zurück

Finland (FiMSIC)

Chirurgie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Jannika, Aachen

Motivation

Ich habe bereits einen Public Health Austausch in Malawi gemacht und wollte gerne nochmal ins Ausland gehen. Ich finde es sehr spannend und lehrreich ein anderes Gesundheitssystem kennen zu lernen. Die bvmd bietet hierfür tolle Möglichkeiten an. Zudem nutze ich sehr gerne die Option ein Praktikum im Ausland zu machen, um ein fremdes Land und dessen Kultur besser zu verstehen und danach das Land zu bereisen. Da ich vorher einen Monat in den USA auf Reisen war, wollte ich gerne für meine anstehende Famulatur in Europa bleiben. Finnland hat mich schon immer fasziniert und daher wollte ich unbedingt hierhin für mein Praktikum.

Vorbereitung

Ich habe online verschiedene Reise Blogs gelesen, wo es viele Tipps zum Reisen und Informationen zum Gesundheitssystem in Finnland gab. Speziell vorbereiten musste ich mich nicht für den Aufenthalt. Ansonsten gibt es von der Tourismus Behörde in Finnland ganz toll gestaltete Informations-Websites, wo es zu jeder Stadt Videos und Tipps bzgl. Sehenswürdigkeiten gibt. Die Seiten heißen meist: visitturku.fi; visittampere.fi usw. Ich habe mich auf diesen Seiten über die Städte in Finnland informiert, wo ich meine Famulatur machen könnte um meine Rangliste zu erstellen. Ich habe mich dann für Turku entschieden. Hierbei sollte man aber beachten, dass man für eine Famulatur in Turku 30 Tage vor Beginn des Praktikums einen MRSA Test im Heimatland machen sollte. Meine Ergebnisse musste ich zwar nie zeigen, aber falls ich MRSA positiv gewesen wäre, hätte ich nicht im Uniklinikum in Turku Famulatur machen dürfen. Der MRSA Test wird dann nochmals bei Ankunft wiederholt und man sollte ca. 3 Tage vor Beginn des Praktikums in Turku ankommen, um den Abstrich zu machen. Man erhält bereits für die 3 Tage vor Beginn des Praktikums eine Unterkunft gestellt.

Visum

Als EU-Bürger benötigt man kein Visum. Man kann bequem mit dem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Meine An- und Abreise lief völlig unkompliziert ab.

Gesundheit

Da es in Finnland eine hohe FSME-Gefahr gibt, habe ich mich noch rechtzeitig impfen lassen. Am besten vorher mal beim Hausarzt vorbeischauen, wenn ihr nicht gegen FSME geimpft seid. Zusätzliche Vorkehrungen für mein Praktikum habe ich nicht gemacht. Da ich generell viel auf Reisen bin und gerne vorbereitet bin, habe ich eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitgenommen. Das ist aber eigentlich nicht nötig gewesen. Alle Medikamente erhält man auch in den finnischen Apotheken. Zudem besitzt ich beim ADAC schon seid längerer Zeit eine Reiserücktrittsversicherung und Auslandskrankenversicherung.

Sicherheit

Finnland ist generell ein super sicheres Land und man fühlt sich zu keiner Zeit unsicher oder unwohl. Ich bin auch nachts zu jeder Uhrzeit noch durch die Stadt zu meiner Unterkunft gelaufen, nachdem wir abends etwas unternommen haben. Man muss aber auch sagen, dass ich zur “Midsommer“ Zeit in Finnland da war und es eigentlich die ganze Nacht hell war, sodass man immer alles gut erkennen konnte. Ich habe mir daher keine Gedanken bzgl. meiner Sicherheit im Vorhinein gemacht und habe auch nur positive Erfahrungen gemacht. Die Finnen sind sehr hilfsbereit und wenn ich mich mal abends verlaufen habe, wurde ich meist direkt angesprochen ob ich Hilfe bräuchte

