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Thailand (IFMSA-Thailand)

Gynäkologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Katrin, Hannover

Motivation

Da sich mein Studium dem Ende zuneigt und im Frühling 2019 damit meine letzte Famulatur anstand, überlegte ich lange was und vor allem wo ich diese machen wollte. Meine letzten 4 Wochen praktische Erfahrung vor dem Examen sollten noch einmal etwas Besonderes werden und so beschloss ich einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Ich wollte gerne ein anderes Gesundheitssystem und Kultur kennenlernen und so entschied ich mich Europa zu verlassen und Erfahrungen im asiatischen Raum zu sammeln. Ich wollte sowohl etwas über die traditionelle Medizin lernen als auch Vergleiche zu unseren Untersuchungsmethoden ziehen können. Meine Wahl fiel relativ schnell auf Thailand, da dies ein Land voller Gegensätze ist. Auf der einen Seite findet man in Bangkok eine pulsierende hochmoderne Stadt die stetig wächst, auf der anderen Seite sind gerade die einheimischen Wohngebiete dort von einem ganz anderen Tagesrhythmus geprägt.

Vorbereitung

Nach der Zusage ging es recht schnell in die Vorbereitungsphase für den Auslandsaufenthalt über, wobei einem die Seite der bvmd („Zusage Famulaturaustausch“) einen guten Leitfaden bietet, um was man sich kümmern sollte und was man zu beachten hat. Es ist ratsam sich relativ zeitnah um die Flugtickets (um die Chance ein gutes Angebot zu finden) und in diesem Zusammenhang um die Beantragung des Fahrkostenzuschusses zu kümmern. Ich brauchte zudem noch neue Passfotos und einen Reisepass (kann bis zu 8 Wochen dauern!) und vereinbarte direkt die entsprechenden Termine. Um den Überblick während der Uni nicht zu verlieren habe ich mir eine Art To-Do-Liste erstellt um die wichtigsten Termine rechtzeitig erledigen zu können (s.u.).

Visum

Das Beantragen des Visums verlief fast problemlos. Ich habe mich im Vorfeld im Internet schlau gemacht welches von Hannover aus die nächstgelegene thailändische Botschaft ist. So plante ich dann einige Wochen vor Famulaturbeginn einen Trip nach Hamburg. In der Botschaft angekommen beantragte ich dann für 60€ das Non-Immigrant-Visum (wichtig an den Reisepass und an ein Passfoto denken) und konnte nach dem Ausfüllen eines Formulars und etwa 20-minütiger Wartezeit das Visum direkt mitnehmen. Zum Glück habe ich dieses beim Verlassen der Botschaft direkt geprüft und so konnte die Mitarbeiterin den von ihr gemachten Zahlendreher in der Reisepassnummer direkt korrigieren (Ansonsten wäre noch eine Reise nach Hamburg erforderlich gewesen…..) Nachdem dies aber alles geklärt war, verbrachte ich zusammen mit einer Freundin noch einen schönen Tag in Hamburg. ;)

Gesundheit

Hier empfiehlt es sich so früh es geht über die aktuellen Impfempfehlungen und -bedingungen zu informieren (zu finden im IFSMA-Exchange Portal) und mit dem eigenen Impfausweis abzugleichen, da einige Impfungen über mehrere Wochen 2-3mal durchgeführt werden müssen und teilweise mit einigen Nebenwirkungen verbunden sind. Sinnvoll ist es daher einen Zeitraum einzuplanen, in dem nicht gerade die nächste Klausurphase vor der Tür steht. Ich musste so zum Beispiel Hep A auffrischen lassen und entschied mich noch für Impfungen gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis (es ist möglich bei der Krankenkasse nach einer anteiligen Kostenübernahme zu fragen oder sich dort über eine Hotline beraten zu lassen). Desweiteren habe ich mir eine gut bestückte Reiseapotheke zusammengestellt, die so ziemlich alles abgedeckt hat. Dies kann ich jedem nur empfehlen, zumal mich diese bei einer Lebensmittelvergiftung gerettet und mir den Weg ins Krankenhaus erspart hat. Hingegen habe ich mich (auch auf Grund der Kosten von etwa 60€) gegen das Mitführen eine Malariapostprophylaxe entschieden, was im Nachhinein auch die richtige Entscheidung war.

