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Phalombe Clinic (Malawi)

Verschiedene - SCOPH (Public-Health Austausch)
von Antje, Berlin

Motivation

Da ich schon immer interessiert an globalen Zusammenhängen und internationalen Gesundheitssystemen bin und bereits Krankenhäuser in anderen europäischen und asiatischen Ländern kennengelernt habe, wollte ich nun in ein afrikanisches und wirkliches Entwicklungsland. Außerdem wollte ich die größeren Sturukturen kennenlernen und Erfahrungen sammeln, wie man vielleicht Entwicklungszusammenarbeit leisten kann. Deswegen habe ich mich für einen Public Health Austausch in Malawi entschieden. Ich bin eher ohne Erwartungen an die Sache gegangen, um für alles, was kommt, offen zu sein und da ohnehin in diesen anderen Umständen selten das passiert, was man sich erhofft.

Vorbereitung

Ich habe aufgrund von Zeitmangel (ich habe mich auf einen Restplatz beworben) keine Kurse/ Seminare zur Vorbereitung besucht und mich auch nicht spezifisch vorbereitet. Man sollte sich informieren, wie die Gegebenheiten vor Ort sind und dementsprechende Ausrüstung, Medikation einpacken und vorher möglichst ein Tropeninstitut besuchen. MalawiMed hat eine Packliste und viele Informationen bereitgestellt, die beim Packen sehr hilfreich waren. Sonst sind die Formalitäten ja recht unkompliziert.

Visum

Ein Visum bekommt man am Flughafen in Lilongwe bei der Einreise für 75 US-Dollar, das ist dann für 30 Tage gültig. Bleibt man länger, muss man das nochmal verlängern, ist aber wohl nicht allzu teuer bzw. kompliziert. Die Prozedur des Visum bekommens am Flughafen war zwar einfach, im Prinzip braucht man nur einen noch gültigen Pass (Impfausweis soll manchmal auch gefordert sein), aber dauert auch lang. Von daher ist es zu empfehlen, das Visum vorher in der Botschaft zu beantragen, falls möglich.

Gesundheit

Ich war zur Beratung im Tropeninstitut, wo mir geraten wurde, sich umfangreich impfen zu lassen, unter anderem Gelbfieber (weil Anreise über Äthiopien erfolgte). Außerdem habe ich Malaria-Prophylaxe genommen und falls man in den Malawisee geht, sollte man auch Praxiquantel nehmen. Im Krankenhaus gibt es sehr viele Fälle von Malaria, Tuberkulose, HIV usw. Außerdem sind die Vorkehrungen, die im Krankenhaus dagegen getroffen werden, eher gering (offene Fenster auf der Tbc-Station zum Beispiel). Auch Medikamentenengpässe können vorkommen. Dementsprechend sollte man grundsätzlich immer Vorsicht walten lassen, lieber einmal zu viel nein sagen, einen Mundschutz aufziehen und sowieso genug Medikamente, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz usw. aus Deutschland mitbringen.

Sicherheit

Insgesamt würde ich nicht sagen, dass es in Malawi unsicher ist. Wir sind nie in Situationen geraten, in denen wir uns unsicher gefühlt haben und im Krankenhaus wird auch aufgepasst, dass einem nichts passiert. Zur Zeit gibt es Demonstrationen, die auch gewalttätig enden können, das passiert aber nur in den Städten, sodass man im Krankenhaus gut abgeschirmt ist.
Generell ist aber zu sagen, dass man als Weißer natürlich immer auffällt und nach Ansicht der Menschen vor Ort daher vor allem als Geldquelle dient. Man wird also ständig nach Geld oder Sachgegenständen gefragt und sollte sich dem bewusst sein, dass man nichts geben muss und keine Dankbarkeit erwarten. Diebstahl von Essen, das offen herumliegt, kommt vor, ebenfalls wurde ein Adapter von mir geklaut, dementsprechend sollte man Vorsicht walten lassen, ich hatte aber das Gefühl, dass keine größeren und wirklich wichtigen Dinge entwendet werden würden.

