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Neurologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Rebecca, Berlin

Motivation

Einmal nach Kanada zu kommen, war schon mein Traum als ich mit 16 für ein Jahr ins Ausland gegangen bin. Damals habe ich mich aber für die geographisch nähere französische Schweiz entschieden. Deswegen war Kanada absolutes Wunschland und ist es glücklicherweise auch geworden. Ich habe einige kanadische Freunde, die ich immer als sehr loyal, aber auch entspannt und cool erlebt habt und die wahnsinnige Naturliebhaber waren - das deckt sich ziemlich gut mit meinen Erwartungen an das Land und die Leute - ach ja und ich hab jede Menge Ahornsirup erwartet und wurde nicht enttäuscht. Mit der EMSA habe ich einen Mini-Austausch nach Turin organisiert und gemacht und das war eine tolle Zeit, weil sich sehr schnell sehr schöne Freundschaften ergeben habe und man ein Land einfach anders bereist, wenn man nicht ausschließlich als Tourist dort ist. Spezielle klinisch habe ich ein Gesundheitssystem erwartet, das dem amerikanischen etwas ähnlicher ist als dem deutschen.

Vorbereitung

Für Québec, aber ich denke, das lässt sich in großen Teilen für Kanada pauschal sagen, muss man sich auf einigen bürokratischen Aufwand einstellen:
Zunächst sind Sprachzertifikate nötig, die bekommt man relativ gut über die Angebote der Hochschulen [DAAD-Nachweis, auch relativ günstig, ca. 20 Euro in Berlin], allerdings sollte man sich frühzeitig darum kümmern, da die sehr unterschiedlich ausgelastet sind. Dann ist in Québec ja noch das Besondere, dass man für Französisch und für Englisch ein Sprachzertifikat braucht – ich musste meine Sprachkenntnisse nicht nachweisen, was vielleicht daran lag, dass ich ein Jahr im französischsprachigen Ausland verbracht habe, aber es soll wohl Fälle geben, wo das durch ein Skype-Interview geprüft wird. Generell ist es auf jeden Fall von Vorteil beide Sprachen gut zu sprechen, da im Alltag wahnsinnig viel zwischen den Sprachen gesprungen wird, teilweise sogar innerhalb eines Satzes. Für die Bewerbung in Deutschland lohnt es sich auch auf jeden Fall alles frühzeitig zusammen zu suchen, das erspart jede Menge Stress.
Man muss für die Bewerbung in Kanada dann tausende Formulare ausfüllen, das kostet Zeit und manchmal Nerven, weil es doch nicht ganz so durchsichtig ist, das wusste ich dank eines Erfahrungsberichtes einer Berlinerin zum Glück, trotzdem hat es mich zwischendurch ganz schön geschlaucht.

Visum

Als Deutsche braucht man ein eSTA-Visum, was man einfach online beantragen kann, man muss nur aufpassen beim Übertragen der Passdaten. Das Ganze kostet 12 Euro und wird mit dem Pass verknüpft, sodass man keinen Zettel ausdrucken muss oder so. Für die Einreise war das Einladungsschreiben der Uni hilfreich, ob es notwendig ist, weiß ich nicht.

