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Bolivia (IFMSA-Bolivia)

Innere - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

Motivation

Nachdem ich schon einen Teil meines Pflegepraktikums in Lateinamerika absolviert hatte, wollte ich nun auch die Famulatur nutzen, um das Gesundheitssystem in einem anderen Land kennenzulernen. An Bolivien hat mich vor allem die kulturelle Vielfalt und die atemberaubende Natur fasziniert.

Vorbereitung

Bei der Bewerbung hat mir die sehr ausführliche Beschreibung auf der Internetseite der bvmd sehr geholfen. Es ist ratsam, sich möglichst früh mit dem Verfahren auseinanderzusetzen, um nicht in letzter Minute festzustellen, welche Dokumente man evtl. noch hätte beantragen müssen. Meine Lokalvertretung stand mir bei sämtlichen Fragen immer zur Seite. Für das Sprachzertifikat konnte ich an meiner Uni relativ problemlos eine Prüfung ablegen.

Visum

In Bolivien gibt es spezielle Visa für Studienaufenthalte. Als Deutscher kann man allerdings auch relativ problemlos als Tourist einreisen. Das Visum ist zu Beginn nur für 30 Tage gültig und kann bzw. muss dann bei einer Migrationsbehörde um weitere 30 Tage verlängert werden, ansonsten wird bei Ausreise eine Geldstrafe fällig. Insgesamt darf man sich 90 Tage im Land aufhalten.

Gesundheit

Ich habe mich vor der Abreise gegen Gelbfieber impfen lassen. Auch gegen Tollwut kann man sich impfen lassen, obwohl das Risiko eher gering ist.
Ich hatte eine Reiseapotheke dabei, die meisten Medikamente kriegt man aber vor Ort ziemlich problemlos (und ohne Rezept). Sollte man planen, auch tropische Regionen zu besuchen ist es auf jeden Fall sinnvoll, Mückenspray und evtl. ein Moskitonetz mitzunehmen.
Um die Reisediarrhoe kommt wahrscheinlich niemand drum herum. Mir wurde selbst von den Studenten vor Ort geraten, mich von rohem Gemüse, Obst und Leitungswasser fernzuhalten.

Sicherheit

Die politische Lage in Bolivien ist zur Zeit eher ruhig. Es gibt zwar immer wieder Demonstrationen und Staßenblockaden, aber keine größeren Unruhen. Dies kann sich natürlich gerade im Hinblick auf die Wahlen in diesem Jahr sehr schnell ändern.
Ich habe mich insgesamt in Sucre sicher gefühlt, habe aber konsequent auf meine Wertsachen aufgepasst und nie mehr dabei gehabt, als unbedingt nötig. Zudem habe ich mich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine draußen aufgehalten. In Santa Cruz (die Stadt, in der die meisten Flüge aus Europa landen) bin ich von jemandem angesprochen worden, der sich als Polizist ausgegeben hat und von mir verlangt hat, in sein Auto zu steigen. Nachdem ich Passanten auf mich aufmerksam gemacht habe, ist er glücklicherweise sehr schnell verschwunden. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass dies wohl eine beliebte Taktik ist, bei der Touristen gezielt zu Geldautomaten gebracht und dann gezwungen werden, so viel Geld wie möglich abzuheben.
Generell sind die Kontaktpersonen ein guter Ansprechpartner für sämtliche Sicherheitsfragen und wissen auch genau, in welchen Vierteln man sich aufhalten sollte. Ich bin beispielsweise täglich mit einem „Minibus“ in die Klinik gefahren und am Anfang wurde ich dabei immer von einem der Studenten begleitet, bis ich den Weg kannte und genau wusste, wo ich aussteigen muss.

Geld

Die Währung in Bolivien sind Bolivianos. Man kann relativ problemlos überall mit der Kreditkarte Geld abheben (am besten mit einer Karte, bei der keine zusätzlichen Gebühren anfallen). Auch Dollar und sogar Euro kann man an vielen Orten der Stadt wechseln und für den Anfang mitnehmen. Aus Sicherheitsgründen ist es sicher am sinnvollsten, etwas mehr Geld abzuheben und dann immer nur mit dem benötigten Bargeld unterwegs zu sein und die Kreditkarte zu Hause zu lassen.
Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten sehr viel geringer als in Deutschland. Eine Fahrt mit dem Bus innerhalb der Stadt kostet nur ca. 13 Cent, eine Taxifahrt höchstens 1,50€ und Mittagessen kann man schon für 2,50€.

