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Ecuador

Pädiatrie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Marlene, DÜSSELDORF

Motivation

Da ich nach meinem Abitur schon einmal für drei Monate zur Freiwilligenarbeit in Südamerika (in dem Fall in Chile) war und mir der Aufenthalt sehr gefallen hatte, wollte ich unbedingt nochmal auf diesen Kontinent! Nach dem Durchschauen der Austauschbedingungen und der Erfahrungsberichte, fiel meine Wahl auf Bolivien, Ecuador und Costa Rica. Für Ecuador wurde ich dann glücklicherweise angenommen.

Vorbereitung

Von der bvmd habe ich an einem Austauschinfoabend an unserer Uni erfahren und mich dann gleich dort beworben. Bezüglich meiner Annahme in Ecuador gab es dann einmal noch kurz Schwierigkeiten, da man dort vor der Famulatur den klinischen Abschnitt des jeweiligen Fachgebietes schon abgeschlossen haben muss, ich aber zur Bewerbungszeit noch im 4. Semester war und dementsprechend diesen Nachweis nicht erbringen konnte. Da haben mir aber die Koordinatoren der bvmd sehr geholfen und letzlich konnte ich durch eine Bescheinigung der Fächer, die ich im 5. Semester abschließen würde, doch noch angemommen werden.
Zur weiteren Vorbereitung habe ich zunächst bei der Impfsprechstunde des Gesundheitsamtes meinen Impfschutz entsprechend den Anforderungen der ecuatorianischen Partnerorganisation und den Empfehlungen des Arztes auffrischen lassen (ich habe mich gegen Gelbfieber, Typhus und Meningokokken impfen lassen). Außerdem habe ich mir im Krankenhaus einen Kittel und OP-Kleidung ausgeliehen, da man diese dort vor Ort benötigt. Dann habe ich nur noch Kontakt zu meiner Kontaktperson aufgenommen und meinen Flug gebucht und schon konnte es losgehen.

Visum

Da brauchte ich mir gar keine Gedanken machen, da man sich als deutscher Tourist ohne Visum für bis zu 90 Tage in Ecuador aufhalten darf.

Gesundheit

Meine spezielle Impfprophylaxe bestand, wie schon oben beschrieben, aus Geldfieber, Typhus und Meningokokken. Als Reiseapotheke habe ich einfach das ganz „Normale“ mitgenommen, wie Immodium, Ibuprofen, Pflaster… Woran man unbedingt denken sollte, ist Mückenschutz, da Mücken dort wirklich sehr verbreitet sind und leicht Krankheiten wie Dengue bspw. übertragen können.

Sicherheit

Im Vorhinein habe ich eine Auslandskrankenversicherung und -haftpflichtversicherung (obwohl diese nicht unbedingt notwendig gewesen wäre) abgeschlossen. Grundsätzlich gilt Ecuador als sehr sicheres Reiseland, weswegen ich mir vorher keine Gedanken um derartige Probleme gemacht habe. Da ich aber in einer ziemlich großen Stadt gewohnt habe, musste ich vor Ort schon auf ein paar Dinge achten, wie z. B. folgende: am besten ein Taxi (da kann einem die Gastfamilie sichere Nummern sagen) oder Uber nehmen (abends immer!); wenn man doch Bus oder Metro fährt, den Rucksack nach vorne nehmen und Geld und Handy gut verstaut lassen; sich grundsätzlich nicht anquatschen lassen und so gut es geht vermeiden, als Tourist aufzufallen.
Ich muss sagen, dass ich sowohl Bus, als auch Metro gefahren bin und nie eine unangenehme Situation erlebt habe, weswegen ich auch nicht ängstlich war. Ich habe aber gerade von den Einheimischen häufig von Überfällen gehört, wodurch die Vorsichtsmaßnahmen auf jeden Fall gerechtfertigt und nicht übertrieben sind. Im Großen und Ganzen kann man sich in Ecuador aber überall auch als Frau alleine frei bewegen und die Gegend erkunden, ohne Angst haben zu müssen!

