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Indonesia (CIMSA-ISMKI)

Chirurgie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Susan, Halle (Saale)

Motivation

Ich war schon immer begeistert von Reisen und hatte schon viel von Europa gesehen. Als ich dann die Angebote der bvmd fand, die einen weltweiten Austausch ermöglicht, wollte ich unbedingt diese Möglichkeit nutzen. Über die Schule war ich schon einmal in Russland in Sibirien, aber das war die einzige Asienerfahrung, die ich vor dem Austausch gemacht hatte. Deswegen entschied ich mich dafür, Indonesien auszuwählen. Außerdem hatte ich mich für Thailand und Taiwan entschieden, habe mich aber sehr darüber gefreut, dass ich die Zusage für Indonesien bekam.
Indonesien war für mich ein Land, dass so weit weg lag, dass es mich Überwindung gekostet hätte allein das Land zu bereisen und ich kannte auch die vielen Bilder von den Reisenden, die großartige Natur versprachen. Außerdem war ich sehr an dem Gesundheitssystem interessiert, da Indonesien das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung ist, wo aber auch andere Religionen friedlich auf sehr engem Raum (zumindest auf der Insel Java, auf der ich war) zusammenleben. Ich bin auch sehr interessiert an der Nutzung von Naturheilmitteln in der Medizin und habe gehofft, auf diesem Gebiet mehr zu lernen.

Vorbereitung

Meine Vorbereitung bestand darin viel im Internet und in Büchern nachzulesen, was mich dort erwarten könnte. Ich habe einige Vokabeln fürs medizinische Englisch gelernt und mich mit Leuten ausgetauscht, die als Backpacker in Indonesien unterwegs waren. Außerdem habe ich im Mai 2017 ein Vorbereitungsseminar in Tübingen über die bvmd besucht. Die Themen gingen dabei von den Vokabeln für eine körperliche Untersuchung bis zu ethischen Fragen. Ich fand das Seminar sehr gut, da ich dadurch etwas auf einige Situationen im Krankenhaus vorbereitet war, die mich etwas belastet haben. Ich konnte mich dadurch leichter reflektieren und habe nicht vorschnell geurteilt bzw. habe dadurch schneller gemerkt, dass ich gerade dabei bin vorschnell zu verurteilen.

Visum

Ich habe meine Zusage von der bvmd Anfang Januar, also ziemlich genau zwei Monate vor dem Austausch, erhalten. Ich musste das Visum bei der Indonesischen Botschaft in Berlin beantragen, aber je nach Wohnort kann es auch sein, dass man sich an die Indonesische Botschaft in Frankfurt wenden muss. Für den Austausch braucht man das soziokulturelle Visum, das einen dazu berechtigt in dem Krankenhaus als Student zu hospitieren. Das Krankenhaus behält es sich auch vor, das Visum zu kontrollieren, ich musste es jedoch nicht zeigen.
Für das Visum muss man folgende Unterlagen einreichen: gültiger Reisepass mit einer Kopie, Original Rückreiseticket, 2 Passfotos, Bürgschaftserklärung der Eltern (ich hatte es von meiner Mutter mit einer Kopie ihres Personalausweises eingereicht, aber ohne notarielle Beglaubigung), Nachweis über die Bezahlung der Visagebühren (bei mir hatte es 50€ gekostet), das Einladungsschreiben der Uni und das Antragsformular.
Ich hatte dann alles Mitte Januar eingereicht, allerdings wurden mir die Unterlagen zurückgeschickt, da ich ausversehen den falschen Geldbetrag (stand falsch auf der Internetseite der Botschaft) und das falsche Formular (falscher Link auf der Website) überwiesen hatte. Als ich dann alles richtig überwiesen und ausgefüllt hatte, hat alles problemlos funktioniert und das Visum war pünktlich da. Mit dem Visum kann man 60 Tage in Indonesien bleiben und damit auch noch gut reisen.

