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Neurologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Hannah, Leipzig

Motivation

Da ich schon einmal im englischsprachigen Teil Kanadas war, wusste ich bereits wie toll dieses Land und wie offen die Menschen dort sind. Dieses Mal wollte ich sehr gerne in den französisch sprachigen Teil Kanadas, um mein Französisch zu praktizieren. Außerdem hätte ich mich für den englischsprachigen Teil nicht bewerben können, da die dortigen Universitäten einen Abschluss des 10. Fachsemesters voraussetzen, welches ich zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht hatte.
Ich wollte gerne nach Kanada, weil es mich interessierte, wie dort das Medizinstudium abläuft, wo dort die Studenten im Gegensatz zu Deutschland doch hohe Studiengebühren zahlen müssen.

Vorbereitung

Um mein Französisch wieder zu verbessern, habe ich das Semester vor meinem Austausch eine Tandempartnerin gesucht. Die Vorbereitungen für die Bewerbung waren relativ aufwendig, da die Universität von Montreal sehr viele Dokumente und Bewerbungsschreiben einfordert. Es gibt dafür extra einen "Guide de l'étudiant" , einen 12-seitigen Leitfaden für alle auswärtigen Studenten die ein Praktikum/Famulatur/ PJ-Abschnitt in Montreal absolvieren möchten. Darin wird genau beschrieben welche 4 Bewerbungsschritte es gibt und welche Unterlagen alle benötigt werden. Es lohnt sich sehr, diesen Leitfaden genau durchzulesen und abzuarbeiten. Leider zieht sich der ganze Bewerbungsablauf dadurch und ich bekam relativ spät erst die Zusage.

Visum

Was das Visum betrifft, schreibt man am besten die kanadische Botschaft in Wien an und die erklärt einem ganz genau was sie benötigen und antworten auch schnell auf Anfragen. Leider ist es Pflicht ein "medical examination" bei einem bei der kanadischen Botschaft registrierten Arzt durchzulaufen. Diese spezielle medizinische Untersuchung kostet leider 260€ und kann nur bei ungefähr 10 Ärzten in Deutschland vollzogen werden. Sie besteht aus einem Röntgen Lunge, Bluttest, Sehtest, körperlicher Untersuchung und verschiedenen Labortests (u.a.HIV-Test). Leider ist diese Untersuchung obligat und es werden keine Röngtenbefunde oder Bluttests von der Universität anerkannt. Wenn man die geforderten Unterlagen per Email an die kanadische Botschaft sendet, bekommt man zügig das Visum. Bei mir hat es nur wenige Tage gedauert, obwohl vier bis sechs Wochen angegeben wurden.

Gesundheit

Ja ich musste ein "medical axamination" mit Röntgen Thorax, Sehtest, Bluttests und körperlicher Untersuchung bei einem speziellen Arzt, der von der kanadischen Botschaft in Wien anerkannt wird, mitmachen. Die Liste der Ärzte findet man auf der Website der kanadischen Botschaft und die Kosten für diese spezielle Konsultation belaufen sich auf ca. 250€. Ansonsten musste ich noch alle gängigen Impfungen und auch einen Tuberkulose-Test nachweisen, welche ich beim Betriebsarzt der Universität machen konnte. Eine AUslandskrankenversicherung habe ich auch abgeschlossen über die BVMD und die Ärzteversicherung, was auch günstig war. (ungefähr 8€ pro Monat)

Sicherheit

Ich habe nur eine Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung für meinen Aufenthalt abgeschlossen. Kanada ist ein sehr sicheres Land nach meiner Erfahrung. Ich habe keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Ich hatte auch in der Großstadt Montreal ein sehr gutes Gefühl und bin auch abends alleine mit dem Fahrrad gefahren. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich jetzt nicht in den Vororten oder weiter entfernten Vierteln unterwegs war. Dennoch würde ich die Sicherheit hoch einstufen.

