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Institute for Indian Mother and Child (Indien)

Verschiedene - SCOPH (Public-Health Austausch)
von Irja, Saarbrücken

Motivation

Mich haben die Public Health Projekte sehr angesprochen, da ich gerne sehen wollte, welche Möglichkeiten es noch gibt, Medizin zu betreiben, abseits eines normalen Krankenhauses. Auch die Medizin in Entwicklungsländern interessiert mich sehr. Ich war bereits zum Krankenpflegepraktikum in Tansania, hatte aber den Eindruck, vor allem wegen meiner wenig vorhandenen medizinischen Kenntnisse nur die Hälfte zu verstehen. Deswegen wollte ich die Chance nutzen, mir das Ganze noch einmal anzuschauen nachdem etwas mehr Erfahrung habe. Das Projekt selbst hat mich sofort angesprochen, da ich in den Videos der IIMC Webseite gesehen habe, das es hier nicht nur um die medizinische Hilfe geht, sondern die Organisation versucht, auf so vielen Ebenen wie möglich zu helfen. Die Idee, sowohl den medizinischen Teil, als auch die anderen Projekte wie das Mikrokredit-Projekt und das Schul-Projekt sehen zu können, hat mich sehr angesprochen. Wann bekommt man sonst die Möglichkeit, eine NGO mit so vielen Projekten von innen kennen zu lernen?
Außerdem stellte ich mir Indien als Land unglaublich spannend vor, da man sich auf der einen Seite zwar den Dreck, das Chaos und die Armut vorstellt, andererseits Yoga, Meditation und so weiter.

Vorbereitung

Ich habe mich ein Jahr im Voraus für einen regulären Platz beworben. Hier kam sofort Verwirrung auf, da auf der bvmd-Webseite steht, dass nur eine Bewerbung für 5 Wochen berücksichtigt wird. Für alle die hier ebenfalls verwirrt sind: das Projekt geht jeweils vom 1. Bis zum letzten Tag des Monats, also einen ganzen Monat. Ich hab dann tatsächlich für 5 Wochen meinen Aufenthalt gebucht, war dann aber eine Woche länger da als die Gruppe die mit mir dort war, da sie alle um den 28.02/01.03. abgereist sind.
Davon abgesehen habe ich mir ein kleines Buch über Indien besorgt (Kulturschock Indien) und ein deutsch-bengali Wörterbuch (Kauderwelsch Bengali) gekauft.

Visum

Ich habe mir wie die meisten anderen auch, das e-Visum, Touristenvisum auf icgs.de besorgt. Das war recht einfach, man musste online alle möglichen Fragen beantworten musste (unter anderem was der Vater arbeitet und wo er wohnt etc., worüber ich mich wirklich gewundert habe), man brauchte ein Foto 5 * 5 cm und sonst eben auch das übliche. Das Visum war dann auch innerhalb von 3 Wochen bei mir.

Gesundheit

Ich hab mich im Internet und beim Hausarzt über die notwendigen Impfungen informiert und habe mich dann letztendlich gegen Thyphus, Cholera, Japanische Enzephalitis und Meningokokken impfen lassen. Hepatitis A und B braucht man natürlich auch, der Schutz war bei mir aber noch vorhanden. Eine Malaria-Prophylaxe habe ich mitgenommen (Malerone), aber dann doch nicht eingenommen. Auch bei uns in der Gruppe hat niemand eine Prophylaxe eingenommen. An sonstigen Medikamenten habe ich Ibuprofen, Elektrolytlösung, Kohletabletten und Fenistil mitgenommen. Durchfall haben bei uns eigentlich die wenigsten bekommen, außer sie haben es wirklich heraus provoziert. Jedoch haben die meisten früher oder später Schnupfen/Husten/ allgemeines Unwohlsein zum Teil mit Bauchweh bekommen. Daher würde ich empfehlen, Lutschtabletten mitzunehmen. Man im Notfall auch jeder Zeit Dr. Sujit um Hilfe bitten.

