1500€. Ich habe eine Direktverbindung von Frankfurt nach Panama-City genommen und einige Monate vorher gebucht. Hinzu kommen Bahnverbindung von und zum Flughafen.
In Panama selbst sind wir oft mit dem Auto meines Gastbruders gefahren, die meisten Studierenden haben dort ihr eigenes Auto. Nur zum und vom Krankenhaus bin ich mit der Metro gefahren, da diese viel schneller war als der Verkehr in der Rush Hour. Manchmal war die Metro bereits an meiner Einstiegshaltestelle so voll, dass ich 4 Züge abwarten musste, bis Platz für mich war oder jemand ausgestiegen ist. Im Dunkeln wie oben schon erwähnt entweder mit dem Auto oder mit Uber. Uber funktioniert super dort weil es so populär ist. Normale Taxiunternehmen ziehen einen wohl schnell ab wenn man sich nicht auskennt, das kann mit Uber nicht passieren, da man einen Festpreis bucht.

Kommunikation

Mein Gastbruder hat mir eine panamaische Sim-Karte mit ein paar GB LTE-Internet gekauft, welches mir völlig ausgereicht hat für den Monat, um per Whatsapp/Email zu kommunizieren und vielleicht ein paar Bilder zu versenden und Musik zu streamen. Allerdings habe ich kein Instagram und benutze Facebook auch nur recht wenig, daher hat dies auch nicht an meinem Datenvolument geknabbert.
Bei meiner Gastfamilie daheim gab es ganz normales WLAN von einem panamaischen Telefonanbieter.
In der Klinik gibt es WLAN für die Studierenden und fürs Personal, wir haben als Austauschstudenten leider keinen eigenen Zugang erhalten.

Unterkunft

Ich habe bei einer Gastfamilie gewohnt, deren Sohn selbst Medizinstudent im 4. Jahr war und dessen Eltern beide Ärzte waren. Die panamaischen Studierenden bekommen Punkte für ihren eigene Bewerbung, wenn sie selbst einmal einen ausländischen Studierenden aufgenommen haben. Des Weiteren bekommen sie auch einige hundert Dollar Verpflegungsgeld, da Lebensmittel eben sehr teuer dort sind. Ich hatte ein eigenes Zimmer mit Air Condition (ganz wichtig in Panama!) und eigenem Bad (das ist dort typisch, jedes Schlafzimmer verfügt über ein eigenes Bad). Das Haus war riesig und hatte einen kleinen Fitnessraum sowie eine Terrasse mit einem kleinen Pool. Jeden Tag von 6-18h war eine Haushälterin dort, die den ganzen Tag geputzt, gewaschen und gekocht hat. Dies ist in der Oberschicht so üblich, da sie nur sehr gering bezahlt werden. Für mich war es etwas ungewohnt, da ich in Deutschland alleine wohne und deshalb alles selbst mache, was an Haushaltstätigkeiten anfällt. Sie hat auch meistens das Abendessen vorgekocht, es sei denn, wir sind außerhalb Essen gegangen. Mein Haushalt war eine kohlenhydratfreie Keto-Zone, deshalb habe ich mir manchmal Obst und Müsli selbst gekauft, um satt zu werden. Ansonsten wurde sehr gesund mit viel Fleisch und Fisch gekocht.
Die meisten panamaischen Bürger ernähren sich hautpsächlich von frittiertem Fleisch und Reis mit Bohnen und sehen dementsprechend ungesund aus, daher hatte ich Glück gehabt, dass es bei uns sehr gesundes Essen gab.

Literatur

Ich hab mir einen Lonely Planet Reiseführer von einem Freund ausgeliehen. Wenn du noch etwas Zeit zum Reisen hast, gehe nach deinem Praktikum auf eigene Faust noch ein bisschen das Land entdecken, vor allem die Nordseite mit den karibischen Stränden. Ich musste leider aus Unigründen zurück und war ganz neidisch auf diejenigen, die noch etwas Zeit an den Bilderbuch-Stränden verbringen konnten.

Mitzunehmen

Gastgeschenke: Ich habe für meine Gastfamilie Gastgeschenke mitgenommen, da ich es nicht für selbstverständlich halte, seinen Haushalt für eine wildfremde Person für einen Monat zu öffnen.
Zusätzlich viel Sonnencreme, Mückenschutz und fürs Wochenende Schwimmsachen und Sportsachen zum Wandern.
Fürs Krankenhaus einen weißen Kittel, weißes Oberteil, Scrubs für den OP, weiße lange Hose, weiße Schuhe und Stethoskop. Mein Stethoskop habe ich im Endeffekt wenig benutzt, die Studierenden tragen dort von Kopf bis Fuß weiß und kurze Kleidung ist trotz hoher Außentemperatur gar nicht gerne gesehen.

