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Thailand (IFMSA-Thailand)

Augenheilkunde - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Julia, Hannover

Motivation

Nach meinen ersten Famulaturen in Deutschland stand für mich fest, dass ich die nächsten Ferien im Ausland verbringen möchte. Dass man durch die bvmd die Chance hat, nicht nur als Tourist das Land zu entdecken, sondern in einem Krankenhaus zu arbeiten und so Land und Leuten noch näher zu kommen, war schließlich der ausschlaggebende Punkt für meine Bewerbung. Tatsächlich wollte ich eigentlich nach Georgien, aber ich bin sehr froh, dass ich letztendlich den Platz in Thailand bekommen habe. Soviel vorweg: Es war fantastisch!

Vorbereitung

Vorbereitet habe ich mich mit meinem Augenheilkunde-Lehrbuch auf Englisch und dem Stefan Lohse-Reiseführer Thailand. Vor meinem Austausch hat mich das internationale Büro der Uni in Bangkok angeschrieben und mir mitgeteilt, dass sie nur wenige Studenten in der Augenheilkunde zulassen und ich mich, wenn ich dahin wollen würde, zu Hause sehr gut vorbereiten und lernen solle. Darüber habe ich mich erst etwas gewundert, aber als ich ankam, verstand ich diese E-Mail besser: Augenheilkunde ist das beliebteste Fach in Thailand und nur die besten Studenten dort können Augenärzte werden, daher ist der Konkurrenzdruck sehr groß.
Dann habe ich mir noch viele Austauschberichte anderer Studenten durchgelesen, was mir sehr viel geholfen hat. Spezielle Vorbereitungsseminare habe ich nicht besucht.

Visum

Für das Praktikum muss man ein „Non-immigrant ed“-Visum beantragen. Der Zusatz „ed“ steht dabei für „education“. Es kostet 60€ und ist 90 Tage lang gültig, berechtigt aber nur zur einmaligen Ein- und Ausreise. Man kann es auch als „multiple entry“ beantragen, das aber um einiges teurer ist. Für das Visum musste ich erstmal meinen Reisepass beantragen, da ich vorher noch keinen hatte. Danach bin ich in die Thailändische Botschaft nach Hamburg gefahren, um mein Visum vor Ort beantragen zu lassen. Auf der Website der Botschaft steht, welche Dokumente ihr braucht. Vergesst nichts! Ich würde euch empfehlen, direkt zu einer der Botschaften zu fahren, da ihr das Visum direkt ausgestellt bekommt und ihr euren Reisepass nicht für ein paar Wochen durch Deutschland schicken müsst. Mein Visum hatte ich innerhalb von zehn Minuten in der Hand, nachdem ich das Gebäude betreten hatte und danach hatte ich noch einen schönen Tag in Hamburg.

Gesundheit

Ich habe mich bewusst für Länder entschieden, bei denen man z.B. keinen Röntgen-Thorax vorlegen musste, da ich mich nicht unnötig mit Strahlen belasten wollte. Für die Universität musste man Impfungen gegen Masern, Grippe, Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Varizellen vorweisen. Das war tatsächlich ein Problem für mich, da ich keine Grippe-Impfung hatte und ich im April/Mai auch (logischerweise) keinen Arzt oder Apotheker gefunden habe, die die Impfung noch vorrätig hatten. Daher musste ich mich vor Ort impfen lassen, was aber kein Problem war. An Reiseimpfungen habe ich alles machen lassen, was man für Thailand brauchen könnte: Tollwut, Japanische Enzephalitis, Typhus und sogar Cholera. Zusätzlich hatte ich noch ein Medikament gegen Malaria dabei. Meine Krankenkasse (TK) hat problemlos alle Kosten übernommen! Allerdings sollte man sich rechtzeitig um die Termine kümmern, da tlw. bis zu drei Impfdosen nötig sind. Ich bin zu einer Impfstelle der Region Hannover in der Südstadt gegangen, die jeden Donnerstag von 16-17 Uhr Impfsprechstunde haben. Die Termine vereinbart man vorher telefonisch.

Sicherheit

Für die Reise selbst habe ich noch eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abgeschlossen sowie eine Reiserücktrittsversicherung. Beides habe ich zum Glück nicht gebraucht. Die Auslandskrankenversicherung gibt es für Reisen von bis zu acht Wochen bei vielen Krankenkassen für ca. 10 EUR/ Jahr und gilt für beliebig viele Reisen (bis jeweils max. acht Wochen Dauer).
Ansonsten ist Bangkok bekannt für seine Touristenfallen. Da sollte man sich gut vorbereiten und die entsprechenden Stellen im Reiseführer gut lesen. Wichtig ist, sich nicht von einem Tuktuk-Fahrer für 50ct (20 Baht) zu einer Stadtrundfahrt überreden zu lassen- man landet dort bei einem „Juwelier“ oder Schneider, wo der Fahrer eine Provision bekommt. Auch sollte man den Fahrpreis vor der Fahrt aushandeln- der erstgenannte Preis ist meist viel zu teuer. Taxifahrer in der Nähe der Khao San Road (berühmt-berüchtigte Backpackerstraße) verlangen meist 200-400 Baht pro Fahrt- da könnt ihr beruhigt ablehnen und weitersuchen. Nehmt immer ein Taxi mit eingeschaltetem Taxameter! Das ist sogar günstiger als Tuk Tuk zu fahren. Und eigentlich sind die Taxifahrer sogar gesetzlich dazu verpflichtet, das Taxameter einzuschalten.
Nach meiner Famulatur und an den Wochenenden während der Famulatur bin ich noch alleine rumgereist. Dabei habe ich mich nie unsicher gefühlt! Nur in einer Stadt hatte ich abends das Gefühl, dass die Straßenhunde sehr aggressiv waren, aber mir ist zum Glück nichts passiert.