Sprache

Spanisch ist Hauptverkehrssprache in Bolivien. Da ich schon vor dem Austausch Spanisch gesprochen habe, habe ich mich nicht speziell vorbereitet. Das medizinische Vokabular lernt man im täglichen Umgang sehr schnell und es ähnelt den in Deutschland benutzen Begriffen durch den meist lateinischen Ursprung sehr stark. In dem Krankenhaus, in dem ich famuliert habe, hat so gut wie niemand Englisch gesprochen (weshalb ich oft für ausländische Patienten übersetzt habe). Zudem gab es auch Patienten, die nur Quechua oder Aymara sprachen, weshalb einige Ärzte zumindest die Grundlagen beherrschten.

Verkehrsbindungen

Die Flüge nach Bolivien sind leider relativ teuer, die Inlandsflüge der bolivianischen Fluggesellschaften allerdings relativ günstig. Ich habe daher meinen Flug nur bis Santa Cruz gebucht und bin dann von dort aus weiter gereist.
Zwischen den meisten Städten gibt es sehr gute und günstige Busverbindungen. Welche Strecken zu empfehlen sind und von welchen man eher die Finger lassen sollte, können einem die Bolivianer am besten raten, da ständig neue Straßen gebaut und verbessert werden.
In den Städten selbst verkehren meist sogenannte „Micros“, kleine Busse, die auf bestimmten Routen durch die Stadt fahren, aber keine festen Haltestellen oder Fahrpläne haben. Kennt man sich in der Stadt etwas aus, ist dies eine sehr günstige Alternative zu Taxis. Ich bin so beispielsweise täglich ins Krankenhaus gefahren.

Kommunikation

Ich hatte bei meiner Gastfamilie WLAN. Es gibt zahlreiche Internet-Cafés und auch die meisten Bars und Cafés bieten Internet an. Ich habe mir zusätzlich gleich am Anfang eine Prepaid-Karte gekauft, diese gibt es an fast jeder Ecke und so war es sehr leicht, auch mit den Studenten vor Ort in Kontakt zu sein oder GPS zu nutzen.

Unterkunft

Ich habe für die Zeit des Austauschst bei einer Gastfamilie gewohnt. Ich hatte dort mein eigenes Zimmer und habe mir das Badezimmer mit der Familie geteilt. Die Mutter hat Mittags für alle gekocht und so konnte ich auch die kulinarische Seite Boliviens gut kennenlernen. Ich wurde in der Familie wirklich sehr herzlich aufgenommen. Da die Familie etwas außerhalb der Stadt gewohnt hat bin ich immer mit dem „Mircrobus“ zum Krankenhaus gefahren. Mein Gastbruder ist selbst Medizinstudent und Teil der Organisation, die den Austausch vor Ort organisiert. Dadurch stand er mir gerade am Anfang bei organisatorischen Fragen sehr zur Seite.

Literatur

Ich habe mir einen Reiseführer für Bolivien gekauft (Bolivien kompakt, Reise Know-How), mit dem ich sehr zufrieden war. Es kann sicher nicht schaden, sich vorher über die Geschichte, Kultur und Politik des Landes zu informieren.