Geld

Die Währung in Kanada ist der kanadische Dollar. Dieser ist etwas schwächer als der amerikanische Dollar. Ein Dollar entspricht ungefähr 0,7€. Ich habe entweder mit Kreditkarte bezahlt oder Dollar abgehoben und mit diesen bezahlt. Insgesamt wird in Kanada wesentlich öfter mit Karte und auch mit Kreditkarte bezahlt. Selbst ein Kaffee im Cafe kann mit Karte bezahlt werden.
Es gibt genug Banken bei denen Geld abgehoben werden kann. Ich hatte leider das Pech das meine Kreditkarte nur bei einer Bank und zwar der "Desjardins" Bank funktioniert hat, aber zum Glück ist diese mit vielen Filialen vertreten und berechnet keine extra Gebühren. Die Lebenshaltungskosten in Kanada sind auf jeden Fall höher als in Deutschland. Vor allem Lebensmittel in Supermärkten, aber auch das Essengehen und Kaffeetrinken kommt um einiges teurer, da es auch üblich ist 15- 25% Trinkgeld zu geben. Zudem sind bei den meisten Preisen die Steuern noch nicht eingerechnet. Dementsprechend darf man sich nicht wundern, wenn an der Kasse noch 15% Steuern aufgerechnet werden.

Sprache

Quebec ist der französischsprechende Teil von Kanada und die "Quebecois" sind auch sehr stolz auf ihr "québecois", welches nicht gleich dem französisch in Frankreich ist, sondern viele Eigenheiten besitzt. Während außerhalb von Montreal und im Rest der Provinz wirklich überwiegend französisch gesprochen wird, ist Montreal wirklich bilingual. Ich war überrascht wie gut die meisten Studierenden und ÄrztInnen im Krankenhaus zwischen Französisch und Englisch wechseln konnten. Ich hatte vor zwei Jahren einen Erasmusaufenthalte in Frankreich verbracht und konnte deshalb auf ein relativ gutes Französisch aufbauen. Zudem hatte ich eine Tandempartnerin vor meinem BVMD-Austausch, um es wieder aufzufrischen. Kurz vor meinem Aufenthalt habe ich mir Videos auf Youtube zur EInführung ins Québecois angeschaut, um Besonderheiten in der Sprache zu verstehen. Mir hat es auch sehr gefallen, zwei Wochen vor meinem Famulaturbeginn anzureisen und meine Kommunikation vor Ort zu üben. Im Krankanhaus bin ich sehr gut zu recht gekommen und wenn ich ein Wort auf Französisch nicht wusste, konnte ich es auch auf Englisch sagen und wurde immer verstanden. Ich würde ein Sprachniveau von B1/B2 Französisch empfehlen, da in der Klinik wirklich hauptsächlich nur Französisch gesprochen wurde. Das gilt aber für den Austausch mit und in den Kliniken der Université de Montreal. Die Mc Gill Universität und ihre Lehrkrankenhäuser dagegen verwenden hauptsächlich Englisch als Unterrichtssprache. Da die BVMD meines Wissens nur Austauschplätze an der Universität von Montreal anbietet, ist ein entsprechendes Französischniveau empfehlenswert.

Verkehrsbindungen

Ich bin mit dem Flugzeug von Frankfurt nach Montreal angereist. Da ich relativ kurzfirstig meinen Flug erst buchen konnte, habe ich keinen Direktflug mehr gebucht, sondern ein günstiges Angebot bei der Billigairline WOW Air mit Zwischenstop in Island genommen. Generell gibt es aber genügend Angebote von den deutschen großen Flughäfen Frankfurt, Berlin oder München die direkt nach Montreal fliegen. In Montreal habe ich für 30 Tage ein Fahrradabo bei den BIXI Bikes abgeschlossen, welche man für 45 Minuten ausleihen an einer Fahrradstation ausleihen und wieder abgeben kann. Wenn es regnete oder ich weite Strecken zurücklegen musste, habe ich die Ubahn genommen. EIn Metro/Busticket kostet 3 Dollar, man kann sich auch eine 10er Karte für 27 Dollar holen oder für Vielfahrer lohnt sich auch ein Monatsabo. Das Bus- und Metronetz ist gut und die Bixi Fahrräder sind auch in einem guten Zustand. EInzig wichtg ist, dass man im Bus nur bar und mit Münzen bezahlen kann, in den Metrostationen sind aber Automaten zur Kartenzahlung vorhanden.

