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Russia - Tartastan (TaMSA)

Chirurgie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Julia, Regensburg

Motivation

Ich habe seit langer Zeit Lust auf Reisen und mache das auch in meiner Freizeit, wo es nur geht. Ich liebe es, neue Orte und Menschen kennen zu lernen. Deshalb fand ich die Idee, Reisen mit einer Famulatur zu verbinden, umso interessanter. Dadurch verbringt man einen längeren Zeitraum in einem anderen Land und lernt Einheimische kennen. Zu guter Letzt muss man sowieso eine Famulatur ableisten, also warum nicht das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Für mich fiel die Wahl auf Russland, weil es meiner Meinung nach ein unglaublich interessantes Land ist. Im Vorfeld meiner Reise haben mich viele entsetzt gefragt, wie ich auf die Idee käme, im Februar nach Russland zu fliegen (und wieso generell Russland). Genau das hat mich in meiner Wahl bestätigt. Es ist ein Land, das viele nur aus den Nachrichten kennen und für kalt und uninteressant halten. Ich wollte mich davon überzeugen, wie es wirklich ist und habe mich unglaublich gefreut, als ich den Platz über die BVMD erhalten habe.

Vorbereitung

Ich habe vor meinem Austausch an einem PreDeparture-Training der BVMD teilgenommen. Dabei habe ich gute Tipps für die Vorbereitung und Durchführung des Austausches erhalten. Außerdem habe ich an der Uni einen Sprachkurs für Russisch belegt. Mir wäre es unangenehm gewesen, in ein Land zu fliegen, in dem ich nicht einmal die Schrift lesen kann, geschweige denn, nach einfachsten Dingen fragen kann. Da es nur ein A1-Kurs war, konnte ich natürlich keine ausgiebigen Konversationen führen. Aber ich war in der Lage, kyrillisch zu lesen und habe einfache Dinge ausdrücken können. Ansonsten habe ich nicht viel speziell für den Aufenthalt vorbereitet. Man muss ein Visum beantragen und Kleidung mitnehmen. Kittel und Stethoskop hätte ich nicht gebraucht, da ich in der Chirurgie war. Für das Krankenhaus brauchte man Scrubs, also Kasacks und Hosen sowie offene Schuhe. Meine Sneaker waren aus irgendeinem Grund nicht recht, weshalb ich mir vor Ort noch ein Paar offene Schuhe gekauft habe.

Visum

Für Russland muss man ein Visum beantragen. Mit dem Invitation Letter kann man ein Studentenvisum beantragen. Da ich nach dem Austausch noch eine Woche Urlaub machen wollte, habe ich meine Kontaktperson darum gebeten, den Zeitraum im Invitation Letter entsprechend für 5 Wochen anzugeben. Das ist wichtig, da man das Visum nur für den Zeitraum bekommt, der im Invitation Letter angegeben ist. Da es in Regensburg keine Botschaft gibt, habe ich das Visum für 87 Euro online beantragt. Nach anderthalb Wochen habe ich das Visum dann per Post nach Hause geschickt bekommen. Wenn man einmal verstanden hat, welche Dokumente zur Beantragung erforderlich sind, ist der Ablauf recht unkompliziert. Mir hat diese Website sehr geholfen:

https://russlande.de/russisches-visum/

Beantragt habe ich das Visum über folgende Website:

https://www.vfsglobal.com/en/individuals/index.html

Gesundheit

Ein Gesundheitszeugnis (wie es von anderen vorher in Erfahrungsberichten beschrieben wurde) brauchte ich nicht. Ansonsten sollte man alle nötigen Impfungen sowieso schon durch die Tätigkeit im Krankenhaus haben. Ich hatte mich im Vorfeld in Deutschland gegen Grippe impfen lassen. Als Reiseapotheke hatte ich lediglich Kopfschmerztabletten dabei. Wenn man vor Ort etwas brauchen sollte, gibt es an jeder Ecke eine Apotheke.
In Russland gibt es mehr Tuberkulosefälle als in Deutschland. Da ich in einem Krankenhaus für Onkologie und im OP untergebracht war, habe ich keine Patienten mit Tuberkulose zu Gesicht bekommen. Häufiger waren Patienten mit Hepatitis B oder C. Dann gab es im OP entsprechende Schutzkleidung (Handschuhe, Kittel, Schutzbrillen). In den meisten Fällen hat mich mein Tutor dann nichts weiter am Patienten machen lassen, um mich zu schützen. Einmal hatten wir auch einen Patienten mit Hepatitis und HIV. Da haben die Chirurgen von Kopf bis Fuß Einwegkleidung getragen (so etwas habe ich in Deutschland noch nie gesehen) und Schutzbrillen, mehrere Paar Handschuhe sowie spezielle Kopfhauben genutzt. An Schutzmaterialien war im OP alles in ausreichender Menge vorrätig, weshalb ich mich immer sicher gefühlt habe.