Geld

In Malawi wird in Kwacha bezahlt, 1 € = 800 Kw. Man kann nur bar bezahlen und steht gelegentlich vor dem Problem, dass es vom Krankenhaus erreichbar nur einen ATM gibt, der gern ausfällt. Dementsprechend bei Anreise möglichst schon genug Geld abheben (Höchstsumme bei einmaligem Abheben sind 100€, damit kommt man im Alltag weit, aber nicht, wenn man Ausflüge machen will). Das ist an den Flughäfen gut möglich. Die Preise sind niedriger als in Deutschland, insgesamt habe ich aber doch mehr ausgegeben als gedacht, da Luxusartikel importiert und dementsprechend ähnlich teuer sind wie in Dtl und als Luxusartikel zählt alles, das man auf dem Markt nicht bekommt. Wenn man sich Molly als Haushälterin engagiert, sollte man mit 1000-2000 Kw für ihre Bezahlung plus 2000 Kw für Essen pro Tag rechnen (das wären 5€). Dazu kommen dann Luxusartikel.

Sprache

Landessprachen sind Englisch und Chichewa. Jeder, der die Primary School abgeschlossen hat, sollte Englisch sprechen, das haben leider von den Patienten die wenigsten. Mit dem Klinikpersonal kann man sich aber gut auf Englisch verständigen, wenn man sich einmal an den Akzent gewöhnt hat. Für den Alltag sollte man sich einige Floskeln Chichewa zurechtlegen. Besonderes Sprachniveau ist nicht erforderlich, ein wenig Vorbereitung auf medizinisches Englisch lohnt sich sicherlich.

Verkehrsbindungen

Die Anreise ist zur Zeit relativ anstrengend, da einerseits Malawi nicht direkt aus Deutschland angeflogen wird und andererseits internationale Flüge nach Blantyre gestrichen wurden. Dementsprechend hat man mindestens 3 Flugsegmente plus 2,5-stündige Autofahrt nach Phalombe. Ich bin von Frankfurt über Addis Abeba und Lilongwe geflogen (mit Ethiopian) und es hat mich 915€ gekostet, man bekommt aber auch einen recht hohen Fahrtkostenzuschuss des bvmd. Innerhalb des Landes ist die Fortbewegung schwierig, es gibt eigentlich als öffentliche Verkehrsmittel nur Minibusse, die aber wohl gern in Unfälle verwickelt sind bzw. überfüllt sind und sowieso nicht regelmäßig verkehren. Wir haben uns dementsprechend immer mit den Fahrern des Krankenhauses fortbewegt, denen man dann eine geringe Allowance (6000 Kw) zahlt und die erheblichen Spritkosten (wie in Dtl) übernimmt. Diese sind leider zeitlich auch manchmal eingeschränkt.

Kommunikation

WLAN gibt es im Krankenhaus und auf den Flughäfen nicht. Deswegen habe ich mir eine Simcard von tnm gekauft (es gibt auch airtel), mit der man Internet, telefonieren, was immer man braucht buchen kann.
6 GB haben etwa 15€ gekostet und sollten reichen, wenn man nicht exzessiv Serien schaut und auf Facebook ist. Die Verbindung ist leider nicht immer optimal, vor allem, wenn Stromausfall war (was zwischenzeitlich etwa die Hälfte des Zeit der Fall war), hat man oft gar kein Netz. Manchmal hat es aber auch super funktioniert.

Unterkunft

Die Unterkunft wird von MalawiMed organisiert. Man wohnt zusammen mit den anderen Famulanten und Nonnen in einem Haus auf dem Krankenhaus-Gelände, was sehr komfortabel für den Arbeitsweg ist. Jeder hat sein eigenes Zimmer, was mit Bettwäsche und Moskitonetz ausgestattet ist, Bad teilt man sich und es gibt eine gemeinsame Küche und Wohnzimmer. Insgesamt sind die Standards natürlich nicht mit den deutschen zu vergleichen. Bei Stromausfall funktioniert natürlich auch der Kühlschrank nicht, zum Duschen gibt es einen Eimer und Napf, das Wasser läuft nicht immer und man hat viele tierische Freunde. Dennoch kann man sich mit den Gegebenheiten gut arrangieren, wenn man ein wenig kreativ wird und gewöhnt sich schnell an alles. Außerdem ist zu bedenken, dass eine solche Unterkunft absoluter Luxus für die dortigen Verhältnisse ist! Einen Gasherd hatte z.B. niemand außer uns.

