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Oman (SQU-MSG)

Pädiatrie - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

Motivation

Da ich gerne neue Länder und Leute kennenlerne und der Meinung bin, dass dies am Besten geht wenn man vor Ort tatsächlich eine Aufgabe hat und nicht “nur” reist, war für mich eigentlich von Anbeginn meines Studiums klar, dass ich gerne eine Famulatur im Ausland absolvieren möchte.
Obwohl der Oman aufgrund meines großen Interesses für Länder des Nahen Ostens meine Nummer eins war, habe ich ihn aufgrund meiner Angst vor der Hitze im Sommer nur auf Platz zwei meiner Bewerbung angegeben. Schlussendlich bin ich froh, dann doch hier gelandet zu sein.

Vorbereitung

Da ich bis kurz vor meiner Abreise noch Prüfungen hatte und zudem für eine Untermieterin mein Zimmer ausräumen musste, hatte ich kaum Zeit mich auf meine bevorstehende Famulatur/Reise vorzubereiten. In einem Moment geistiger Erleuchtung schaffte ich es immerhin noch an einen Adapter zu denken, denn ich war etwas skeptisch ob dieser vor Ort so leicht zu finden sein würde (Stellte sich allerdings im Nachhinein als nicht allzu großes Problem dar). Falls ihr einen Adapter von zuhause mitbringen möchtet ist der hier verwendete Steckdosentyp G, sprich der selbe wie in Großbritannien. Ansonsten kann ich noch empfehlen Sonnencreme einzupacken, denn diese ist wie in vielen Ländern außerhalb Europas sehr teuer. Einen Reiseführer zu kaufen halte ich für nicht unbedingt notwendig, vor allem da das Social Program hier sehr gut durchgeplant ist und ihr kaum Zeit haben werdet, euch die Stadt/das Land alleine anzuschauen. Außerdem ist man hier durch den gänzlich fehlenden öffentlichen Transport auf Autos angewiesen, was eigenständiges Reisen zusätzlich erschwert.

Visum

In den alten Erfahrungungsberichten auf der Bvmd Website steht stets, dass man das 30 Tage Visum für den Oman getrost am Flughafen in Maskat beantragen kann. Das stimmt auch noch, aber ich würde hierbei sehr vorsichtig sein. Seit Juni 2018 kann das Visum eigentlich nur noch elektronisch vor Abreise beantragt und genehmigt werden, jedoch gibt es am Flughafen einen Notschalter für die Beantragung vor Ort - allerdings soll dieser spätestens Anfang 2019 aufgelöst werden. Ich würde daher jedem zur anscheinend unkomplizierten Online Beantragung raten, diese benötigt ungefähr eine Woche. Das 30-Tage Visum kostet derzeit 20 OMR und kann in Muskat um 30 Tage (gleicher Preis) verlängert werden. Bei Ausreise z.B. in die UAE kann man bei Wiedereinreise ein Visum für 10 Tage/30 Tage beantragen. Dieses kostet dann 5 OMR an der Grenze.

Gesundheit

Ich habe für den Oman keine speziellen gesundheitlichen Maßnahmen ergriffen, außer eine Auslandsreiseversicherung über die Apobank abzuschließen. Da ich durch vorherige Auslandsaufenthalte bereits alle denkbaren Impfungen hatte, habe ich mich im Vorfeld nicht wirklich mit dem Impfempfehlungen für den Oman auseinandergesetzt, würde dies natürlich aber sonst jedem raten. Malaria/Dengue sind hier nicht weit verbreitet, weshalb ich keine spezielle Medikation (welche man im Falle des Falles auch leicht vor Ort bekommen kann) mitgenommen habe. Ich denke, dass eine gute Standart-Reiseapotheke absolut ausreichend sein sollte, ansonsten ist auch die medizinische Versorgung im Oman sehr gut.