Sicherheit

Um auf alles vorbereitet zu sein, habe ich im Vorfeld ein Versicherungspaket über die Deutsche Ärztefinanz abgeschlossen und mich hierzu vor Ort beraten lassen. Desweiteren habe ich mich auf der Seite des Auswärtigen Amtes noch einmal genauer über die aktuelle Situation in Thailand informiert und mich zwei Wochen vor Abreise über das Erfassungssystem registrieren lassen. Ich kann im Nachhinein aber sagen, dass ich mich in Thailand (auch als ich nach der Famulatur alleine durchs Land gereist bin) zu jeder Zeit sicher gefühlt habe.

Geld

Auch bezüglich des Geldes habe ich mich vorbereitet und etwa 2 Monate vor der Reise ein Konto bei der Apobank eröffnet und dort eine VISA Card beantragt. (Ist sehr zu empfehlen, da die Apobank die Abbuchungsgebühren an den thailändischen Geldautomaten (220 Baht pro Abbuchung) nach der Reise zurückerstattet.) Bereits in Deutschland habe ich bei der Bank 50€ gegen thailändische Baht eingetauscht. Zu bedenken ist hierbei aber, dass der Wechselkurs vor Ort meist besser ist und wenn man etwas Zeit hat sich mal in Ruhe in Bangkok am Flughafen nach einem guten Transferschalter umgucken sollte (Man braucht hierfür immer den Reisepass). Da ich aber erst am späten Abend angekommen bin, wollte ich mich nicht noch darum kümmern müssen. Je nach aktuellem Wechselkurs entsprechen 1€ etwa 33-35 Baht. In den nicht touristischen Bereichen bekommt man bereits für etwa 60 Baht ein gutes Mittagessen. Insgesamt, auch gerade wenn man abends mal etwas rauskommen möchte um die Stadt und die Gerichte zu erkunden, liegen die Ausgaben für alle Mahlzeiten bei etwa 10 -15€ pro Tag. Es empfiehlt sich immer genug Bargeld dabei zu haben, da an vielen Orten keine Kartenzahlung möglich ist.

Sprache

Viele der Thailänder sprechen leider nur Thai oder sehr schlechtes Englisch, sodass es oft etwas komplizierter war sich zu verständigen, auch wenn sich letztendlich immer eine Lösung gefunden hat. So war von Pantomime bis Zeichnen in den Shoppingmalls oder den öffentlichen Verkehrsmitteln alles dabei. ;) Was sich immer gut bewährt hat, war eine Übersetzungsapp auf dem Handy. Hier hatte ich mir für den Offline Zugriff Thai, Englisch und Deutsch heruntergeladen, sodass ich meine Frage auf Deutsch/Englisch ins Handy eingetippt habe und den Einheimischen dann auf Thai angezeigt werden konnte. In Krankenhaus sah es sprachlich etwas anders aus, sodass die meisten Englisch sprechen konnten (teilweise ein recht schwieriger Akzent) und einige Fortbildungen auch auf Englisch gehalten wurden. Da Thai aber eine Lautsprache ist, hab ich in der Zeit leider nicht viel mehr als Hallo und Danke gelernt.

Verkehrsbindungen

Es gibt entweder die Möglichkeit mit einem Direktflug von Frankfurt nach Bangkok zu reisen, da hierfür der Preis für meine Reisezeit aber bei knapp 1000€ lag, entschied ich mich für einen etwas günstigeren Flug mit Emirates via Zwischenstopp in Dubai. Trotz der längeren Reisezeit, kann ich die Reise mit dieser Fluggesellschaft nur empfehlen, es war ein perfektes Versorgungspaket. In Bangkok direkt kann man sich am besten mit Grab (asiatische Variante von Uber) oder per Taxi fortbewegen, da diese Optionen am bequemsten und zudem sehr günstig sind (10min Fahrt kostet etwa 80Baht). Weitere Möglichkeiten sind noch der Skytrain (Netz ist noch im Ausbau) , Boot, der lokale Bus oder ein TukTuk. Boot und Bus sind sehr günstig, hier muss man aber meist etwas mehr Zeit einplanen und seine Reiseroute gut kennen. Die TukTuk Fahrer versuchen oft einen überteuerte Fahrten anzudrehen, hier sollte man gut verhandeln können und ruhig mit verschiedenen Fahrern reden. Bei den Taxis ist es noch wichtig immer auf das Einschalten des Taximeters zu bestehen, sonst verlangen die Fahrer auch mal gerne den doppelten Preis.