Sicherheit

Meine Mutter hat erst mal die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als ich ihr sagte, dass ich mich für einen Austausch in Indien beworben habe. Rückblickend war ihre Sorge total unbegründet. Wie auch in den meisten anderen Erfahrungsberichten steht, habe ich mich während des gesamten Aufenthalts kein bisschen unsicher gefühlt.
Zum einen ist man niemals alleine, man ist immer mindestens zu zweit, häufig eher zu 10 unterwegs. Zum anderen sind die Menschen einfach nett, wie es die meisten Menschen auf der Welt auch einfach sind Natürlich sollte man dennoch immer allgemeingültige Regel beherzigen, also lange Hosen tragen, nicht alleine nachts auf die Straße etc.

Geld

Ich habe 200 € bar nach Kalkutta mitgenommen und direkt vor Ort in Rupien umgetauscht. Das würde ich auch jedem empfehlen, dass man nicht in den ersten Tagen ohne Geld da steht. Die 160€, die wir vor Ort für das Guesthouse zahlen, kann man auch in Euro zahlen, das heißt man kann durch aus dieses Geld zusätzlich mitnehmen und dann gleich bei Ankunft zahlen, dann spart man sich die Umtauschkosten.
Ansonsten konnte ich mit meiner Mastercard problemlos überall Geld abheben, es gibt einen Geldautomaten beim Guesthouse um die Ecke, in der Nähe der Indoorklinik und natürlich überall in der Stadt. Zum Teil hatten die Italiener Schwierigkeiten Geld abzuheben, allerdings lässt sich dieses Problem auch lösen, sie hat uns einfach das Geld überwiesen und wir haben es für sie abgehoben.
Man sollte Geld einplanen für ein freies Wochenende (wir haben für eine Nachtfahrt nach Varanasi 60 € gezahlt, für ein Hostel mit Frühstück rund 13 € für 2 Nächte), für ein Social Evening haben wir Mädels uns alle einen Sari gekauft der je nach Vorlieben mit allem drum und dran 20, 30 oder 40 € kosten kann. Das Essen vor Ort ist, wie zu erwarten relativ günstig, wie auch das Shoppen gehen, was einige der Volunteers exzessiv praktiziert haben.

Sprache

Mit den Mitarbeitern des IIMC lässt sich meistens prima auf Englisch kommunizieren, wenn auch, wie allgemein bekannt, das indische Englisch nicht immer so einfach zu verstehen ist. Jedoch können die meisten Patienten in der Indoor/Outdoor-Klinik kein Englisch, man muss sich mit Händen, Füßen und den Bengali-Kenntnissen aus dem Bengali-Unterricht behelfen. In der Outdoorklinik hängen auch immer Poster, auf denen die wichtigsten Wörter und Phrasen stehen, dass man dem Patienten zum Beispiel mitteilen kann, dass er einen hohen oder niedrigen Blutdruck hat.
Beim Einkaufen auf dem Markt werden die Zahlen auf Englisch meist gut verstanden. Und wenn nicht, findet sich immer jemand, der einem zu Hilfe kommt.
Jedoch fand ich es schade, dass die Kommunikation mit den Patienten immer sehr begrenzt blieb. Wenn ihr also Zeit und Muße habt, dann besorgt euch ein Bengali Buch und schaut euch ein paar Sätze und Wörter an. Zwar hat man die erste Woche Bengali-Class, der Lernerfolg ist leider ziemlich bescheiden, außer man ist sehr motiviert. Mir hat mein kleines Büchlein das ein oder andere Mal gut geholfen und die Patienten hatte auch ihren Spaß, als ich versucht hab, irgendwelche bengalischen Sätze daraus vorzulesen.

Verkehrsbindungen

Wir sind jeden Tag zuerst mit der Metro und dann mit dem Tuktuk zur Indoorklinik gefahren. Wie das alles funktioniert erklären einem meiste die Volunteers vom Monat davor. Außerdem lohnt es sich, die Uber-App herunter zu laden, falls man einmal sehr früh oder sehr spät, wenn keine Metro mehr fährt, von A nach B kommen will.