Sicherheit

Ich habe mich im Oman zu jedem Zeitpunkt sehr sicher gefühlt. Das Gefährlichste ist hier wohl tatsächlich der Straßenverkehr, viele Omanis fahren unverhältnismäßig schnell (z.B. 200 km/h auf der Landstraße; 120 km/h in der kurvigen Autobahnausfahrt), aber da das Land dadurch in den letzten Jahren immer die Rangliste der Länder mit den meisten Verkehrstoten angeführt hat, versucht die Regierung jetzt durch massive Verkehrskontrollen die Lage in der Griff zu bekommen. Es gibt alle 2 km mobile Blitzer, fast überall ‘Speed Bumps’ und jedes in den Oman eingeführte Auto muss ab 120 km/h Tonsignale von sich geben (Diese werden meist durch lautere Musik übertönt ;-)). Meine Verkehrszwischenfälle belaufen sich bisher auf einen abgefahrenen Seitenspiegel im Taxi und eine angefahrene Wildhundeherde, sprich die Lage ist nicht lange nicht optimal aber sie verbessert sich.

Geld

Die Währung im Oman ist der omanische Rial. 1 Rial sind 1000 Baisa und die Umrechnung nach entspricht 1 Rial gerade etwa 2,25 Euro. Die Währung ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, denn man muss im Ausland ja selten “hochrechnen”; man darf sich also nicht von den vermeintlich günstigen Preisen täuschen lassen.
Auswärts Essen gehen ist mit Preisen zwischen 0,500 OMR und 2,000 OMR recht erschwinglich, auch Taxi Fahrten kosten nicht viel, vor allem wenn man sich die Kosten teilt.
1,5 L Wasser kosten 0,200 OMR, ansonsten sind die Preise mit denen in deutschen Supermärkten vergleichbar.

Sprache

Die hauptsächlich gesprochene Sprache im Oman ist natürlich Arabisch, wobei man mit Englisch in den meisten Fällen gleich weit kommt. Freuen wird sich allerdings jeder Omani, wenn man ein paar arabische Wörter parat hat. Im Krankenhaus ist die Unterrichtssprache Englisch und selbst wenn in einer Besprechung nur Omanis anwesend waren haben sie mir zuliebe immer von Arabisch zu Englisch gewechselt. Mit PatientInnen wird die Sache schon schwieriger, vor allem in der Kinderheilkunde. Manchmal konnte ich bei guten Englischkenntnissen der Eltern selbst die Anamnese übernehmen und ansonsten haben mir die anderen omanischen Studierenden nach der Anamneseerhebung die Befunde übersetzt und mit mir durchgesprochen.

Verkehrsbindungen

Hierzu gibt es nicht viel zu sagen, wie ich bereits beschrieben habe ist öffentlicher Nahverkehr hier quasi non existent. Zwischen den größeren Städten gibt es Busverbindungen zu guten Preisen, allerdings ist man dann vor Ort immer von Taxis bzw. eigenem fahrbaren Untersatz anhängig. In Muskat selbst gibt es theoretisch, aber wirklich nur theoretisch, einen Bus, aber dieser verkehrt zu undurchsichtigen Zeiten von undurchsichtigen Haltestellen zu undurchsichtigen Haltestellen an denen man meist noch umsteigen muss um zu seinem gewünschten Ziel zu gelangen. Ich selbst habe den Bus nur ein einziges Mal während meiner Zeit hier gesehen und es schien mir gänzlich unmöglich rauszufinden wann ich wo welchen Bus nehmen sollte. Im Endeffekt lief es also darauf hinaus möglichst viele Handynummern von Taxifahrern zu ergattern um immer einen passenden Fahrer bestellen zu können - denn auch Taxis von der Straße zu winken ist aufgrund der langen Wartezeiten in der brütenden Sonne schwierig. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit die sehr lieben Omanis von der Austausch AG um eine Mitfahrt zu bitten, die einem echt oft helfen von A nach B zu kommen.

Kommunikation

Ich habe mir gleich am ersten Tag eine SIM Karte von Omantell gekauft, wobei es noch noch einen weiteren Telefonserviceanbieter mit den gleichen Preises und gleicher Leistung gibt. Anscheinend ist Omantell allerdings aufgrund der besseren Verbindung in entlegenen Gegenden (Falls ihr diese jemals brauchen solltet) etwas besser. Die SIM Karte ist praktisch gratis, 1 GB kostet 3 OMR, 2 GB 5 OMR und 6 GB 10 OMR. Da es im Apartment kein Wlan gibt gibt man schnell viel Geld für mobile Daten aus. Um WhatsApp Calls, Facebook Calls, Facetime oder Skype verwenden zu können braucht man einen VPN, denn diese Funktionen sind im Oman gesperrt.