Gesundheit

Besonders wichtig für die Bewerbung sind die „medical examinations“, für die man unter anderem den Nachweis benötigt, dass man keine Tuberkulose hat – einen solchen Test zu bekommen ist aber gar nicht so einfach, in Berlin speziell gibt es in Lichtenberg aber ein Testcenter, bei dem relativ unkompliziert Termine für einen Interferon-Gamma-Test zu bekommen sind, die Kosten hierfür muss man allerdings selbst tragen (ca. 80 Euro), genauso für ggf. die Grippeschutzimpfung (die macht die Charité aber ohne Anstand auch für Studierende, einfach mal auf die Intranet-Seite schauen). Auch hierfür gilt – kümmert euch sehr, sehr, sehr früh darum. Bis heute habe ich nicht sicher herausgefunden, ob IME (immigration medical examination) tatsächlich nötig ist: Die Uni hatte auf Nachfrage nur gemeint, dass sie nur den Tuberkulose-Test braucht, die Botschaft meinte doch, in allen IFMSA-Sachen steht ja, aber eine Österreicherin brauchte ihn nicht.
Fazit: ich hab keine Ahnung, ob man diesen Test braucht, habe den super teuren Test (ca. 400 Euro) dann doch noch eine Woche vor der Einreise gemacht, was aber auch nur in drei Panel-Praxen in Deutschland möglich ist und medizinisch mit Abstand dem Schlechtesten entspricht, was ich in den letzten Jahren erlebt habe. Drei Tage nach meiner problemlosen Einreise nach Kanada kam dann auch das Ergebnis der Syphilis und nochmaligen Tuberkulose-Untersuchung und attestierte mir, dass ich nun einreisen dürfe – es war mir die Sicherheit aber wert, denn am Flughafen abgewiesen zu werden, wäre echt ärgerlich gewesen.
Ansonsten hatte ich eine normale Auslandsreiseversicherung und über die Uni eine Haftpflicht. An Reiseapotheke habe ich ein bisschen Ibuprofen und meine persönlichen Medikamente mitgenommen. Alles andere könnte man entspannt in Kanada bekommen, teilweise sogar „over the counter“.

Sicherheit

Kanada ist ein sicheres Land mit stabiler Demokratie, so weit ich das beurteilen kann. Normalerweise hätte ich mich auch nicht bei elefand, dem Dienst des Auswärtigen Amtes für Deutsche im Ausland registriert, allerdings mit der Covid-19-Pandemie, die sich langsam verschlimmerte, hielt ich es für richtig. Über die mailing-Liste wurde ich allerdings nicht darüber informiert, dass sich Kanada dazu entschied, die Grenzen zu schließen. Tatsächlich wurde ich auch erst eine Woche nachdem ich wieder zu Hause war, von der bvmd kontaktiert, dass wir möglichst nach Hause kommen sollten, zu diesem Zeitpunkt wäre eine Ausreise nicht mehr möglich gewesen.
Ansonsten ist Kanada ein sicheres Land, ich habe mich frei überall bewegt - auch nachts - und nie unsicher gefühlt.

Geld

Kanada ist teurer als Deutschland, insbesondere Berlin, im Schnitt ca. 20%. Man bekommt vom Lokalkomitee 320 kanadische Dollar, was eine warme Mahlzeit am Tag gut abdeckt. Ich habe mit meiner DKB Visa kostenfrei überall Geld abheben können, eine Kreditkarte bietet sich auf jeden Fall an, die Wechselkurse, v.a. am Flughafen, sind furchtbar.

Sprache

Zwischen Englisch und Französisch wird laufend gewechselt, teilweise sogar innerhalb eines Satzes. Mit Englisch kommt man im akademischen Umfeld des Krankenhauses sehr weit, aber meist haben die Leute in Québec eine Sprache, in der sie sich deutlich wohler fühlen und für den Patientenkontakt sind gute Kenntnisse in beiden Sprachen auf jeden Fall mehr als nur hilfreich. Für Englisch sollte ein C-Niveau vorhanden sein, bei Französisch min. ein gutes B-Niveau, vor allem, da hier der Akzent viele verwirrt. Ich bin gut klargekommen und habe auch auf Französisch 95-99% verstanden, denke ich.

Verkehrsbindungen

Fliegen ist nach wie vor die günstigste Art nach Kanada zu kommen. Meine Flüge habe ich nach meiner Zusage von kanadischer Seite gebucht, das war ca. 4 Monate im Vorfeld und wurde durch den Fahrtkostenzuschuss perfekt abgedeckt (ca. 550 Euro von Frankfurt nach Montreal und zurück + Bahnfahrt von Berlin aus, jeweils mit einem Zwischenstopp in Wien bzw. London, wobei ich meinen Rückflug dann kostenfrei aufgrund von Covid umgebucht habe). Vom Flughafen gibt es ein gut funktionierendes Shuttle-Bus-System in die Innenstadt. In Montréal gibt es eine zuverlässige U-Bahn, die allerdings auch am Wochenende nicht die komplette Nacht fährt, sowie Busse. Alles lässt sich entspannt über google maps planen.