Geld

Die thailändische Währung ist der Thailändische Baht, kurz THB. 37,5 Baht entsprechen einem Euro. Ich habe meinen ersten Schwung Geld (500 EUR) in bar mitgenommen und am Flughafen umgetauscht. Es wäre einfacher, sich das Geld per Kreditkarte vor Ort abzuheben (gegen eine Gebühr von ca. 200 Baht), aber die Botschaft weist darauf hin, dass Touristen mit Touristenvisum 10.000 Baht in bar (auch in anderen Währungen möglich) und Einreisende mit Non-immigrant-Visum sogar 20.000 Baht bei Einreise bei sich führen sollen! Ich glaube, dass viele Thailand-Reisende das garnicht wissen, aber tatsächlich gibt es einige Berichte von Urlaubern, die diesbezüglich kontrolliert wurden und denen die Einreise dann nicht gestattet wurde. Ich habe auf meiner Reise niemanden getroffen, der davon wusste oder sich daran gehalten hat, aber mir war es einfach zu heikel. Kontrolliert wurde ich aber auch nicht.
Die Lebenshaltungskosten sind eigentlich niedriger als in Deutschland, dennoch habe ich viel mehr Geld für z.B. Essen ausgegeben, da man im Wohnheim keine Möglichkeit hatte zu kochen (es gab auch keinerlei Geschirr). Natürlich ist es wahnsinnig günstig für 3 Euro im Restaurant Mittag zu essen und Kaffee für 1 Euro zu kaufen, aber in Deutschland esse ich normalerweise für weniger Geld. Ansonsten sind die Preise in der Kantine wahnsinnig günstig- dort konnte ich aber leider nicht essen, da es nichts Vegetarisches gab.
Viele andere Dinge, die man beim Shoppen findet, sind aber viel günstiger als in Deutschland- man sollte nur gut handeln können!

Sprache

Die Menschen sprechen hauptsächlich Thailändisch. Thailändisch ist wie z.B. Chinesisch eine tonale Sprache und hat fünf verschiedene Tonhöhen- somit kann das gleiche Wort in unterschiedlichen Tonhöhen ausgesprochen fünf verschiedene Bedeutungen haben. Ich habe kaum Thailändisch gelernt, aber „Hallo“ (Sawasdee-kha für Frauen und Sawasdee-kab für Männer) und „Danke“ (Kop-khun-kha für Frauen und Kop-khun-kab für Männer) sollten auf jeden Fall zu eurer sprachlichen Grundausstattung gehören. Auch „Chai“ für Ja und „Mai chai“ für nein kann man gut gebrauchen. Viele Ärzte im Krankenhaus konnten sehr gut Englisch sprechen, davon war ich sehr beeindruckt. Die jüngeren Ärzte oder Studenten haben oft etwas Probleme damit, aber sind dennoch verständlich. Die Patienten sprachen leider überhaupt kein Englisch, aber da mir alles sehr detailliert erklärt wurde, war das überhaupt kein Problem. Da die studentische Tätigkeit im Krankenhaus sowieso eher auf zugucken beschränkt ist, muss man eigentlich auch kein direktes Patientengespräch führen. Aber jeder Thailänder freut sich über ein paar Worte Thai!

