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Eat to Fight your Disease (Ruanda)

Pädiatrie - SCOPH (Public-Health Austausch)
von Marie-Christin, Berlin

Motivation

Nachdem ich all meine bisherigen Famulaturen in Deutschland gemacht habe, einem Land mit höchsten medizinischen Standards, umfassenden materiellen und finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen und einem guten Krankenversicherungssystem, wollte ich erfahren, wie Medizin in einem Land ohne all diese Voraussetzungen funktionieren kann. Aus folgenden Gründen habe ich mich gezielt auf eine Famulatur in Ruanda beworben: (1) Ruanda ist ein Partnerland von Rheinland-Pfalz, dem Bundesland in dem ich aufgewachsen bin. Schon in der Grundschule haben wir Spendenaktionen für Ruanda organisiert und Briefe mit ruandischen Schülern ausgetauscht, was mich sehr neugierig gemacht hat, das Land selbst kennen zu lernen. (2) Ruanda ist ein kleines Land, was es möglich macht, das Land und seine Menschen innerhalb eines kurzen Zeitraumes relativ gut kennen zu lernen. (3) In Ruanda ist die offizielle Sprache im Krankenhaus Englisch, was es möglich macht, auch fachlich viel während der Famulatur zu lernen. (Wobei es auch gut ist, Französischkenntnisse zu haben, falls doch einmal etwas auf Französisch erklärt wird.) (4) Neben der Famulatur unterstützt man während des Public Health Austauschs in Ruanda das Projekt „Eat to fight your disease / Kuzamura Ubuzima“ das Patienten, die sich im Krankenhaus kein Essen leisten können, während des Krankenhausaufenthaltes mit warmen Mahlzeiten versorgt.

Vorbereitung

Die Vorbereitung lief sehr unkompliziert ab. Man bekommt alle wichtigen Informationen zum Bewerbungsablauf von den Mitgliedern von „Eat to fight your disease“ zugesendet. Man muss vor Reiseantritt die Bewerbungsunterlagen an das Krankenhaus in Butare (CHUB) senden und die Formulare für die Visabewerbung (man reist mit einem Touristenvisum nach Ruanda ein und bewirbt sich dort auf ein spezielles Visum, das das Praktikum im Krankenhaus erlaubt) zusammentragen. Eine Unterkunft in Butare zu finden ist auch nicht schwierig, entweder bewirbt man sich um einen Platz im RVCP House, einer Unterkunft, die von RVCP, einer NGO ruandischer Studenten, geführt wird oder man kommt in einem der vielen Gasthäuser oder Hostels in Butare unter. Ansonsten muss man sich noch um die notwendigen Reiseimpfungen und eine eventuelle Malariaprophylaxe kümmern. Auch hilfreich kann es sein, einige Materialien für das Krankenhaus wie Desinfektionsmittel und Handschuhe, sowie OP-Kleidung und -Schuhe in Deutschland zu besorgen und mitzunehmen.

Visum

Man reist mit einem Touristenvisum nach Ruanda ein, das man entweder schon online vor der Reise beantragt oder auch problemlos am Flughafen in Kigali nach der Ankunft dort bekommt (30 USD). In Butare angekommen muss man sich im Krankenhaus einen „Letter of Invitation“ besorgen, mit dem man sich zusammen mit einem Einladungsschreiben der Heimatuniversität, einem Lebenslauf, Abiturzeugnis, polizeilichem Führungszeugnis etc. vor Ort auf ein N2 Visum bewerben kann, das für den gesamten Zeitraum des Praktikums gültig ist (50 USD). Nähere Informationen zu dem Visum gibt es auf der Homepage der ruandischen Behörden.

