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Brazil (DENEM)

Gynäkologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Friederike, Hannover

Motivation

Da ich während eines weltwaerts-Jahres in Mosambik bereits Portugiesisch sprechen gelernt habe, wollte ich seit Beginn meines Studiums eine Famulatur in einem portugiesisch sprachigen Land absolvieren. Weil es den Fahrtkostenzuschuss vom DAAD gibt, lohnt es sich, das Land auszuwahlen, das am weitesten weg liegt. Unter anderen Umstanden ist es viel schwieriger, eine solche Reise anzugehen, geschweige denn zu finanzieren.

Vorbereitung

Durch mein eigenes Engagement beim bvmd hatte ich keine Schwierigkeiten, alle notwendigen Informationen zu bekommen und mich rechtzeitig um alles Nötige zu kümmern. Bei Problemen hatte ich immer die komplette Lokalgruppe als Ansprechpartner. Einen Englisch- (obligat) und Portugiesischsprachtest (Bonuspunkte) habe ich zwei Monate vor Bewerbungsschluss organisiert. Das sind die Termine, um die man sich als erstes kümmern sollte, denn man weiß vorher nie, ob in der nächsten Zeit Termine frei sind und ob die Sprechzeiten mit den eigenen Pflichtveranstaltungen kollidieren.
Um einen Termin beim Arzt, um alle nötigen Impfungen zu erhalten, sollte man sich ca. ein halbes Jahr vor Abflug kümmern.

Visum

Ein Visum braucht man in Brasilien nur für Sao Paulo und Rio de Janeiro, wenn man ein Praktikum macht, im Rest des Landes nicht, solange das Praktikum an eine Ausbildung oder Studium angegliedert ist. Insgesamt darf man 90 Tage im Land bleiben, ohne sich Sorgen Machen zu müssen. Danach wird es einfach nur teuer, wenn man wieder ausreisen mochte. Ein vermeidbares Übel.

Gesundheit

Leider braucht man unweigerlich einen Termin beim Tropenarzt, wenn man in die Tropen reisen möchte. Wer noch keine Gelbfieberimpfung hat, muss sie sich unbedingt spritzen lassen. Seinen kompletten Impfpass aufzufrischen schadet auch nicht. Außerdem ist für Brasilien ein Tuberkulosetest gefordert. Auch hier genug Zeit einplanen! Der einfache Hauttest, die günstigste Variante, dauert 3-4 Tage, um ein Resultat zu erhalten. Malariaprophylaxe hatte ich auch im Reisegepäck, aber es hängt sehr vom Ort und von der Jahreszeit ab, ob man die wirklich braucht. In meinem Fall, obwohl ich mitten im Malariagebiet eingesetzt war, habe im Zentrum der Großtadt Manaus nichts von Mücken mitbekommen. Geholfen hat auch, dass ich in der Trockenzeit dort war. Während der Regenzeit ist es wesentlich schlimmer.