Verkehrsbindungen

Von Deutschland aus habe ich einen Direktflug über Eurowings ab Köln/Bonn gebucht. Die Flugdauer lag zwischen zehn bis elf Stunden. Und ich war überrascht, wie günstig es war! Obwohl ich so kurzfristig (7 Wochen) buchen musste, konnte ich noch einige Sparangebote auswählen. So hat mein Hinflug im Basic-Tarif 160€ und der Rückflug im Smart-Tarif 350€ gekostet. Nach Thailand und als Direktflug hätte ich mit wesentlich mehr gerechnet! Da es sich bei Eurowings jedoch um eine Billig-Airline handelt, muss man für alle Zusatzsachen aber extra zahlen (Gepäck 20€ z.B.).
Innerhalb Thailands sind die Verkehrsverbindungen super. Ich bin mit allem gefahren, was möglich ist: Skytrain, Metro, Bussen, Taxi, Tuk Tuk, Schiff, Longtail-Boot, Fernbussen, Fähren, Zügen, Nachtzügen, Minivans, Songthaews (umgebaute Pick-ups, wo man auf der Ladenfläche sitzt) und einmal musste ich auch fliegen.
Etwas detaillierter: Wenn ihr am Flughafen Suvarnabhumi ankommt, könnt ihr den Airport Rail Link bis in die Innenstadt (Station Phayathai). Dieser fährt aus einem der Untergeschosse des Flughafens ab, ihr müsst einfach den Beschilderungen folgen. Die Fahrt kostet ca. 1€ und ist nicht nur die günstigste, sondern auch schnellste und einfachste Möglichkeit, um ins Stadtzentrum zu kommen. An der Endhaltestelle könnt ihr in den Skytrain umsteigen und bis zur Haltestelle „Siam“ fahren. Dort müsst ihr die Linie wechseln (es gibt nur zwei) und bis zur Station „Sala Daeng“ fahren. Da befindet sich das Krankenhaus- meine Kontaktperson hat mich von dort abgeholt.
Es gibt also in Bangkok zwei Linien des Skytrain (eine über den Straßen fahrende Straßenbahn bzw Metro), den Airport Raillink, der ähnlich des Skytrain auf Trassen über den Straßen fährt, und die unterirdisch verkehrende Metro, die an verschiedenen Stationen ebenfalls Anschluss zum Airport Rail Link hat. Zusätzlich Taxis, die sehr günstig sind, solange die Fahrer ihr Taxameter anmachen (die Grundgebühr beträgt 35 Baht, also ca. 1€- für Strecken von ca. 7km habe ich um die 80 Baht bezahlt, also ca. 2€!). Bezahlt wird am Ende der Fahrt nach der Anzeige auf dem Taxameter. Haltet das Geld möglichst klein und passend bereit.
Nicht ganz so günstig, aber auf jeden Fall eine Erfahrung sind Tuk Tuks. Eine Fahrt lohnt sich eher auf kurzen Strecken und mal zum Spaß, aber meist sind Taxis lohnender.
Sehr viel günstiger als Taxis und Tuk Tuks sind nur Busse und Motorradtaxis. Bei den Bussen könnt ihr einfach einsteigen und euch hinsetzen, im Laufe der Fahrt kommt eine Kassiererin. Ihr sagt ihr, wohin ihr wollt, und zahlt je nach Bus (es gibt z.B. klimatisierte und nicht-klimatisierte) zwischen 6-25 Baht. Die Busfahrer sprechen kaum Englisch, informiert euch daher vorher im Internet über die richtige Linie und Haltestelle. Abfahrtszeiten sind regelmäßig, aber es gibt keine Abfahrtspläne.
Bei Motorradtaxis setzt ihr euch hinten mit aufs Moped. Das ist günstig, war mir aber viel zu gefährlich. Wenn ihr in Bangkok seid, werdet ihr verstehen, was ich meine. Dennoch werden sie gerne und viel von Einheimischen genutzt.
Fernbusse fahren an verschiedenen Busterminals ab, vor allem dem Northern Busterminal Mo Chit und dem Eastern Busterminal Ekkamai. Von Mo Chit aus bin ich nach Pak Chong zum Khao Yai Nationalpark gefahren, von Ekkamai nach Si Racha, um zur Insel Ko Sichang zu kommen. Tickets könnt ihr vorher vor Ort kaufen, aber die Busse fahren so häufig und regelmäßig, dass es reicht einfach zum Busterminal zu gehen und ein Ticket für den nächsten Bus zu kaufen. Ich musste nie länger als eine halbe Stunde warten und die Preise sind sehr günstig. Die Busse sind meist in einem guten Zustand und klimatisiert. Ich habe sogar Kekse und eine Flasche Wasser auf der Fahrt bekommen.
Auch Flüge bekommt ihr sehr günstig. Von Bangkok nach Chiang Mai könnt ihr ab 13€ fliegen! Auf die Inseln kommt man gut mit Kombitickets, z.B. von Lomprayah. Für 1100 Baht hatte ich einen schicken Bus und anschließend einen modernen Katamaran nach Koh Tao in 9 Stunden.
Mein Highlight war jedoch der Nachtzug nach Chiang Mai. Das ist zwar unter Umständen teurer als fliegen und dauert natürlich um einiges länger (12 Stunden), ist aber definitiv ein Abenteuer! Andere Züge, z.B. nach Ayutthaya, sind mit ca. 20 Baht in der 3. Klasse (ohne Klimaanlage, aber mit viel kultureller Erfahrung!) extrem günstig.