Unterkunft

Die Unterkunft ist in Muskat für alle Incomings die Selbe in einem Apartmentgebäude im Stadtteil Al Seeb. Sie befindet sich sehr nah am Krankenhaus und besteht aus mehreren getrennten Apartments, in welchen man sich jeweils zu zweit ein Zimmer und zu sechst zwei Bäder und eine Küche teilt. Die Unterkunft bietet alles was man so brauchen könnte: Klimaanlage, Schreibtisch, Schrank, Waschmaschine, Gasherd (Allerdings: aktuell Topf- und Besteck-Mangel!) und sogar einem Bügelbrett inklusive Bügeleisen. Bettwäsche wird gestellt, nur Handtücher muss man selbst mitbringen. Die Sauberkeit lässt zu Beginn etwas zu wünschen übrig, denn man wird am Ende des Monats nicht unbedingt zum Putzen der Wohnung angehalten, weswegen die meisten sie relativ dreckig für die Nachfolger zurück lassen. Mit etwas gutem Willen ist das Chaos aber schnell beseitigt und man kann sich schon bald relativ wohl fühlen, besonders wenn die Zimmerkollgen so toll sind wie meine.

Literatur

Wie oben bereits erwähnt bin ich nicht der Meinung, dass ein Reiseführer für den Oman viel Sinn macht, außer ihr wollt nach dem Austausch noch weiter im Oman reisen. Ich habe in Buchhandlungen ein paar Reiseführer durchgeblättert und die für mich relevantesten Kapitel über Kultur und Geschichte, Land und Leute, Sitten und Gewohnheiten durchgelesen, das war soweit ein ganz guter Überblick. Auch online habe ich keine bestimmten Webseiten welche ich weiterempfehlen könnte, aber ich nehme mal an ein paar Google/Bing/Ecosia-Suchen können einem schnell weiterhelfen ;)

Mitzunehmen

Wie schon gesagt: Sonnencreme, wem’s steht Sonnenhut, Sonnenbrille und generell alles was einem bei extremer Sonneneinstrahlung hilfreich erscheinen könnte. Für das Krankenhaus sollte man ein paar übers Knie reichende Hoses oder Röcke mitnehmen, sowie die Schultern bedeckende Oberteile. Bikinis sind für die touristischen Strände und Orte völlig in Ordnung, falls man auch an den lokalen Stränden schwimmen möchte sollte man vielleicht eher auf ein T-Shirt und längere Hosen zurückgreifen, denn wir wurden im Bikini einmal von der sogenannten Fashion Police gestoppt.