Gesundheit

Man sollte die vom Tropenmediziner empfohlenen Impfungen für Ruanda durchführen lassen, die Gelbfieberimpfung ist verpflichtend zur Einreise. Eine Auslandskrankenversicherung ist sinnvoll, obwohl kleinere Untersuchungen im Health Center vor Ort nicht allzu teuer sind. Bestimmte Untersuchungen sind vor Einreise nicht notwendig. Man sollte sich nur bewusst sein, dass Tuberkulose-Patienten im Krankenhaus häufig nicht isoliert werden und meist auf Station auch keine Schutzkleidung / -maske getragen wird und man sich einem gewissen Risiko der eigenen Ansteckung aussetzt. Die größten Gesundheitsrisiken vor Ort sind wahrscheinlich: ein Unfall mit einem Moto-Taxi, Gastroenteritis, Malaria, Grippe. Für diese Umstände sollte man Medikamente, Kompressen etc. dabeihaben, wobei es in den größeren Orten in Ruanda auch eine Vielzahl von Apotheken gibt.

Sicherheit

Ruanda ist ein sehr sicheres Land, was die persönliche Sicherheit betrifft, jedoch sollte man wie überall nicht zu unvorsichtig sein. Gesundheitsrisiken kann und sollte man durch eine gute Vorbereitung gut vorbeugen.
Der Transport in Ruanda ist relativ sicher. Zwischen den Ortschaften fahren Busse, die sich meist an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Innerorts kann man oft zu Fuß gehen, für größere Strecken gibt es Moto- oder Fahrrad-Taxis, deren Nutzung jedoch etwas risikoreicher ist als normale Auto-Taxis oder Mini-Busse. Ich war nie alleine nachts unterwegs, in kleineren oder größeren Gruppen gab es jedoch nie irgendwelche gefährlichen Situationen.

Geld

Zahlungsmittel in Ruanda ist der ruandische Franc. In jedem größeren Ort gibt es mehrere Banken mit ATMs, an denen man mit einer VISA-Karte Bargeld abheben kann. In den Nationalparks oder auch in Hostels oder Hotels werden auch US-Dollar akzeptiert. Muss man eine Überweisung tätigen, geht man zur Bank und zahlt es dort auf das entsprechende Empfängerkonto ein. Die meisten Banken akzeptieren auch US-Dollar, wenn der Empfänger ein entsprechendes Konto hat. Es kann also nicht schaden ein paar US-Dollar dabei zu haben oder für den Fall, dass die VISA-Karte nicht funktioniert ein paar Euros mitzunehmen um diese im Notfall vor Ort in Franc einzuzahlen.
Die Lebenshaltungskosten sind geringer als in Deutschland, vor allem lokale Nahrungsmittel sind relativ günstig auf den Märkten zu erhalten und auswärts zu essen ist meist nicht teuer. Importierte Waren in den Supermärkten sind jedoch genauso teuer oder so sogar teurer als in Deutschland. Die Busse, die zwischen den einzelnen Städten verkehren, sind sehr günstig (1,50€ – 3,50€). Die Eintritte in die Nationalparks sind teilweise sehr teuer.

Sprache

Kinyarwanda wird von fast jedem Bewohner Ruandas gesprochen. Die meisten Menschen sprechen jedoch auch mehr oder weniger gut Englisch oder Französisch, weshalb es im alltäglichen Leben kaum Verständigungsprobleme gibt. Falls doch einmal jemand nur Kinyarwanda spricht findet sich fast immer jemand, der übersetzen kann. Im Krankenhaus ist die offizielle Sprache Englisch, das heißt die Besprechungen der Ärzte und die Lehre finden auf Englisch statt. Die ruandischen Medizinstudenten lernen in englischer Sprache und nutzen auch die gängige englische Medizinliteratur. Die meisten Patienten jedoch sprechen meist nur Kinyarwanda, auch hier findet sich jedoch fast immer jemand, der beim Übersetzten helfen kann. Es lohnt sich, vor Ort ein wenig Kinyarwanda zu lernen, vor allem freuen sich die meisten Ruanda sehr, wenn man als Fremder ihre Sprache versucht zu lernen.

Verkehrsbindungen

Zwischen den Städten fahren Busse, die Preise liegen zwischen 1,50€ und 3,50€ pro Verbindung. Man muss sich auf den Busbahnhöfen über die Abfahrtszeiten informieren, aber die meisten Verbindungen sind relativ häufig und meist fahren die Busse relativ pünktlich ab. Innerorts gibt es bezahlbare Auto-Taxis, günstiger, jedoch auch ein wenig risikoreicher sind Moto- oder Fahrrad-Taxis.