Literatur

Zur Vorbereitung sollte man sicherlich einmal die Seite des Auswärtigen Amts gelesen haben und einschlägige Internetseiten zur Information über Malawi schaden sicherlich auch nicht, sonst lohnen sich Taschenbücher zur Arbeit im Klinikum, z.B. Arzneimittel pocket o.Ä. Ich habe mir außerdem einige E-Books zu Tropenmedizin, Geburtshilfe heruntergeladen. Sinnvoll ist sicherlich auch ein Offline-Ambosszugang. Reicht aber alles auf Deutsch vollkommen aus.

Mitzunehmen

Grundsätzlich kann man sich sehr gut an die Liste von MalawiMed halten, dort ist eigentlich alles aufgelistet, das benötigt wird. Wie bereits oben erwähnt, sollte man auf jeden Fall an medizinische Artikel vor allem zum Selbstschutz denken. Falls dann noch Platz im Koffer ist, sollte man bei MalawiMed rechtzeitig anfragen, ob noch Sachspenden mitgenommen werden können, der Transport nach Malawi ist grundsätzlich sehr schwer. Vor allem, wenn man allein ist, sollte man genug Bücher/ Kartenspiele/ anderweitige Unterhaltungsmittel mitnehmen, weil man doch viel Zeit und wenig zu tun hat. Für mich unverzichtbar war meine Bauchtasche, um die Bündel an Geld sicher zu transportieren. Für die Safari, die wir gemacht haben, hätte ich gern noch meine Kamera mitgehabt. Zu viel mitgenommen habe ich sicherlich an Kleidung, da man ja ohnehin immer im Kasack herumläuft, man sollte beachten, dass alles schnell voller rotem Sand ist und darum vielleicht nicht unbedingt die schönsten Sachen mitnehmen. Außerdem lohnt es sich, für die Stromausfall-Abende eine Kopf-/ Taschenlampe dabeizuhaben.