Sicherheit

Russland ist ein sehr sicheres Land. Ich hatte zu keiner Zeit Bedenken oder Ängste, dass mir irgendwo etwas zustoßen könnte. Natürlich hat man sich im Vorfeld Gedanken gemacht, wie es ist, als Frau alleine zu reisen. Vor Ort hatte ich dann aber nie das Gefühl, dass es irgendwo nicht sicher sei. Allgemein ist die Polizei in Russland sehr präsent und es gibt an sehr vielen Orten Videokameras zur Überwachung. Ich wurde während meines Aufenthaltes nie kontrolliert. Ich hatte meinen Reisepass inklusive Migrationskarte (die man am Flughafen erhält) meistens gar nicht dabei, wenn ich nur mal etwas einkaufen gegangen bin. Insgesamt gibt es viel mehr Sicherheitskontrollen als in Deutschland. Bei jeder Sportveranstaltung, im Theater und sogar in manchen größeren Einkaufszentren muss man durch eine Sicherheitskontrolle und die Taschen werden durchleuchtet. Ich persönlich empfinde die ständige Videoüberwachung und Präsenz von Sicherheitspersonal als etwas beklemmend, aber natürlich trägt es dazu bei, dass man sich zu jeder Zeit sicher fühlt.
Den einzigen etwas beunruhigenderen Teil stellt der Straßenverkehr in Russland dar. Wenn man an der Fußgängerampel grün bekommt, sollte man sich vorsichtshalber immer noch einmal vergewissern, dass nicht doch noch ein Auto über die Kreuzung gebrettert kommt. Das passiert nicht täglich, aber vor allem in der Rush Hour schon regelmäßig. Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, kann man gut damit umgehen. Auf jeden Fall geht es auf den Straßen deutlich chaotischer zu als in Deutschland.

Geld

In Russland wird mit Rubel gezahlt. 1 Euro sind umgerechnet ca. 70 Rubel. Man braucht mittlerweile so gut wie nirgendwo mehr Bargeld. Fast alles kann man mit Kreditkarte zahlen (u.a. im Supermarkt, in Restaurants und im Bus). Ich habe vor Reiseantritt in Deutschland einen geringen Betrag (ca. 30 Euro) in Rubel getauscht, damit ich überhaupt etwas Bargeld dabei hatte. In den nächsten Wochen habe ich mit meiner Kreditkarte problemlos in Russland Bargeld abheben können. Das war aber, wie gesagt, gar nicht wirklich häufig nötig. Ich würde nicht empfehlen viel Geld im Vornherein in Deutschland zu tauschen, da der Wechselkurs schlechter ist und es nicht nötig ist, viel Bargeld bei sich zu tragen.
Im Allgemeinen ist Russland (Moskau und Sankt Petersburg ausgenommen) günstiger als Deutschland. Man kann problemlos für weniger als 5 Euro Essen gehen und auch die Preise im Supermarkt sind günstiger. Da die Menschen hier nicht so viel Geld verdienen, werden auch die Lebenshaltungskosten angepasst. Deshalb ist es für „unsere Verhältnisse“ günstig. In meiner Urlaubswoche nach dem Austausch habe ich noch Moskau und Sankt Petersburg bereist. Da sieht es natürlich anders aus. Diese beiden Städte kann man mit großen deutschen Städten vergleichen. Dort liegt das Durchschnittseinkommen allerdings auch deutlich höher.

Sprache

Kazan ist die Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan. Deshalb wird, neben Russisch, auch Tatarisch gesprochen. Im öffentlichen Raum ist Russisch die Amtssprache. Ich habe einen A1-Sprachkurs gemacht und konnte damit grundlegende Dinge bestreiten (z.B. Bestellung im Restaurant, nach dem Weg fragen, sagen wo man herkommt). Für ein fließendes Gespräch reicht das natürlich nicht aus. Ich habe den Kurs vor allem gemacht, damit ich die Schrift lesen kann und weil es meiner Meinung nach von Respekt zeugt, sich mit der Sprache und Kultur des Gastlandes auseinanderzusetzen. Gerade im Krankenhaus haben sich auch alle gefreut, wenn man ein paar Worte auf Russisch sagen konnte. Im Allgemeinen sprechen nicht viele Russen gut Englisch. Wenn, dann noch eher die jüngeren Menschen. Im Krankenhaus konnten eigentlich nur mein Tutor und zwei, drei weitere Ärzte wirklich gut Englisch. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl eines chirurgischen Fachs, da die Sprachbarriere dabei weniger stört. Eine Kommunikation mit Patienten wäre ja nicht möglich gewesen. Die Chirurgen haben trotzdem immer versucht etwas zu erklären. Entweder mein Tutor hat übersetzt oder man hat sich mit lateinischen Begriffen beholfen. Wenn ich bei Operationen assistiert habe, konnte man auch manchmal einfach kommunizieren, indem man auf etwas zeigt. Ich würde sagen, dass man die Famulatur auch gut ohne Russischkenntnisse bestreiten kann. Natürlich geht dann manches verloren, da die Ärzte nicht so leicht mit einem kommunizieren können. Aber mein Tutor konnte super Englisch sprechen und hat es mir so einfach wie möglich gemacht. Wenn man gar kein oder nur wenig Russisch spricht, würde ich persönlich den Austausch in einem chirurgischen Fach empfehlen.
Im alltäglichen Leben trifft man nur hin und wieder auf Menschen, die gut Englisch sprechen. In den meisten Restaurants oder Cafés kam man aber mit einem Mischmasch aus Englisch, Russisch und Zeichensprache gut hin. An Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich immer englische Beschreibungen und im Bus englische Durchsagen.
In anderen größeren Städten wie Moskau oder Sankt Petersburg war es wiederum um Vieles einfacher mit Englisch voranzukommen. Da ist auch das Nutzen der Metro o.ä. mittlerweile unkompliziert, da alles auch nochmal in lateinischen Buchstaben ausgeschildert ist.