Gesundheit

Ich habe mich gegen Tollwut, Meningitis und Typhus impfen lassen und hatte auch aktuelle Impfungen gegen Tetanus und alles, was von der STIKO empfohlen wird. Gegen die Japanische Enzephalitis habe ich mich nicht impfen lassen, aber vor allem deshalb weil ich alle meine Reiseimpfungen über meine Krankenversicherung selbst bezahlen musste. Ich habe auch keine Prophylaxe für Malaria genommen, da ich in Bandung ja in einer sehr großen Stadt war und es nicht unbedingt viele Mücken gab. Zumindest habe ich kaum Moskitoschutz gebraucht und habe meistens auch lange Kleidung getragen (aber das vor allem um sich an die Kultur anzupassen).
Ich hatte auch sehr viele Medikamente (Ibuprofen, Paracetamol, Kohletabletten) mitgenommen, hatte allerdings PPI und Buscopan vergessen. Von uns 5 Incomings mussten 4 in ärztliche Behandlung- unter anderem wegen einer akuten Gastroenteritis mit Dyspepsie. Ich würde als jedem empfehlen, definitiv PPI und Buscopan mitzunehmen, aber man kann es auch ohne Probleme in einer Apotheke vor Ort kaufen.

Sicherheit

Ich habe mich immer sicher gefühlt und wir haben auch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Man zieht in Bandung zwar als Europäer die Aufmerksamkeit auf sich, da es dort kaum Touristen gibt, aber man gewöhnt sich daran. Allerdings haben wir uns auch alle immer respektvoll gekleidet, das heißt meistens lange Hosen und T-Shirts, die die Schultern bedeckt haben. Im Krankenhaus habe ich meistens langärmelige Blusen und Kittel getragen und im OP dann natürlich die normalen Kassacks.
Aufpassen sollte man bei dem Verkehr, da es unglaublich viele Autos gibt. Meistens muss man zum Überqueren der Straßecdie Hand ausstrecken, um auf sich aufmerksam zu machen, das haben uns aber die Studenten erklärt als wir doch etwas hilflos versucht haben eine vierspurige Straße zu überqueren.

Geld

In Indonesien ist die Währung indonesische Rupiah, die einen Umrechnungskurs von ca. 17 000 IDR zu 1 € hat. Ich habe mir erst Geld am Flughafen in Indonesien geholt, mithilfe meiner Kreditkarte von der ApoBank. Die Kreditkarte hat ohne Probleme immer funktioniert. Das Geldabheben war nie schwierig, da es in den großen Städten überall ATMs gibt.
Allgemein ist Indonesien günstiger als Deutschland. Mittag und Abendessen haben wir meistens in der Kantine im Krankenhaus gegessen oder in Restaurant, da das Essen meist nie mehr als 1 oder 2 € gekostet hat und es sehr unüblich ist, in Indonesien selbst zu kochen- zumindest als Student.

Sprache

Die Amtssprache ist indonesisch oder auch Bahasa. Ich hatte ein paar Brocken vorher gelernt, allerdings hat es nicht gereicht, um eine richtige Unterhaltung mit den Patienten zu führen. Die Unterhaltungen mit den Ärzten und den Studenten lief auf Englisch und haben sehr gut funktioniert.

Verkehrsbindungen

Ich bin in der Hauptstadt Jakarta gelandet und bin dann mit dem Bus nach Bandung gefahren, das hat ungefähr 150 000 IDR gekostet, also ca. 10 €. Abhängig vom Verkehr dauert die Fahrt dann 3 bis 6 Stunden.
In der Stadt waren wir dann meistens mit GoCar oder Gojek unterwegs, mit denen man sich einen Fahrer mit Auto oder Moped für sehr wenig Geld mieten kann. Ich habe es geliebt mit dem Gojek zu fahren, weil man dadurch nicht im Stau stand und es mir auch sehr viel Spaß gemacht hat, ein paar andere Incomings wollten es aber nicht nutzen. Ansonsten gibt es auch noch Busse, die einer Rote folgen oder auch nicht, die einen dann zu dem Ort bringen wo man hin will, die aber auch sehr günstig sind.
Generell musste man immer genug Zeit einplanen, um irgendwo hin zu kommen, da sehr oft viel Stau war.