Geld

In Ecuador zahlt man mit Dollar. Ein Dollar entspricht circa 90 Cent. Ich habe es so gemacht (und das würde ich auch empfehlen), dass ich dort am Geldautomaten mit meiner Kreditkarte Dollars abgehoben habe. Geldautomaten gibt es gefühlt an jeder Ecke, also ist das kein Problem. Die Lebenshaltungskosten in Ecuador sind denen in Deutschland tatsächlich sehr ähnlich, Sonnencreme (50er) sollte man aber unbedingt genug einpacken, da die dort sehr teuer ist!! Busfahren ist dafür aber sehr günstig. Beim Essen kommt es sehr darauf an, wo man isst. Wenn man sich an die lokale Küche hält und in die kleinen Familienrestaurants geht, kommt man häufig mit 3 Dollar für eine Mahlzeit aus, geht man hingegen in die eher touristischen und kommerziellen Restaurants, zahlt man durchaus auch 10 Dollar und mehr.

Sprache

Mit der Sprache hatte ich Glück, da ich durch meinen vorherigen Südamerikaaufenthalt schon fließend Spanisch sprach. Spanisch zu sprechen ist zwar keine absolute Bedingung, um in Ecuador angenommen zu werden, ich würde es aber schon stark empfehlen, da selbst im Krankenhaus nur ein Bruchteil der Ärzte Englisch spricht. Dadurch kann man ohne gute Spanischkenntnisse weder an dem Krankenhausalltag, noch am weiteren ecuatorianischen Leben wirklich teilnehmen. Das Spanisch der Ecuatorianer ist glücklicherweise sehr gut verständlich, da sie keinen, wie sonst viele andere Länder in Südameriker, sehr starken Dialekt haben und relativ langsam sprechen.

Verkehrsbindungen

Von Deutschland aus gibt es wenig andere Möglichkeiten, als nach Ecuador zu fliegen, was ( Hin- und Rückflug) ungefähr 500- 1000 Euro kostet (es kommt natürlich auf die Fluglinie an). Im Land selbst kann man sich sehr gut mit Bus und Taxis fortbewegen. Busse von einer Stadt in die andere sind verhältnissmäßig günstig und sehr gut ausgestattet. Bei lokalen Bussen und auch bei Taxis muss man schon auf seine Sicherheit schauen, aber wenn man vorsichtig ist und sich eventuell auch nochmal mit seiner Kontaktperson vor Ort abspricht, ist das kein Problem. In Guayaquil wurde mir für die lokalen Busse außerdem eine sehr nützliche App empfohlen, mit der man immer die genauen Abfahrtszeiten wusste. Man kann auch innerhalb des Landes fliegen, das habe ich aber nicht ausprobiert.

Kommunikation

Glücklicherweise haben in Ecuador mittlerweile auch viele Haushalte (so auch meine Unterkunft) Wlan. Daher habe ich, um mit meinen Lieben zu Hause zu kommunizieren, Whatsapp genutzt. Auch viele öffentliche Orte haben vor allem in den Großstädten freies Wlan, trotzdem habe ich mir, um auch vom Krankenhaus und von unterwegs aus mit den Leuten dort kommunizieren zu können, eine Sim -Karte geholt, durch die ich dann durchgehend Internetzugang hatte.

Unterkunft

Meine Unterkunft wurde mir von der Aempi (der Organisation von Ecuador) organisiert. Praktischerweise habe ich mit meiner Kontaktperson zusammen gewohnt und wurde von ihr auch vom Flughafen abgeholt, sodass ich mich direkt sehr wohlgefühlt habe. Unsere Wohung war eine 3er WG, die aus Gisella (meiner Kontaktperson), ihrer Cousine und mir bestand. Dort hatte ich ein eigenes Zimmer und den Rest der Wohnung (Bad, Küche…) haben wir uns geteilt. Alles war sehr ordentlich und von der Ausstattung her absolut in Ordnung!

Literatur

Zur Vorbereitung habe ich sehr viel im Reiseführer von Lonely Planet gelesen, den ich auch sehr empfehlen kann. Darin habe ich viel über das Land im Allgemeinen erfahren (die Politik, Währung, Geschichte..). Außerdem hatte ich vorher schon in Deutschland freundschaftlichen Kontakt zu einem Ecuatorianer, der mir natürlich auch sehr viel über sein Land erzählen konnte. Darüber hinaus habe ich auch immer wieder mal im Internet gestöbert, wo ich aber keine spezielle Seite empfehlen kann, und natürlich hier viele Erfahrungsberichte gelesen.