Kommunikation

In Thailand habe ich mir eine SIM-Karte gekauft. Die sind sehr günstig (ca. 10€ mit 4 GB Datenvolumen) und ich hätte das Internet nicht missen wollen, gerade wenn ich allein unterwegs war. So kann man sich immer sicher sein, wo man gerade ist, wenn niemand um einen herum Englisch spricht. Auch zum Übersetzen war es sehr hilfreich. Darüber habe ich dann auch mit meiner Familie telefoniert (via WhatsApp). Ansonsten gibt es an der Uni, im Wohnheim und in den meisten Cafés, Restaurants und Shoppingcentern sowie Hostels WLAN, das aber nicht immer für Internettelefonie ausreicht. Empfehlenswerte Anbieter der SIM-Karte sind dtac, da sie die beste Netzabdeckung bieten (auch wenn sie etwas teurer sind) und AIS, das ich auch gut fand. Am Flughafen sind die Angebote meist etwas teurer, daher würde ich das nächste Mal meine SIM-Karte im Silom Komplex kaufen, einer Shoppingmall direkt an der Station Sala Daeng. Dort findet ihr Shops von beiden Anbietern. Beim Kauf der SIM-Karte müsst ihr euren Reisepass vorzeigen und die Mitarbeiter wechseln euch die SIM-Karte und stellen alles richtig ein.
Thailänder benutzen kaum WhatsApp, die meisten haben Line. Das wollte ich mir jedoch nicht runterladen und habe dann meist über den Facebook Messenger mit meinen neuen Thai-Freunden kommuniziert.

Unterkunft

Man wird im Studentenwohnheim der Uni untergebracht- dann braucht man morgens auch nicht lange, um auf Station zu kommen. Das Wohnheim hat um die 15 Etagen und ist ausschließlich für Frauen gewesen (für Männer gibt es noch ein anderes). Auf meiner Etage gab es ca. 12 Vier-Bett-Zimmer, ein großes Gemeinschaftsbad mit jeweils acht Duschen und Toiletten sowie einen „Aufenthaltsraum“ mit Kühlschrank und Mikrowelle. In meiner Zeit waren kaum andere Studenten auf meiner Etage untergebracht und es waren ausschließlich thailändische Studenten anderer Universitäten. Dafür hatte ich mein Zimmer aber für mich alleine. Man hat neben einem Bett noch einen Schreibtisch mit Stuhl, einen Schrank und eine Kommode. Es gibt zwei Ventilatoren im Zimmer und eine Klimaanlage. Vor den Fenstern sind Insektengitter. Die Schränke und Kommoden sind alle abschließbar. Man bekommt Bettwäsche in Form eines Bettlakens, Kissens und einem riesigen Handtuch als Bettdecke gestellt. Handtücher zum Duschen muss man selber mitbringen. Leider gibt es auch keinerlei Geschirr oder Besteck, sodass ich mir eine Plastikschale gekauft habe und jeden Morgen Cornflakes mit einem Plastiklöffel daraus gegessen habe. Auf Nachfrage wird das Zimmer gereinigt und die Bettwäsche gewechselt, allerdings ist die Kommunikation mit der Security vorm Eingang, die das organisiert, sehr schwer, da kein Englisch gesprochen wird. Der Eingang wird 24h vom Security-Dienst überwacht und man braucht seinen Fingerabdruck, um in das Gebäude zu kommen. Um in den Fahrstuhlraum und auch wieder heraus zu kommen, muss man eine Karte vorhalten. Für das Zimmer hat man dann einen Schlüssel. Nachts dreht die Security auch regelmäßig ihre Runden über die Flure- es sind aber allesamt Damen und sie sind sehr freundlich und hilfsbereit. Mir hat es dort ganz gut gefallen, auch wenn alles schon etwas heruntergekommen wirkte- aber ich konnte gut schlafen und das Bad war auch stets sauber. Man muss also keine Angst vor Kakerlaken und ähnlichem haben!
Unten gibt es noch Waschmaschinen und im nächsten Gebäude einen Reinigungsservice, der 600 Baht ohne und stolze 1000 Baht mit Unterwäsche kostet!! Meine Kontaktperson wusste leider nichts von den Waschmaschinen, weshalb ich den Service der Wäscherei in Anspruch genommen habe. Es war aber auch sehr praktisch, da man die Wäsche getrocknet, gebügelt und zusammengelegt wiederbekommt- vor allem, wenn man das ganze Wochenende unterwegs ist, ist das wirklich hilfreich.
Im Studentenwohnheim gleich nebenan (das der Männer) gibt es einen 7/11, der glaube ich rund um die Uhr geöffnet hat. Auch gibt es bei der Bibliothek ein Café (Pacamara- die günstige Variante zu Starbucks), das ebenfalls 24h geöffnet hat. In einem anderen Gebäude hat man die Möglichkeit das Fitnessstudio und den Pool gegen eine geringe Gebühr zu nutzen. Der Pool war auf jeden Fall lohnenswert! Schön bepflanzt und draußen in der Sonne- aber genutzt wird er kaum (denn Thailänder wollen nicht braun werden).

