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Chile (IFMSA-Chile)

Pädiatrie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Juliane, Heidelberg

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Motivation

Ich war schon immer sehr reiselustig und habe auch bereits einen Großteil meines Pflegepraktikums in Südamerika gemacht. Südamereika interessiert mich v.a. weil ich mein Spanisch üben und verbessern wollte. Chile war einfach eine zufällige Wahl ... mein Tipp aber für die Zukunft nur im Sommer (Oktober - März) hinfahren, dann ist das Wetter besser.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung habe ich die Erfahrungsberichte anderer gelesen, geschaut was ich alles mitbringen muss in die Klinik (Kittel ja/nein, Business Kleidung?, Bekomme ich einen Kittel dort gestellt? -> für Chile braucht man nur einen eigenen Kittel und ein Stethoskop), Wettervorhersage gelesen, den Reiseführer überflogen. Wichtig war auch v.a. dass man nochmal etwas am Spanisch arbeitet, weil ohne das kommt man egal wo in Chile bzw. Südamerika nicht weit, ggf. macht auf jeden Fall einen Kurs vorher.
Schwierigkeiten hatte ich keine.

Visum

Man braucht mit dem Deutschen Pass kein Visum für bis zu 90 Tage.

Gesundheit

Die üblichen Standardimpfungen, die wir in Deutschland haben, sind für Chile ausreichend. Sollte die Reise davor oder danach noch in andere Länder Südamerikas gehen würde ich eine Gelbfieberimpfung empfehlen und ggf. vor Abreise einmal zum Reisemediziner.
Es werden keine speziellen Untersuchungen gefordert.
Eine normale Reiseapotheke + Auslandskrankenversicherung (wichtig ist das Chile mit einbegriffen ist) wie für den Urlaub ist zu empfehlen.

Sicherheit

Chile ist ein sicheres Land. Natürlich gibt es v.a. in Santiago auch gefährlichere Ecken, aber prinzipiell muss man sich keine Sorgen machen. Nachts vielleicht lieber ein Taxi nehmen anstatt zu Fuß zu laufen.

Geld

Gezahlt wird in Chilenischen Pesos (Wechselkurs aktuell ca 1 € für 750 CLP). Ich habe oft mit Kreditkarte gezahlt. In kleineren Restaurants/Touren/Eintritte z.T nur bar also hat es immer Sinn genügend Bargeld dabei zu haben. Vor Reiseantritt muss man sich keine Pesos hier besorgen, ich hab einfach in Santiago am Flughafen direkt mit der Kreditkarte Pesos aus dem Geldautomaten geholt.
Preise sind ähnlich wie in Deutschland manches billiger manches teurer.
Chile ist kein 'Billigland' zum Reisen.

Sprache

Man muss auf jeden Fall Spanisch sprechen. Ohne Spanisch geht es nicht. Die meisten Ärzte sprechen kein Englisch und die Patienten auch nicht. Zur Vorbereitung nehmt einen Kurs in dem besonders der Schwerpunkt auf Kommunikation und Sprechen und nicht auf Grammatik gelegt wird.

Verkehrsbindungen

Es gibt sehr gute Inlandsflüge zu den Größeren Städten. Sonst sind die Langstreckenbusse sehr zu empfehlen und super bequem zum Schlafen auch über Nacht ist kein Problem. Busse und auch Flüge sind relativ billig.

Kommunikation

Ich hab hauptsächlich mittels Whatsapp kommuniziert. Kostenloses Wifi hat es oft und eine Lokale Simkarte hat sich in meinen Augen nicht rentiert für den einen Monat der Famulatur oder auch selbst wenn man länger bleibt.

Unterkunft

Ich habe bei einer Gastfamilie geschlafen. Alles war super organisiert. Ich bekam jeden Tag Frühstück, Mittag und Abendessen. Auch Handtücher und Bettwäsche wurden gestellt. 1x pro Woche konnte ich meine Wäsche waschen.

Literatur

Ich würde den Reiseführer von Lonely Planet oder ReiseKnowHow empfehlen. Sonst hab ich nichts spezielles gelesen.

Mitzunehmen

Wäsche für 2 Wochen, Kittel, Stethoskop.
Warme Jacke, da ich im Winter/Frühling da war.
Wanderschuhe/ Sportschuhe für Ausflüge an den Wochenenden.
Adapter für die Steckdose.
Sonst fällt mir nichts ein was besonders gewesen wäre.

