zurück

Peru (IFMSA-Peru)

Innere - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

Motivation

Nachdem ich bereits vier Famulaturen hinter mir hatte, wollte ich die letzten freien Semesterferien vor dem M2 nochmal für eine Auslandsfamulatur nutzen und mein Spanisch aus Schulzeiten reaktivieren. Beworben hatte ich mich für Costa Rica, Panama und Peru, da ich noch nie in Südamerika war und gerne mehr über diese Länder erfahren wollte.

Vorbereitung

Als die vorläufige Zusage im Sommer 2019 für Peru kam, musste vieles sehr schnell gehen. Innerhalb von zwei Wochen sollten ein Tuberkulosetest, ein englischprachiger Student Record, drei Motivationsschreiben für drei verschiedene Fachrichtungen und Versicherungsnachweise eingereicht werden. Da an meiner Uni gerade Klausurenphase war, waren das recht stressige Wochen, danach hat man aber erstmal Ruhe und hört sehr lange nichts. In der Zeit habe ich mir den Reiseführer von Lonely Planet für Peru geholt und mir eine 14-tägige Reise geplant, die ich vor der Famulatur im Februar anhängen wollte, um die Ferien auch optimal zu nutzen. Außerdem habe ich viel mit Freunden gesprochen, die bereits im Land waren, mir Tipps zum alltäglichen Leben geholt und mich erkundigt, in wie fern die Szenarien, die man auf der Website des Auswärtigen Amtes findet, der Wahrheit entsprechen. Dazu weiter unten mehr. Als ich dann ziemlich genau acht Wochen vor Famulaturbeginn meine CA erhalten habe, habe ich schnell einen Flug gebucht und mich mit meiner Kontaktperson vor Ort in Verbindung gesetzt und letzte Details geklärt.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte (dies zählt auch für Famulaturen) von bis zu 90 Tagen pro Halbjahr kein Visum. Zur Einreise genügt ein Reisepass. Dieser muss noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Gesundheit

Verpflichtend war neben einer Hepatitis-A- auch eine Gelbfieberimpfung. Um letztere sollte man sich rechtzeitig kümmern. Erstens muss die Impfung mindestens zehn Tage vor Einreise erfolgt sein, zweitens war es (zumindest bei mir Leipzig) extrem schwierig einen Termin beim Gesundheitsamt/in der Tropenmedizin zu bekommen. Wie oben schon erwähnt war auch ein Tuberkulosetest nötig. Den habe ich beim Gesundheitsamt machen lassen, die machen den Tuberkulin-Hauttest, der deutlich günstiger ist, als der Bluttest (20 statt 100€). Ebenso ein namentlicher HIV-Test als auch ein Hepatitis-B-Titer.
Ich habe mich gegen die Impfung gegen Tollwut und Typhus entschieden, da ich beide nicht als relevant für mich empfand.
An Reiseapotheke habe ich nur mit Tabletten gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall und Allergien eingedeckt. Gebraucht habe ich davon nichts. Eine Malariaprophylaxe rentiert sich, wenn man ins Amazonasbecken reist, an der Küste und in den Bergen ist das aber nicht nötig.

Sicherheit

An Versicherungen habe ich das Angebot der Ärzte Finanz für Haftpflicht-, Unfall- und Auslandsreisekrankenversicherung genutzt, das war unkompliziert und günstig fürs Ausland weltweit.
Zur Einstimmung auf die Sicherheit im Land habe ich mir die Hinweise vom Auswärtigen Amt durchgelesen. Diese vermitteln ein doch recht gefährliches Bild mit viel Kriminalität, Drogenschmuggel, in Entführungen verwickelte Taxis usw. Vorab Fazit: So schlimm ist es auf gar keinen Fall! Man sollte schon deutlich vorsichtiger sein als in Deutschland, aber wenn man aufmerksam unterwegs ist, kann man vielem vorbeugen. Hier ein paar bewährte Tipps, die das Leben nicht zu stark einschränken: Nicht auf Angebote reagieren, die mündlich auf der Straße, am Flughafen etc. angeboten werden. Nicht in am Straßenrand stehende Taxis einsteigen, sondern Uber/ÖPNV nutzen. Eine Bauchtasche/einen Brustbeutel mit den wichtigen Sachen tragen. Beim Laufen in der Straße zielstrebig unterwegs sein, nicht unnötig oft das Handy rausziehen. In Fernbussen kein Gepäck auf den Ablagen über den Sitzen aufbewahren. Nach Einbruch der Dunkelheit kleine Gassen meiden und nicht alleine unterwegs sein. All das wurde mir auch von der Gastfamilie empfohlen, lässt sich aber gut umsetzen.