Sicherheit

Für meinen Auslandsaufenthalt habe ich eine zusätzliche Kranken- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Kostet beides nicht viel Geld. Die Krankenversicherung von Barmenia kostet mich 4,90 Euro pro Jahr und enthält alles, was ich brauche. Die Haftpflicht von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank war ein extra Angebot fur Famulanten. Dort kann man sich auch ein Paket gleich mit Krankenversicherung zusammenstellen. Geht schnell und einfach online mit Kreditkarte. Die Haftpflicht war mehr fur mein gutes Gefühl, ist absolut kein muss. Die Krankenversicherung ist obligat und gehört in die Bewerbungsunterlagen bzw. sollte so bald wie möglich auf die IFMSA Plattform hochgeladen werden.
Bereits vor meinem Aufenthalt in Brasilien habe ich mir von allen möglichen Leuten anhören müssen, wie gefährlich es sei, dorthin zu reisen. Und noch dazu allein, als weiße Frau! Ja, ich gebe ihnen Recht. Brasilien ist kein sicheres Pflaster, erst recht nicht, wenn man an Orten unterwegs ist, wo auf den ersten Blick klar ist, dass man Ausländer ist. Je weiter man gen Norden reist, umso mehr ist das ein Problem. Die beste Hilfe waren auf meiner Reise die Angestellten in den Hostels. Die wussten als Locals immer am besten, wo man sich ohne Probleme aufhalten kann und welche Gebiete man besser meiden sollte. Dann gibt es noch die generellen Regeln, wie: Lauf nicht mit dem Handy in der Hand rum! Geh nicht im Dunkeln raus! Trag keinen Schmuck! Hab immer ein bisschen Kleingeld in einer Hosentasche, das du bei einem Uberfall weggeben kannst! Keine hohen Summen Bargeld dabei haben! – Ich hoffe, das versteht sich von selbst. Die beste Regel ist, auf sein Gefühl zu horen. Wenn du dich nicht wohl fuhlst, in eine verlassene Gasse abzubiegen, dann lass es bleiben. Es ist leider so, dass viele brasilianische Städte recht weit oben auf der Liste der gefährlichsten Stadte der Welt stehen. Und in jeder Stadt, in der ich war, hat man mir gesagt, es sei eine der gefährlichsten in Brasilien. Ich habe einfach versucht, nicht leichtsinnig zu sein und bin damit für volle zwei Monate wirklich gut gefahen. Die Einschränkung, nachts nicht einfach rausgehen zu können, sondern sich vorher eine Gruppe von Leuten zu suchen, mit dem Taxi zu fahren etc. sind Vorkehrungen, die zwar nervig sind, aber man sollte sie beherzigen.

Geld

Wenn du dich auf Finanzen vorbereiten möchtest, kann ich dir nur empfehlen, ein Konto bei der DKB zu eröffnen. Mit deren VISA Card kannst du auf der ganzen Welt kostenlos Bargeld abheben. Bei der Brasilianischen Bank Bradesco hatte ich nie Probleme. An manchen Automaten, die in Geschäften, Malls, Busbahnhöfen oder Flughäfen stehen, werden zusätzliche Gebühren abgezogen. Ich habe dort immer 24 Reais (ca. 8 Euro) zahlen müssen. Also besser im Voraus die Bankfiliale aufsuchen. Wenn du bei deiner Ankunft in Brasilien an Geld ohne Gebühren kommen willst, um vom Flughafen wegzukommen, bleibt nur die Option, die ersten Reais in Deutschland zu organisieren. Außer der brasilianischen Landeswährung Real habe ich nirgendwo gesehen, dass man mit einer anderen Währung bezahlen konnte. Kreditkarten werden aber so gut wie überall akzeptiert, auch hier werden seitens der DKB keine Gebühren fällig.

Sprache

Da ich während eines weltwaerts-Jahres in Mosambik bereits Portugiesisch sprechen gelernt habe, brauchte ich im Vorfeld keinen extra Sprachkurs. Mit Englisch kommt man nicht weit. Im Krankenhaus wäre ich verloren gewesen, hätte ich nicht die Sprache beherrscht. Ein anderer Famulant aus Russland meinte, wegen seiner mangelnden Sprachkenntnis bzw. der fehlenden Englischkenntniss der Ärzte, hätte ihm die Famulatur fachlich gesehen so gut wie gar nichts gebracht. Portugiesisch ist nicht schwer. Innerhalb eines Monats kann man es schaffen, sich mit einfachen Worten verständlich zu machen. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich vorher zu bemühen und schon die Basics zu lernen.

Verkehrsbindungen

Mit dem Fahrtkostenzuschuss des DAAD von 775 Euro bin ich für den Hin- und Rückflug genau ausgekommen, allerdings war es ein Flug mit American Airways über London und Dallas nach Sao Paulo. Also 30 Stunden unterwegs.
Innerhalb Brasiliens gibt es ein gut ausgebautes Fernbusnetz. Die Preise sind völlig in Ordnung, aber Brasilien ist riesig. Es gibt Busse, die innerhalb von 3 Tagen das halbe Land durchqueren. Hier lohnt es sich aber, einen Blick auf die Preisliste der Fluggesellschaften zu werfen. Auf längeren Strecken ab ca. 1000 km sind Flüge oft günstiger als Busse.