Reise und Ankunft

Falls du von Frankfurt fliegst, solltest du für die Abfertigung auf jeden Fall ein paar Stunden Zeit einplanen.
In Panama City hat mich mein Gastbruder mit dem Auto abgeholt und ich hatte glücklicherweise noch ein paar Tage, um mich auszuruhen und ans Klima zu gewöhnen bevor es im Krankenhaus losgegangen ist.
An unserem ersten Arbeitstag wurden wir von unseren zuständigen panamaischen Kontaktpersonen, die auch Medizinstudierende sind, ins Krankenhaus begleitet und unseren jeweiligen Einsatzbereichen sowie dem ärztlichen Personal vorgestellt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich war vier Wochen lang auf der Traumatologie (= Unfallchirurgie) des Hospital Santo Tomas, das öffentliche Krankenhaus von Panama City. Die Arbeitszeiten für die Studierenden waren von 7-15h, die PJler hatten jede 4. Nacht Dienst, aber auch die Möglichkeit, in einem seperaten Zimmer zu schlafen wenn nicht viel los war. Es gab einige Ärzte, darunter auch Chirurgie-Dozenten der Universität, eine Austauschassistenzärztin aus Spanien die natürlich leider immer die erste OP-Assistenz war, und etwa 4 mal so viele Studenten wie Patienten. Die Aufgabe der Studenten (und somit auch meine Aufgabe) war es, jeweils einen Patienten oder einen Bereich zu betreuen und den ganzen Tag Kurven zu schreiben und Vitalparameter zu dokumentieren. Ab und zu ein paar Blutkulturen oder Blutgase abnehmen und Stomata säubern. Medikamentenverabreichung ist Aufgabe der Pflege, und zusätzlich gibt es Pflegehelfer, die die Patienten waschen und wenn nötig, füttern. Freitags gab es elektive OPs, sofern sich die Patienten dafür zurückgemeldet haben, z.B. eine abdominelle Rekonstruktion nach Abdominaltrauma mit vernarbter Heilung im Vorjahr. Die Tatsache, dass wir so viele Studierende waren, trug zu meiner und deren Unterhaltung bei, allerdings konnte, wenn überhaupt, nur ein Student mit an den Tisch wenn es eine OP gab, und das war meistens die Austauschassistenzärztin. Ich habe bei spannenden OPs zugesehen und musste auch meinen eigenen Patienten bei der Visite vorstellen. So gut wie jeden Mittag gab es einen Kurs zu den chirurgischen Unterthemen der Traumatologie, wie z.B. Sepsis oder ABCDE-Notfallmanagement, Pneumothorax oder Flüssigkeitssubstitution. Diese waren echt spannend und, je nach dem wer sie gehalten hat, auch für mich gut verständlich (für frische Klinikstudierende vielleicht nicht so ganz weil das fachliche Vorwissen fehlt). Eine Oberärztin hat wohl mal die USMLE gemacht und ein paar Kurse für mich auch auf Englisch, statt auf Spanisch gehalten. Dort habe ich bei Weitem am meisten mitgenommen, z.B. eFAST-Sonographie am Patienten gelernt.
Im Allgemeinen hatte ich das Gefühl, dass vor allem die Studierenden nicht so sensibel gegenüber den Patienten sind und einige Male von den Ärzten zu mehr Respekt angemahnt wurden. Der Beruf des Arztes ist in Panama noch ein ziemlicher Statusberuf und die meisten Ärzte arbeiten nachmittags noch in Privatkliniken, wo sie sehr viel Geld verdienen. Jeder Panameno, der Geld für eine andere Krankenversicherung hat, geht in eine Privatklinik, in den öffentlichen Kliniken findet man eigentlich nur das Patientenklientel der sozial schwächeren Schicht und Notfälle, was sich manchmal auch an der Ausstattung gezeigt hat: ein OP-Saal war nicht benutzbar, weil der Absauger dort nicht ging, deshalb wurden viel weniger OPs durchgeführt als normalerweise. Außerhalb des OPs arbeiten wir in Deutschland hygienisch wesentlich korrekter und nach Standardisierten Verfahren, manche Studierende in Panama führen Aufgaben durch, die Ihnen niemand vorher korrekt gezeigt hat. Ich hätte gerne etwas mehr im OP gestanden und assistiert, da die Patientenkommunikation auf Station durch mein mäßiges Spanisch leider nicht so flüssig war. Allgemein ist mir die starke Zwei-Klassen-Gesellschaft und der damit verbundene Umgang mit den Patienten sehr im Kopf hängen geblieben und hat mich dankbar gemacht, dass Medizin in Deutschland so viel mehr als nur Status und Geld zu bedeuten hat.