Reise und Ankunft

Die Anreise verlief, bis auf nicht durchgechecktes Gepäck in Abu Dhabi, problemlos und ich wurde mitten in der Nacht von einem Mitglied der Lokalvertretung abgeholt und zur etwa 40 Minuten entfernten Unterkunft gefahren, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. Sogar als am nächsten Tag mein Koffer in Muskat ankam, wurde ich wieder von einem sehr lieben Omani zum Flughafen und zurück gefahren. Eigentlich hätte ich auch schon am Tag meiner Ankunft ins Krankenhaus gehen sollen, aber da ich nach hinten raus ein wenig Puffer für evtl. nachzuholende Tage geplant hatte, habe ich mich entschlossen erst am zweiten Tag der Woche (Montag) ins Krankenhaus zu gehen. Es gab auch noch weitere Incomings, die in der selben Nacht ankamen und mit mir zusammen am ersten Tag die Umgebung erkundet haben. Der erste Tag im Krankenhaus war dann sehr gut, ich wurde herzlich empfangen und sofort in die Station und den Ablauf eingebunden.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Wie oben schon beschrieben habe ich meine Famulatur in der Pädiatrie absolviert, was sich als eine der besten Entscheidungen herausgestellt hat. Es gibt im Sultan Qaboos University Hospital ca. fünf verschiedene Abteilungen, welche sich ausschließlich mit Kindern beschäftigen und zu jeder Abteilung gehört ein Team von in etwa 20 Personen (Jeweils ein Senior Consultant, Junior Consultant, Assistenzärzte, mehrere Interns (erweitertes PJ), Senior Clerkship Students (zweites Jahr PJ), Junior Clerkship Students (erstes Jahr PJ). Die fünf Abteilungen untergliedern sich in Hämatologie, PICU, Outpatient Clinic und zwei General wards. Ich war für eine der allgemeinen Stationen eingeteilt, wo meist Kinder mit Infektionskrankheiten, genetischen Defekten, kongenitalen Malformationen und pneumologischen Erkrankungen behandelt wurden. Der typische Tag sah in etwa so aus: Um 7:30 Uhr wurden wir von einem Universitätsbus von unserer Unterkunft abgeholt und zum Krankenhaus gebracht. Da in der Pädiatrie das Morning Meeting bereits um 8:00 Uhr beginnt hatte ich meist nur kurz Zeit um in der Krankenhauskantine zu frühstücken, jedoch war die Zeit zum größten Teil trotzdem ausreichend. Im Morning Meeting werden vor allem die Neuaufnahmen des vorangegangen Nachmittags besprochen, sowie komplexe Fälle diskutiert. Ich fand die Morgenbesprechung immer sehr bereichernd, da dort die Spezialisten der individuellen Fachrichtungen zusammenkommen und sich viel Zeit für die einzelnen Fälle sowie die Lehre nehmen. Um etwa 9:00 Uhr wurden dann in der Abteilung die einzelnen Patienten unter den Studierenden aufgeteilt und jeder musste eigenständig eine komplette (Fremd)Anamnese erheben sowie den zugeteilten Patienten untersuchen. Bei der Round um ca. 10:00 Uhr war es dann die Aufgabe der Studierenden die Fälle zu präsentieren, das auch gerne sehr ausführlich. Danach gab es jeweils ein Feedback zur Vortragsweise, Reihenfolge, den präsentierten Informationen sowie in den meisten Fällen noch weiterführende Fragen zu Differentialdiagnosen etc.. Da es für mich aufgrund meiner fehlenden Sprachkenntnisse nicht immer möglich war die Anamnese zu erheben habe ich mich auch oft an die omanischen Studierenden gehalten und wir haben den Fall gemeinsam präsentiert. Um 11:30 Uhr gibt es dann Bedside Teaching, wo man einen der aktuell interessanteren Fälle im Kreise der Studierenden und eines Senior Consultants weiterführend bespricht um das Kind danach zu untersuchen. Auch zur Untersuchungstechnik und zum Umgang mit den Eltern und dem Patienten gibt es im Nachgang wieder viel Feedback und mir persönlich hat auch dieser Unterricht viel gebracht, da sich ein Arzt wirklich ausreichend Zeit für eine sehr kleine Gruppe an Studierenden nimmt. Irgendwann um die Mittagszeit besteht meistens eine Pause um zu essen und etwas zu entspannen. Um 13:30 gibt es für eine weitere Stunde Unterricht, oft mit Präsentationen durch die omanischen Studierenden und wenn man möchte besteht auch die Möglichkeit selbst ein Thema zu vorzustellen.
Alles natürlich freiwillig, also keine Sorge. Nach der 13:30 Session ist meistens Schluss und man muss bis 15:30 Uhr warten, bis der Bus einen zurück zum Apartment bringt. Ich habe die überschüssige Zeit meist in der medizinischen Bibliothek verbracht um meine Eduroam-Verbindung (Gibt es auch im Oman) auszunutzen.
Insgesamt sind alle Ärzte sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent und sind sehr um eine gute Lehre bemüht. Der Begriff “Lehrkrankenhaus” wird hier definitiv wörtlicher genommen als in Deutschland. Es gibt nicht so viele Aufnahmen (pro Tag sind in etwa nur ca. 6-8 Patienten auf Station) und es werden auch nur komplexere Fälle angenommen. Es kann gut vorkommen, dass man 1,5 Stunden komplett für einen Patienten aufwendet. Da 50 % der Ehen im Oman unter Verwandten geschlossen werden, sind autosomal rezessive Erkrankungen weitaus häufiger als in Deutschland. Dadurch hatte ich die Möglichkeit viele extrem seltene Varianten zu sehen und zu besprechen, sowie im Oman häufige hämatologische Erkrankungen wie Sichelzellanämie, Thalassämien sowie G6PD-Mangel kennenzulernen.