Kommunikation

An vielen Stellen in der Stadt gibt es freies WLAN, teilweise über die Stadt selbst, teilweise in Unis oder Cafés und Restaurants. Auch im Krankenhaus und in meiner Wohnung hatte ich WLAN und habe mit meinem Team und den Leuten vor Ort über Messenger oder Whatsapp kommuniziert.

Unterkunft

Ich war in einer WG mit einer Mitbewohnerin untergebracht und habe das Zimmer einer Medizinstudentin übernommen, die für die Zeit bei ihren Eltern war. Perfekt war, dass ich nur 10 Minuten zum Krankenhaus laufen musst. Die Wohnung war voll ausgestattet und ich habe sogar ein Duschhandtuch bekommen.

Literatur

Ich habe mich vorher über das Land, die Stadt, die Uni, kulturelle Veranstaltungen etc. informiert und dafür zum einen die offizielle Website der kanadischen Regierung und zum anderen die der Stadt Montréal genutzt. Einen Reiseführer habe ich mir nicht gekauft.

Mitzunehmen

Im März kann es noch sehr kalt sein (wir hatten nur bis -10 Grad Celsius), deswegen entsprechend Winterklamotten packen. Ansonsten sind ein Adapter für die, nun ja, speziellen Steckdosen und ein Laptop sicher nicht verkehrt. Für das Krankenhaus sollte ich Kittel und Stethoskop mitbringen, für die Neurologie bieten sich Reflexhammer und Stimmgabel an, wenn man hat. Ansonsten werden dort von den Männern meist Hemden und von den Frauen Blusen getragen und bequeme Schuhe dazu.