Kommunikation

Ich kann nur jedem, der nach Thailand reist, empfehlen seine SIM-Karte aus Deutschland gegen eine thailändische zu tauschen. Die Mobilcards sind dort sehr günstig und man hat unglaublich schnelles Internet (Ich war sehr mit dem Anbieter AIS zufrieden, diesen findet man in nahezu allen Malls und im Supermarkt kann man Guthabenkarten zum Nachladen kaufen). Per WhatsApp Call konnte ich so auch gut Kontakt zu Familie und Freunden halten und mich so zwischendurch auch auf Deutsch unterhalten. Ansonsten gab es im Siriraj Hospital die Möglichkeit das WLAN Netz zu nutzen und jeder Austauschstudent hat zudem einen Gastzugang für die Bibliothek bekommen, wo man die PCs nutzen konnte.

Unterkunft

Ich war zusammen mit zwei anderen Austauschstudentinnen für die Zeit der Famulatur in einem Dreibettzimmer in der Unterkunft für weibliche Medizinstudentinnen untergebracht (Unterkünfte für Frauen und Männer sind in Bangkok getrennt). Um das Zimmer hatten sich im Vorfeld unsere studentischen Kontaktpersonen vom Siriraj Hospital gekümmert und uns einige Wochen vor Ankunft die notwendigen Infos geschickt. Die Unterkunft für Frauen war etwa 5 Minuten vom Klinikum entfernt, die der Männer um einiges weiter. Das Zimmer war mit allem Notwendigen zweckmäßig ausgestattet, so hatte jeder von uns ein Bett, einen Schrank (Schloss mitbringen) und einen kleinen Schreibtisch. Bettwäsche wurde gestellt, Handtücher musste man sich selbst mitbringen. Pro Etage gab es zwei große Räume mit Duschen und Toiletten, einen Lernraum und einen kleinen Gemeinschaftsraum mit Sofa, Mikrowelle und Kühlschrank. Eine Waschmaschine ist zudem im Außenbereich vorhanden.

Literatur

Zur fachlichen Vorbereitung habe ich mir ein deutschsprachiges Gynbuch mitgenommen und hatte noch für alle Fälle mein Arzneimittelpocket eingepackt, dieses habe ich aber so gut wie nie gebraucht. Meine Reisen am Wochenende und nach der Famulatur habe ich mit dem MarcoPolo Reiseführer geplant, da mir das Buch vom Lonely Planet zu schwer zum ständigen Mitschleppen war. Zusammen mit Tipps aus dem Internet und natürlich von den Einheimischen hat mich dieser zu ganz tollen Orten geführt.

Mitzunehmen

Allen die im März-Mai ihre Famulatur in Bangkok absolvieren, kann ich nur raten möglichst leichte Bekleidung mitzunehmen. Bei Temperaturen um die 40C reichen Shorts und Shirts in der Regel vollkommen aus, meine Jacke habe ich lediglich zur Abreise und Anreise nach Deutschland benötigt. Wenn man Tempel besuchen möchte, sollte man bedenken, dass die Schultern und Knie bedeckt sein müssen. Aus diesem Grund hatte ich meistens einen dünnen Schal dabei und habe mir vor Ort eine typische lange thailändische Hose gekauft. Mein Mückenspray war leider nur mittelmäßig, sodass ich einige Stiche abbekommen habe. Da es meinen Zimmermitbewohnerinnen aber ähnlich ging, empfehle ich eher was zum Kühlen gegen die Stiche einzupacken. Desweiteren sind Shampoo, Sonnencremes (mind. LSF 30) und ähnliches ohne Hautaufheller dort sehr teuer, weswegen man sich hiermit gut in Deutschland eindecken sollte. Auch empfiehlt es sich für längere Ausflüge immer Handdesinfektionsmittel und Toilettenpapier einzupacken, die hygienischen Standards auf den öffentlichen Toiletten sind anders als hier vor Ort (gerade in den ländlichen Regionen)…….