Geld

In Peru zahlt man mit Soles (PEN), im März 2020 entsprach 1€ relativ genau 4 PEN. In einigen Geschäften/Hostels werden auch US-Dollar akzeptiert. Es empfiehlt sich immer Bargeld bei sich zu haben. Abseits größerer Städte kommt man mit Kreditkarte nicht weit und selbst in Lima ist nicht an allen Orten Kartenzahlung möglich. Wichtig sind auch Münzen, die benötigt man für öffentliche Toiletten (0,50 PEN), Busfahrten innerhalb einer Stadt (1-2 PEN) oder all das leckere Essen am Straßenrand an kleinen Ständen.
Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu Deutschland recht niedrig. Lebensmittel (außer Käse und andere Milchprodukte), vor allem Obst und Gemüse sind sehr günstig. Eine Nacht im Hostel inkl. Frühstück gibt’s fast überall für umgerechnet max. 5€, Fahrten mit den sehr komfortablen Fernbussen über 10-20h zwischen 8 und 20€. In vielen kleinen Restaurants gibt es ein Tagesmenü mit Suppe, üppiger Hauptspeise und Getränk für unter 1,50€.

Sprache

Das peruanische Spanisch ist gut verständlich, halbwegs frei von Dialekt und bis auf kleine Floskeln („Usted“ statt „tu“, „acá & allá“ statt „aquí & allí“ und wahnsinnig viele Diminutive) dem Castellano sehr ähnlich. Besonders vorbereitet habe ich mich nicht auf die Sprache. In der Schule hatte ich fünf Jahre Spanischunterricht, das war allerdings ewig her, deswegen habe ich im Sommer 2019 nochmal einen dreiwöchigen Kurs in einer Sprachschule in Spanien belegt, um alles ein wenig aufzufrischen. Das hat mir persönlich gereicht, um auf der Reise, in der Familie und in der Klinik durchzukommen. Auf das medizinische Spanisch habe ich mich nicht extra vorbereitet, dank all der lateinischen Begriffe kommt man durch die Kardiologie recht locker durch nach ein paar Tagen „reinhören“.
Auf Englisch sollte man sich nicht verlassen. Die meisten in unserer Generation sprechen zwar ein bisschen Englisch, allerdings oft schwer verständlich. Unter ÄrztInnen oder Personen, die älter sind, sprechen die wenigstens Englisch.

Verkehrsbindungen

Den Flug nach Peru habe ich erst sechs Wochen vor Einreise über Air France gebucht, was eine günstige und komfortable Option war, mit der man nicht ewig unterwegs war. Innerhalb Perus gibt es viele Flugverbindungen auch zwischen kleineren Städten, da die Busfahrten z.T. aufgrund der Höhenunterschiede und Straßenverhältnisse gerne mal 24h dauern (z.B. Lima – Cusco; der Flug dauert nur 1,5h). Generell kann ich die Fernbusse (Cruz del Sur, Linea, Movilbus) aber sehr empfehlen. Sie sind komfortabel (Sitze wie Sofas, z.T. bis 180° Rückenlehne zum Schlafen, Kissen, Decke, Getränk, Snack inkl.), sauber und bieten viele Nachtfahrten an, sodass man keine Zeit beim Reisen verliert. Und sie sind super günstig!