Verkehrsbindungen

Ich bin bei der Hinreise von München nach Moskau geflogen und bei der Rückreise von Sankt Petersburg nach München. Für die Flüge habe ich ca. 300 Euro gezahlt. Von Moskau nach Kazan habe ich den Zug genutzt, da ich gespannt war auf die Erfahrung, in Russland einen Nachtzug zu nutzen und es noch dazu günstiger und umweltschonender ist als Fliegen. Für ca. 50 Euro kann man mit dem Zug über Nacht nach Kazan reisen und hat ein recht gemütliches Bett. Ich kann diese Art der Anreise wirklich empfehlen. Auch auf meiner späteren Reise nach dem Austausch habe ich wieder den Zug genutzt und immer gute Erfahrungen gemacht.
In Kazan selbst war ich immer mit dem Bus unterwegs. Die Busse sind pünktlich und fahren sehr regelmäßig, ich habe so gut wie nie länger als 10 Minuten auf einen Bus warten müssen. Die Fahrten sind mit knapp 50 Cent zudem sehr günstig. Man bezahlt immer beim Einsteigen in den Bus und kann diesen dann bis zur Endhaltestelle nutzen. Der Preis ist immer derselbe, egal wie weit man mitfährt. Wenn man in einen anderen Bus umsteigt, muss man dort wieder bezahlen. Vom Hostel bis zum Krankenhaus habe ich mit dem Bus eine halbe Stunde gebraucht. Das war vollkommen okay. Wenn man die App „2 GIS“ (quasi das russische Google Maps) nutzt, kann man sich die Busverbindungen alle anzeigen lassen. Diese App habe ich bei der Fortbewegung in Russland als sehr praktisch empfunden.
Man kann in Russland wohl auch sehr einfach und günstig Taxi fahren. Ich habe es nie genutzt, da mich der Straßenverkehr abgeschreckt hat und ich meist allein unterwegs war. Ich glaube, dass es sich bei Gruppen eher lohnt. Man kann wohl relativ einfach über die App „Yandex“ ein Taxi buchen und im Vornherein bezahlen.

Kommunikation

Ich habe mir gleich am Flughafen in Moskau eine russische Sim-Karte zugelegt, da ich den Weg zum Bahnhof finden musste und noch nicht ganz klar war, wer mich wann und wo in Kazan abholt. Deshalb wollte ich lieber gleich erreichbar sein. Die Sim-Karte am Flughafen zu holen ist natürlich nicht die günstigste Variante. Ich habe umgerechnet 18 Euro gezahlt und sollte dafür angeblich vier Wochen unbegrenztes Datenvolumen haben. Nach 14 Tagen funktionierte allerdings nichts mehr, woraufhin mir in einem Shop gesagt wurde, dass ich nochmals umgerechnet 5 Euro aufladen müsse, damit es weiterhin funktioniere. Gut, das habe ich dann auch getan und dann hat es die restlichen drei Wochen meines Aufenthaltes einwandfrei funktioniert. Wenn man nicht darauf angewiesen ist, so schnell wie möglich eine Sim-Karte zu kaufen, würde ich das am besten in der Stadt mit einer Kontaktperson machen. Ich habe mir sagen lassen, dass man eine Prepaid-Sim auch um einiges günstiger bekommen kann (weniger als 10 Euro für einen Monat).
Im Hostel hatte ich keinen Zugang zu WLAN. Daher war ich ganz froh, dass ich mich für die Sim mit unbegrenztem Datenvolumen entschieden hatte. Wenn man dringend WLAN benötigt, gibt es dieses in so ziemlich jedem Einkaufscenter, Restaurant oder Café. Ich konnte mithilfe der Sim-Karte gut über WhatsApp den Kontakt in die Heimat halten. Man hat vielerorts eine 4G-Datenverbindung und somit war auch skypen kein Problem.