Land und Leute

Das Social Program im Oman ist exzellent, zu einem Punkt wo es der ruhigere Mensch schon fast zu gut finden könnte. Es gibt fast jeden Tag gemeinsame Aktivitäten, oft spontan und einmal wöchentlich gibt es einen Ausflug sowie Sightseeing in der näheren Umgebung. Die Wochenenden sind ebenfalls gut durchgetaktet, meist muss man sogar früher aufstehen als unter der Woche. Das gibt einem allerdings die Möglichkeit viel vom Land zu sehen und intensiv Zeit mit den anderen Incomings sowie den Omanis zu verbringen. Unsere Wochenend-Aktivitäten bestanden zum Beispiel aus einem Trip zum Green Mountain (Grün für omanische Verhältnisse…) inklusive selbst zubereitetem, unglaublich leckerem, Barbecue und Camping unter den Sternen; einem Schnorcheltrip zu einer Insel vor der omanischen Küste; Besichtigungen von omanischen “historical landmarks”; einem Ausflug zum “turtle beach” wo wir Schildkröten beim Eier Legen beobachten konnten; Schwimmen in den Wadis Omans und noch einige weitere Trips welche ich an dieser Stelle nicht in allzu großer Ausführlichkeit besprechen möchte um die Überraschungen nicht zu sehr vorwegzunehmen. Jeder der Ausflüge ist sehr zu empfehlen (Man kann sich bei jedem Trip einzeln entscheiden ob man teilnehmen möchte oder nicht) und es ist unglaublich wie viel Zeit sich unsere omanischen Gastgeber genommen haben um uns die ganze Schönheit Omans zu zeigen, denn wie oben beschrieben ist das organisatorisch Anspruchsvollste den Transport zu organisieren. Außerhalb des geplanten Social Programs haben wir viel Zeit in den Cafés in der näheren Umgebung der Unterkunft verbracht um zu reden und Karak Tee zu trinken (Ihr werdet sehen warum, Karak ist einfach toll). Ansonsten haben wir manchmal Taxis zu den diversen Stränden der Stadt genommen um ein bisschen zu schwimmen und zu entspannen, oder auch zu den Malls, vor allem an besonders heißen Tagen wo es sonst nicht viel zu tun gab. Wirklich langweilig war es also nie und nur Not gibt es auch immer genug Themen die im Krankenhaus angesprochen wurden die man zuhause nochmal genauer nachlesen kann - wieder freiwillig natürlich ;-).
Ich habe die Omanis als unbeschreiblich freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt, die wirklich in jeder erdenklichen Lebenslage zur Stelle waren. Da während unseres Aufenthalts im August einer der wichtigsten muslimischen Feiertage (Eid) lag, hatten wir eine Woche Ferien und ich hatte das Glück von einem Omani nach Hause eingeladen zu werden um mit seiner Familie das Fest zu feiern. Die Vielzahl der präsentierten Speisen werde ich wahrscheinlich so schnell nicht mehr vergessen und ich bin sehr glücklich diese spannende Erfahrung gemacht zu haben.

Fazit

Jedem der sich nicht vor allzu großer Hitze scheut und Interesse an der Kultur der Golf-Region hat kann ich den Austausch in den Oman wärmstens (Im wahrsten Sinne des Wortes) empfehlen. Die Ärzte im Krankenhaus sind sehr bemüht, dass man am Ende des Aufenthalts in der jeweiligen Station, den Oman mit einem Zugewinn an Wissen, praktischen Fähigkeiten und Interesse am Fach verlässt. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, zuvorkommend und man fühlt sich zu keinem Zeitpunkt alleingelassen. Das Social Program kann man wahrscheinlich zu einem der Besten weltweit zählen und auch sonst war einfach alles sehr gut organisiert und für uns vorbereitet. Ich bin sehr froh, mich für den Oman entschieden zu haben.

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