Kommunikation

Kanada ist ein hoch entwickeltes Land und öffentliches Wlan sehr verbreitet. Gerade in Cafes ist es selbstverständlich, dass es Wlan gibt und auch an manchen öffentlichen Plätzen ist es verfügbar.
Ich hatte über die Austauschorganisation eine Unterkunft erhalten, leider funktionierte dort die Wlan Verbindung nur sehr schlecht, da wir sie mit den Nachbarn teilten und die Verbindung oft überlastet war.

Unterkunft

Ich hatte erwartet in einem Studentenwohnheim unterzukommen, dem war aber nicht so. Auf mein Nachfragen im Vorhinein bei der Verantwortlichen der IFMSA Montreal wurde mir immer gesagt, dass ich eine Unterkunft erhalten würde, aber nicht wo und was für eine.
Kurz bevor ich ankam, wurde mir die Adresse gesagt und wo ich den Schlüssel zur Wohnung finden konnte. Ich war letztendlich in einer Privatwohnung mit einem chinesischen Studenten untergebracht. Ein Bett und Bettdecke waren vorhanden. EIne Küche mit Herd, Kühlschrank, Ofen waren vorhanden. Da die Küche etwas spärlich ausgerüstet war, was Geschirr und Besteck anging, bin ich erstmal im nahe gelegenen Thrift Store (Gebrauchtwarenladen) einkaufen gegangen, um zukünftig mich auch selber versorgen zu können.
Zum Lehrkrankenhaus waren 5km, die ich mit dem Fahrrad zurücklegen konnte.

Literatur

Ich habe mir in der medizinischen Bibliothek des Krankenhauses Bücher ausgeliehen. Zudem konnte man noch im Sekretariat der Neurologie gegen ein Pfand Bücher zur Neurologie ausleihen.
Auch die Assistenzärzte waren sehr nett und haben mir ein Buch aus Ihrer Sammlung ausgeliehen. Generell würde ich ein deutsches und ein fremdsprachiges Buch im jeweiligen Fachgebiet empfehlen, um einerseits komplexere Zusammenhänge zu verstehen und andererseits im fremdsprachigen Buch die jeweiligen Fachausdrücke kennenzulernen.

Mitzunehmen

Ich hatte meinen Kittel, meinen Reflexhammer, mein Stethoskop für meine Famulatur in der Neurologie dabei. Leider hatte ich meine Lampe vergessen, aber mit dem Handylicht geht das auch sehr gut. EIn Fachbuch zur Neurologie hatte ich leider vergessen, dass würde ich auf jeden Fall empfehlen, da es doch manchmal schwierig ist auf einer fremden Sprache etwas nachzuschlagen.
Ich hätte gerne eine bessere Fotokamera dabei gehabt, weil man die schönen Erlebnisse doch gerne festhalten möchte.
Ansonsten braucht man für die Klinik keine Wechselschuhe mitbringen, die meisten Ärzte dort tragen nicht einmal einen Kittel und verstauen ihr Stethoskop in der Handtasche.