Unterkunft

Die Austauschorganisation hatte mich in einem Hostel untergebracht. Im Februar gibt es kaum Austauschstudenten in Kazan, weshalb ich die einzige im Hostel war. Ich habe in einem 3-Bett-Zimmer mit zwei Mädels aus Ägypten zusammengelebt, die in Kazan studierten. So wie ich es verstanden habe, war das Hostel direkt für ausländische Studenten vorgesehen. Man konnte Studenten aus verschiedensten Ländern treffen. An und für sich war das Hostel recht gut ausgestattet. Im Zimmer hatte man zwei große Schränke und einen Schreibtisch für die drei Bewohner sowie ein eigenes Badezimmer mit Dusche. Es gab eine große Gemeinschaftsküche mit Kühl- und Gefrierschränken sowie mehreren Kochfeldern. Zu Beginn des Aufenthaltes hat man Bettwäsche und etwas Kochausrüstung bekommen (zwei Teller, eine Tasse, einmal Besteck, einen Topf und eine Pfanne). Man konnte also durchaus regelmäßig selbst kochen (wenn man damit leben kann, dass die Küche vermutlich nicht so sauber ist, wie man es von daheim gewohnt ist).
Mit netten Mitbewohnern wäre das Hostel perfekt für den Aufenthalt gewesen. Leider traf das nicht auf meine beiden Mitbewohnerinnen zu. Sie sprachen so gut wie kein Wort mit mir, da sie sich immer nur untereinander auf Arabisch unterhielten. Wenn ich nachmittags aus dem Krankenhaus kam, lag mindestens eine von ihnen im Bett und schlief. Dafür waren beide immer bis nach Mitternacht wach und haben im Zimmer telefoniert oder Handyvideos geschaut (natürlich ohne Kopfhörer). Auch auf mein Bitten, Kopfhörer zu nutzen, wurde nicht eingegangen. Eine der beiden hatte Nierenprobleme und musste deshalb in der Nacht mehrmals die Toilette benutzen. Leider wusste sie nicht wie man Türklinken benutzt und krachte dabei immer die Türen zu. Um es nett auszudrücken, würde ich sagen, dass die Anforderungen an Hygiene der beiden Mädels den meinen nicht ganz entsprachen. Alles in allem bedeutete das für mich, dass ich ein paar Wochen mit 4 bis 5 Stunden Nachtschlaf auskommen musste und im Bad hin und wieder lieber die Augen geschlossen und den Fußboden nicht genauer angeschaut habe. Das kann man überleben, aber es war schade, dass ich mit den beiden Mädels nicht wirklich gut zurechtgekommen bin, da es sonst eigentlich ein toller Aufenthalt mit vielen netten jungen Leuten im Hostel hätte sein können.
An und für sich war das Hostel zentral gelegen. Ich habe zehn Minuten zu Fuß bis zum Bus oder dem nächsten Einkaufszentrum gebraucht. Auch die zentrale Fußgängerzone mit vielen Läden und Restaurants war gleich um die Ecke.

Literatur

Ich habe im Vorfeld eigentlich nichts direkt für den Aufenthalt gelesen. Natürlich habe ich mich über Wikipedia o.ä. über Kazan informiert. Vieles habe ich dann aber erst vor Ort geplant (z.B. Ausflüge). Ich habe mich vor dem Austausch nach einem Reiseführer umgeschaut, habe da allerdings nichts speziell für Kazan gefunden. Für den anschließenden Urlaub in Moskau und Sankt Petersburg hatte ich für diese beiden Städte jeweils einen Reiseführer dabei. Das war schon allein wegen des Stadtplanes und der Metro-Karte praktisch. Während meines Aufenthaltes habe ich beschlossen noch einen Zwischenstopp in Nischni Nowgorod einzulegen (bietet sich auf dem Weg nach Moskau an). Dafür habe ich mich auch nur mit Wikipedia, TripAdvisor & Co. belesen.
Da ich seit einigen Jahren selbst im OP arbeite, habe ich für die chirurgische Famulatur keine Literatur mitgenommen. Wenn ich zwischendurch etwas nachlesen wollte, habe ich einfach die Amboss-App genutzt.
Mitgenommen habe ich meine Mitschriften und ein kleines Buch aus meinem Russischsprachkurs sowie ein Taschenbuch „Medizinisches Englisch“. Ehrlicherweise habe ich diese nicht wirklich viel genutzt. Wenn man vor Ort auf ein Sprachhindernis stößt, behilft man sich eher mit Händen und Füßen, anstatt ein Wörterbuch hervorzuholen. Ich habe lediglich Grundbegriffe auf Russisch nochmal wiederholen können.
In Vorbereitung auf Eigenarten und Kultur der Russen fand ich diesen Artikel recht informativ:
https://www.sueddeutsche.de/reise/knigge-russland-1.4007949