Reise und Ankunft

Ich bin mit Flugzeug über Frankfurt, Addis Abeba, Lilongwe nach Blantyre geflogen und von dort von den anderen Famulanten und dem Fahrer des Krankenhauses abgeholt worden, was alles geklappt hat. Im Vorhinein gab es nur das Problem, dass mein ursprünglicher Flug direkt nach Blantyre (ohne Zwischenstopp in Lilongwe) gehen sollte, der Flughafen aber zur Zeit nicht international angeflogen wird, und ich darüber nicht so richtig informiert wurde. Also vorher nochmal den Flugplan checken! Ich wurde von den anderen Famulanten empfangen, die mir direkt alles gezeigt und mich eingeführt haben. Wenn möglich, ist das super hilfreich, auch um den derzeitigen Stand der Dinge zu erfahren (die Organisationsstrukturen sind nicht ganz so eindeutig wie in Deutschland und vieles dauert einige Zeit, bis man es versteht). Grundsätzlich gibt es aber keine festen Schemata, was man nach der Ankunft erledigen muss. Es geht jeden Morgen um 7:30 Uhr mit dem morning report los und dann kann man sich am besten an den Chef Clinician oder den Doktor, wenn der denn da ist (es gibt nur einen im Krankenhaus) wenden.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Das Krankenhaus hat andere Stationen, als wir sie in Deutschland gewohnt sind: female, male, maternity, tbc, pediatric ward und ein major und minor theater für Operationen. Der Tagesablauf sah so aus, dass man zum morning report geht und danach auf eine der Stationen, wobei wir rotiert haben und so jede Station für 1-2 Wochen besucht haben. Nach dem morning report beginnt irgendwann die Visite, meistens haben wir vor der Station gewartet, bis ein Clinician aufgetaucht ist, dem wir dann gefolgt sind und uns mit seiner Hilfe und den Akten die Fälle erarbeitet haben. Nur tauchte leider nicht immer ein Clinician auf. Dann hat man eben einfach so Krankheiten besprochen oder sich durch die Röntgenbilder geklickt. Wenn die round dann vorbei war, haben wir geschaut, ob im Theater etwas los war oder sonst irgendwo. War auch nicht immer der Fall. Um 12 Uhr ist dann für mindestens 2 Stunden Mittagspause, danach beginnt langsam noch einmal die nachmittägliche Suche nach Arzt oder Clinicians, die ward round oder Ähnliches machen. Man muss sehr viel Eigeninitiative zeigen und sich aktiv auf die Suche nach Dingen, die passieren, begeben, vor allem weil die Clinicians oft auf Meetings o.Ä. verschwinden und auch mal keine round machen, wenn sie keine Lust haben. Das kann schon mal frustrierend sein. Gespräche mit Patienten sind schwierig, da diese meistens kein Englisch sprechen. Wenn man sich dazu befähigt fühlt, darf man auch oft selbst Hand anlegen und z.B. beim Kaiserschnitt assistieren, Lumbalpunktionen machen o.Ä.. Man muss nur wissen, was man sich selbst zutraut und möchte - wir haben uns zum Beispiel immer dagegen entschieden, auf die TBC Station zu gehen, weil absolut keine Isolationsvorkehrungen getroffen werden (und es ist vollkommen okay nein zu sagen!). Empfehlenswert ist, auf die Labor ward zu gehen, da es in Deutschland nicht immer so leicht ist, Geburten zu sehen wie in Malawi. Insgesamt sieht man auf jeden Fall viel, Krankheitsverläufe und auch Krankheiten, die man in Deutschland nicht sehen kann, was unglaublich spannend sein kann. Es passiert aber auch oft wenig und man muss warten. Das liegt nicht nur an mangelnden finanziellen Ressourcen, sondern auch an einer anderen Arbeitsmoral und unzureichenden Organisationsstrukturen, fehlendem Management. Das hat mich an manchen Tagen extrem frustriert. Dazu beigetragen hat auch, dass man von allen Seiten darauf reduziert wurde, dass man vermeintlich viel Geld hat. So hat mich ein Clinician gefragt, ob ich ihm nicht einen Laptop schenken wolle. Bei mir folgte daraus, dass ich mich von dem Personal eher distanziert habe. Wie bereits erwähnt, gibt es nur einen Arzt für das gesamte Krankenhaus, sonst übernehmen die Clinicians, die eine dreijährige Ausbildung erhalten haben, die ärztlichen Aufgaben. Auch das Management ist nicht unbedingt super ausgebildet: die Leitung des Krankenhauses obliegt einer Nonne, die leitende Funktionen im Orden übernimmt, da das Krankenhaus ein christliches Haus ist. Dass diese Frau keine Ausbildung in Krankenhausmanagement hat und die Landessprache nicht spricht, spielt dabei wohl untergeordnete Rolle.
Insgesamt kann man eine solche Fülle an Eindrücken mitnehmen, dass es mir schwer fällt, diese hier zusammenzufassen. Von beinahe ein Kind sterben sehen über riesigen ulzerierenden Hodentumor über Neurosyphilis bis zu Operationen mit Kopf- und Handytaschenlampe: man erlebt unglaublich vieles. So negativ sich einiges anhören mag, so wertvoll ist es, diese Erfahrungen zu machen.