Kommunikation

Es gibt in jedem Restaurant und größerem Geschäft freies WLAN. Da jeder Whatsapp hat, war es nicht notwendig, mir eine brasilianische SIM Card zuzulegen. Sogar mit den Ärzten konnte ich über Whatsapp kommunizieren.

Unterkunft

Ich habe in einer WG bei zwei großartigen Medizinstudentinnen gewohnt. Eine der beiden hat ihr Zimmer geräumt und die zwei haben sich für den Monat, den ich da war, das andere geteilt. Demnach war schon alles vorhanden inklusive Bettwäsche und ein bisschen freigeräumter Platz im Kleiderschrank. Dafür, dass sie mich bei sich umsonst haben wohnen lassen, haben sie Punkte für die eigene Bewerbung bei der Austauschorganisation bekommen. Unter der Hand habe ich aber einen angemessenen Betrag für zusätzliche Nebenkosten gezahlt.

Literatur

Der Lonely Planet Brasilienreiseführer hat mir gute Dienste erwiesen. Nützliche Insidertipps und viele Karten. So konnte ich oft mein Handy zu Hause lassen und einfach mit dem Buch in der Hand losziehen.
Das einzige, was ich mir an Literatur auf Portugiesisch angesehen habe, war ein Anatomieatlas und eine gynäkologische Fachzeitschrift, die meine Mitbewohnerinnen zu Hause hatten.

Mitzunehmen

Da ich ein Freund von leichtem Gepäck bin und es in Brasilien sowieso alles zu kaufen gibt, was man im Notfall braucht, sollte man eigentlich nur unbedingt an seinen Reisepass und eine Kreditkarte denken. 1/4 meines kleinen Koffers habe ich mit Gastgeschenken angefüllt, darunter ein Fotobuch von Hannover, die typischen Leibnizkekse von dort und eine Dose Sauerkraut.