Literatur

Gelesen habe ich, wie gesagt, eigentlich nur zwei Bücher: den Thailand-Reiseführer von Stefan Lohse und ein englisches Augenheilkunde-Lehrbuch von Grehn. Beides war sehr hilfreich!
Bei der Auswahl des Reiseführers ist zuerst der Umfang sehr wichtig. Der Lonely Planet Thailand und der von Lohse sind beides sehr dicke Bücher, aber zählen definitiv zur Standardlektüre eines jeden Backpackers. Natürlich gibt es auch dünnere und erstmal erschrickt man vor den vielen Seiten, aber Thailand ist ein so großes Land, in dem es so viel zu sehen gibt, dass ich euch auf jeden Fall eines der beiden empfehlen würde! Meine Wahl fiel auf den Lohse, weil er mir vom Aufbau besser gefallen hat und weil es ein deutscher Reiseführer ist- den Lonely Planet kaufen Leute aus allen anderen Ländern und dann sind die Hostels, die darin empfohlen werden, natürlich schnell überlaufen. Ich habe mir extra für Thailand noch einen Kindle e-book-Reader gekauft, auf dem ich den Reiseführer hatte. Das spart nicht nur viel Platz und Gewicht, sondern ist auch unterwegs praktisch: Ich hatte meinen Kindle immer dabei und wenn ihr etwas Bestimmtes sucht, müsst ihr das Wort nur im Suchfeld eingeben und bekommt sofort alle passenden Texte geliefert. Denn die meisten Fragen kommen unterwegs auf und nicht abends, wenn ihr eure Reise in der Unterkunft plant!
Mein Augenheilkunde-Lehrbuch hatte ich leider schon vorher, daher musste ich das analoge Buch mitnehmen. Aber auch das war super- erstens hat mir das Englische sehr viel geholfen und zweitens konnte ich das Buch so auch mit ins Arztzimmer nehmen und zwischendurch etwas nachschlagen. Zudem ist Augenheilkunde ein Fach, das mit vielen Abbildungen arbeitet- die wären auf dem Kindle nur in schwarz-weiß gewesen, was überhaupt nicht hilfreich ist.

Mitzunehmen

Für das Praktikum an dieser Universität brauchte ich meinen Kittel, weiße Blusen, Lederschuhe (ich hatte braune Schnürschuhe aus Leder) und einen knielangen dunklen Rock. Das klingt nach einem ziemlich warmen Outfit, ist es aber nicht- die Räume, in denen ich war, waren immer so stark klimatisiert, dass ich eigentlich den ganzen Tag nur gefroren habe. Wenn ihr also schnell friert, dann kauft euch besser langärmelige Blusen oder nehmt eine schlichte Strickjacke zum Unterziehen mit!
Ansonsten ist Mückenschutz sehr wichtig. Ich hatte Zeckito von Rossmann dabei, das den Wirkstoff Icaridin enthält. Eine 100ml Flasche kostet ca. 2€. Es war eines der Besten bei Stiftung Warentest und konnte auch Tigermücken (übertragen Dengue-Fieber) abwehren. Ansonsten wird DEET empfohlen- da kostet aber z.B. eine 100ml Flasche NoBite fast 20€! Auch AntiBrumm ist sehr teuer. Ich hatte insgesamt 500ml dabei (4 Flaschen Zeckito und eine Flasche NoBite) und bin nicht ganz zwei Monate damit ausgekommen. Nächstes Mal würde ich nur eine Flasche mitnehmen und dann vor Ort in der Apotheke 50%iges DEET kaufen, das ist wesentlich günstiger als in Deutschland und ich habe es sogar besser vertragen als das „deutsche“.
Auch gegen Regen solltet ihr gewappnet sein. Bei starkem Monsunregen bringt auch ein Regenschirm nicht mehr viel, vor allem wenn ihr mal außerhalb der Stadt in Nationalparks etc unterwegs seid. Nehmt deshalb ein Regencape mit.
Als besonders praktisch haben sich sonst mein Baumwollschlafsack und mein zweiter Rucksack herausgestellt, den ich als Handgepäck dabeihatte. Für Wochenendausflüge ist der große Backpack einfach zu groß! Ich hatte sogar noch einen dritten, kleinen Rucksack für unterwegs dabei- ich wollte immer eine große Flasche Wasser dabeihaben können, denn das braucht man bei der Hitze auf jeden Fall.
Was ich leider nicht dabeihatte, waren ein Tuch und/oder ein dünner Cardigan. Ich hatte nur einen dünnen und einen dicken Pullover dabei. Und tatsächlich gibt es nichts, das ich häufiger getragen habe als den dünnen Pulli! Gerade deshalb hätte ich gerne noch einen zweiten oder eine Strickjacke dabeigehabt. Auch dünne leichte Stoffhosen sind prima.
Meine Sonnencreme habe ich sehr wenig gebraucht, da es meist bewölkt war. Von meinen fünf Flaschen habe ich eine nichtmal ganz aufgebraucht. Nehmt aber auf jeden Fall etwas mit, vor allem mit hohem LSF, denn wenn die Sonne scheint, ist sie unglaublich stark!
An eine kleine Reiseapotheke sollte man auch denken. Am Ende habe ich jedoch nur meine Tabletten gegen Übelkeit gebraucht, und das sehr reichlich! Allerdings erst auf meiner Reise und noch nicht in Bangkok selbst.