Geld

In Finnland werden Euros verwendet und man kann überall und zu jeder Zeit mit Kreditkarte zahlen. Ich habe ein Konto bei der apobank und nutze deren Visa-Karte immer im Ausland. Damit kann ich an jedem Bankautomaten kostenlos Bargeld abheben und nur bei Kartenzahlung direkt im Laden in fremder Währung fällt eine kleine Gebühr an. Was jedoch nicht der Fall in Finnland war. Man findet auch in jeder Stadt mehrere Bankautomaten, um Bargeld abzuheben. Auch meine deutsche Sim-Karte konnte ich dank dem abgeschafften Roaming einwandfrei in Finnland verwenden und konnte mir so das Geld für eine finnische Sim-Karte sparen. Ich war überrascht von den Preisen, denn ich hätte sie mir teurer vorgestellt. In Finnland gibt es seid einigen Jahren Lidl Supermärkte und die Preise sind eigentlich relativ ähnlich mit denen in Deutschland. Ich war dann meistens bei Lidl einkaufen. Ansonsten gibt es aber noch mehrere andere Ketten (z.B. Kauppa oder S-Market), die an jeder Ecke anzutreffen sind und etwas teurer sind. Hier war ich dann eher seltener einkaufen und nur, wenn ich zu faul war einmal quer durch die Stadt zu Lidl zu laufen. Da die Finnen weltweit den höchsten Kaffee-Konsum haben, findet man auch viele preiswerte, nette Kaffees. Die Preise entsprechen in etwa denen in Deutschland. Bei Roberts Coffee House, einer landesweiten Kette, kann man für 3€ eine riesen Tasse Kaffee bekommen, die man sich beliebig wieder kostenlos auffüllen lassen kann. Bier oder alkoholische Getränke haben wir meistens im Supermarkt oder Alko-Markt gekauft. Alle stärkeren alkoholischen Getränke kann man nur in speziellen Alko-Märkten kaufen und diese sind schon teurer, denn sie werden von der Regierung reglementiert. Die Preise für Bier oder Cider lagen zwischen 2 und 3€ pro Dose. Wenn man aber abends irgendwo was trinken geht, liegen die Preise schon deutlich höher zwischen 7 und 10€. Wenn man im Lidl einkauft und auch seine alkoholischen Getränke dort günstig kauft, gibt man genau so viel Geld oder ein wenig mehr wie in Deutschland aus für Lebenshaltungskosten. Zudem erhält man von Fimsic eine Stundenkarte und das Geld für alle Mahlzeiten fürs Mittagessen in den sog. Studentenrestaurants oder Kantinen. Ein Essen kostet dann für Studenten nur 2,60€ ist super lecker und man erhält dann zu Beginn der Famulatur von seiner Kontaktperson die 52€ für Essen für den Zeitraum der Famulatur.

Sprache

In Finnland sind die Amtssprachen Finnisch und Schwedisch. Für meine Famulatur reichte aber ein Nachweis über gute Englisch Kenntnisse aus. Da ich weder Finnisch noch Schwedisch spreche, war ich sehr froh darüber. Ich denke, wenn man wie ich keine Kenntnisse der Sprache besitzt ist es sinnvoll in einer chirurgischen Disziplin seine Famulatur zu absolvieren. Ich habe von meinem letzten Praktikum noch ein extra englisches Wörterbuch für medizinische Begriffe, welches ich mit nach Finnland genommen habe. Ansonnsten bin ich aber überall gut mit Englisch durchgekommen und die Finnen haben mir auch gerne das ein oder andere finnische Wort beigebracht.

Verkehrsbindungen

Das öffentliche Verkehrsnetz ist super ausgebaut und sehr günstig. Davon war ich überrascht. Es gibt viele Zug-Verbindungen und aus ausgebautes Fernbus Netzwerk. Ich bin nach Helsinki hin- und zurück geflogen und von da aus für nur 9€ mit dem Zug 2,5h nach Turku weitergereist. Wenn man den Zug früh genug bucht erhält man sehr billige Angebote auf www.vr.fi und hier kann man die Website auch in Englisch einstellen, um nach einem passenden Zug zu suchen. Günstige Bus Verbindungen findet man unter www.matkahuolto.fi/ Für Wochendausflüge haben wir geschaut, wo wir das günstigste Angebot finden und dieses dann gebucht. In Turku kann man sich für 30 tage für 57€ eine Karte für Busse und die City-Bikes kaufen. Seid 1.5.2018 gibt es überall in der Stadt Stationen mit den Fahrrädern und diese kann man sich dann für 30min kostenlos leihen und an einer anderen Station zurückbringen. Dies habe ich immer genutzt, um zum Krankenhaus zu kommen.