Reise und Ankunft

Meine Anreise hat problemlos geklappt. Da ich schon zwei Wochen früher angereist bin und noch in der Provinz Quebec herumgereist bin, habe ich meine Ansprechpartner bei der Austauschorganisation erst während meines Praktikums getroffen. Mir wurde vom Sekretariat der Neurologie frühzeitig mitgeteilt, wo und wann ich mich an meinem ersten Praktikumstag einfinden sollte. Meine Ansprechpartnerin bei der IFMSA hatte leider meine Ankunftsdaten vergessen und meldete sich erst nach zwei Wochen, was aber nicht schlimm war. Sie war sehr nett und hat mir Montreal gezeigt und war immer bei Fragen oder Problemen erreichbar.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe meine Famulatur in der Neurologie abgeleistet. Von den vier Wochen habe ich zwei Wochen auf der Stroke Unit, eine Woche in der Ambulanz und eine Woche auf der allgemein neurologischen Station verbracht. Offiziell waren die Praktikumszeiten von 8 -17Uhr. Ich bin auch immer um acht Uhr auf Station gekommen, die Assistenzärzte kamen auch zwischen 8 und halb neun. Wir waren meist 2 Studenten, 2 Assistenzärzte und 1 Oberarzt/ärztin auf Station. Am Morgen wurden die Patienten aufgeteilt und als Student bekam ich meist zwei Patienten zugeteilt, die ich untersuchte, vorstellte und etwas in die Akte schrieb. Ich fand es toll, dass ich sofort ins Team integriert wurde, für wichtig genommen wurde und Aufgaben zugeteilt bekam. Alle waren auch immer sehr nett, höflich und offen für Fragen. Es wurde sich auch Zeit genommen etwas zu erklären und eine spezielle Untersuchung durchzuführen. Insgesamt hatte ich den EIndruck, dass viel flachere Hierarchien herrschten als in deutschen Krankenhäusern. Leider waren die Tage auf Station oft ziemlich lang, 17 Uhr kam ich nur selten aus der Klinik, oft wurde es 18 manchmal auch mal 19 Uhr. Trotz meiner Sprachbarriere und meines kurzen Aufenthaltes hatte ich den Eindruck, dass es den Ärzten wichtig war, dass ich etwas mitnehmen würde und auch alles verstand. Es wurde auch nachgefragt und sonst noch einmal erklärt. Ich hatte auch den Eindruck, dass sich auch ausreichend Zeit für Patienten bei der Visite genommen wurde. Die anderen Medizinstudenten waren auch sehr nett und hilfsbereit und erklärten mir zum Beispiel wie ich genau in die Patientenakte meinen Befund schreiben sollte. Sehr beeindruckend fand ich auch das Feedback von Seiten der Oberärzte, um die Studenten und jungen Assistenzärzten während der Ausbildung zu begleiten. Am Ende jeder Woche hatte man ein persönliches Gespräch mit dem Oberarzt/ärztin über seine Arbeit während der Woche. In einem Gespräch und auch schriftlichen Bogen wurden der Patientenkontakt, das klinische Wissen und der Umgang mit dem Personal bewertet. Diese Bewertungen fließen auch in die Abschlussnoten der Medizinstudenten mit ein und sind wichtig für die spätere Bewerbung. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass man mehr in den klinischen Alltag eingebunden wird, aber auch mehr geschätzt wird. Während meines Praktikums musste ich noch 2 Spätdienste ableisten, bei diesen muss man während der Woche nach seinem Praktikumstag im Krankenhaus bleiben und dem diensthabenden Assistenzarzt in der Inneren Medizin assistieren. Offiziell soll man von 17 bis 22:30 bleiben, aber meistens wird man gegen 20 Uhr nach Hause geschickt. Bei Famulaturen in anderen Fachdisziplinen als der Neurologie, kann es auch sein, dann man Wochenenddienst als Famulant/PJler mitmachen muss.
Auch wenn das Praktikum zeitintensiv war, möchte ich es nicht missen und habe auf jeden Fall viele wertvolle Erfahrungen mitgenommen.