Land und Leute

Wir waren an einem Wochenende im Liwonde National Park und haben dort eine Land- und eine Bootssafari gemacht, was wirklich traumhaft schön war und auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Man erreicht den Park in einigen Stunden mit Auto. Sonst kann man auf den Sapitwa wandern gehen (soll eher anspruchsvoll sein, dafür Wanderschuhe mitnehmen!), zum Malawisee fahren und die zahlreichen touristischen Attraktionen dort genießen (und danach Bilharziose-Prävention nehmen), auf das Zomba Plateau wandern gehen (Sonnencreme einpacken). Man muss sich nur rechtzeitig bei den Fahrern und der Administration melden, damit die Fahrten organisiert werden können. Falls man an einem Sonntag im Krankenhaus ist, lohnt es sich bestimmt, einem Gottesdienst beizuwohnen.
Malawi ist ein wunderschönes Land und auch die Gegend um das Krankenhaus herum ließ mich immer wieder vor Schönheit staunen. Man sollte die Wochenenden auf jeden Fall nutzen, das Land zu erkunden, da der Krankenhausalltag und das Zusammensein mit den Ansässigen auch sehr anstrengend sein kann. Das bereits erwähnte immer präsente Thema Geld und das immerwährende Bewusstsein, dass man eine andere Hautfarbe hat, kann an den Nerven zerren, auch wenn die Malawesen nicht so wirken, als ob sie einem damit etwas zuleide tun wollen und grundsätzlich sehr freundlich sind.
Das Essen, das Molly, unsere Haushälterin, gekocht hat, war lecker, verhältnismäßig fettig und nach einer Weile auch eintönig, aber man kann gut davon leben (Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Bohnen, Erbsen, Eier, Tomaten, Zwiebeln, Kraut und Bananenkuchen). Trotzdem haben mich die "Luxusartikel", die wir in Blantyre gekauft haben, doch meist ziemlich glücklich gemacht.
Man kann damit rechnen, ständig, vor allem von Kindern, "azungo" hinterhergerufen zu bekommen (bedeutet Weißer) und oftmals ist daran ein "give me money" gehängt und Kinder laufen einem hinterher. Auch da sollte man nein sagen, wenn man nicht möchte, dass sie einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Ich kam mir oft sehr priviligiert vor und die Sicht auf das eigene Leben in Deutschland hat sich verändert, das besteht hier auch weiterhin. Der eigene Konsum wird einem ganz anders bewusst. Auch die Mentalität der Menschen ist eine andere. Meinem Gefühl nach zählt das Individuum in Malawi nicht so viel wie in Dtl, es geht eher um das Kolletiv und die Menschen sind sehr gläubig und schieben viel auf das Schicksal bzw. Religion (auf der Visitenkarte des Krankenhauses steht "We care - god cures"). So ist auch das Verhältnis zu Zeit ein anderes - der Fahrer kann schon mal drei Stunden früher oder später auftauchen als geplant. Mit dieser Einstellung umzugehen muss man lernen, was aber auch wertvoll ist.

Fazit

Ich würde sagen, dass mich kein Monat im Leben so viel erlebt und so sehr zum Denken gebracht wurde wie in dem in Malawi. Es sind auch medizinische Dinge, die man lernt, für mich sind aber die persönlichen und kulturellen die deutlich wichtigeren. Es ist eine Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte und ich möchte in jedem Fall meine Erfahrungen in der weltweiten Entwicklungs/ Zusammenarbeit noch ausbauen. Mir hat der Aufenthalt auch gezeigt, was die vielen Hürden sind und wie schweirig es ist, trotz des Willens, etwas zu lernen und zu helfen, tatsächlich etwas zu erreichen. Auch Dankbarkeit darf man auf keinen Fall erwarten. Insofern verstehe ich, warum nur die wenigsten Ärzte langfristig in Afrika arbeiten. Nichtsdestotrotz kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen, all die Erfahrungen, die ich geschildert habe, nicht als abschreckend zu empfinden, sondern als Anstoß, eine ähnliche Reise zu wagen und sich der unglaublichen Fülle an Erlebnissen und fremden Eindrücken zu öffnen. Vor allem die zwei Wochen, die ich mit den anderen Famulanten verbracht habe, waren auch super schön und spaßig (und zur Verarbeitung ist es zu empfehlen, jemanden an seiner Seite zu haben - wenn man allein ist, wird einem doch alles noch viel direkter bewusst). Nun Ende der langen Worte - geht nach Malawi!!

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