Kommunikation

Wie bereits erwähnt konnte ich meine deutsche Sim-Karte einfach in Finnland weiter nutzen und hierfür sind auch keine zusätzlichen Gebühren angefallen. Ansonsten haben sich die anderen ausländischen Medizinstudenten aus dem EU-Ausland für 35€ eine finnische Sim-Karte mit Guthaben gekauft. In meiner Wohnung gab es einwandfreies Wlan und so konnte ich leicht den Kontakt nach Hause halten.

Unterkunft

Ich wurde in einem eignene Apartment in Stadt nähe untergebracht. Die Wohnung war super schön und groß für eine Person. Da ich bilateral gefördert wurde, kamen keine weiteren Kosten auf mich zu. Die Unterkunft wurde mir von Fimsic organisiert und gestellt und alles lief reibungslos ab. Am Tag meiner Ankufnt in Turku wurde ich von meiner Kontaktperson am Hauptbahnhof abgeholt und zur Wohnung gebracht und mir wurde der Schlüssel übergeben. Ich habe 10min zu Fuß vom Zentrum und 25min zu Fuß vom Krankenhaus entfernt gewohnt. In Turku lässt sich alles bequem zu Fuß oder City-Bike erreichen. In meinem Wohnhaus gab es eine Waschmaschine, die ich nutzen konnte und in meiner Wohnung eine sehr gut ausgestattete Küche. Die eigentliche Mieterin hatte mir mehrere Nachrichten sowie ihre Kontaktdaten hinterlassen und ich durfte alle Küchen-Vorräte (z.B. Zucker, Mehl, Öl etc.) verwenden. Auch Bettwäsche, Decken und Kissen wurden gestellt. Ich musste mich wirklich um nichts kümmern und war begeistert von der Wohnung und wie toll alles organisiert worden war.

Literatur

Wie bereits oben erwähnt habe ich die Internetseiten des finnsiches Tourismus Büros verwendet (visitturku.fi usw.), um Tipps zu Ausflügen und den Städten zu erhalten. Darüber hinaus habe ich mir einen netten kleinen Reiseführer mit interessanten und wissenswerten Fakten über Finnland zugelegt. Diesen gab es für knappe 10€ und er war sehr informativ und nett als Lektüre zwischendurch. Neben dem englischen Medizin-Wörterbuch habe ich keine Fachbücher mitgebracht.

Mitzunehmen

Ich habe einen weißen Kittel, mein Stehtoskop und weiße Kleidung fürs Krankenhaus mitgebracht. Im Endeffekt hätte ich alles zu Hause lassen können. Einen Kittel bekommt man gestellt und auf den chirurgischen Stationen benötigt man auch kein Stethoskop oder weiße Kleidung für die Visite. Man bekommt OP-Kleidung gestellt. Ich habe meine Turnschuhe mitgebracht, um diese im Krankenhaus zu tragen. Aber auch hier habe ich OP-Schuhe gestellt bekommen und in Turku ist es üblich während der gesamten Schicht die OP-Kleidung zu tragen. Als nützlich hat sich meine Softshell-Jacke erwiesen. Ich war zwar während der Sommermonate in Finnland, aber es war meistens recht windig und das Wetter kann sich dann doch sehr schnell ändern. Ich hätte mir gewünscht einen warmen Pulli mitzubringen. Den hatte ich in der Annahme eines warmen, finnsichen Sommers in Deutschland gelassen. Ich würde also unbedingt eine Schicht wärmerer Kleidung neben leichterer Sommer Kleidung einpacken und insb. eine Jacke und Mütze. Zudem hatte ich einen 25L Rucksack dabei, mit dem ich den ein oder anderen Wochenendtrip unternommen habe.