Kommunikation

Das Mobilfunknetz in Ruanda ist sehr gut ausgebaut. Man kauft sich einfach an einem der zahlreichen Straßenständen eine SIM-Karte, lädt sie auf und kann telefonieren, Nachrichten schreiben und das Internet nutzen. AirTel ist am besten für schnelles Internet. In manchen Cafés, Hotels oder Restaurants gibt es WiFi, allerdings ist dieses oft nicht so schnell. Die ruandische Post ist auch ziemlich zuverlässig und relativ günstig, meine Briefe haben Deutschland nach nur 10 Tagen erreicht.

Unterkunft

Gewohnt habe ich im RVCP House. RVCP (Rwandan Village Concept Project) ist eine NGO geführt von ruandischen Studenten, die mit lokale Projekte in Dörfern und Schulen die Menschen vor Ort unterstützt. Einen Teil der Miete, die man für das Wohnen im RVCP House bezahlt, fließt in diese Projekte. Es gibt eine Küche, einen Kühlschrank, ein Wohnzimmer und warmes Wasser im RVCP House und die Miete beträgt 200 US-Dollar pro Monat. Bettwäsche, Decken und Kissen sind im Haus vorhanden. Falls man irgendwelche Probleme hat, sind die Studenten von RVCP immer erreichbar und können immer weiterhelfen.

Literatur

Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld über die Geschichte des Landes zu informieren. Dazu gibt es gute Informationen im Internet, die meisten Reiseführer (Z. B. „Ruanda - Reiseführer von Iwanowski“ oder in meinen Augen besser „Rwanda (Bradt Country Guides)“) befassen sich auch mit den geschichtlichen Hintergründen. Außerdem gibt es sehenswerte Filme wie „Hotel Ruanda“ und „Shooting Dogs“. Gutes medizinisches Englisch ist sehr von Vorteil, dazu gibt es auch einige Bücher oder man liest vor Ort die einzelnen Themen auf Medscape oder UpToDate.

Mitzunehmen

Mitnehmen sollte man normales Reisegepäck, nützlich vor Ort haben sich vor allem herausgestellt: eine Stirnlampe bei Stromausfällen; Handwaschmittel, da man meist all seine Kleidung auf der Hand wäscht; DEET Spray gegen Moskitos; Sonnencreme; eine Regenjacke/Regenschirm/Regencape während der Regenzeit; einen Kittel und OP-Kleidung fürs Krankenhaus; eine kleine und eine große Nachfüllpackung Desinfektionsmittel; Stethoskop und Untersuchungslampe. Meist trägt man eine lange Hose und ein T-Shirt, abends dann einen wärmeren Pulli bzw. eine Jacke.