Mitzunehmen

Ich habe mich vorher bei meinen Kontaktpersonen informiert, was ich für Kleidung für das Krankenhaus mitbringen soll (am Ende hat sich die Information leider als falsch herausgestellt, aber auch vor Ort kann man sich zur Not „einkleiden“). Die Basics wie Kittel, Schuhe, Stethoskop und Diagnostikleuchte sollte man am besten mitbringen. Viele Studenten vor Ort hatten auch ihr eigenes Pulsoxymeter und Thermometer.
Ansonsten hängt der Inhalt des Koffers sehr von der Jahreszeit und der Region ab, in die man fährt. Unverzichtbar war für mich mein eigenes Desinfektionsmittel (was man natürlich auch vor Ort in Form eines „Alkoholgels“ kaufen kann), da es im Krankenhaus für die gesamte Station nur einen Spender gab, der gerne mal leer war. Wenn man also ein kleines für die Kitteltasche dabei hat, ist das sehr praktisch.
Zudem finde ich es eine gute Idee, der Gastfamilie ein Gastgeschenk aus Deutschland mitzubringen. Süßigkeiten oder Souvenirs kommen immer gut an.

Reise und Ankunft

Ich bin am Samstag von La Paz nach Sucre geflogen und wurde mit einem großen Plakat am Flughafen von meiner Kontaktperson und meinem Gastbruder empfangen. Durch Zufall war auch der Dekan der medizinischen Fakultär am Flughafen, sodass ich ihn auch direkt kennengelernt habe. Wir sind dann direkt zu meiner Gastfamilie gefahren und haben gemeinsam gegessen. Anschließend wurde mir dann die Stadt gezeigt. Am Sonntag sind wir in einen Dinosaurierpark gefahren und am Montag ging es direkt in der Klinik los. Dort haben mich meine zwei Kontaktpersonen, mein Gastbruder und noch ein weiterer Student der dortigen Austauschorganisation hingebracht und vorgestellt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe in der Inneren Medizin in einem für deutsche Verhältnisse sehr kleinen Krankenhaus gearbeitet. Nachdem ich am ersten Tag vorgestellt wurde, habe ich mich an die 3 "Internos" (PJler) gehängt und in den nächsten Tagen den Stationsablauf kennengelernt. Die Studenten kamen immer um 7, gegen 8 war dann internistische Visite. Der Internist ist nur zur Visite gekommen und war anschließend noch eine Stunde in der Ambulanz. Aufgabe der Studenten war es dann im Prinzip, alles zu dokumentieren, Rezepte zu schreiben und sich darum zu kümmern, dass alles vom Arzt verordnete auch abläuft. Die Patienten wurden unter den Studenten aufgeteilt. Ich habe später auch meine eigenen Patienten bekommen, meist ausländische Touristen, da niemand im Krankenhaus Englisch sprach und die Übersetzung dadurch über mich lief. Meine Aufgaben bestanden hauptsächlich aus Aufnahme und körperlicher Untersuchung von Patienten (mit einem anderen Studenten zusammen), Kontrolle von Vitalzeichen, ganz viel Dokumentation, Vorstellung meiner Patienten bei der Visite und allem, was sonst noch anfiel. Falls Nachmittags nicht viel zu tun war, durfte ich auch in die Notaufnahme gehen, dort habe ich allerdings meist nur zugeschaut.
Ich habe jeden Morgen um 7 Uhr angefangen, hatte von 12 bis 14 Uhr Mittagspause und dann von 14 bis 18 Uhr weitergearbeitet. Eigentlich also 9 Stunden. Da die Studenten der dortigen Organisation mir mitteilten, ich dürfe höchstens 8 Stunden arbeiten, wurde mir von dem für mich zuständigen Internisten angeboten, schon ab 11 Uhr Mittagspause zu machen. Dies habe ich allerdings fast nie getan, da es gerade Vormittags viel zu tun gab. Außerdem habe ich gegen Ende der Famulatur auch öfter mit Studenten zusammen in der Stadt Mittag gegessen. Ich hätte mir eher gewünscht, Nachmittags bzw. Abends eine Stunde früher gehen zu dürfen.
Mit den anderen Studenten habe ich mich sehr gut verstanden. In der zweiten Hälfte meiner Famulatur mussten die PJler routieren, wodurch ich noch mehr Studenten kennengelernt habe, mit denen ich auch in der Freizeit bzw. am Wochenende viel unternehmen konnte. Sprachprobleme gab es keine. Der Internist hat bei der Visite gerne Fragen zu verschiedenen Krankheitsbildern gestellt, mich hat er dabei gerade anfang oft nichts schwieriges gefragt, sodass ich eigentlich gut klargekommen bin oder mich im Zweifelsfall nochmal belesen konnte.
Eine Besonderheit die mir sehr aufgefallen ist, ist der Mangel an Hygiene bzw. Händedesinfektion. Es gibt wie oben erwähnt nur einen Spender mit alkoholischem Gel auf der Station und auch die Hände werden sich eher selten gewaschen.
Einige Patienten sprachen nur Quechua oder Aymara, was leider von den Studenten nicht und von nur ganz wenigen Ärzten zum Teil verstanden wird. Man ist dort sehr auf die Angehörigen angewiesen. Auch die Armut vieler Patienten wurde immer wieder deutlich, da sämtliche Medikamente und Material selbst gekauft werden muss. Auch mit Bluttransfusionen gibt es große Probleme. Die Patienten bzw. ihre Angehörigen müssen Blutkonserven bei der Blutbank kaufen und zusätzlich Blut spenden. Da viele Menschen unterernährt sind und Chargas haben, dürfen sie nicht spenden und suchen oft verzweifelt nach jemandem, der für sie Blut spendet, damit sie eine Konserve kaufen können.