Reise und Ankunft

Ich bin am Flughafen angekommen und konnte nicht abgeholt werden, da alle Prüfungen hatten, was aber kein Problem war. Ich hatte fünf Tage Zeit bis mein Praktikum anfing, was perfekt war, um den Jetlag abzubauen und ein paar Sachen anzuschauen. In der Zeit habe ich in einem Hostel gewohnt. Das war perfekt, um ein paar Leute kennenzulernen. Am Samstag vor Praktikumsbeginn habe ich dann die Schlüsselübergabe mit meiner WG gemacht und am Sonntag haben die andere exchange student, unsere contact persons und die LEO in Montréal zusammen gebruncht und dann noch das Krankenhaus angeschaut, damit wir wussten, wo wir hinmüssen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe auf der Neurologie im Royal Victoria Hospital (GLEN) gearbeitet, was ich super fand.
Eine Woche vor Beginn des Praktikums habe ich ein online Training für die Patientendatenprogramm erhalten und auch einen genauen Plan mit der Lehre, die in der Woche stattfinden sollte (u.a. ist ein halber Tag am Mittwoch nur für Fortbildung eingeplant).
Am ersten Tag haben wir uns wie jeden anderen Tag auch zur Frühbesprechung mit dem Nachtdienst getroffen und ich habe mein Team kennengelernt, was neben mir aus zwei kanadischen Studierenden aus Sheerbrooke im 3. Ausbildungsjahr der med school, vier residents (quasi Assistenzärzte) in unterschiedlichen Jahren und dem wöchentlich wechselnden zuständigen interne (quasi Oberarzt) bestand. Alle waren super nett, die Hierarchie generell wenig ausgeprägt, was eine tolle Lernatmosphäre geschaffen hat.
Da es im GLEN keine reinen neurologischen Betten gibt, betreut man die Rettungsstelle und macht auf anderen Stationen Konsile. Wir haben uns immer rotierend in Zweierteams aufgeteilt, wenn wir einen Patienten hatten und dann gemeinsam Anamnese und Untersuchung gemacht, anschließend den Fall dem Oberarzt vorgestellt, der noch einmal einige Dinge nachuntersucht hat und dann mit uns einen weiteren Fahrplan für Diagnostik und Therapie festgelegt hat. Dabei konnte ich viel bei anderen lernen, aber auch selbst noch mal mein Wissen und meine Untersuchungsfertigkeiten checken. Während der Zeit zwischen den Konsilen hat sich unser Oberarzt immer Zeit genommen, Fragen zu beantworten, Bildgebung oder ein anderes Thema zu vertiefen und ich habe in der Woche einfach wahnsinnig viel gelernt.
Wenn ich mit den anderen unterwegs war, haben wir uns viel über die Ausbildung in Kanada bzw. Deutschland unterhalten und ich denke, ich habe in dieser einen Woche, einen guten Einblick in das kanadische Ausbildungssystem und Gesundheitswesen bekommen. Insgesamt hatte ich den Eindruck dass die Studierenden in Kanada früher mehr Verantwortung bekommen als in Deutschland und generell sehr fit sind – selbst bei meiner Famulatur in der Neurologie in Berlin habe ich selten so fundiertes Wissen bei Studierenden erlebt, v.a. auch, was Differentialdiagnostik angeht. Das mag natürlich auch dem möglichen Zufall geschuldet sein, dass ich zwei besonders motivierte Studierende getroffen habe, aber insgesamt ist das Studium in Kanada sicherlich anstrengender als im Berliner Modellstudiengang und möglicherweise sogar im Regelstudiengang. Insbesondere das zweite Jahr, in dem die Studierenden nur „Blockpraktika“ haben, wechseln sie vierwöchentlich die Station und müssen dabei die Region wechseln, was bei kanadischen Distanzen auch einmal eine zehnstündige Autofahrt bedeutet. Zudem gibt es Studiengebühren und vom Eindruck haben die beiden, die ich auf der Station kennengelernt habe, aber auch die anderen Leute, die ich unter anderem über meine contact person getroffen habe, im Gegensatz zu vielen meiner Kommilitonen den Eindruck vermittelt, dass sie die Lehre, die sie bekommen, wertschätzen (und die war zudem sehr gut) und wissen, dass sie durch ihren Studienplatz privilegiert sind. Das System ist aber auch so fordernd, dass die Leute im Studium körperlich und physisch an ihre Belastbarkeitsgrenzen gebracht zu werden scheinen, was ich definitiv nicht befürworten möchte, ich war von der Lehre und der Disziplin dort aber sehr beeindruckt.
Wir haben insgesamt in meiner Woche dort ca. 50h im Krankenhaus verbracht, Vor- und Nachbereitung nicht einberechnet. Das war viel, aber das war es mir persönlich mit dem Lernzuwachs tatsächlich wert.
Besonders schön fand ich auch, dass sich unser Oberarzt am Ende der Woche für jeden ca. 5-10 min Zeit genommen hat, um noch einmal persönliches Feedback zu seinen Eindrücken zu geben. Das erlebt man an einem riesigen Uniklinikum wie der Charité zumal ohne Dozierendenbindung im Studium quasi nicht und hat mich weitergebracht.
Über die Unterschiede im Gesundheitssystem kann ich nicht so viel sagen, die Rettungsstellen sind räumlich anders strukturiert, Patienten bekommen schneller dort ein Zimmer oder einen abgetrennten Bereich zugewiesen. Die Digitalisierung ist definitiv auch weiter vorangeschritten als in Deutschland. Das Krankenhaus ist sehr neu, eine generelle Aussage daraus kann ich aber nicht ableiten. Die genauen Aufgabenbereiche der Pflege und des ärztlichen Personals habe ich nicht exakt durchstiegen.
Ein Patient ist mir in Erinnerung geblieben, weil er tatsächlich von Rettungsstelle zu Rettungsstelle gewandert sein muss und dort vermutlich warmes Essen und Zuwendung wollte. Wie genau das Versicherungssystem funktioniert, habe ich ebenfalls nicht abschließend verstanden.