Reise und Ankunft

Meine Anreise lief unproblematisch ab. Ich bin mit Finnair ab Düsseldorf mit Umstieg in München nach Helsinki geflogen. Anschließend habe ich dann einen Zug von Helsinki nach Turku genommen. In Turku wurde ich dann am Hauptbahnhof von meiner Kontaktperson abgeholt und zu meiner Unterkunft begleitet. Da ich vorher nach in den USA unterwegs war, konnte ich nicht 3 Tage vor Praktikumsbeginn anreisen sondern erst am Freitag, den 1.6.2018. Am Abend wurde ich direkt von meiner Kontaktperson zu einem Filmabend eingeladen und hatte dann erstmal das Wochennede Zeit mir die Stadt anzusehen. Vor Praktikumsbeginn erhielt ich dann auch meine Studentenkarte und das Geld für die Mahlzeiten. Am kommenden Montag durfte ich dann den MRSA Test machen und zu meinem Glück diekt auf Station. Eigentlich müsste man 3 Tage auf die Ergebnisse warten, doch da ich bereits ein negatives MRSA Ergebnis aus Deutschland vorlegen konnte, wurde das alles entspannt gehalten. Mit meiner Kontaktperson habe ich mich an meinem ersten Tag im Krankenhaus getroffe, um den MRSA Test zu machen und anschließend hat er mir meine Station gezeigt und mich dem Professor der Kinderchirurgie vorgestellt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe in der Kinderchirurgie gearbeitet und war hier meistens im OP. An meinem ersten Tag habe ich mich allen Ärzten vorgestellt du bin morgens mit auf Visite gegangen. Die Hierarchien sind kaum vorhanden und alle bieten einem direkt das „du“ an und man kann immer jeden Arzt freundlich ansprechen und bekommt Antworten auf seine Fragen. Generell startete mein Tag meistens um 7:45h oder 8h mit der Frühbesprechung und anschließend gab es dann eine kurze Visite auf Station bei den firsch operierten Patienten. Leider waren sowohl die Visite als auch die Frühbesprechung nur in finnsich, sodass ich hier nichts verstehen konnte. Manchmal habe ich dann nach bestimmten Röntgenbildern oder Patienten gefragt und mir wurde kurz das Krankheitsbild oder die Situation erläutert. Bei den Kindern konnte ich keine körperlichen Untersuchungen durchführen, was ich schade fand, aber wegen der Sprachbarriere durchaus verstehen konnte. Die ersten Tage habe ich fast gänzlich im OP verbracht und an meinem 4. Tag habe ich dann den Professor angesprochen, wie eigentlich mein Praktikum aussehehn sollte und was mein Aufgabenbereich ist. Der Professor meinte dann ich sollte an 2 Tagen die Woche einen Arzt in der Ambulanz der Kinderchirurgie zur Sprechstunde begleiten. Heir gab es jeden Tag wechselnde spezielle Sprechstunden, wie z.B. die Fraktur-, Urologische-, Gastrologische- oder Kopfsprechstunde. Mir wurde dann ein Plan ausgehändigt welcher Arzt in welcher Sprechstunde anwesend war. Ich habe dann morgens einfach den entsprechenden Arzt angesprochen und wurde dann immer mit in die entsprechende Sprechstunde genommen. Das hat mir immer gut gefallen und die Ärzte haben sich immer Mühe gegeben, kurz jeden Patienten mit mir zu besprechen. Mir war auch nicht ganz klar, wer eigentlich als mein Ansprechpartner fungierte. Ich fand dann einen Arzt sehr sympathisch und habe ihn gefragt, ob er mein Logbuch und Zertifikat unterschreiben und ausfüllen kann. Er hat das dann auch sehr gerne gemacht, doch generell musste ich immer viel Eigeninitiative zeigen. Wenn man dann einen Arzt gefragt hat, ob man sich die OP anschauen kann oder Fragen hatte wurde immer alles gut erklärt. Bei einigen OPs durfte ich dann auch steril mit an den Tisch und assistieren (Haken halten, absaugen, nähen) und das hat immer Spaß gemacht. Die Atmosphäre im OP ist generell super und alle sind sehr freundlich und freuen sich immer, wenn man sich zur OP dazu gesellt. Ich habe noch nie so freundliches Pflegepersonal und OTAs erlebt wie hier in Turku. Manchmal hat auch die OTA den Arzt gebeten seine finnischen Erklärungen an die Assistenzärztin nochmals in Englisch zu wiederholen. Ich war die einzige Medizinstudentin in der Kinderchirurgie im Juni und konnte so bei fast jeder OP zuschauen, assistieren oder in der Ambulanz Sprechstunde dabei sein. Ich habe einen guten Einblick in das finnische Gesundheitssystem erhalten und dieses hat mir gut gefallen. Die Menschen waren sehr nett und freundlich, haben sich immer Zeit für meine Fragen genommen und generell ist der hygienische Standard auch viel höher als in Deutschland, was sich auch an der niedrigeren Rate an Infektionen im Krankenhaus in Finnland nachweisen lässt. Die Ops waren meistens um 15h oder 16h zu Ende, außer es gab einen Notfall dann konnte es natürlich auch mal länger dauern. Generell würde ich aber sagen, dass die Arbeitsbelastung angenehmer ist als in Deutschland ist und trotzdem viel geschafft wird.