Mitzunehmen

Mitnehmen konnte ich leider nicht allzu viel , da ich vorher noch mit meinem Backpack unterwegs war und daher nur ein eingeschränktes Volumen und Gewicht zur Verfügung hatte. Was man aber auch keinen Fall vergessen darf, ist ausreichend Sonnenschutzmittel (das ist dort sehr teuer und aufgrund der hohen Strahlung unverzichtbar) und sowohl dünne, als auch wärmere Klamotten, da das Klima je nach Region aufgrund der Höhenunterschiede sehr wechselt. Wenn man, wie ich, während der Regenzeit unterwegs ist (ca. November bis April), sollte man auch an einen Regenponcho oder eine Regenjacke denken.

Reise und Ankunft

Bei meiner Anreise (ich bin von Peru aus nach Ecuador geflogen) ist alles einwandfrei gelaufen. Am Flughafen wurde ich von Gisella, meiner Kontaktperson vor Ort, und ihrer Schwester empfangen und wir sind direkt zu unserer Wohung gefahren. Eigentlich war geplant, dass wir an dem Tag noch ein bisschen einkaufen und die Stadt erkunden und ich am nächsten Tag im Krankenhaus anfange, aber dann kam doch alles sehr anders als geplant. Nahezu zeitgleich haben wir zwei Nachrichten bekommen: einmal, dass ich erst Dienstag im Krankenhaus anfangen kann, da sie dort noch keinen zuständigen Arzt für mich hatten und zweitens, dass Gisellas Tante sehr plötzlich verstorben ist. Also sind wir ziemlich direkt wieder ins Auto gestiegen und zu ihrem ca. drei Stunden entfernten Elternhaus gefahren. Dort angekommen hatte ich dann erstmal Zeit, mich auszuruhen, während die Familie im Haus der Tante eine Art Totenwache gehalten hat. Ich wurde von der Familie sehr freundlich empfangen und aufgenommen, sodass mir dieser etwas ungewöhnliche erste Tag bzw. Ausflug auch gar nichts ausgemacht hat. Am Montag kam dann die Nachricht, dass ich auch am Dienstag immernoch nicht anfangen könne, da es immernoch Schwierigkeiten mit der Organisation im Krankenhaus gebe. Auch zu der Zeit war das Coronavirus schon auf dem Vormarsch, sodass die Organisation zum Teil etwas überfordert war und mich auch in keine mögliche Gefahr bringen wollte. Letzlich hatte ich meinen ersten Tag am Donnerstag und mein erster Eindruck war sehr gut! Gisella hat mich zum Krankenhaus begleitet und mich dem zuständigen Arzt vorgestellt, der super nett war und mich dann nach einem kurzen Gespräch auch direkt in die pädiatrische Notaufnahme (meine erste Station) gebracht hat. Dort wurde ich auch sehr nett empfangen und dann ging es auch schon direkt los.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Eingeteilt war ich in der Pädiatrie. Dort habe ich dann in der pädiatrischen Notaufnahme angefangen und sollte eigentlich danach dann weiter rotieren auf die Entbindungsstation und dann auf die normale pädiatrische Station. Diese Pläne wurden dann leider von der Schließung der Grenzen wegen der Ausbreitung des Coronavirus gestoppt, aber da komme ich nachher dann noch zu. Zu meinem Bedauern musste ich schon am ersten Tag feststellen, dass in dem Krankenhaus in der pädiatrischen Notaufnahme sehr wenig los ist. So waren wir dort mit ca. 5 Studenten (PJ’ler aus Ecuador und ich) und 2 Ärzten eingeteilt, hatten aber im Schnitt ungefähr einen Patienten pro Stunde. Daher habe ich auch nicht ganz so viel gesehen oder gelernt, wie ich erhofft hatte. Trotzdem bin ich jeden Tag gerne dorthin gekommen, da die Ärzte und vor allem die PJ’ler super nett waren und mir in den Pausen, in denen wir auf weitere Patienten gewartet haben, immer bereitwillig neue Aspekte der Pädiatrie näher gebracht haben. So habe ich trotzdem einiges über die Pädiatrie gelernt.