Reise und Ankunft

Wir haben eine Nacht in Kigali verbracht, Keva Guest House ist sehr zu empfehlen und ist zu Fuß vom Flughafen zu erreichen. Am nächsten Tag wurden wir von zwei Mitgliedern von RVCP in Kigali empfangen und wir sind zusammen nach Butare gefahren. Wir sind an einem Freitagabend angekommen und haben am nächsten Montag mit dem Praktikum begonnen, wir hatten also das Wochenende Zeit, unseren Ort Butare kennen zu lernen. Am besten kümmert man sich zunächst um alle Formalien im Krankenhaus und für das Visum. Nachdem ich mich beim morgendlichen Staff Meeting der Pädiatrie vorgestellt habe, durfte ich sofort mit der Arbeit auf Station anfangen. Zumindest auf der Pädiatrie ist es so, dass man mehr verantwortungsvollere Aufgaben bekommt und somit auch mehr lernt, wenn man schon in höheren Semestern ist, ich persönlich würde eine Famulatur dort erst ab dem 8. oder 9. Semester empfehlen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Morgens um 7 Uhr geht man zu seiner Station und schaut nach seinen Patienten von den vorherigen Tagen. Von 7:30 – 8:30 Uhr ist dann das Staff Meeting, bei dem die Fälle der Nacht durchgesprochen werden, bzw. ein Fall genauer diskutiert wird. Danach geht es zurück zur Station, wo man seine Patienten und die neuen Patienten während der Pre-Rounds untersucht und diese dem Resident vorstellt und mit ihm oder ihr bespricht. Dann kommt einer der Senior-Pädiater und es geht weiter mit den großen Rounds, bei denen alle Patienten besprochen, ggf. noch einmal untersucht und das weitere Vorgehen besprochen werden. Danach kümmert man sich noch um Laboranforderungen, Untersuchungsanforderungen oder Entlassungsbriefe. Meist ist es, wenn man mit der Stationsarbeit fertig ist 13 Uhr und man kann zum Mittagessen in das Krankenhausrestaurant gehen oder bei der Essensausgabe von „Eat to fight your disease / KU“ helfen. Zwischen 14 und 15 Uhr starten jeden Nachmittag das Teaching für die ruandischen Studenten, an dem man auch teilnimmt. Danach geht man meist noch einmal zur Station und schaut, ob es noch etwas zu tun gibt für seine Patienten. Ich war 3 Wochen auf der Station A der Pädiatrie. Besonders an der Station ist, dass es Sauerstoff-Zugänge gibt für Sauerstoff-bedürftige Patienten. Auf der Station befinden sich deshalb vor allem eher kritisch kranke Kinder. Die letzten 1,5 Wochen durfte ich dann auf die Neonatologie Intensivstation. Die Patienten dort sind vor allem Frühgeborene oder kritisch kranke Neugeborene. Die meisten Patienten in Ruanda haben eine Krankenversicherung, jedoch gibt es oft Fälle, in denen sich die Eltern nicht den Eigenbetrag für bestimmte Medikamente oder Untersuchungen leisten können. Selten gibt es auch Patienten ohne Krankenversicherung. Es wird jedoch immer versucht, durch den Sozialdienst oder ähnliches doch die beste Behandlung für die Kinder zu gewährleisten. Trotz mangelnder materieller und finanzieller Ressourcen im Krankenhaus können die meisten Kinder erfolgreich behandelt werden. Ein Problem bei der Behandlung ist jedoch, dass die Patienten öfters als in Deutschland erst mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung ins Krankenhaus kommen, deren Behandlung dann weitaus schwieriger ist als sie im Anfangsstadium gewesen wäre.
Ein großes Problem, besonders in der Pädiatrie, ist die Mangelernährung, unter der viele der Kinder leiden. Grund dafür ist, dass die Eltern sich oft keine Formula-Nahrung leisten können oder ausreichend Nahrung für Ihre Familie. Eine große Hilfe ist dabei das Essensprojekt von „Eat to fight your disease / KU“. Damit wird zumindest sichergestellt, dass die Patienten zumindest im Krankenhaus mit ausreichend Nahrung versorgt werden und so das Krankenhaus wieder gesund verlassen können.
Die Ausbildung der ruandischen Medizinstudenten ist sehr gut. Im 6. Jahr ihres Studiums arbeiten sie wie wir Vollzeit im Krankenhaus, haben jedoch im Vergleich zu PJlern in Deutschland mehr Verantwortung im Stationsalltag. Während des täglichen Teachings und auch während der Stationsarbeit konnte auch ich sehr viel fachliches Wissen erlernen. Auch die Ärzte verfügen über ein sehr sehr umfangreiches Wissen. Im Prinzip lernen die ruandischen Medizinstudenten die gleichen Inhalte wie US-amerikanische Medizinstudenten. Oft ist es jedoch so, dass die aktuellsten Diagnostik- und Therapieverfahren im Setting des ruandischen Krankenhauses nicht umgesetzt werden können, jedoch wird trotz limitierter Ressourcen immer versucht, möglichst nah an aktuellen internationalen medizinischen Standards zu arbeiten.