Reise und Ankunft

Mit der Anreise gab es keine Probleme. Ich war schon einen Monat zuvor zum Reisen angereist und hatte einen Inlandsflug von 5 Stunden nach Manaus zwei Tage vor Praktikumsbeginn. Ich wollte gerne einen Tag zum gemütlich Ankommen haben. Eine meiner Mitbewohnerinnen hat mich vom Flughafen abgeholt. Anscheinend gab es organisatorische Probleme, was meinen ersten Arbeitstag betraf. Ich habe versucht herauszufinden, wann ich wo sein muss, was gar nicht so leicht war. Spät abens vor meinem ersten Tag im Krankenhaus habe ich dann eindlich eine Nachricht bekommen, dass mich doch jemand auf Station bringen kann. Alles etwas holprig. Außerdem wurde mir gesagt, ich bräuchte keinen Kittel. Dem entsprechend dachte ich, mir würde Krankenhauskleidung gestellt. Vor Ort hat sich dann herausgestellt, dass das eine Fehlinfo war. Zum Glück konnte mir eine Ärztin für den gesamten Monat einen ihrer Kittel leihen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Es gab zwar offiziell einen Arbeitsplan, aber der war sowieso von Anfang an hinfällig. In meiner ersten Woche gab es nämlich zwei Feiertage. Also haben sich fast alle Ärzte gedacht, dass sie sich dann die restlichen Tage auch frei nehmen und wegfahren. Dementsprechend lief in der Woche gar nichts. Eigentlich entspannt, aber weil ich so voller Tatendrang war und mich ein wenig nutzlos und eingesperrt gefühlt habe, ging es mir am Anfang nicht gut. Ich war mir unsicher, was ich alles alleine machen kann und wie gefährlich Manaus tatsächlich ist. Erst später habe ich viel mehr eigenständig unternommen. Aber man hatte wohl Angst um mich und hat mir sogar davon abgeraten, mit dem öffentlichen Bus zu fahren, was eigentlich totaler Blödsinn war.
Ab der zweiten Woche hat sich dann ein schöner Rhytmus eingespielt. Und zwar war ich Montags, Dienstags und Donnterstags in der gynäkologischen Ambulanz. Dort gab es jeden Tag vormittags und nachmittags jeweils Sprechstunden zu unterschiedlichen Gebieten: Postmenopause, allgemeine Gyn, operative Gyn und pränatal. Ich war keinem Arzt fest zugewiesen und hab mir immer spontan überlegt, worauf ich gerade Lust habe und welche Ärtze ich mag und bin in die entsprechenden Behandlungszimmer gegangen. Dort durfte ich nicht viel machen, es gab einen Haufen anderer Studenten, die auch überall waren. Zusätzlich zum Facharzt gab es ein bis zwei in Facharztausbildung. Die Zimmer waren also brechend voll.
Die Untersuchungen, die ich durchführen durfte, waren viel Cardiotocographie und Messen der Uterusgröße. Nur zweimal durfte ich den Uterus tasten, sonst konnte ich bei vielen Krebsvorsorgeuntersuchungen zuschauen. Wenn es eine gynäkologische Operation gab, durfte ich auch immer in den OP gehen und sie mir ansehen.
Mittwochs bin ich mit zwei Studenten zusammen zu einem anderen Krankenhaus gefahren, das eine Geburtstation hat. Dort haben wir einen Tag komplett im OP verbracht, um Kaiserschnitte zu sehen, die Woche darauf im Kreissaal für natürliche Geburten. Beides war lehrreich, vor allem, weil immer jemand da war, der gerne meine Fragen beantwortet hat.
Freitags war ich im Krankenhaus für Tropenmedizin. Darüber habe ich mich besonders gefreut, weil Tropenmedizin eigentlich meine Erstwahl war. Dort war ich auch in der gynäkologischen Ambulanz, dort war der zuständige Arzt aber ein HIV Spezialist. Ein alter Hase, der einen großen Wissensschatz angesammelt hat. Dort war ich die einzige Studentin und hatte deswegen ein wenig mehr zu tun als in der anderen Ambulanz.
Von einem Fall möchte ich hier berichten, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Ein 14-jähriges Mädchen kam zu uns in die gynäkologische Sprechstunde, die Mutter an ihrer Seite. Sie erzählte von der Krankengeschichte ihrer Tochter. Diese hatte eine angeborene Verwachsung der Vagina und des Gebärmutterhalses. Das führte dazu, dass die einsetzende Menstruationsblutung den Uterus so weit anschwellen ließ, dass der zu abdominellen Beschwerden führte. In dem Dorf, aus dem sie kamen, gab es ein kleines Krankenhaus. Dort hat man ihr den kompletten Uterus entfernt, um das Problem zu lösen. Zu uns kamen sie, weil die Mutter wissen wollte, ob es eine Klinik gibt, die die Vagina ihrer Tochter zumindest wieder so richten kann, dass sie ein normales Sexualleben führen kann. Eine radikale Maßnahme. Aber auf dem Land, wo es wenig Medikamente gibt und die Patienten sehr selten zum Arzt kommen und wegen weiter Wege wenig Compliance zeigen, neigt man eher dazu, gleich die Wurzel auszureißen.
Das Gesundheitssystem in Brasilien ist theoretisch eines der Besten. Der Staat zahlt für das öffentliche Gesundheitssystem und stellt kostenlos eine komplette Versorgung der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. In der Theorie. In der Praxis geht ein Großteil des Geldes irgendwo unterwegs verloren. Deswegen ist es vorgekommen, dass im OP wichtiges Material gefehlt hat und mit Geräten zweiter Wahl operiert wurde.
Etwas, das mir noch stark negativ aufgefallen ist, ist das andere Hygienebewusstsein. Man muss schon aktiv nach Händedesinfektionsmittel suchen. Ein anderes Beispiel ist, dass einige der Studenten beim Abtasten der Mamma und der axillären Lymphknoten einfach keine Handschuhe benutzt haben.