Kommunikation

Wir haben uns alle eine SIM-Karte bei der Indoor-Klinik um die Ecke von Airtel gekauft. Das hat um die 600 Rupies gekostet und, zumindest im Februar, einwandfrei funktioniert. Man hat 1 GB pro Tag. Allerdings ist im März dann irgendwann das Netz komplett ausgefallen, mindestens eine Woche (ob es länger war weiß ich nicht, weil ich davor abgereist bin). Eine Alternative war eine Vodavon-Simkarte, die sich dann auch einige in der Stadt besorgt haben und die dann auch in dieser Zeit funktioniert hat.

Unterkunft

Die Unterkunft ist sehr einfach, aber man gewöhnt sich ruckzuck dran. Es gibt Räume mit einem, zwei, drei oder vier Betten. Matratzen/Kissenbezug braucht man nicht mitnehmen, allerdings braucht man eine leichte Deck/Schlafsack je nach Jahreszeit. Man kann sich sein Wasser mit einem Tauchsieder in einem Eimer erhitzen, ab Ende Februar hat das bei uns keiner mehr gemacht, weil wir alle froh über eine kalte Dusche am Ende des Tages waren. Es gibt Kühlschränke und einen Gasherd, einen Gemeinschaftsraum wo man zusammen sitzen und essen kann und eine Dachterrasse, wo wir öfters zusammen gefrühstückt haben. Außerdem gibt es noch Prodip, der Sicherheitsmann der auch dort wohnt und auf das Guesthouse aufpasst. Er ist ein sehr netter Kerl, er hat uns auch oft Dinge über die indische Kultur, das Essen oder sonstiges erklärt und er setzt sich gerne zu uns dazu um mit uns zu quatschen.

Literatur

Ich habe bis auf mein Wörterbuch nichts Spezielles mitgenommen. Im Guesthouse gibt es Indien-Reiseführer in fast allen Sprachen und letztendlich schaut man viele Dinge doch eher im Internet nach. Einige aus unserer Gruppe haben „The city of joy“ gelesen, vor oder während des Aufenthalts. Kalkutta wird auch „The city of joy genannt“ und dieses Buch soll anscheinend sehr sehr gut sein. Eine Freundin meinte, man könne förmlich riechen wie es dort riecht wenn man das Buch liest. Also wäre das vielleicht eine gute Vorbereitung?
Für mich persönlich war mein kleines Buch „Reise Know How Indien“ genug, es gab mir eine grobe Idee von dem Land und auch ein paar Hintergrundinfos, was mir manchmal geholfen hat wenn wir über bestimmte Dinge gesprochen haben.

Mitzunehmen

Sinnvoll sind stabile Sandalen/offene Schuhe, da das bei der Hitze am bequemsten ist und auch ein paar geschlossene Schuhe. Ich hatte viel zu viel warme Klamotten dabei, T-Shirts (keine Tops) und lange Schlabberhosen reichen vollkommen aus. Besser ist eigentlich, weniger Hosen mitzunehmen, dann kann man mehr schöne indische Hosen kaufen. Es hat während der Zeit als ich da war, kein einziges Mal geregnet und gefroren hab ich auch nie. Während ich so überlege was man unbedingt braucht, komme ich eigentlich auf nichts Wichtiges. Eine Bauchtasche ist ganz praktisch, da kann man aber auch ganz Schöne vor Ort kaufen