Land und Leute

Ich wurde in Sucre wirklich sehr herzlich aufgenommen. Die Gruppe der Studenten, die den Austausch dort organisieren ist sehr groß und so wurde ich öfter zu verschiednen Familien zum Essen, Grillen oder Kuchenessen eingeladen. Zudem haben wir viel in der Stadt unternommen, waren in Museen, auf Kirchen, haben einen Ausflug nach Tarabuco (ein kleines Dorf, sehr bekannt für seinen Markt) unternommen und waren am Wochenende natürlich auch feiern. Da ich genau zur Karnvelaszeit dort war, gab es fast immer Straßenumzüge, Feste und traditionelle Tänze. Gerade viele junge Menschen interessieren sich sehr für die tratidionellen Tänze und Musik. So war eine meiner Kontaktpersonen beispielsweise Mitglied in einer traditionellen Tanzgruppe, die ich dank des Karnevals auch öfter live erleben konnte.
Man sollte, gerade was die Planung angeht entspannt sein, denn oft führt die lateinamerikanische Gelassenheit dazu, dass ganz viele Dinge geplant werden, jeder für alles zusagt und am Ende nur die Hälfte von allem stattfindet und das meist auch noch 1-2 Stunden später, als vereinbart.
Insegesamt sind die Bolivianer sehr hilfsbereit, so kann man auch Menschen auf der Straße oder in Geschäften um Hilfe fragen, wenn man beispielsweise den richtigen Bus sucht. Einem wird meist großes Interesse entgegengebracht. Oft wird man auch direkt zu Deutschland ausgefragt.
Die politische Situation des Landes ist eher gespalten, gerade auch mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in diesem Jahr. Ich habe viele Straßenblockaden und Proteste gesehen. Ich habe größtenteils Bolivianer kennengelernt, die sehr stark gegen die aktuelle Rergierung sind, allerdings auch einige Befürworter. Der Großteil der Studenen, die ich kennengelernt habe, interessierte sich eher weniger für Politik und viele meinten, sie wären eher neutral.
Die Küche Boliviens ist eher fleischlastig. Gerade Hühnchen wird fast täglich gegessen. Ich habe allerdings auch einige vegetarische und sogar ein veganes Restaurant kennengelernt. Typisch in Bolivien ist es außerdem, dass es Mittags vor dem Hauptgang noch eine Suppe gibt. Erdnusssuppe ist beispielsweise typisch für den Sonntag. Es gibt zudem viele typische Teigwaren, wie zum Beispiel "Saltenas", die den Empanadas ähneln und wirklich sehr gut schmecken. Typisches Gewürz ist "Ají", eine Art Chili, das es in verschiedenen Farben und Schärfegraden gibt. Ich wurde gerade am Anfang oft vor schwarfen Speisen gewarnt, aber Probleme hatte ich eigentlich nie damit. Dank meiner Gastfamilie habe ich natürlich einen tollen Einblick in die typischen Gerichte bekommen können und war mit meiner Gastmutter auch auf dem Markt, den man sicher nicht mit einem deutschen Wochenmarkt vergleichen kann.