Land und Leute

Meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich integriert und daher viel Zeit mit mir verbracht. Mein Gastbruder hat eine befreundete Kommilitonin, welche auch eine Austauschstudentin aufgenommen hat und daher haben wir viel als Gruppe unternommen.
Panama-City ist bekannt für seine Altstadt, genannt Casco Viejo, mit seinen bunten Häusern und süßen Cafés. Dort tummeln sich auch einige Touristen, da es Hostels und Hotels gibt, ebenso findet dort das Nachtleben statt. Es gibt einige schöne Rooftop-Bars, die zwar etwas teuer sind, aber für den Ausblick auf das Meer und den Sonnenuntergang lohnt es sich doch, ein Mal hoch zu fahren und ein Getränk zu bezahlen. Musikalisch ist es laut, viel Reggaeton und EDM mit klirrenden Bässen, und in Clubs wird sehr körperlich getanzt, was für mich als "distanzwahrende" Deutsche (um das Klischee mal zu bedienen) etwas too much war. In manchen Restaurants lief zum Essen so laute Hintergrundmusik, dass man sich fast anschreien musste, um mit seinem Gegenüber ein Gespräch zu führen. Auch zu Hause lief dauernd der Fernseher. Zusätzlich sind die Panamenos immer und überall mit ihren Handys beschäftigt (selbst im OP - Fotos vom offenen Situs und natürlich ohne Zustimmung des Patienten). Die digitale Selbstinszenierung nimmt dort in jeder Altersklasse aktuell einen sehr wichtigen Stellenwert ein. Wenn wir einen Ausflug gemacht haben, mussten wir oft für das perfekte Foto lange warten oder albern herumposieren. Ich habe natürlich auch Fotos gemacht - aber meistens nur eins als Erinnerung und dann mein Handy auch wieder weggesteckt. Ein Wochenende waren wir Campen auf den wunderschönen San Blas Inseln auf der karibischen Nordseite von Panama. Es handelt sich dabei um ein Archipelago, was von indigenen Bewohnern als Freistaat gehandelt wird und sein Geld über den Tourismus verdient. Es gab eine ziemlich abenteuerliche Bootsfahrt zu einer sehr abgelegenen Insel, und das Wasser zwischen den Inseln war gerade so tief, dass man Schnorcheln und die Natur bewundern konnte. Etwas schade fand ich, dass die panamaischen Touristen unfassbar viel Plastikmüll mitgebracht haben, den die Inselbewohner jeden Morgen vor Sonnenuntergang von der Insel aufgesammelt und zum Festland gebracht haben. Ich war ganz früh wach, um den Sonnenaufgang anzusehen, und fand es ziemlich traurig, dies zu beobachten. Generell kann man sagen, dass die Panamenos mit Umweltschutz, Mülltrennung und nachhaltigem Lifestyle nicht so viel anfangen können bzw. dies nicht so präsent ist wie im Leben des alternativen deutschen Durchschnittsstudierenden.
Ein anderes Wochenende waren wir in einem alten Vulkankrater wandern und dann in einer Heilquelle planschen. Wenn ich nachmittags zu Hause war, habe ich mein Spanisch mit der Haushälterin geübt, welche sich über ein bisschen Unterhaltung bei der Arbeit immer gefreut hat. Meine Kommilitonen im Krankenhaus mussten nach der Arbeit immer viel lernen und ein bisschen Druck habe ich schon gespürt, da das Medizinstudium an den Privatuniversitäten von den Eltern bezahlt wird und knapp 70.000$ Gebühren kostet. Ich hatte sehr viel Glück mit meiner wunderbaren Gastfamilie und unserem Austauschtrupp im März, da wir uns alle gut verstanden haben und somit in unserer Freizeit gemeinsam Panama entdecken konnten. :)

Fazit

Wenn man einmal länger im Ausland war, plant man direkt nacht der Rückkehr eigentlich schon seinen nächsten Auslandsaufenthalt. So ergeht es mir zumindest, das nächste wird dann wahrscheinlich ein PJ-Tertial im Ausland, um die zweite Frage mal zu beantworten. :)
Medizinisch habe ich im Krankenhaus in Panama leider nicht so viel gelernt, ich habe mehr OPs bzw. OP-Assistenz erwartet, aber wenn es etwas Spannendes gab, haben mich die Oberärzte immer extra informiert oder z.B. auf die ICU mitgenommen, was ich ganz nett fand, denn sie waren immerhin bemüht, mir etwas zu zeigen. Meine Erwartungen von der Gastfamilie wurden mehr als übertroffen, sie sind der Grund, weshalb ich nach Panama zurück reisen würde.
Zu guter Letzt möchte ich erwähnen, dass ich es wirklich unterschätzt habe, wie teuer das Leben in Panama ist, und bin sehr dankbar, den Fahrtkostenzuschuss von der bvmd bzw. dem DAAD erhalten zu haben!

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