Reise und Ankunft

Angereist bin ich per Flugzeug und wurde am Flughafen von meiner Gastfamilie abgeholt. Die haben mir auch am ersten Tag den Weg zum Krankenhaus gezeigt und bezüglich der Uhrzeit wann und wo ich am ersten Praktikumstag sein muss, habe ich mit meinem Ansprechpartner geklärt

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich bin zwischen den Verschiedenen Stationen (ältere Kinder, Säuglinge, Kleinkinder) und der Ambulanz und den verschiedenen Sprechstunden rotiert und durfte überall mal reinschauen. Leider konnte ich auf der Station nicht wirklich etwas machen, da die Hauptaufgabe Papierkram war und ich oft nur daneben saß. In der Ambulanz konnte ich eigenständig oft zusammen mit einem der PJ Studenten Patienten aufnehmen und untersuchen und dann dem Arzt vorstellen und zusammen über die weitere Therapie entscheiden. Insgesamt ist das Praktikum hier in Chile jedoch beobachtend und man darf deutlich weniger machen als in Deutschland bei einer Famulatur. Die Ärzte und Pflegekräfte waren alle sehr nett und aufgeschlossen.
Gesprochen wird immer in schnellem Spanisch, sodass gute Sprachkenntnisse Voraussetzung sind. Manche bemühen sich zwar langsam zu reden, allerdings sprechen sie dann immer noch relativ schnell. Englisch spricht kaum jemand und wenn dann nur sehr gebrochen.
Es gibt ähnlich wie bei uns ein Staatliches und Privates Versicherungssystem, wobei das Staatliche deutlich mangelhafter ist wie bei uns.
Das Studium in Chile dauert wie bei uns 5 Jahre Uni und dann aber 2 Jahre PJ. Insgesamt ist die Medizinische Ausbildung sehr gut aber teuer.
Die Wochenende habe ich mit Ausflügen in die Umgebung verbracht. Es gab ein Social Programm. Ich würde auf jeden Fall empfehlen an den Villaricasee, nach Valdivia und Puerto Varas zu fahren.
Wenn ihr davor oder danach noch etwas Zeit habt kann sich ein Abstecher nach Patagonien oder in den Norden in die Atacamawüste auf jeden Fall lohnen. Das Essen ist meistens gut eine Mischung aus Burgern, Hotdogs, Pizza und lokalem Eintöpfen und Fleisch/Fisch mit Kartoffelpüree.

Land und Leute

Ich bin zwischen den Verschiedenen Stationen (ältere Kinder, Säuglinge, Kleinkinder) und der Ambulanz und den verschiedenen Sprechstunden rotiert und durfte überall mal reinschauen. Leider konnte ich auf der Station nicht wirklich etwas machen, da die Hauptaufgabe Papierkram war und ich oft nur daneben saß. In der Ambulanz konnte ich eigenständig oft zusammen mit einem der PJ Studenten Patienten aufnehmen und untersuchen und dann dem Arzt vorstellen und zusammen über die weitere Therapie entscheiden. Insgesamt ist das Praktikum hier in Chile jedoch beobachtend und man darf deutlich weniger machen als in Deutschland bei einer Famulatur. Die Ärzte und Pflegekräfte waren alle sehr nett und aufgeschlossen.
Gesprochen wird immer in schnellem Spanisch, sodass gute Sprachkenntnisse Voraussetzung sind. Manche bemühen sich zwar langsam zu reden, allerdings sprechen sie dann immer noch relativ schnell. Englisch spricht kaum jemand und wenn dann nur sehr gebrochen.
Es gibt ähnlich wie bei uns ein Staatliches und Privates Versicherungssystem, wobei das Staatliche deutlich mangelhafter ist wie bei uns.
Das Studium in Chile dauert wie bei uns 5 Jahre Uni und dann aber 2 Jahre PJ. Insgesamt ist die Medizinische Ausbildung sehr gut aber teuer.
Die Wochenende habe ich mit Ausflügen in die Umgebung verbracht. Es gab ein Social Programm. Ich würde auf jeden Fall empfehlen an den Villaricasee, nach Valdivia und Puerto Varas zu fahren.
Wenn ihr davor oder danach noch etwas Zeit habt kann sich ein Abstecher nach Patagonien oder in den Norden in die Atacamawüste auf jeden Fall lohnen. Das Essen ist meistens gut eine Mischung aus Burgern, Hotdogs, Pizza und lokalem Eintöpfen und Fleisch/Fisch mit Kartoffelpüree.

Fazit

Mir hat es in Chile und in Temuco sehr gefallen.
Wenn man medizinisch mehr lernen und selbst machen möchte würde ich jedoch ein anderes Land empfehlen. Zum Reisen und für einen entspannten Austausch kann ich Temuco und Chile auf jeden Fall empfehlen.

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