Meine Aufgaben bestanden zum größten Teil darin, die Vitalparameter der Kinder zu messen (was einen bei vielen Kindern auch erstmal vor eine große Aufgabe stellt), sie zu wiegen und dann den behandelnden Ärzten zuzuschauen bzw. mit dem Anreichen von Instrumenten u. Ä. zu assisitieren. Wenn es etwas Interessantes zu sehen, tasten oder hören gab, hat mir das aber auch fast jeder Arzt gesagt und mich dann auch nochmal genau schauen /hören… lassen. Vieles war mir auch wirklich sehr neu, da sich die Krankheitsbilder dort schon von denen hier unterscheiden. So hatten wir tatsächlich mehrere Fälle mit Dengue-Fieber, ein junges Mädchen, welches mit 14 Jahren schon schwanger war (für die Ärzte dort auch nichts ungewöhnliches) und zum Beispiel eine 12 -Jährige mit einem persistierenden Urachus, was normalerweise schon im Säuglingsalter festgestellt werden sollte. Grundsätzlich wurde bei jedem fieberhaften Infekt (wegen V. a. Zika, Dengue..) auch immer nach Mückenstichen gefragt, woran ich mich auch erstmal gewöhnen musste.

Ab und zu haben wir auch kleine Ausflüge zu den benachbarten Notaufnahmen gemacht, was sich häufig auch als sehr interessant herausgestellt hat. Einen kompletten Tag habe ich mal einen Lungenchirurgen begleitet, der mich gerne ein bisschen herumführen wollte, was sich als unglaublich interessant herausgestellt hat! Mit ihm habe ich bei zwei Tracheotomien zugeschaut bzw. assistiert und wir haben bei einem Pneumothorax- Patienten eine Drainage gelegt. Das hat sich in der Vorbereitung noch als sehr abenteuerlich herausgestellt, da von den benötigten Dingen kaum etwas vorhanden war, sodass wir von Station zu Station laufen mussten, um sie uns zusammen zu sammeln. Schließlich haben wir das ganze System einer Bülow- Drainage mit zwei großen Wasserkanistern, einem Schlauch und einem kleinen OP- Set improvisiert und am Krankenbett gelegt. An dem Tag habe ich wirklich gelernt, wertzuschätzen, was wir hier in Deutschland für ein Glück mit so gut ausgestatteten Krankenhäusern haben!

Nach zwei Wochen in der Notaufnahme bin ich dann zur Entbindungsstation gewechselt. Um die Wechsel musste ich mich immer selbst kümmern (so einen richtigen Rotationsplan gab es für mich leider nicht), dann waren damit die Ärzte aber immer einverstanden und mein Tutor hat mich auch bereitwillig den jeweils zuständigen Ärzten vorgestellt. Auf der Entbindungsstation war das Vergnügen relativ kurz, da ich dort an dem Tag angefangen habe, an dem die ecuatorianischen Grenzen zugemacht werden sollten. So war ich parallel schon mit der deutschen Botschaft in Kontakt, um zu erfahren, ob es vielleicht doch noch Möglichkeiten gebe, noch vor dem absoluten Shutdown aus der Land zu kommen. Grundsätzlich hätte ich es zwar auch sehr spannend gefunden, so eine Extremsituation dort mitzuerleben (vor allem im Krankenhaus!), habe mich aber dann doch aufgrund der großen Ungewissheit bezüglich der Dauer der Krise dazu entschieden, noch einen Weg zu suchen, nach Hause zu kommen. Tatsächlich habe ich dann auch durch pures Glück sehr schnell noch einen Flug bekommen, um am nächsten Tag zurück nach Deutschland zu fliegen. Das hieß dann aber auch, meinen ersten spannenden Tag (ich durfte bei einem Kaiserschnitt zuschauen) abzubrechen und überstürzt, ohne richtigen Abschied von meinen Kollegen, abzureisen….Aber nun gut, ich bin mit ein paar von denen immernoch in Kontakt und vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit, dort vorbeizuschauen!