Kommunikation

Ich habe mir nach meiner Ankunft eine peruanische SIM-Karte mit 3GB Datenvolumen zugelegt (von Claro für 30 PEN), damit hatte ich fast überall Internet, außer ganz tief in den Anden beim Wandern. Da es aber fast überall WLAN gab, war ich kaum auf die mobilen Daten angewiesen. Die Kommunikation mit Kontaktperson, Host, Klinik erfolgte ausschließlich über WhatsApp. In der Summe sehr unkompliziert.

Unterkunft

Mir wurde von der Uni in Trujillo eine Gastfamilie vermittelt, bei der ich ein Zimmer während meiner Famulatur beziehen konnte. Die Tochter der Familie war selbst Medizinstudentin. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen in das alltägliche Leben, habe die Familie bei allem begleitet, was zwar sehr schön war, da man sich gut aufgehoben fühlte, ich allerdings auch etwas eingeschränkt war, da es für deren Verhältnisse nicht normal war, dass man als junge Frau Anfang 20 ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führt.
Die Mutter der Familie hat jeden Tag mittags und abends für alle gekocht. Mein Wunsch nach vegetarischem Essen wurde leider nicht berücksichtigt, mindestens einmal täglich gab es Hühnchen in verschiedensten Variationen mit Reis oder Kartoffeln. Mein Frühstück (Haferflocken mit Obst) konnte ich mir nach einigen Tagen Verhandlung dann zum Glück selber zubereiten.
Bettwäsche musste ich nicht mitbringen, ich konnte auch die Waschmaschine der Familie nutzen, allerdings wäscht diese nur kalt. Es gab allgemein kein warmes Wasser im Haus.

Literatur

Spezielle Literatur zur Vorbereitung habe ich nicht gelesen. Lediglich meinen Reiseführer, um mich ein bisschen auf Land und Leute einzustimmen. Und natürlich meine Mitschriften aus der Uni für die Kardiologie.
Für einen Überblick schadet auch die Website des Auswärtigen Amtes nicht, allerdings sollte man sich nicht zu stark davon einschüchtern lassen.

Mitzunehmen

Je nach dem, wo man in Peru unterwegs ist, sollte man sich auf unterschiedlichstes Wetter einstellen. Im Februar und März ist in Peru Regenzeit, das sollte man beachten, wenn man abseits der Küste unterwegs ist und entsprechende Kleidung mitnehmen. In Trujillo ist es ganzjährig warm, hier ist man mit Sommerklamotten gut unterwegs. Im Optimalfall hat man auf jeden Fall eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor dabei, letztere ist ziemlich teuer vor Ort.
Für die Klinik sollte man neben dem Stethoskop auf jeden Fall ausreichend Händedesinfektionsmittel mitnehmen. Da es in Peru auch noch viele Tuberkulosefälle gibt, ist auch ein Mundschutz/eine Maske empfehlenswert. Außerdem stellen die Kliniken keine Kleidung, man muss also selber einen Kasack (bei der Hitze am besten mehrere) dabei haben und selbige auch zu Hause waschen.
Es betrifft vermutlich nicht alle, aber noch als persönlicher Tipp von mir: Wenn man auf Kontaktlinsen angewiesen ist, am besten mehrere Monatslinsen im Gepäck haben. Meine Ersatzlinsen gingen leider verloren und es ist extrem schwierig und vergleichsweise teuer in Peru Kontaktlinsen zu kaufen.