Reise und Ankunft

Vom Flughafen wurde ich abgeholt, ich kam mittags um 5 an und das hat auch alles einwandfrei geklappt. Zumindest bei mir, andere Volunteers, die morgens ankamen, mussten zum Teil ein paar Stunden warten. Aber lasst euch davon auch nicht verunsichern, warten gehört zum indischen Alltag dazu und plus eine Stunde ist immer noch pünktlich. Wenn ihr das Gefühl habt, dass wirklich niemand kommt, dann ruft Dr. Sujit an. Bei uns wurde aber niemand vergessen. Stellt nur sicher, dass ihr Dr. Sujit auch mitteilt, wann ihr ankommt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Die Hauptbeschäftigung als Medizinstudent ist, die Ärzte/Schwestern bei der Arbeit in der Indoor und Outdoorkliniken zu unterstützen. Hier wird nur die Grundversorgung durchgeführt, man misst 100mal am Tag den Blutdruck, gibt Injektionen und kümmert sich sehr viel um Hautinfektionen aller Art. Vor allem Pilzinfektionen werdet ihr häufig sehen, was aber kein Wunder ist, wenn man mal einen Sari an hatte und gemerkt hat, wie heiß und stickig es darunter wird.
Die Vorgänge sind in der Indoor wie in der Outdoorklinik dieselben und man weiß auch ziemlich schnell wie was funktioniert. Zusätzlich hat man bei den stationären Patienten immer noch Visite jeden Tag, der man sich den Ärzten anschließen kann. Jeder Volunteer bekommt auch ein Bett mit einem Patienten zugeteilt und man hat die Aufgabe, bei diesem jeden Tag die Vitalparameter zu bestimmten.
Früher oder später fragt sich jeder, wie sinnvoll diese Dinge überhaupt sind, wie sehr das den Menschen vor Ort wirklich helfen kann. Wir hatten leidenschaftliche Diskussionen über das Thema und letztendlich muss sich da jeder seine eigene Meinung bilden. Wie Dr. Sujit aber immer sagt, was dort medizinisch getan wird ist „medical chocolate“. Man sollte keine hohen Erwartungen haben, was die Erweiterung des klinischen Wissens angeht. Da zum Teil mehrere hundert Patienten in einer Outdoorklinik behandelt werden, haben die Ärzte für den einzelnen sehr wenig Zeit und auch wenig Zeit einem etwas zu erklären. Auch hapert es manchmal an der Kommunikation.
Man hat außerdem auch Gelegenheit, die anderen Projekte wie die Schulen, das Microkreditprogramm, das Women peace counsil zu sehen und außerdem halten die Volunteers jeden Monat ein paar Vorträge für zukünftige health workers über medizinische Themen. Man ist immer irgendwie beschäftigt.
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war, die Patientinnen in der Indoorklinik zu besuchen. Die wenigsten von ihnen konnten Englisch aber man hat es immer irgendwie geschafft mit Händen, Füßen und rudimentären Englisch/ Bengali-Kenntnissen miteinander zu kommunizieren. Die Frauen war immer so nett zu uns, sie haben uns alles Mögliche zu essen angedreht, uns die Haare gemacht und uns Bindis auf die Stirn gemalt. Da sie den Tag über wenig zu tun haben, haben sie sich immer gefreut wenn wir vorbei gekommen sind und wenn wir uns nur gegenseitig angegrinst haben oder versucht haben, irgendwas auf Bengali zu sagen. Ich war richtig traurig als ich mich am letzten Tag von ihnen verabschiedet habe, ich hatte sie richtig ins Herz geschlossen.