Mitzunehmen

Wie oben schon erwähnt sollte man Kittel, Scrubs, Schuhe und Stethoskop mitbringen. Die Kittel und das Stethoskop habe ich nie gebraucht und Schuhe habe ich mir vor Ort noch neue besorgt. Man sollte auch das IFMSA-Logbuch mitbringen und vor Ort ausfüllen. Das habe ich getan und von meinem Tutor unterzeichnen und stempeln lassen. Am Ende wollte allerdings nie jemand das Logbuch sehen. Mein Zertifikat habe ich auch so bekommen.
Für die Tätigkeit im Krankenhaus hatte ich nichts weiter dabei. Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken waren ausreichend vorhanden.
Natürlich hatte ich Gastgeschenke für das Orga-Team und meinen Tutor dabei. Da ich im Februar nach Kazan geflogen bin, habe ich reichlich warme Kleidung eingepackt und diese auch gebraucht. Die tiefsten Temperaturen lagen bei -20 Grad. Ein paar rutschfeste Schuhe kann ich im Winter auch nur dringend empfehlen, da Fußwege nicht geräumt werden. Man läuft also permanent auf Eis oder Matsch (je nach Außentemperatur).
Natürlich war es wichtig, den Reisepass inklusive Visum dabeizuhaben. Am Flughafen bekommt man zudem eine Migrationskarte, das ist einfach ein kleines Stück Papier. Das habe ich immer in meinem Reisepass mitgeführt. Am Ende des Aufenthaltes muss man diese am Flughafen wieder abgeben. Wenn das Hostel einen in der Stadt registriert hat, bekommt man dafür auch einen kleinen Nachweis (also nochmal ein kleines Stück Papier). Das habe ich vorsichtshalber auch immer mitgeführt. Im Allgemeinen wurde ich nie kontrolliert oder nach meinem Ausweis gefragt (außer am Flughafen oder im Zug natürlich).
Ich hatte auch meinen Impfausweis und den Nachweis über meine Auslandskrankenversicherung mitgenommen. Diese habe ich aber auch nie gebraucht.