Land und Leute

In den ersten Tagen hatte ich Zeit, die Altstadt zu erkunden, was ich im Zuge von langen Joggingrunden und einer ersten free-walking-Tour ausgiebig getan habe. Der Hafen ist nicht so spektakulär, aber der St.Laurenz-Strom schon beeindruckend. Auf der gegenüberliegenden Seite der Altstadt liegt eine Insel, auf der die Weltausstellung in Montréal stattgefunden hat und zu der ich mit Ines, der anderen exchange student, einen langen Spaziergang gemacht habe, als das öffentliche Leben in Montréal schon heruntergefahren wurde. Das lohnt sich, einige Pavillons und ein großer Gebäudekomplex, der damals designt wurde, stehen noch und es gab eine coole Freiluftfotoausstellung mit Bildern aus ganz Kanada.
Ansonsten habe ich zwei Museen und eine Galerie besucht, wovon ich das Musée Ramezay den Geschichtsbegeisterten ans Herz legen kann, weil dort im Haus des ersten Gouverneurs von Montréal die Geschichte der Stadt aufgearbeitet wird. Dem Musée des Beaux Arts fehlt leider so ein bisschen der rote Faden, aber es gab relativ viel Kunst von Eingeborenen; die Aufarbeitung der eigenen Fehler in der Kolonialisierungszeit, lässt aber zu wünschen übrig.
Der Mont Royal lohnt sich wirklich, schon wegen des wunderbaren Blicks über die Stadt, aber auch zum Joggen oder wenn man die dort im Winter gespurte Loipe (Skier kann man bis Ende März leihen und im Februar sogar Kurse buchen) nutzen will. Östlich schließt sich das hippe Mile End an, in dem sich viele Second-Hand-Läden, Cafés und Restaurants finden und auch die beiden berühmtesten Bagel-Bäckerein (St.Viateur und Fairmont), die rund um die Uhr frisch backen – sehr zu empfehlen. Wer gut essen möchte, sollte auch zum Marché Jean Talon in Petite Italie, wo man definitv hungrig hingehen sollte. Wir haben natürlich auch Poutine (das „Nationalgericht“: Pommes mit Bratensauce und Käse) probiert und weil es mit dem geplanten Ausflug zu den sugar shacks, wo der Ahornsirup produziert wird, nichts geworden ist, haben wir uns im Fairmont Hotel für umgerechnet 25 Euro einen sugar shack Brunch gegönnt – selten so viel und gut gegessen!
Auf der Free Walking Tour wurde mehrmals betont, dass Québec eine ärmere Region Kanadas sei, in Montréal habe ich – v.a. in meinem Umfeld – wenig davon gemerkt. Die Stadt ist gut aufgestellt bei Kunst, Musik, etc. und Mile End erinnert mich definitiv an Kreuzberg oder Friedrichshain. Wir haben eine Stand-up-Comedy-Show angeschaut und ich war in zwei Bars und einem Klub, aber man hätte bei genügend Energie und Bedarf jeden Abend etwas unternehmen können.
Meine Mitbewohnerin war super, wir haben nicht die ganz gleichen Lebensrhythmen gehabt, uns aber gut verstanden und regelmäßig abends verquatscht, zusammen gekocht oder Friends geschaut, das war super. Und wir haben zusammen immer die Reden von Trudeau verfolgt, was spannend ist, weil immer alles auf Französisch und Englisch gesagt werden muss und sich dementsprechend ein bisschen zieht.
Alles in allem habe ich keine negative Erfahrung mit Leuten in Montréal gemacht, mir wurde sehr aufgeschlossen begegnet, ich wurde schnell integriert, es ist generell ein sehr internationales Umfeld und alle waren immer hilfsbereit, am Ende hat mich die LEO sogar zu meinem umgebuchten Flug zum Flughafen gefahren.

Fazit

Meine To-do-Liste wäre noch lang gewesen, wahrscheinlich hätte ich auch in fünf Wochen nicht alles geschafft. Ich bin sehr dankbar, dass ich dort sein durfte für die zwei Wochen, dass ich am Ende so überstürzt aufbrechen musste, war schade, aber drei Tage später hätte ich das Land nicht mehr so einfach verlassen können. Ich werde definitiv wieder nach Kanada reisen und könnte mir auch vorstellen dort zu arbeiten.

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