Kommunikation

Die Kommunikation lief auf Englisch und gerade im Krankenhaus waren alle sehr daran interessiert mit dir zu reden. Ich hatte das Glück, das ich auf allen Stationen immer jemand hatte, der für mich das Wesentliche übersetzt hat. Auch die Ärzte waren motiviert mir etwas beizubringen.
Die weitere Kommunikation lief über WhatsApp, deswegen hatte ich mir gleich in den ersten Tagen eine Simkarte gekauft. Uns wurde empfohlen die Telekomsel zu nutzen, da diese den besten Empfang im Krankenhaus hat.

Unterkunft

Wir Incomings waren alle im selben Wohnheim untergebracht, in dem auch viele andere Medizinstudenten lebten. Wir mussten nur zwei Minuten bis zum Krankenhaus laufen, was ein großer Luxus für uns war. Die Unterkunft an sich war etwas gewöhnungsbedürftig. Mein Zimmer hatte kein richtiges Fenster, nur zum auch schon dunklen Flur. Dadurch musste ich in meinem Zimmer immer das künstliche Licht anlassen und durch die Feuchtigkeit war in meinem Zimmer viel Schimmel. Im Bad gibt es eine Dusche und eine Toilette, die man gut benutzen konnte, nach dem ich alles einmal grundgereinigt hatte. Im Erdgeschoss gab es eine Küche für alle, in der allerdings Ratten und Kakerlaken gelebt haben, sodass wir uns alle zusammen einfach einen Wasserkocher gekauft haben und damit weitestgehend unabhängig waren. Ich hatte das Pech, dass ich in meinem Zimmer auch sehr viele Ameisen hatte und noch schlimmer auch zweimal Kakerlaken. Letztendlich habe ich mein Moskitonetz dann einfach dafür genutzt, die Viecher wenigstens in der Nacht von mir abzuhalten.
Der Hausmeister und seine Familie waren nett, haben uns aber meist nicht verstanden, so dass die Kommunikation über GoogleTranslater lief. Sie haben auch unsere Wäsche für ungefähr 10 € den Monat gewaschen.
Bettwäsche, Kopfkissen und Decke waren vorhanden, ein Moskitonetz allerdings nicht.

Literatur

Ich habe mich vor allem über Internetseiten und Blogs schlau gemacht, die man sehr leicht im Netz findet. Ansonsten hatte ich noch den Reiseführer von Stefan Loose. Und für das Praktikum im Krankenhaus habe ich sehr oft bei Amboss nachgelesen. Medizinische Bücher habe ich aufgrund der Gepäcklimitation nicht mitgenommen, auch wenn ich am Ende dafür auch noch Platz gehabt hätte.

Mitzunehmen

Ich würde jedem empfehlen ausreichend Medikamente (vor allem PPI), einen Regenschirm (da es regelmäßig regnet), zwei Kittel (falls der eine doch mal schmutzig geworden ist), Mückenschutz, ein Moskitonetz, Wechselschuhe, ausreichend Bücher zum Lesen (wir hatten zwar WLAN, aber das hat für größere Sachen im Internet nicht gereicht) und genügend Zipbeutel, um alles mögliche sicher gegen Feuchtigkeit und Ameisen zu schützen. Ansonsten lohnt es sich auch Salzstangen mitzunehmen, falls man Magendarmprobleme hat, weil das meiste an Snacks entweder sehr scharf oder sehr süß ist. Und eventuell auch Elektrolytlösungen zum Einrühren.
Ich hatte außerdem auch Gastgeschenke für das Organisationskomitee und meine Kontaktperson mitgebracht, da sie alle unglaublich nett und hilfsbereit waren.