Reise und Ankunft

Ich bin an einem Samstag von München nach Moskau geflogen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit dem Zug nach Kazan gefahren. Die Anreise verlief problemlos. Von meiner Kontaktperson, einer anderen Medizinstudentin, hatte ich nur gesagt bekommen, dass mich jemand abholt. Wann, wo und wer wusste ich allerdings nicht. 15 Minuten vor meiner Ankunft hat sie mir dann mitgeteilt, dass mich ein anderer Medizinstudent abholt, von dem ich bis dato noch nie gehört hatte. Er hat mich dann auch gleich angeschrieben und wir haben uns am Bahnhof in Kazan getroffen. Er hat mich mit dem Auto zum Hostel gefahren und mich in mein Zimmer begleitet. Sobald er meine Mitbewohnerin gesehen hat, war er allerdings der Meinung, dass sie mir alles zeigt und ist direkt wieder losgefahren. Ich saß also erstmal im Hostel und wusste weder, wo irgendwas im Hostel ist, noch, wie ich in der Stadt z.B. was zum Einkaufen finde. Meine Mitbewohnerin hat mir dann zum Glück im Hostel alles gezeigt und am Nachmittag bin ich auf eigene Faust in die Stadt gegangen und habe mir etwas zum Einkaufen gesucht. Da sich bis abends keine der Kontaktpersonen bei mir gemeldet hat bezüglich meines ersten Tages im Krankenhaus, habe ich angefragt, wie es an meinem ersten Tag abläuft. Zuerst habe ich die Antwort erhalten, dass niemand Zeit hat mich hinzubringen, weil das auch gerade ihr erster Tag des neuen Semesters sei. Sie hätten mir ein Taxi organisiert und ich solle am Haupteingang auf meinen Tutor warten. Eine Stunde später hat mich dann der Student, der mich am Bahnhof abgeholt hatte, nochmal angeschrieben und mir mitgeteilt, dass er mich doch selbst ins Krankenhaus bringt. Das hat er dann auch getan und mich am ersten Tag an meinen Tutor übergeben. Das war dann auch das letzte Mal, dass ich den Studenten gesehen habe. Er hat auf mich immer den Eindruck gemacht, als sei er gestresst und habe eigentlich gar keine Lust sich um mich zu kümmern. Bevor er gegangen ist, hat er mir nur noch eine App (2 GIS) ans Herz gelegt, mit der ich mir ja meinen Heimweg selbst suchen könne.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich war in einem onkologischen Krankenhaus in Kazan in der Allgemeinchirurgie untergebracht. Der OP-Plan war jeden Tag gut gefüllt, weshalb man viele interessante Operationen sehen konnte. Verschiedene Abteilungen haben sich auf mehrere OP-Säle verteilt. So konnte ich gynäkologische, viszeralchirurgische und traumatologische Operationen sehen. An den OP-Trakt waren auch direkt zwei Intensivstationen angegliedert, die gleichzeitig als Aufwachraum für Patienten aus den OPs dienten.
Mein Tutor war Anästhesist und hat mich während des kompletten Aufenthaltes begleitet. Er hat super Englisch gesprochen, weshalb die Kommunikation mit ihm unkompliziert war. Er war ein sehr aufgeschlossener und netter Mensch, wodurch die Tätigkeit im Krankenhaus in den vier Wochen richtig toll war. Am ersten Tag hat er mir alle Räumlichkeiten im OP-Trakt gezeigt und mich in seinem Team vorgestellt. Am zweiten Tag hat er mich dann in einer größeren Besprechung vorgestellt, bei der u.a. auch der Klinikchef anwesend war. In den ersten Tagen hat er mich eher erst einmal zuschauen lassen und viel erklärt. Doch mit der Zeit durfte ich viele Tätigkeiten auch selbst übernehmen. Während des Austausches habe ich Patienten intubiert, PDKs gelegt, bei Spinalanästhesien assistiert und ZVKs gelegt. Ich habe in Deutschland schon eine Famulatur in der Anästhesie gemacht und im Vergleich konnte ich in Russland viel mehr praktisch tätig werden. Es war ein richtig tolles Erlebnis, endlich einmal selbst aktiv zu sein und mit der Zeit auch Erfolge zu sehen. Die Famulaturen in Deutschland empfinde ich teilweise als zu theoretisch (es wird viel Theoriewissen abgefragt, um zu sehen, ob man was gelernt hat). Das habe ich in meiner Zeit in Russland ganz anders empfunden. Wir haben nur am Rande mal über die Theorie gesprochen, vordergründig ging es darum, praktische Fähigkeiten zu erlernen. Das soll nicht bedeuten, dass ich Theorie für unnötig halte, aber es war eine super Erfahrung für mich, Dinge auch mal selbst in die Hand zu nehmen und zu üben. Wo ich anfangs noch mehrere Versuche beim Intubieren brauchte, klappte es am Ende der vier Wochen fast immer auf Anhieb. Da macht Arbeiten richtig Spaß.