Reise und Ankunft

Meinen Flug über Air France (Frankfurt – Paris – Lima) habe ich sechs Wochen vor Ankunft in Peru gebucht. Ich kam zwei Wochen vor Famulaturbeginn in Lima an und habe die Zeit genutzt, um mir Cusco, Machu Picchu, den Regenbogenberg und die Berge in den Anden auf einer mehrtägigen Wanderung anzuschauen. Von meinem letzten Reisepunkt in Huaraz bin ich mit dem Nachtbus nach Trujillo gefahren. Dort wurde ich dann Sonnatgmorgen von meiner Host und ihrem Vater mit dem Auto abgeholt und zur Familie gefahren. Am nächsten Tag begann dann meine Famulatur. Meine Kontaktperson hat mich morgens vor dem Haus der Familie abgeholt und mir den Weg zur Klinik gezeigt. Dort hat er mich der für mich zuständigen Ärztin vorgestellt. Ab diesem Zeitpunkt war ich mit ihr unterwegs. Formalitäten gab es nicht zu klären.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Das Hospital Belén de Trujillo war geschlechtergetrennt. Somit gab es keine eigene kardiologische Station, sondern ein Stockwerk für die Innere Medizin. Je ein Flügel für weibliche und männliche PatientInnen. Jedes Zimmer hatte sechs Betten und war einer Fachrichtung zugeteilt. Zwei Tage pro Woche war ich auf der Visite dabei. Diese lief so ab, dass man alle kardiologischen PatientInnen auf dem Stockwerk kurz besuchte, mit den zuständigen PJlerInnen das weitere Vorgehen durchsprach und einmal Herz und Lunge auskultierte. Für verordnete Medikamente wurde ein handschriftliches Rezept auf einem Durchschlagblock geschrieben, den Angehörigen gegeben, welche dann die Medikamente bei einer Apotheke abholen mussten, damit sie verabreicht werden konnten. Nach der Visite wurden Konsile in der gesamten Klinik gemacht. Davon waren sehr viele einfach nur OP-Risiko-Bewertungen, wobei es immer nur einen Bogen auszufüllen gab, was irgendwann sehr langweilig war. Für viele Konsile mussten wir auch in die Notaufnahme im Keller. Dort sollte man sich nur mit Maske aufhalten, es war stark überfüllt, viele PatientInnen mussten teils Tage auf eine Behandlung warten. Diesen Teil der Klinik muss ich leider mit den Worten laut, dunkel, dreckig und überfordernd beschreiben.
An zwei anderen Tagen in der Woche saß ich neben der Ärztin in der kardiologischen Ambulanz der Klinik, habe im Fünfminutentakt Blutdruck gemessen und Rezepte geschrieben.
Ein Tag in der Woche war für Herzecho reserviert. Hier musste alles relativ schnell gehen und selber schallen durfte ich leider nie.
Leider wurde ich auch nie nach Vorerfahrungen gefragt, wurde nur marginal für Hilfstätigkeiten eingesetzt. Außer Auskultation und RR-Messung habe ich leider nichts machen können. Viel mehr gab es aber auch nicht in dieser (leider sehr spärlich ausgestatten) Klinik. Interventionen, Herzkatether und Co. gab es nicht. Daher habe ich leider kaum etwas mitgenommen. Die Ärztin war zwar sehr freundlich und hat sich auch bemüht mir Sachen zu erklären, war aber selber viel im Stress und eigenständig ließ man mich nicht arbeiten.
Die Zustände in der Klinik haben mich doch nachhaltig geprägt. PatientInnen müssen die eigene Bettwäsche mitbringen und sind stark auf Angehörige angewiesen, die ihnen Medikamente abholen. „Intensivbetten“ waren lediglich mit einem Monitor versehen, davon gab es allerdings nur drei. Katecholamine liefen über einen peripheren Zugang ohne Monitoring.
Viel Stationsarbeit wird hier von den Studierenden erledigt, ÄrztInnen schauen quasi nur nochmal drüber. Das Medizinstudium ist ähnlich aufgebaut wie in Deutschland mit einer Art Vorklinik, Klinik und PJ, nur dass es 7 statt 6 Jahre dauert.