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich mich überall immer unglaublich willkommen gefühlt habe, bald schon jeder meinen Namen kannte (und wenn nicht wurde ich demjenigen direkt vorgstellt) und es in jedem Dienst jemanden gab, der mir mit Freude wieder etwas neues beigebracht oder mich ein bisschen abgefragt hat. Ich bin jeden Tag sehr gerne ins Krankenhaus gefahren und habe zum Teil sogar freiwillig Überstunden gemacht und das soll ja was heißen! :)

Land und Leute

Ecuador ist ein wunderschönes und unglaublich vielseitiges Land mit unfassbar netten Einwohnern! Von der ersten Minute an habe ich mich in dem Land, in meiner Gastfamilie und in dem Krankenhaus zu Hause und willkommen gefühlt. Nahezu jeder hat mich mit offenen Armen empfangen und gab es doch mal jemanden, der (wenn überhaupt ist das ein paar Male im Krankenhaus vorgekommen) nicht ganz so freundliche Worte gefunden hat, war direkt wieder eine andere Person da, die das in doppeltem Maße ausgeglichen hat. Mir wurde sehr viel Interesse gegenüber meiner Heimat, sprich deutschem Essen, Städten, dem Fußball hier, Automarken…u. v. m. entgegengebracht. Einige haben sogar angefangen, sich von mir ein paar deutsche Wörter beibringen zu lassen. Umso glücklicher waren die Ecuatorianer aber, wenn sie voller Stolz über ihr Land berichten konnten. Diese vielen verschiedenen Landschaften und das unfassbar (!) leckere Essen sind aber auch einfach zu beneiden. Beim Essen müsst ihr euch unbedingt durchprobieren, da gibt es so ziemlich alles mögliche und alles ist seehr lecker! Ecuatorianer kochen viel mit Erdnüssen (maní) und mit sogenanntem „verde“, also noch grünen Bananen. Als eines der größten Exportländer für Bananen ist das aber auch kein Wunder. Außerdem gibt es in Ecuador noch sehr leckere Schokolade, da dort auch sehr viel Kakao angebaut wird. Da Ecuador außerdem kein allzu großes Land ist, kann man es auch durchaus schaffen, im Rahmen von Wochenendtripps, einige Regionen kennenzulernen. So gibt es an der Küste wunderschöne Strände, in den Bergen Lagunen und klassische schöne Bergdörfer und in der Region Guayas (in der ich gewohnt habe) riesige Kakao- und Bananenplantagen. Außerdem gibt es auch noch das Amazonasgebiet, wofür ich schon eher etwas mehr Zeit einplanen würde, wenn man sich die Gegend anschauen möchte, was sich aber auch definitiv lohnen soll, wie ich gehört habe!
Die Leute, wie ich auch schon oben in dem Bericht über das Krankenhaus geschrieben habe, sind unfassbar offen und nett! Mit so gut wie jedem kommt man schnell ins Gespräch. Außerdem sind sie sehr stolz auf ihr Land, ihr Essen und ihre Kultur. Etwas, woran man sich zunächst gewöhnen muss, ist die grundsätzlich sehr lockere Art und Weise Verabredungen und Uhrzeiten zu handhaben. So wird eine Verabredung abends um 20 Uhr auch ganz entspannt nach und nach auf 22 Uhr verschoben, ohne dass es irgendjemandem seltsam vorkommt. Insgesamt aber einfach ein sehr liebenswertes Volk, welches viel davon versteht, seinen Gästen ein Gefühl des Willkommenseins zu geben!

Fazit

Alles in allem muss ich sagen, dass trotz des traurigen und plötzlichen Abbruchs meiner Famulatur sich der Aufenthalt dort definitiv gelohnt hat! Selbst die kurze Zeit im Krankenhaus hat mir gezeigt, wie spannend es ist, das Gesundheitssystem und auch die Arbeitsbedingungen in einem anderen Land, und damit in einer anderen Kultur, kennenzulernen. Viele Dinge, die mir hier ganz selbstverständlich schienen, habe ich auf einmal aus einem ganz anderen Licht betrachtet und zudem konnte ich auch noch einiges von der Kreativität der Ärzte dort lernen. Außerdem habe ich so unfassbar nette und tolle Leute kennengelernt, die mir auf jeden Fall einen Grund geben, in Zukunft noch einmal nach Ecuador zu kommen. Dann hoffentlich ohne so ein blödes Virus, das die Welt verrückt macht.

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