Positiv war auch, dass mein Tutor regelmäßig bei den Chirurgen gefragt hat, ob ich bei Operationen assistieren darf. So konnte ich hin und wieder mit am OP-Tisch stehen und dabei u.a. meine Nähkünste verbessern. Somit konnte ich in mehreren Fachbereichen (Anästhesie und Chirurgie) Erfahrungen sammeln und praktisch tätig werden. Das hat die Zeit im Krankenhaus unglaublich wertvoll gemacht. Ich bin wirklich gern hingegangen und habe mich nach den Wochenenden immer wieder gefreut, am nächsten Tag ins Krankenhaus gehen zu können. Das war natürlich auch vor allem der Verdienst meines spitzenmäßigen Tutors. Mit ihm konnte man stundenlang quatschen und Späße machen. Er war unglaublich bemüht, dass dieser Austausch zu einem Erlebnis wird. Und dank ihm war er das auch.
Im Allgemeinen war immer gute Stimmung im Team. Die OP-Pläne waren täglich gut gefüllt, aber trotzdem wurde während der Operationen viel gescherzt und niemand unnötig gestresst. Auch das Verhältnis zwischen Chirurgen und Anästhesisten war sehr gut und freundschaftlich. Wenn z.B. die Vorbereitung eines Patienten von anästhesiologischer Seite mal etwas länger gedauert hat, wurde das nicht von chirurgischer Seite kritisch hinterfragt (derartige Situationen kenne ich von meiner Arbeit in Deutschland zur Genüge). Ich habe mich gut ins Team integriert gefühlt. Häufig wurde ich gefragt, wie es mir geht oder die Chirurgen haben irgendetwas auf Deutsch gesagt (so etwas wie „Sehr gut“ oder „arbeiten, arbeiten“ waren beliebte Klassiker). Manche wollten auch wissen, wie ich die Bedingungen im OP im Vergleich zu Deutschland einschätze.
Der medizinische Standard ist in Russland ein anderer als in Deutschland. Es gibt weniger modernes Equipment und vor allem weniger Einmalmaterialien. So werden z.B. als OP-Kittel und OP-Tücher waschbare Materialien verwendet (außer bei Patienten mit Infektionskrankheiten). Statt eines Bergebeutels bei laparoskopischen Operationen wird auch mal ein abgeschnittener steriler Handschuh verwendet. Ein Handschuh kann aber auch genauso gut als Beutel für eine Drainage dienen, indem er einfach am Schlauch festgeklebt wird. Ich hatte den Eindruck, dass die Methoden und Resultate im Grunde genommen dieselben waren wie in Deutschland, diese aber mit viel weniger moderner Ausrüstung erreicht wurden. So habe ich mir manchmal die Frage gestellt, ob der Fortschritt, den wir in Deutschland erleben, immer nötig und von Vorteil ist. An manchen Stellen wäre mehr Ausstattung natürlich wünschenswert. So hat die Anästhesie z.B. keine Möglichkeit, Patienten während der OP zu wärmen. Es gibt schlichtweg keine Wärmematten. An anderer Stelle war ich wiederum erstaunt, mit welch vergleichsweise einfachen Mitteln gearbeitet wird. Bei einer traumatologischen OP sollten intraoperativ Röntgenbilder angefertigt werden. Dazu fährt man in Deutschland einfach eine Röntgenröhre über den Patienten, drückt einen Knopf und sieht sofort ein Bild. In Russland kam eine Schwester mit einer mobilen Röntgenröhre in den OP und von der OP-Schwester wurde ein Röntgenfilm (also eine Art Platte) steril eingepackt und an die gewünschte Stelle am Patienten gelegt. Dann wurde eine Aufnahme gemacht, die Schwester ist mit dem Röntgenfilm gegangen und etwa 15 Minuten später mit dem fertigen Röntgenbild zurückgekommen. Das ist natürlich keine komfortable oder zeitsparende Methode. Allerdings führt sie dazu, dass intraoperativ weitaus weniger geröntgt wird. Bei dieser OP wurden lediglich 2 Röntgenaufnahmen gemacht (das wären bei einer vergleichbaren OP in Deutschland bestimmt ca. 15 Bilder).
Mir wurde gesagt, dass ich in einem der moderneren Krankenhäuser Kazans untergebracht bin. Der Standard war also für russische Verhältnisse anscheinend schon hoch. Dann mangelt es in anderen Häusern vermutlich an grundlegenderen Dingen. Aber darüber kann ich nur spekulieren.
In Russland verdient man als Arzt sehr viel weniger als in Deutschland. Mein Tutor meinte, dass er in einem Monat umgerechnet durchschnittlich 1000 Euro verdient. Und das Gehalt schwankt wohl auch immer mal. Einen Monat sind es 900 Euro und im nächsten vielleicht 1200 Euro. So etwas wie Tarifverträge gibt es nicht. Nach einem 24-Stunden-Dienst ist mein Tutor am nächsten Tag gleich nochmal zu einer normalen Schicht bis 15.30 Uhr dageblieben. Die Arbeitszeit war also vergleichbar mit Deutschland (wenn nicht manchmal sogar ein wenig mehr). In Moskau verdient man wohl ungefähr das Doppelte. Dafür sind dort natürlich auch die Lebenshaltungskosten höher.
Am letzten Tag meines Praktikums hatte ich die Chance, mit dem ambulanten Palliativdienst mitzufahren. Das war ein sehr interessanter Tag, da ich die Möglichkeit hatte, Patienten zuhause zu besuchen und somit nochmal einen anderen Einblick dahingehend zu erhalten, wie Menschen hier leben. Auch an diesem Tag stand mir ein netter Arzt zur Seite, der Englisch sprechen konnte und mir ermöglicht hat viele Fragen zu stellen und auch mal eine Injektion selbst durchzuführen.