Land und Leute

Während der Famulatur in Trujillo habe ich nicht viel unternommen in meiner Freizeit. Da ich die einzige Incoming zu dieser Zeit war, wurde leider kein Social Program angeboten, obwohl dieses angekündigt war. Meine Kontaktperson hat mir einmal die Innenstadt und die Uni gezeigt, war einmal mit mit Mittagessen. Mit der Tochter der Familie habe ich immer mal wieder am Nachmittag etwas zusammen gemacht, kleinere Ausflüge etc., und ansonsten hat mich die Familie sehr konsequent mit zu Geburtstagen, Besuchen bei Bekannten, in die Kirche oder zum Einkaufen mit eingeplant. Alleine in der Stadt unterwegs sein war von der Familie nicht gerne gesehen und besonders viel gab es in Trujillo neben dem historischen Zentrum auch nicht zu sehen. Ein Ausflug nach Huanchaco rentiert sich für einen Nachmittag, die Strände in unmittelbarer Nähe sind allerdings weniger schön und das Wasser ist recht kalt zum Baden.
Sehr empfehlen kann ich einen Besuch in Cusco mit diversen Ausflügen (Machu Picchu ist trotz der Menschenmassen einen Besuch wert; auch der Regenbogenberg ist toll – aber auf über 5000m). Wichtig ist aber eine ausreichende Akklimatisierung. Eine Woche habe ich noch in der Bergsteigerstadt Huaraz am Fuße der Cordillera blanca verbracht. Dort wanderte ich zum Pastoruri Gletscher, zur Laguna Churup und habe zusammen mit einer Agentur den viertägigen Santa Cruz Trek gemacht. Diesen Trek kann ich jedem ans Herz legen. Wenn man ordenltich akklimatisiert ist, ist die Wanderung nicht zu anstrnegend (höchster Punkt 4750m) und man sieht auch in der Regenzeit viel von den Bergen der Cordillera blanca. Meistens regnet es nur am Nachmittag, bis dahin hat man die Tagesetappe schon geschafft, wenn man früh losläuft. Im Nachhinein denke ich, dass man den Trek auch wunderbar auf eigene Faust ohne eine Agentur machen kann. Die Wege sind gut zu erkennen und nicht sonderlich gefährlich oder kompliziert. Auch die Strecke ist nicht lang, sodass man statt vier auch nur drei Tage wandern kann, ohne dass es zu anstrengend wird. Das Foto über dem Bericht ist von dieser Wanderung. Diese Woche war atemberaubend – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne. Wer Lust auf Wandern und Bergsteigen hat, ist in Huaraz richtig aufgehoben, hier hätte ich weitaus auch mehr Zeit verbringen können.
Nach meiner Famulatur wollte ich eigentlich noch in den Norden des Landes zum Surfen, dazu bin ich aber leider durch das sehr abrupte Ende meiner Famulatur nach zwei Wochen dank des Corona-Ausbruchs nicht mehr gekommen.
Allgemein sind die PeruanerInnen sehr offen und hilfsbereit, viele auch herzlich. Man bekommt das Gefühl, dass sie gerne Kontakt zu TouristInnen haben, wenn man ein bisschen Spanisch spricht.
Das Essen ist in allen Teilen des Landes sehr fleischlastig, als VegetarierIn sollte man schauen, dass man selber kochen kann.

Fazit

Die Erfahrung in Peru war einzigartig. Ich habe viele Einblicke ins Gesundheitssystem bekommen, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Von der Famulatur an sich war ich leider nicht überzeugt. Gelernt im fachlichen Sinne habe ich kaum etwas. Auch wenn es spannend ist Kliniken auf einem anderen Standard zu erleben – dafür reichen auch drei oder vier Tage. Mir persönlich war schon nach den zwei Wochen Famulatur ein bisschen langweilig, da es keinen neuen Input gab, keine Aufgabe, der man sich widmen konnte. Wäre die Stadt ein bisschen abenteuerlicher gewesen, oder wären andere Incomings zur gleichen Zeit vor Ort gewesen, würde ich die Situation vermutlich anders/positiver bewerten.
Geendet hat mein Aufenthalt wie schon angedeutet sehr spontan. Die Lage in Europa wurde mit dem Corona-Virus immer kritischer, Flüge wurden gestrichen. Daher habe ich nach Rücksprache mit der Klinik meine Famulatur abgebrochen, mir einen Rückflug gesucht und bin gerade noch so nach Deutschland gekommen. 24 Stunden nach meiner Ausreise wurde eine zweiwöchige Quarantäne verhängt und der Flughafen geschlossen.

zurück