Reise und Ankunft

Meine Ankunft in Bangkok ist leider etwas holprig verlaufen, da ich meine Kontaktperson zunächst nicht erreichen konnte und nicht wusste ob sie am Flughafen ist oder nicht. Das konnte ich mit Hilfe nach einiger Zeit klären und nahm mir danach ein Taxi zur Unterkunft, wo ich schon vom Personal erwartet wurde. Meine Kontaktperson habe ich dann am nächsten Tag getroffen und sie hat mir bei einem Spaziergang alles Wichtige erklärt und gezeigt. Ich bin samstags am späten Abend angekommen und hatte so noch den Sonntag um mich etwas einzuleben und den Jetlag zu verkraften, bevor ich am Montagmorgen in die Famulatur startete. Dies war auch sehr gut, mind. einen Tag vor Famulaturbeginn sollte man zum Eingewöhnen planen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

An meinem ersten Tag musste ich mich morgens um 8 Uhr im International Office vorstellen. Hier erhielten alle Austauschstudenten eine kurze Einführung über das Klinikum und alle weiteren erforderlichen Infos über die Famulatur, wie z.B. unsere individuellen Wochenpläne. Danach wurden wir in unsere jeweiligen Abteilungen geführt, wo uns schon der uns jeweils zugeteilte Arzt erwartete und uns noch etwas genauer die Abläufe der Abteilung erklärte. Ich hatte mich im Vorfeld für den Fachbereich Gynäkologie entschieden, da ich sowohl gerne einen Einblick in die stationäre als auch in die operative Arbeit des Siriraj Hospitals erhalten wollte. In den ersten beiden Wochen war ich meistens für verschiedene OP-Säle eingeteilt und konnte von Geburten bis zu laparoskopischen Eingriffen sehr viel sehen. Hierbei kam es immer etwas auf den Arzt an, ob sie/er etwas erklärte und ob ich mit an den Tisch und kleinere operative Aufgaben übernehmen oder nur zugucken durfte. In den folgenden beiden Wochen oder auch schon mal zwischendurch habe ich dann nach meinem Stundenplan Erfahrungen in verschiedenen ambulanten Abteilungen der Gynäkologie sammeln können. So war ich zum Beispiel für die Family Planing Clinic oder die STD Clinic eingeteilt. In letzterer konnte ich eigenständig Untersuchungen durchführen und später dann auch Befunde am Mikroskop erheben. In diesen beiden Abteilungen haben sich die Ärzte meist viel Zeit genommen mir zuvor mit dem Patienten auf Thai Besprochenes auf Englisch zu erklären, mein Fachwissen zu überprüfen und mir etwas Neues beizubringen. Meistens waren alle auch sehr an den Abläufen in Deutschland interessiert und wollten mehr über bei uns eingesetzte Standardverfahren wissen. In der Regel ging mein Tag von 8-16 Uhr, falls morgens Besprechungen auf Thai waren startete der Tag für mich dann etwas später um 9 Uhr. Meistens war morgens die erste Stunde für Fallvorstellungen oder Fortbildungen reserviert. Die Fallvorstellungen wurden fast immer von PJlern zweisprachig auf Thai und Englisch als PowerPoint Präsentationen gehalten und der gesamten Abteilung vorgestellt und diskutiert. Mein Eindruck insgesamt war sehr positiv. Das Siriraj Hospital bietet den Studenten eine sehr gute Lehre mit einem strengen aber meist sehr freundlichen Ton. Die Studenten werden im Vergleich zu Deutschland etwas mehr an das eigenverantwortliche Arbeiten herangeführt, da sie nach Abschluss des Studiums verpflichtet sind für ein Jahr in ländliche Regionen zu gehen, wo oft akuter Ärztemangel herrscht. Viele Abläufe sind denen in Deutschland sehr ähnlich, auch wenn man öfters mal mit etwas älterem Equipment auskommen muss und mancherorts auch schon mal das Mauerwerk etwas in die Jahre gekommen ist. Nachmittags nach dem regulären Dienst wurde ich öfters zu Fortbildungen eingeladen, an denen ich freiwillig teilnehmen konnte. Das komplette Team war sehr bemüht mir möglichst viele Eindrücke zu vermitteln.