Land und Leute

Da man unter der Woche relativ viel Zeit im Krankenhaus verbracht hat, blieb nachmittags meist nicht so viel Zeit für große Unternehmungen. Zweimal in der Woche gibt es abends Yogaunterricht, außerdem kann man in einem der 3 Pools in Butare schwimmen gehen oder an einem der Aerobic Kurse der Uni teilnehmen. Meist haben wir abends zusammen im RVCP House gekocht oder sind essen gegangen. Durch das Leben im RVCP House ist es relativ einfach, andere Studenten kennen zu lernen, entweder durch die anderen Freiwilligen, die dort leben, über die Studenten von RVCP oder auch die Mitstudenten im Krankenhaus.
An den Wochenenden hat man Zeit für größere Ausflüge. In Butare gibt es die größte Kirche des Landes, das Nationalmuseum und der Königspalast von Nyanza ist auch nicht weit entfernt. Touristische Höhepunkte des Landes sind die Hauptstadt Kigali, der Kivu-See, oder einer der Nationalparks: der Nyungwe Forest National Park, der Bergregenwald im Westen des Landes unweit von Butare; der Volcanos National Park mit den Gorillas, deren Besuch aber quasi unbezahlbar geworden ist und der Akagera National Park im Osten des Landes. Mit den öffentlichen Bussen ist Kigali in 3 Stunden zu erreichen, dort ist vor allem ein Besuch des Genocide Memorial zu empfehlen sowie der Besuch der großen Märkte. Der Eintritt für die Nationalparks sowie die Preise für Wanderungen und andere Aktivitäten in den Parks sind zwar relativ hoch, jedoch fließt das Geld zum größten Teil in den Naturschutz. Übernachten kann man in Gasthäusern, in denen ein Bett im Doppelzimmer oder Schlafsaal selten über umgerechnet 10€ pro Person liegt.
Die Mitglieder von RVCP freuen sich auch immer sehr, wenn man an den Aktivitäten ihrer Organisation interessiert ist. Wir haben zusammen ein Dorf und eine Grundschule besucht, eine sehr gute Gelegenheit mehr vom Land kennen zu lernen. Die Menschen auf den Dörfern leben unter einfachsten Bedingungen. Ihren Lebensunterhalt verdienen sich die meisten durch die Landwirtschaft, die Felder werden fast überall im Land noch immer von Hand bestellt. Nicht selten sieht man Kinder in verschlissener Kleidung und mit Zeichen von Mangelernährung. Viele Häuser haben keinen Wasser- oder Stromanschluss.
Trotz der teilweise schwierigen Lebensumstände und der tragischen Geschichte des Landes sind die Ruanda meist sehr freundlich und hilfsbereit. Es gibt sehr sehr selten unangenehme Situationen, in denen man sich bedrängt oder unsicher fühlt. Nur daran gewöhnen, dass einem des Öfteren „Mzungu“ nachgerufen wird, muss man sich eventuell.
Über das ruandische Essen kann man diskutieren, ich persönlich finde die Buffets mit Reis, Bohnen, Gemüse, Kartoffeln, Maniok etc. meist sehr lecker. Auch auf den Märkten findet man leckeres lokal angebautes Gemüse und Obst. Falls man doch europäisches Essen vermisst, so wird man in den größeren Hotels in Butare fündig. Außerdem gibt es ein chinesisches Restaurant, eine Eisdiele und sehr leckeren Kaffee oder man kocht einfach selbst.

Fazit

Die Famulatur und die Reise nach Ruanda haben meine Erwartungen übertroffen. Ich habe unglaublich viel im Krankenhaus gelernt, besonders, wie man mit wenigen Ressourcen gute Medizin machen kann. Ich überlege mir sogar, für einen Teil des praktischen Jahres zurück nach Ruanda zu kommen. Der Aufenthalt und das Arbeiten in einem Entwicklungsland wie Ruanda hinterlässt natürlich bleibende Eindrücke. Vor allem schärft es das Bewusstsein dafür, welch Glück man hat, in einem Land wie Deutschland aufzuwachsen, zu studieren und arbeiten zu dürfen und motiviert, weiter an sich selbst zu arbeiten.

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