Land und Leute

Während meiner Zeit waren noch zwei weitere Medizinstudenten aus Kanada und der Türkei in Turku und wir haben relativ viel miteinander unternommen. Wir haben eine Menge in Turku gesehen, waren in den Saunas, sind mit einem Boot auf vorgelagerte Inseln gefahren, waren abends am Fluss spazieren oder haben dort entspannt ein Bier getrunken und einen Filmabend gemacht. Mir hat die gemeinsame Zeit viel Spaß gemacht. Zudem habe ich gegen Ende meiner Zeit einen Ausflug nach Tallin in Estland gemacht. Man kann von Helsinki aus günstig mit der Fähre 2,5h nach Tallin übersetzen. Wir waren dort im Hostel und haben uns ein paar nette Tage in Tallin gemacht. Der Besuch hier lohnt sich aufjeden Fall! Zudem war ich am Ende meiner Famulatur und vor meinem Rückflug noch 5 Tage in Helsinki und wir haben uns ein airbnb gemietet und viel in der Stadt unternommen. Ich habe die Finnen als sehr offen und gastfreundlich kennen gelernt. An Midsommer wurden wir bei finnsichen Medizinstudenten zum Feiern in deren Sommerhaus am Meer eingeladen und hatten einen tollen Tag/Abend mit Grillen und finnischer Sauna. Hier wurden uns auch einige lustige finnische Sauna Traditionen, wie der Viechta (gebündelte Birken Äste) näher gebracht, mit dem man sich gegenseitig auf den Rücken schlägt. Es ist üblich in der Sauna zu trinken und so verbrachten wir einen lustigen Abend in der Sauna. Auch Turku hat viel zu bieten und so sind wir hier mit einem Boot auf vorgelagerte Inseln gefahren oder haben uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. In Turku gibt es zudem viele schöne Museum. Insbesondere das Pharmazie Museum in einem alten Holzhaus aus dem 16. Jhd und die imposante Burganlage mit ihren verwinkelten Gassen kann ich sehr empfehlen. Turku hat mir sehr gut gefallen und ich habe meine Zeit hier sehr genossen. An einem Wochenende sind wir ins das 2,5h entfernte Tampere gefahren und haben uns diese Stadt angesehen. Tampere liegt zwischen zwei Sehen und wir sind schön am Wasser entlang spaziert und haben in der Stadt gebummelt. Generell habe ich eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Alle Finnen, die wir kennen gelernt haben waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Auf der Arbeit gab es an einem Morgen einen Brunch mit der gesamten OP Belegschaft und jeder hat etwas mitgebracht. Ich habe mich gefreut finnische Spezialitäten zu probieren und die Finnen haben sich sehr über meinen Apfelkuchen gefreut. Ich war auch überrascht wieviele Finnen deutsch in der Schule lernen und verstehen So kam es das ein oder andere Mal vor, dass ich morgens begeistert in deutsch begrüßt wurde und dann mit meinem neu gelernten finnsichen Wortschatz gekontert habe.

Fazit

Meine Zeit in Finnland war unvergesslich und zählt sicherlich zu den schönsten Monaten, die ich je hatte. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Fimsic macht einen super Job und die Organisation war top. Ich würde aufjeden Fall noch einen Austausch machen, wenn sich dies irgendwie mit meiner weiteren Studienplanung vereinbaren lässt. Ich kann mir aufjeden Fall sehr gut vorstellen für meine Facharztausbildung nach Skandinavien zu gehen. Ich kann jedem nur ans Herz legen, der sich für die skandinavische Kultur interessiert einen Famulaturaustausch in Finnland zu wagen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen und eine tolle Zeit erleben. Alle geben sich viel Mühe und man fühlt sich immer willkommen.

zurück