Land und Leute

In meiner freien Zeit habe ich versucht so viel wie möglich von Bangkok zu sehen, durchs Land zu reisen und typisches traditionelles Essen zu probieren und so etwas mehr über die Kultur zu erfahren. Mit den anderen Studenten habe ich mich oft nach Feierabend getroffen und wir sind gemeinsam Abendessen gegangen und haben uns die Metropole bei Nacht angeschaut. Absolute Highlights sind die verschiedenen Skybars und Nightmarkets. Hier kann man bei Livemusik den Abend ausklingen lassen oder auf den Märkten das ein oder andere günstige Souvenir ergattern. In unmittelbarer Nähe zum Siriraj Hospital liegt der Wang Lang Market, ein traditioneller thailändischer Markt, hier habe ich oft meine Mittagspausen verbracht und etwas Leckeres zu Essen finden können. Ausprobieren sollte man hier unbedingt die frischen Kokosnüsse und Padthai oder ausgestattet mit einem Bubble Tea einen Spaziergang entlang des nahe gelegenen Flusses unternehmen. Was mir sehr gut gefallen hat, war in der ersten Woche eine Einladung durch das International Office. Hier wurde für alle Austauschstudenten ein gemeinsamer Ausflug zum Palast organisiert, wo wir vor Ort eine Führung erhalten und so etwas mehr über die thailändische Geschichte erfahren haben. Ich habe mir gerne in der Freizeit auch die verschiedenen Tempel angeschaut, welche mit riesigen goldenen Buddhafiguren wirklich atemberaubend sind. Bei diesen Touren, gerade in der prallen Sonne, kann ich nur Sonnenhut und Co empfehlen, da die Sonne doch mehr brennt, als wir es gewohnt sind und so eine Tour schon mal etwas anstrengender werden kann. Für alle, die gerne Shoppen gehen oder einfach nur mal der Mittagshitze entfliehen wollen, empfiehlt sich ein Besuch der verschiedenen riesigen Shoppingmalls, wo man so ziemlich alles finden kann und schon mal einen Tag verschollen ist…..An den Wochenenden habe ich mir mit meinen Mitbewohnerinnen oft Ziele herausgesucht, die in einer Tagestour gut zu erreichen waren. So sind wir mit dem Zug beispielsweise nach Ayutthaya gefahren und haben dort eine Fahrradtour entlang der alten Tempelanlagen gemacht. Weitere Ziele, die sich für einen Besuch lohnen, sind die verschiedenen Floating Markets und die Erawan Waterfalls, welche leider etwas weiter von Bangkok entfernt liegen. Absolutes Highlight auf meiner Reise waren die verschiedenen Inseln im Süden, die ich mir nach der Famulatur angeschaut habe. Hier hat jede Insel ihren ganz eigenen Charakter und man findet paradiesische Landschaften mit weißen Stränden und türkisblauem Wasser. Eine Tagestour mit den traditionellen Longtailbooten verbunden mit einem Schnorcheltrip kann ich jedem nur empfehlen, der gerne schwimmen und auch etwas von der unglaublichen Unterwasserwelt vor Ort sehen möchte. Desweiteren lohnt es sich etwas Schweiß und Kraft zu den teils mühselig zu erreichenden Aussichtspunkten zu investieren, da sich oben angekommen einem ein traumhafter Ausblick bietet. Die Thailänder sind ein sehr freundliches, hilfsbereites und herzliches Volk, sodass die meisten sehr bemüht waren mir weiter zu helfen, wenn ich einmal nicht weiter wusste oder Fragen hatte. Mir wurde so beispielsweise bei der Essensbestellung geholfen oder es wurden mir Karten gezeichnet um die nächsten Ziele zu finden. Aufgefallen ist mir zudem noch, dass der König in Thailand sehr verehrt wird. Überall im Land findet man große Portraits des Königs, welche die Bevölkerung anbetet. Ich habe Bangkok einige Tage vor der Krönungszeremonie des neuen Königs verlassen, hier waren bereits einige Straßen gesperrt und viele Menschen waren voller Vorfreude mit den Festvorbereitungen beschäftigt.

Fazit

Für mich waren die Wochen in Thailand eine unglaublich schöne und lehrreiche Zeit, die ich in keiner Weise missen möchte. Es war eine ganz neue Erfahrung meinen Alltag einmal komplett zu verlassen und in eine ganz andere Kultur einzutauchen. All die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, bekommt man nie so als Tourist geboten. Ich kann es daher nur jedem empfehlen ein bisschen Mut zusammenzunehmen und ein Auslandspraktikum zu planen.

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