Land und Leute

Da ich schon zwei Wochen früher angereist bin, konnte ich einen Abstecher in einige Nationalparks in Quebec machen. Da Quebec aber so eine Fülle an wunderschöner Natur zu bieten hat, haben diese zwei Wochen bei weitem nicht ausgereicht, um sein Ausmaß zu entdecken. Gerade die Gegend am Sankt-Lorenzstrom ist einzigartig! Von wunderschönen Campingplätzen direkt am Wasser kann man wandern, paddeln, Wale und Robben beobachten oder klettern.
Ich bin alleine gereist und gut mit Bussen oder per Anhalter weitergekommen. Unterwegs habe ich in Hostels oder aus Zeltplätzen geschlafen. Leider kosten die Nationalparks immer Eintritt (8$ pro Person pro Tag) und die Zeltplätze sind auch pro Stellplatz und nicht pro Person angerechnet, was wenn man alleine reist etwas teurer kommt. Man sollte sich auch an die Müllvorgaben halten, um keine Bären nachts anzulocken.
Montreal selbst ist einer wunderschöne Stadt mit so vielen verschiedenen Kulturen. Es gibt ein jüdisches, griechisches, italienisches, indisches und chinesisches Viertel. Es gibt viele tolle Museen wie das Museum der Geschichte von Montreal, das Museum der bildenden Künste oder das Holocaustmuseum. Gerade im Sommer gibt es auch viele Openairkonzerte und Festivals wie zum Beispiel das Pop Montreal. Ansonsten finde ich den Mont Royal, ein großer Wald mitten in der Stadt von dem man die Stadt überblicken kann, auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch das benachbarte Viertel "le Plateau" ist mit seinen vielen kleinen Geschäften und Restaurants abseits von der Innenstadt einen Besuch wert. Am besten hat mir der Jean Talon Marche gefallen. Dieser große Obst- und Gemüsemarkt lockt mit vielen Essensständen zum Probieren und nebenan gibt es auch ganz frisch gebackende Bagels aus der Bäckerei.
Mir hat besonders gut gefallen, dass in Montreal so viele verschiedene Einflüsse aufeinander prallen. In einem Viertel wird überwiegend englisch gesprochen, im anderen wieder französisch. Die Altstadt und der Hafen sind schön zum Spazieren, auch wenn sie die Touristenanziehungspunkte sind. Montreal hat im Vergleich zu anderen nordamerikanischen Straßen relativ viele Fahrradwege und begeisterte Fahrradfahrer. Trotzdem empfehle ich jedem einen Helm zu tragen und umsichtiger als in Deutschland zu fahren. Gleich bei meiner ersten Fahrradfahrt wurde ich von einem Autofahrer so kanpp überholt, dass sein Seitenspiegel meinen Lenker streifte.
Ich kann eine Reise nach Kanada nur empfehlen, da die Menschen dort so offen sind. Sobald ich eine Karte ausgepackt habe, wurde ich angesprochen und mir Hilfe angeboten.
Das Essen ist natürlich dem amerikanischen Essen ähnlich und bietet Burger, Pommes und Sandwiches, aber man sollte es auch nicht verpassen typisch kanadische Spezialitäten zu probieren wie das " Poutine", Pancakes mit Ahornsirup und "Eggs benedict".

Fazit

Ich hatte mir das Praktikum in Montreal etwas anders vorgestellt, vielleicht etwas weniger arbeitsintensiv. Aber trotzdem würde ich das Praktikum jeden empfehlen, der gerne seine Sprachkenntnisse verbessern möchte und auch im Krankenhaus etwas lernen möchte und geschätzt werden möchte. Wer möglichst viel Freizeit während seiner Famulatur sucht, wird womöglich enttäuscht sein. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall vor oder nach der Famulatur noch Zeit zum Reisen einzuplanen. Ich habe mir während dem Praktikum auch die Frage gestellt, ob ich einmal dort arbeiten wollen würde, wenn ich die Gelegenheit hätte und mit ja beantwortet. Dennoch bin ich froh, dass ich in Deutschland keine Studiengebühren zahlen muss und das unbezahlte PJ in Deutschland nur 1 Jahr dauert, wohingegen es in Kanada 2 Jahre sind. Im Allgemeinen hatte ich den Eindruck, dass die medizinische Ausbildung dort besser betreut wird und schon im Studium die Medizinstudenten wesentlich besser in den klinischen Alltag eingebunden sind und dementsprechend auch erfahrener mit Patienten umgehen.

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