Reise und Ankunft

Ich bin morgens um acht am Flughafen angekommen. Meine Kontaktperson hat mir angeboten, mich abzuholen, aber es war mir unangenehm, das zu einer solch frühen Uhrzeit anzunehmen. Aber am Ende ging alles recht einfach, auch wenn der Flughafen sehr groß ist: im untersten Geschoss bin ich in den Airport Rail Link gestiegen, um in die Stadt zu kommen, und bin später mit dem Skytrain (BTS) weiter. An der Station Sala Daeng angekommen, muss man zum Ausgang 3,4,5 gehen. Dort hat mich meine Kontaktperson abgeholt und ist mit mir zum Wohnheim gegangen. Dort angekommen, mussten wir noch viel Papierkram erledigen. Außerdem ist sie mit mir zum International Office und ich habe meinen Stundenplan bekommen. Dann durfte ich mein Gepäck schon ablegen. Wie ich bereits geschrieben habe, hat mir leider die Grippe-Impfung gefehlt, deshalb ist sie mit mir dann noch zum Impfen gegangen. Danach hat sie mir den ganzen Campus gezeigt und auch die Kantine. Das alles war mittwochs- mein Praktikum begann erst am Freitag, aber ich wollte noch etwas Zeit haben, um anzukommen. Die ersten Tage habe ich mit zwei Mädels verbracht, die mit mir im Flieger saßen, und wir haben zusammen die Stadt etwas erkundet. An meinem ersten Tag hat mich meine Kontaktperson zum Büro in der Augenheilkunde geführt, wo wir uns mit meinem Supervisor treffen sollten. Das dauerte leider etwas, aber als er dann da war, hat er mir nochmal speziell gezeigt, in welchen Gebäuden die verschiedenen Abteilungen zu finden sind, in die ich gehen muss. Und dann ging es auch schon los!

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Vom ersten Tag an war ich vollkommen begeistert. Mein Stundenplan hat mich in alle möglichen Abteilungen der Augenheilkunde geführt und ich war immer vormittags und nachmittags woanders. Diese Abteilungen bin ich durchlaufen:
- Neuroophthalmologie
- Hornhautsprechstunde
- Kontaktlinsenanpassung
- OP
- Visite auf Station
- Glaukomsprechstunde
- Botoxsprechstunde
- Kinderophthalmologie
- Augenbewegungsstörungen
- Refraktive Laserchirurgie
- Medical English Kurs
Egal wo ich war, mir wurde alles bis ins Detail erklärt. Man darf selber nicht wirklich untersuchen, aber alle Spaltlampen sind an einen hochauflösenden Monitor gebunden und so kann man alles sehr gut nachvollziehen und mitverfolgen. Alle sind unglaublich freundlich und hilfsbereit! Mein Tag startete immer morgens um 7.30 mit der Visite, allerdings meinte mein Supervisor, dass ich da nicht zwingend hin muss. Nach einer Woche bin ich auch nicht mehr hingegangen, da man dort eigentlich nur rumstand. Da werden alle Patienten von den Ärzten in Ausbildung untersucht, weshalb es sehr voll war in den Räumen, und leider ist nur eine Spaltlampe mit einem Computer verbunden. Zudem startete mein Vormittag dann um 8.30 Uhr planmäßig, allerdings musste ich meist bis 9.30 Uhr oder 10 Uhr auf den mir zugewiesenen Arzt warten. Verständlicherweise haben die thailändischen Studenten so großen Respekt vor ihren Ärzten, dass sie natürlich trotzdem jeden Tag um 8.30 Uhr da waren- so habe ich es auch gemacht und die restliche Zeit zum Lesen genutzt.
Meine Mittagspause war von 12-13 Uhr, allerdings hatte ich meist nur eine halbe Stunde oder weniger (und das oft auch nur nach Nachfrage- die thailändischen Studenten sind meist länger geblieben und hatten dann keine Pause). Auch die Ärzte haben erst später, wenn überhaupt Pause gemacht- die Augenheilkunde ist einfach sehr überlaufen mit Patienten. In der Pause bin ich erst in die Kantine gegangen, aber da es dort nur zwei vegetarische Sachen gab (trockener Reis mit Omelett oder gebratene Nudeln; beides auch nicht planmäßig vegetarisch, dann musste man immer erst erklären, was nicht immer so leicht war) bin ich nach der ersten Woche nur noch in das gegenüberliegende Einkaufszentrum Silom Komplex gegangen. Dort gibt es alles, was man sich wünschen kann- sogar einen Inder, Mexikaner und Italiener. Auch einen Supermarkt findet man da.