Land und Leute

Ich habe mich in den vier Wochen in Kazan jederzeit gut aufgehoben gefühlt. Ich habe unglaublich viele hilfsbereite und aufgeschlossene Menschen getroffen. Viele sind interessiert, zu erfahren, woher man kommt und was man hier macht, sobald sie merken, dass man nicht aus Russland kommt. Gerade im Krankenhaus sind mir gegenüber alle sehr freundlich gewesen und haben mich gut ins Team integriert.
Besonders hervorzuheben ist mein Tutor. Er hat die Wochen zu einem wirklich tollen Erlebnis gemacht. Er war nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in der Freizeit stets für mich da. Er arbeitet nebenbei auch als Stadtführer und hat mir mehrfach eine Kostprobe seines Könnens gegeben. Wir haben eine Tour im Kazaner Kreml gemacht und sind zusammen zu einem Kloster außerhalb der Stadt gefahren. Wir waren auch gemeinsam bei einem Basketballspiel, einem Hockeyspiel und einem Konzert. Dabei konnte ich auch seine Familie kennenlernen. Er war unglaublich bemüht, dass ich Russland als gastfreundliches Land empfinde und den Aufenthalt in guter Erinnerung behalte. Am letzten Tag hat er mich zum Bahnhof gebracht und es fiel mir richtig schwer, mich von ihm zu verabschieden.
Ich war doppelt froh über das Engagement meines Tutors, da das Team der lokalen Austauschorganisation leider nicht viel Zeit für mich aufgebracht hat. Ich wusste im Vornherein, dass es kein Social Program gibt, da die Studenten selbst gerade ins neue Semester starten und ich im Februar so ziemlich die einzige Austauschstudentin bin. Am zweiten Tag meines Aufenthaltes habe ich mich mit einer Gruppe von vier Mädels abends auf ein Bier getroffen. Das war ein sehr lustiger Abend und ich hätte die Mädels echt gern noch einmal wiedergesehen. In der dritten Woche habe ich von einem der Mädels mein Willkommenspaket bekommen und habe 10 Minuten mit ihr gesprochen. Dabei habe ich sie gefragt, ob wir uns in meiner letzten Woche alle noch einmal treffen könnten. Das hat sie bejaht und dann habe ich nie wieder etwas gehört. Das war sehr schade, weil die Mädels wirklich nett waren. Ich hätte nicht erwartet, dass sie jeden Tag Zeit für mich haben, aber wenigstens ein zweites Treffen hätte ich schön gefunden. Ich habe in Deutschland auch im laufenden Semester schon Austauschstudenten betreut und habe es trotzdem geschafft, mich mehrfach mit ihnen zu treffen. Mir wurde zudem von niemandem gesagt, dass ich das IFMSA-Zertifikat vor Ort bekomme. Ich dachte, dass ich das im Nachhinein online erhalte und habe mich deshalb nicht weiter darum bemüht. Ich habe es letztendlich nur meinem Tutor zu verdanken, dass ich nicht ohne das Zertifikat nach Hause geflogen bin. Er wusste von anderen Studenten, dass sie das vor Ort erhalten haben und hat deshalb nachgefragt. Zumindest eine derartige Information hätte ich mir vom Team der Austauschorganisation gewünscht.
Im Großen und Ganzen ist Kazan eine wirklich schöne Stadt. Hier leben viele verschiedene Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen. Es gibt unglaublich viele Kirchen und Moscheen, im Kreml stehen beide sogar direkt nebeneinander. Auch Russen und Tataren leben hier friedlich zusammen. Das macht die Stadt aus und meiner Meinung nach umso schöner. Da ich an den Wochenenden immer allein war, habe ich viel Zeit damit verbracht, die Stadt zu erkunden und interessante Orte zu entdecken. Davon gibt es in Kazan mehr als genug. Im Sommer kann man in der Stadt sicherlich sehr viel im Freien unternehmen. Dann ist die Stimmung in den Straßen und an den Flüssen bestimmt atemberaubend.
Man merkt, dass diese Region Anschluss an Europa sucht und Deutschland als großes Vorbild sieht. Häufig habe ich, vor allem von jungen Menschen, gehört, dass sie gern nach Deutschland gehen wollen. Viele sind der Meinung, dass in Deutschland alles besser ist. Manche Medizinstudenten wollten von mir wissen, ob es sehr kompliziert ist, nach dem Medizinstudium in Deutschland als Arzt aus Russland eine Anstellung zu finden.
Die russische und besonders die tatarische Küche ist nichts für Vegetarier. Gern wird Fleisch in allen möglichen Formen verzehrt. Tatarische Gerichte bestehen fast immer aus Kartoffeln und Fleisch oder Süßspeisen. Allgemein sollte man also eine deftige Küche vertragen. Natürlich gibt es auf fast jeder Speisekarte vegetarische Alternativen, dabei kann man aber eventuell nur aus einem oder zwei Gerichten wählen.
Die Sprachbarriere war dank meines Sprachkurses nicht ganz so hoch. Allerdings würde ich sagen, dass man auch ohne Russischkenntnisse die Zeit gut überstehen kann. Manchmal muss man eben auf das zeigen, was man gern haben möchte oder mit Zeichensprache erklären, was man sagen will. Das funktioniert in der Regel gut. Und ab und an findet man beim Essen gehen auch eine Bedienung, die gut Englisch spricht (vor allem natürlich in Cafés und Restaurant, die von Jüngeren besucht werden). Ich habe nie erlebt, dass jemand unfreundlich reagiert hat, wenn man sich als Ausländer geoutet hat. Ganz im Gegenteil, viele helfen einem weiter und sind interessiert, warum man in der Stadt ist.

Fazit

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die vier Wochen in Kazan ein tolles Erlebnis waren, das ich gern wiederholen würde. Leider war die Unterkunft und die Organisation des Austauschkomitees ein kleiner Wermutstropfen, aber vor allem mein Tutor hat die Zeit unvergesslich gemacht. Ich habe viele nette Menschen getroffen, die mir gegenüber interessiert und aufgeschlossen waren. Zudem konnte ich im Krankenhaus viel lernen und bin wirklich gern hingegangen. Kazan ist eine tolle Stadt, die im Sommer bestimmt noch viel mehr Veranstaltungen und Erlebnisse bereithält. Auch die anderen russischen Städte, die ich besucht habe, haben bleibenden Eindruck hinterlassen und definitiv Lust auf mehr gemacht. Ich werde mit Sicherheit nach Russland zurückkehren, da dieses Land noch so viel mehr als diese großen Städte bereithält. Ich habe unbezahlbare Erfahrungen in diesen Wochen gemacht und bin wirklich dankbar dafür.

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