Land und Leute

Manaus liegt mitten in Amazonien. Deswegen bietet es sich an, Ausflüge in den Regenwald zu unternehmen. Einen Tagesausflug mit dem Boot über den Rio Negro habe ich gemeinsam mit meinen Mitbewohnerinnen gebucht. Ein weiteres Wochenende war ich allein mit wenigen anderen Touristen in einer Lodge auf einer kleinen Insel mitten im Urwald. Das war wunderschön und wir sind mit einem Führer durch den dichten Dschungel spaziert.
Landschaftlich ist Brasilien der Wahnsinn. Es lohnt sich, mehrere Wochen zusätzlich zur Famulatur einzuplanen, um das gigantische Land ein wenig kennen zu lernen. Wärmstens empfehlen kann ich einen Wanderausflug in die Chapada Diamantina, das war eine der schönsten Erfahrungen.
Schwierig ist die wirtschaftliche und politische Lage. Vor allem durch Korruption geht viel Geld verloren, das bitter nötig wäre, um öffentliche Einrichtungen zu unterstützen. Zwei große Korruptionsskandale waren im letzten Jahr auch in Deutschland in den Medien.
Mit meinen zwei Mitbewohnerinnen habe ich mich auch ab und an über die Politik des Landes unterhalten. Die beiden haben kein Vertrauen in die Politik mehr übrig und es kam mir ein bisschen so vor, als hätten sie ihr Land in der Hinsicht aufgegeben.
Die zwei Mädels haben meinen Aufenthalt in Manaus zu einem wunderschönen Erlebnis werden lassen. Unglücklicherweise bin ich in einer Prüfungsphase dort gewesen. Trotzdem haben wir, wann immer es die Uni zugelassen hat, gemeinsam etwas unternommen. Wenn ich Probleme hatte, waren die zwei meine ersten und einzigen Ansprechpartner. Die Organisation vor Ort hat sich nicht wirklich gekümmert, deswegen war es umso wichtiger, dass ich einen so großen Rückhalt durch meine Mitbewohnerinnen hatte, die für mich schnell zu Freundinnen geworden sind.
Gekocht haben wir viel zu Hause und abwechselnd habe ich ein deutsches Gericht gekocht oder Kuchen gebacken und dann die anderen eine brasilianische Speise. Das war ein wirklich leckerer kulinarischer Austausch. Nur Milch und Käse habe ich leidlich vermisst.
Typisch brasilianisches Essen sind Feijoada, also Reis mit Bohneneintopf, und brasilianisches Barbecue. Wenn man am Meer oder an großen Flüssen ist, gibt es überall leckeren gegrillten Fisch.
Die Brasilianer generell sind sehr offen, redefreudig und hilfsbereit. Dafür muss man umso abweisender sein bei Männern, die versuchen, einen anzubaggern.
Durch die Offenheit der Brasilianer ist es mir gelungen, im Krankenhaus schnell Kontakte zu knüpfen. Bald kam ich mir nicht mehr wie der Außenseiter vor, sondern wurde von allen auf dem Flug gegrüßt. Viele der Studenten zeigten sich hilfsbereit und haben mir immer ausführliche Antworten gegeben, wenn ich Fragen hatte.
Zwei Monate habe ich insgesamt in Brasilien verbracht. So viel ich im Flugzeug nach Deutschland geweint habe, so froh bin ich doch, dass ich wieder zurück bin. Zwei Monate haben sich nach genug angefühlt.

Fazit

Obwohl ich viel gelernt habe, Brasilien ein schönes Land ist und ich einen Haufen großartiger Menschen kennen gelernt habe, will ich auf keinen Fall dauerhaft dort wohnen und arbeiten. Dazu gefällt mir das Leben und die Ordnung in Deutschland zu gut. Natürlich müssen wir unser System immer weiter verbessern, aber im Vergleich zu Brasilianischen Krankenhäusern ist es viel effektiver. Man kann mehr aus seiner Zeit machen, es geht besser voran.
Das heißt aber nicht, dass ich nicht unbedingt zurückkehren und all die lieb Gewonnenen wiedersehen möchte!

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