Land und Leute

Außerhalb des Krankenhauses haben wir zum einen Zeit gehabt, Kalkutta anzuschauen. Es gibt Tempel, das Victoria Memorial, wir waren beim Flower Market, beim Fruit Market (Tonnen an Orangen werden da verkauft!) und oft sind wir einfach nur durch die Stadt geschlendert und haben eingekauft, mir hat es vor allem der indische Schmuck angetan.
Desweiteren haben wir alle ein Weekend-off gehabt. In Kleingruppen konnte man sich von Donnerstagabend bis Sonntag abend frei nehmen und hinreisen wohin man Lust hatte. Die üblichen Ziele sind Varanasi, die heilige Stadt am Ganges oder Darjeeling, eine Stadt in Richtung von Nepal. In unserem Monat hat auch eine Gruppe von Volunteers ein paar Krankenschwesterschülerinnen in Assam besucht, die in den ersten zwei Wochen unseres Aufenthalts ebenfalls im IIMC waren.
Wir sind zu dritt nach Varanasi mit dem Nachtzug gefahren. Das kann ich jedem empfehlen! Der Nachtzug und Varanasi sind beides Erlebnisse für sich. Wir haben die Zugtickets über einen Shop in der Stadt gekauft (den ihr mit Sicherheit in den ersten paar Tagen auch besuchen werdet) und das hat in Summe 60 € gekostet. Wir sind abends um 11 von Kalkutta aus losgefahren und waren überrascht wie komfortabel das Ganze dann doch war (allerdings hatten wir auch nicht die 3. Sondern die 2. Klasse gebucht, auf dringendes anraten einer Freundin hin, die einmal in der „Sleeper Class“ gefahren ist und meinte, es war die schlimmste Erfahrung ihres Lebens). Wir haben Bettzeug und Handtücher bekommen, auf der Hinfahrt gab es sogar überall Steckdosen. Freitags um 10 kamen wir dann sogar einigermaßen ausgeschlafen an. Wir haben uns die Ghats angeschaut, samstags die ganzen Tempel und sonntags haben wir eine Bootsfahrt zum Sonnenaufgang auf dem Ganges gemacht. Der Rückweg hat uns leider einige unserer Nerven gekostet, da wir einen 15 Stunden Zug erwischt hatten, der blöderweise 6,5 Stunden zu spät kam. Trotzdem hat sich das Wochenende in Varanasi gelohnt! Es ist eine total faszinierende Stadt, überall Kühe und interessant aussehende Menschen und Affen und und und. Schon einfach nur den Ganges entlang zu laufen ist ein Erlebnis. Nutzt dieses Wochenende auf jeden Fall um etwas zu unternehmen, es tut wirklich gut etwas aus Kalkutta raus zu kommen und danach ist man auch wieder motiviert, 100 mal Blutdruck in der Outdoorklinik zu messen.
Ein weiteres Wochenende ist für Dahki reserviert. Das ist eine Outdoorklinik ca. 3 Stunden von Kalkutta entfernt. Man verbringt dort Mittwoch bis Samstag in einer kleinen Gruppe und hat Gelegenheit, Schulen auf dem Land zu sehen, eine Mikrokreditgruppe zu besuchen und die kleinen Inseln im Deltagebiet im Süden von Kalkutta zu sehen. Außerdem werdet ihr Shamol dort kennen lernen. Er ist jedermanns Lieblingsperson im Projekt, weil er sich total nett um die Gruppe kümmert und außerdem intelligenter Mann der euch viel über Indien und auch das Projekt erzählen kann, wenn ihr ihn danach fragt.
Alles in allem sieht man in der 4 Wochen einiges, nichtsdestotrotz ist die Zeit viel zu kurz um genug von diesem riesigen, faszinierenden Land zu sehen!

Fazit

Mein Fazit ist absolut positiv! Ich habe so viele schöne, interessante Erfahrungen gemacht! Zum einen habe ich sehr viele Leute getroffen, die ähnliche Interessen und eine ähnliche Weltsicht haben wie ich, wir haben sehr viele interessante Gespräche gehabt. Ich konnte sehr viel von den einzelnen Volunteers lernen und mitnehmen. Man lernt sich in so kurzer Zeit so gut kennen, wenn man permanent zusammen steckt und das habe ich sehr geschätzt. Ich hoffe sehr, dass ich den ein oder anderen wieder sehen werde.
Zum anderen ist Indien ein wahnsinnig faszinierendes Land. Ich kann gar nicht beschreiben, was mich am meisten beeindruckt hat. Ich denke, es war einfach der Unterschied an sich. Alles ist irgendwie anders, doch es funktioniert auf seine Weise. Wir haben sehr viele hilfsbereite, nette und interessierte Inder getroffen. Und dennoch erschrecken einen auch die Zustände vor Ort und es zeigt einem mal wieder, wie gut es einem zuhause geht und was für ein Glück man hatte, nicht in einem Dorf am Rande von Kalkutta geboren worden zu sein.
Und natürlich habe ich unglaublich viel aus dem Projekt mitgenommen. Es ist inspirierend, was Dr. Sujit alles aufgebaut hat. Was ein einzelner schaffen kann, wenn er motiviert dafür ist.
Ich kann das Projekt nur weiterempfehlen! Ich hatte eine unglaublich tolle, intensive und lehrreiche Zeit und würde immer wieder gehen, sowohl ins IIMC, nach Kalkutta oder nach Indien.

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