Reise und Ankunft

Ich habe meinen Flug erst nach der Zusage von der bvmd gebucht und habe dann ca. 700€ bezahlt. Außerdem habe ich den Fahrtkostenzuschuss der bvmd bekommen. Ich bin über Frankfurt und Peking geflogen und das hat relativ problemlos funktioniert. Leider ist auf der Hinreise nur mein Gepäck verloren gegangen und erst am vierten Tag in Bandung angekommen, dafür musste ich aber nichts bezahlen und habe eine Entschädigungssumme von der Fluggesellschaft Air China bekommen. Mithilfe der LEOs konnte ich den Nachtransport so absprechen, dass alles gut funktioniert hat.
Ich hatte es eingeplant ein paar Tage eher anzureisen als mein Praktikum beginnt, damit ich noch genügend Zeit habe, um mich an die Zeitverschiebung (6 h) anzupassen. Mein Flug hat 26 Stunden gedauert und danach war ich schon sehr müde.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich war in der Chirurgie und wir hatten am ersten Tag ein Treffen mit der Leiterin des Austauschprogramms, die auch gleichzeitig die Chefin der Chirurgie war. Wir konnten uns drei Stationen aussuchen. Ich habe mich für plastische Chirurgie, Kinderchirurgie und Neurochirurgie entschieden. Der Tag ging meistens von 7 bis 15 Uhr.
In der plastischen Chirurgie waren auch sehr viele indonesische Medizinstudenten, so dass ich an deren Seminaren mitteilnehmen konnte und auch viel über den Studienablauf gelernt habe. Der Tag begann immer um 7 mit einer zweistündigen Fortbildung oder Dienstbesprechung, die auf Englisch war, sodass ich alles verstehen konnte. Alle waren sehr daran interessiert, dass ich viel lerne. Ich habe viel über Verbrennungen, Wundmanagement und aber auch Schönheitsoperationen gelernt. Ich durfte mich im OP nach meinem eigenen Interesse bewegen und habe auch die Replastik einer Nase aus Rippen und Ohrknorpel gesehen, was mich sehr beeindruckt hat.
In der Kinderchirurgie haben wir sehr viele Fälle gesehen, die es in Deutschland so nicht gibt. Durch das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen auch im Krankheitsfall des Kindes, haben wir sehr stark ausgeprägte Angiolymphome, Duodenalatresien und Teratome von Babys gesehen.
In der Neurochirurgie war es sehr beeindruckend zu sehen, wie die Ärzte mit sehr wenigen Mitteln viel erreichen konnten und das bestmögliche für den Patienten versucht haben. Ich habe sehr viele spannende Operationen gesehen, gerade was in Richtung Tumorresektionen und Unfälle im Verkehr ging.
Unsere Tätigkeiten bestanden in den Untersuchungen der Patienten bei der Aufnahme, Teilnahme an der Visite und der Teilnahme im OP. Was man bei der Operation machen durfte, kam auf den jeweiligen Operator an. Ich durfte auch assistieren und nähen.
Ich hatte auch immer einen Ansprechpartner bei den Studenten oder den Ärzten.
Außerdem haben wir auch an Nachtschichten in der Notfallaufnahme teilgenommen.

Im Vergleich zu dem deutschen Gesundheitssystem kann man sagen, dass die Techniken an sich die selben waren, nur gab es sehr viele Limitationen was das Geld angeht. Nicht jeder hatte eine Versicherung, wieder andere hatten nur die Basisversicherung, sodass eben die noch nicht leeren Infusionen wiederverwendet worden.
Ein Patient ist drei Tage in der Notaufnahme geblieben, weil sein Fall nicht so dringend war, dass er sofort operiert worden ist, aber auch nicht so leicht, dass er nach Hause konnte. Die Betten in der Notaufnahme bestanden außerdem nur aus dem Bettgestell mit einer Decke darauf.
Eine von uns Austauschstudenten war mit einem Tuberkulose-Patienten eine Stunde im Raum ohne eine Maske. Als ihr gesagt wurde, dass es eine offene Tuberkulose wäre, sollte sie sich zur "Prophylaxe" einfach in die Sonne stellen und viel essen.
Wenn die sterilen Handschuhe in der Notaufnahme alle waren, hat man die Wunden eben einfach unsteril genäht- und den Patienten eben noch mal behandelt wenn er einige Tage später mit einer infizierten Wunde wiederkam.

Teilweise waren manche Dinge gerade was Hygiene betrifft sehr befremdlich, man sollte sich also möglichst gut schützen. Wer sich eine Tbc-Maske vorher organisieren kann, sollte sie auch mitbringen.