Am spannendsten fand ich die Zeit im OP. Man kann zwischen drei OP-Sälen wählen und findet im Gang einen Plan für die anstehenden OPs, sodass man den Raum auch immer wechseln kann. Die OP wird meist auf einem riesigen hochauflösenden Flachbildschirm übertragen, sodass man jedes Detail mitverfolgen kann. Es gab viele „klassische“ Augen-OPs wie Katarakte, aber auch viel Retinal-, Hornhaut- und Muskelchirurgie. Es wurde sogar eine ganze Augenhöhle ausgeräumt. Ich glaube kaum, dass ich diese OPs in dieser Vielfalt je wieder erleben werde. Übrigens sind die OP-Säle auf höchsten technischem Standard und die Ärzte haben eine unglaublich gute Ausbildung. Auch auf Hygiene wird geachtet, jedoch wischen sich die Operateure nach der chirurgischen Händedesinfektion die Arme mit sterilen Handtüchern trocken. Es gibt also keine wirkliche Einwirkzeit…

Auf eine persönliche Einladung einer der Professorinnen durfte ich an einem Tag sogar noch mit ins Laserzentrum zur refraktiven Chirurgie. Ihr Fellowship (der Arzt, der von ihr ausgebildet wird) sagte mir, dass es sehr schwierig für die Ärzte und Studenten sei, dort einen Einblick zu bekommen- da hatte ich also echt Glück! Ich habe dort verschiedene OPs gesehen, sogar das derzeit neueste Verfahren ReLex Smile.

Mein Tag endete meist später als gedacht, aber manchmal auch schon 15 Uhr. Zudem beinhaltete mein Stundenplan eine Einheit namens „SDL“, was soviel wie Freizeit heißen sollte. Das hatte ich meist Freitagvormittag und da aufgrund der Prüfungsvorbereitungen der „Journal Club“ am Nachmittag immer abgesagt wurde, konnte ich meist Freitagvormittag in mein Wochenende starten. Einmal pro Woche gab es morgens noch ein „Update in Ophthalmology“, das aber leider wegen der Prüfungen auch ausfiel. Stattdessen haben mich die Assistenzärzte zu ihrem Medical English Kurs eingeladen, der immer an dem freien Mittwochnachmittag war- aber ich war sehr gerne dort und es hat sich auch gelohnt! An den letzten Tagen hatte mir die Professorin, die mich ins Laserzentrum eingeladen hatte, auch angeboten nachts zu den Notfällen zu kommen, wenn ich möchte. Leider war da aber nichts.

Wie ihr seht, war meine Woche relativ voll, weshalb ich nachmittags nicht wie die beiden Austauschstudentinnen aus England, die in der Pädiatrie waren, die Stadt erkunden konnte. Die meisten Sehenswürdigkeiten schließen gg. 17 Uhr. Zum Glück hatte ich aber ein paar Tage vorher schon Zeit mir alles etwas anzusehen und abends haben wir natürlich auch allerhand erlebt. Wer sich diese Abteilung aussucht, um ein paar entspannte Tage in Thailand verbringen zu können und nicht wirklich interessiert an der Sache ist, sollte sich jedoch lieber in anderen Abteilungen bewerben. Für mich war es perfekt und ich glaube nicht, dass mir ein Praktikum in Deutschland diese Vielfalt wieder bieten kann und ich habe wahnsinnig viel lernen können!