Insegesamt habe ich meine Zeit in Bolivien sehr genossen. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und die Natur ist wirklich atemberaubend. Die Famulatur hat es mir einen einzigartigen Einblick in das Gesundheitssystem des Landes ermöglicht und ich kann jedem, der mit dem Gedanken einer Auslands-Famulatur spielt, wirklich nur dazu raten, sich zu trauen und darauf einzulassen. Ich habe Erfahrungen gesammelt, die ich so schnell bestimmt nicht vergessen werde.

Ich wurde in Sucre wirklich sehr herzlich aufgenommen. Die Gruppe der Studenten, die den Austausch dort organisiert ist sehr groß und so wurde ich öfter auch zu verschiedenen Familien zum Essen, Grillen oder Kuchenessen eingeladen. Zudem haben wir viel in der Stadt unternommen, waren in Museen, auf Kirchen, haben einen Ausflug nach Tarabuco (ein kleines Dorf, sehr bekannt für seinen Markt) unternommen und waren am Wochenende natürlich auch feiern. Da ich genau zur Karnvelaszeit dort war, gab es fast immer Straßenumzüge, Feste und traditionelle Tänze. Gerade viele junge Menschen interessieren sich sehr für die tratidionellen Tänze und Musik. So war eine meiner Kontaktpersonen beispielsweise Mitglied in einer traditionellen Tanzgruppe, die ich dank des Karnevals auch öfter live erleben konnte.
Man sollte, gerade was die Planung angeht, eher entspannt sein, denn oft führt die lateinamerikanische Gelassenheit dazu, dass ganz viele Dinge geplant werden, jeder für alles zusagt und am Ende nur die Hälfte von allem stattfindet und das meist auch noch 1-2 Stunden später, als vereinbart.
Insegesamt sind die Bolivianer sehr hilfsbereit, so kann man auch Menschen auf der Straße oder in Geschäften um Hilfe fragen, wenn man beispielsweise den richtigen Bus sucht. Einem wird meist großes Interesse entgegengebracht, oft wurde ich auch direkt zu Deutschland ausgefragt.
Die politische Situation des Landes ist eher gespalten, gerade auch mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in diesem Jahr. Ich habe viele Straßenblockaden und Proteste gesehen. Ich habe größtenteils Bolivianer kennengelernt, die sehr stark gegen die aktuelle Rergierung sind, allerdings auch einige Befürworter.
Die Küche Boliviens ist eher fleischlastig. Gerade Hühnchen wird fast täglich gegessen. Ich habe allerdings auch einige vegetarische und sogar ein veganes Restaurant kennengelernt. Typisch in Bolivien ist es außerdem, dass es Mittags vor dem Hauptgang noch eine Suppe gibt. Erdnusssuppe ist beispielsweise typisch für den Sonntag. Es gibt zudem viele typische Teigwaren, wie zum Beispiel "Salteñas", die den Empanadas ähneln und wirklich sehr gut schmecken. Typisches Gewürz ist "Ají", eine Art Chili, das es in verschiedenen Farben und Schärfegraden gibt. Ich wurde gerade am Anfang oft vor schwarfen Speisen gewarnt, aber Probleme hatte ich eigentlich nie damit. Dank meiner Gastfamilie habe ich natürlich einen tollen Einblick in die typischen Gerichte bekommen können und war mit meiner Gastmutter auch auf dem Markt, den man sicher nicht mit einem deutschen Wochenmarkt vergleichen kann.

Fazit

Insgesamt habe ich meine Zeit in Bolivien sehr genossen. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und die Natur ist wirklich atemberaubend. Die Famulatur hat es mir einen einzigartigen Einblick in das Gesundheitssystem des Landes ermöglicht und ich kann jedem, der mit dem Gedanken einer Auslands-Famulatur spielt, wirklich nur dazu raten, sich zu trauen und darauf einzulassen. Ich habe Erfahrungen gesammelt, die ich so schnell bestimmt nicht vergessen werde.

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