Land und Leute

Ich fand alle Indonesier sehr nett, höflich und aufgeschlossen. Gerade das SCOPE-Team hat versucht uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten und hat uns nie allein gelassen mit unseren Problemen. Außerdem haben sie uns auch sehr schöne Ausflüge zusammengestellt. So haben wir eine schöne Willkommensfeier bekommen, eine kulturelle Nacht und einen Ausflug zum weißen Krater und die Teeplantagen.
An einem Wochenende haben wir Incomings uns auch einen Fahrer gemietet und sind dann in die weitere Umgebung von Bandung gefahren. Das ging auch problemlos, auch wenn die Kommunikation mit dem Fahrer etwas schwierig war. Dabei haben wir einige wunderschöne Höhlen und Wasserfälle gesehen. Für uns war es immer eine tolle Erfahrung aus der Stadt zu kommen, da Bandung eine sehr überfüllte Stadt ist mit sehr vielen Staus ist und wir schnell davon überfordert waren.
Indonesien hat wirklich eine unglaublich schöne Natur und wir waren mehrmals im Regenwald unterwegs. Auch die freilebenden Affen war etwas sehr besonderes für uns. Wahrscheinlich sollte man aber körperlich halbwegs fit sein, da die warmen Temperaturen und die körperliche Anstrengung auch mal zu viel werden können.
Mit einem Studenten kamen wir so gut in Kontakt, dass er uns auch zu einer Hochzeit seiner Freunde mitnahm, um uns seine Kultur zu zeigen. Das war sehr prunkvoll und spannend für uns. Allgemein waren alle Indonesier sehr gastfreundlich zu uns und haben sich immer große Sorgen darum gemacht, dass wir so fern von unserer Heimat großes Heimweh haben könnten. Dadurch, dass sie sich so gut um uns gekümmert haben, war das aber nie der Fall.
In Bandung gibt es außerdem das Museum der Afrika-Asien-Konferenz, das sollte man sich mal anschauen, wenn man sich an der Unabhängigkeit von den früheren Kolonien interessiert. Außerdem gibt es einige große Einkaufsstraßen in Bandung, die dafür sorgen, dass Bandung auch als "Paris van Java" bezeichnet wird. Java als frühere Kolonie der Niederlande ist auch von der Architektur manchmal europäisch geprägt. Auch das relativ angenenhme Wetter war schon sehr angenehm für uns Europäer. Die Stadt liegt relativ hoch und wird von den Bergen umrahmt, deswegen ist die Temperatur recht mild bei 25°C, was sich deutlich besser ertragen lässt als die Temperaturen in Jakarta und Yogyakarta mit ungefähr 30-35 °C.
In einigen freien Tagen, die ich am Ende hatte, bin ich auch noch nach Yogyakarta gereist und habe mir dort die Tempel Borobudur und Prambanan angeschaut und habe mir auch allgemein die Altstadt angeschaut.

Fazit

Ich fand den Monat in Indonesien sehr prägend. Die Medizin hat mich sehr beeindruckt, aber auch manchmal etwas berührt, wenn ich besonders schwierige und harte Fälle gesehen habe.
Die Indonesier waren unglaublich freundlich und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Das Essen war auch sehr lecker, nur eben manchmal nicht für den europäischen Verdauungstrakt gemacht.
Ich würde jedem einen Aufenthalt im Ausland ans Herz legen und ich persönlich bin sehr froh, dass ich es in Indonesien gemacht habe, aber man muss sich bewusst sein, dass es in einem tropischen Land ist, wo viele Dinge einfach anders laufen. Man kann sich aber definitiv auf einen Monat einstellen, in dem man unglaublich viel über sich lernt und an seine eigenen Grenzen geht. Ich war sehr froh mit anderen europäischen Incomings zusammen in Bandung zu sein, da es sehr gut tat sich auszutauschen.
Ich hatte unglaublich viele tolle Erlebnisse und in diesem sehr intensiven Monat habe ich sowohl Freunde bei den SCOPEs, als auch bei den anderen Incomings gefunden. Wenn ich noch mal die Chance auf einen Austausch nach Indonesien bekommen würde, würde ich die definitiv nutzen.
Ich fand den Monat trotz einiger Herausforderungen definitiv lohnenswert!

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