Land und Leute

Die Wochenenden habe ich zum Reisen genutzt. Zusätzlich war ich nach der Famulatur noch einen Monat in Thailand unterwegs. Am ersten Wochenende habe ich hauptsächlich Bangkok erkundet- ich war auf dem Chatuchak Weekend Market, der riesig und wahnsinnig bekannt ist. Auch auf der Khao San Road habe ich mich umgesehen. Der Königspalast gehört natürlich auch dazu sowie der Golden Mount. Allerdings sind meine liebsten Sehenswürdigkeiten nicht die, von denen man sagt, dass man unbedingt dort gewesen sein muss. So haben mir das Jim Thompson’s House und Ancient City am besten gefallen und kann euch nur empfehlen, euch die beiden Dinge anzusehen! Das Jim Thompson’s House liegt sehr zentral und ist ein Wohnhaus des ehemaligen Seiden- und Textilhändlers Jim Thompson. Es hat einen üppigen Garten mit kleinen Teichen sowie ein süßes Café. Für 200 Baht bekommt man im Rahmen einer Führung, die absolut empfehlenswert ist, Zugang zum eigentlichen Haus, das im traditionellen Thai-Stil erbaut ist. Ich war sofort verliebt und die Geschichte hinter diesem Haus und der Einrichtung ist wirklich spannend. Ein toller Nachmittag! Ancient City hingegen nimmt einen ganzen Tag in Anspruch. Hinter dem Namen verbirgt sich ein riesiger (!) Park mit Miniatur-Nachbauten vieler Sehenswürdigkeiten wie Tempel aus ganz Thailand. Im Ticketpreis von 700 Baht (online 600 Baht) ist auch ein Fahrrad inklusive. Tatsächlich ist der Park bei Touristen nicht so bekannt, aber ich würde jedem empfehlen, der in Bangkok ist, dort hin zu fahren. Und ganz so klein sind all die Nachbauten dort nicht- sie sind dennoch sehr groß und man kann überall hineingehen, denn auch von innen ist alles toll gestaltet. Und wenn man im Königspalast ganz allein steht (denn ich habe an meinem Tag dort kaum jemanden getroffen), ist das allemal besser als umringt von hunderten Foto-knipsenden Touristen- auch wenn der Tempel etwas kleiner und nur eine Kopie ist. Man fühlt sich dort ein bisschen wie in einem Märchenland mit all den verlassenen, aber wunderschönen Gebäuden. Es gibt sogar kleine Wasserfälle, Brunnen, Flüsse und Seen. Auch ein schwimmender Markt wurde nachgebaut. Leider ist der Park nicht so leicht zu erreichen, da er 30km außerhalb von Bangkok an der Küste liegt. Man kann aber einen Bus nehmen oder mit der BTS fahren und dann den Rest mit dem Taxi fahren. Es lohnt sich auf jeden Fall und Wegbeschreibungen findet ihr im Internet!
In Bangkok selbst kann ich euch noch das Siam Discovery empfehlen, mein liebstes Einkaufscenter dort. Ich shoppe nicht so gerne Klamotten, aber kreative Dinge, und davon gibt es dort sehr viel. Im Lumphini-Park könnt ihr euch abends der alltäglichen Joggingrunde anschließen- zusammen mit tausend Thais wird der Park so jeden Abend zum sportlichen Mittelpunkt Bangkoks.
Für viele Touristen darf auch ein Besuch in einer Skybar nicht fehlen- bekannte Bars wie die Octave in einem der Marriot Hotels sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Näher zum Krankenhaus und auch viel ruhiger, entspannter, günstiger und stylischer ist jedoch die Bar „The Speakeasy“. Dort saßen wir fast allein in großen gemütlichen Sesseln ohne unterschwellig gedrängt zu werden, bald für die nächsten Gäste Platz zu machen. Auch die Kellner sind dort besonders freundlich- und tragen Outfits im 20er Jahre Stil! Die Cocktails sind auch an diese Zeit gehalten und nicht so teuer wie in vielen anderen Bars. Zudem gibt es keinen Dresscode. Für mich war es die perfekte Bar!
Zur Kultur sollte noch gesagt werden, dass die Thailänder einen sehr großen Respekt vor ihrem König haben. Überall hängen Fotos von ihm und viele verbeugen sich davor. Im Kino läuft vor dem eigentlichen Film eine kurze Sequenz über den König, bei der alle aufstehen. Jeden Tag um 8 und 18 Uhr läuft an den Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen sowie im Radio die Nationalhymne. Währenddessen bleiben alle stehen- das sollte man auch als Ausländer machen! Auch generell sollte man viel Respekt vor dem König zeigen und keine kritischen Bemerkungen machen, denn das kann nach dem Majestätsbeleidigungsgesetz mit bis zu 30 Jahren Haft verurteilt werden.
Wenn man in Tempel geht, sollte man sehr auf seine Kleidung achten und Knie und Schultern bedeckt halten. Auf der kleinen Insel Kosichang, die nur bei thailändischen Touristen bekannt ist, sollte man sich an die Badesitten der Thais halten und entweder einen Badeanzug oder ein T-Shirt überm Bikini tragen. Auf den touristischen Inseln habe ich ganz normal meinen Bikini getragen. Allerdings sollte man keinesfalls einen brasilianischen Bikini-Slip tragen oder sich sogar oben ohne sonnen!
Insgesamt bin ich sehr gut mit den Thailändern klargekommen, auch wenn ich ein Freund von konstruktiver Kritik und Ehrlichkeit bin- damit jedoch sollte man sich zurückhalten. Dennoch haben mir die Art der Thailänder und die ganze Kultur wahnsinnig gut gefallen.
Von der Wirtschaft habe ich vielleicht einen etwas verzerrten Eindruck, da die meisten Thais, die ich kennengelernt habe, nunmal Augenärzte und damit die bestverdienendsten Ärzte des Landes waren. Doch auf dem Land wird einem schon bewusst, in welcher Armut viele Thais leben.

Fazit

Das Praktikum und meine Zeit im Land haben all meine Erwartungen übertroffen, sodass ich vom ersten Tag an wusste, dass mir die Heimreise sehr schwer fallen wird. Ich wünschte, dass ich länger im Krankenhaus hätte arbeiten können. Auf jeden Fall werde ich in dieses wunderbare Land zurückkehren, um noch mehr schöne Ecken zu entdecken. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, euch an dieser Uni zu bewerben und euch noch ein paar Tage Zeit für das Reisen danach zu nehmen. Übrigens habe ich etwas von der thailändischen Kultur mit nach Hause genommen: Mir ist aufgefallen, dass ich einen sehr freizügigen Kleidungsstil in der Öffentlichkeit nun als respektlos ansehe, obwohl ich da vorher überhaupt nicht drauf geachtet habe.

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