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Brazil (IFMSA-Brazil)

Pädiatrie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Lena, Hannover

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Motivation

Schon zu Beginn des Studiums wollte ich unbedingt eine Famulatur im Ausland machen, um die Gesundheitsversorgung in einem anderen Land kennen zu lernen und tiefer in eine fremde Kultur einzutauchen.
Da ich ein Jahr lang in Lissabon studiert habe und dadurch Portugiesisch spreche, bot es sich an das Praktikum in Brasilien zu absolvieren. Außerdem wollte ich auch als Tourist schon länger mal nach Brasilien reisen.

Vorbereitung

In Vorbereitung habe ich mehrere Bücher über Brasilien und von Brasilianischen Autoren und ein bisschen im Reiseführer gelesen, mich mit den Informationen des Auswärtigem Amt beschäftigt und meinen Impfpass auffrischen lassen.
Die Flüge habe ich schon vor Erhalt der Card of Acceptance gebucht, da ich Geld sparen wollte und auch im Falle einer Absage nach Brasilien gefahren wäre.
Sobald ich die Card of Acceptance erhalten habe, habe ich mich mit meinen Kontakt Personen in Verbindung gesetzt, um die Anreise zu planen und mehr über meine Unterbringung und die Stadt Santos zu erfahren.
Ich habe an keinem pre depature training teilgenommen. Allerdings wurde kurz vor meiner Abreise ein Tropenseminar angeboten, bei dem ich mitgemacht habe. Dort hat auch eine Studentin berichtet, die selbst mit der bvmd eine Famulatur in Brasilien gemacht hat.

Visum

Da ich mich kürzer als 90 Tage in Brasilien aufgehalten habe, brauchte ich kein Visum. Allerdings sollte man bei Einreise auch schon den Rückflug gebucht haben. Danach wurde ich auch am Flughafen schon gefragt. Der Reisepass muss bei Einreise 6 Monate gültig sein.

Gesundheit

Mein Impfausweis wurde weder bei der Einreise noch im Krankenhaus kontrolliert. Allerdings sollte man sich sicherlich an die Empfehlungen der STIKO und spezielle Vorgaben des Krankenhauses halten. Ich musste keine speziellen Untersuchungen durchführen lassen.
Ich hatte eine ziemlich große Reiseapotheke dabei, mit Antibiotika, Loperamid, Ibuprofen, Omeprazol, Cetirizin und etwas gegen Erkältungen. Während des Praktikums habe ich nichts benötigt. Die Ärzte, die mich während des Praktikums betreut haben, haben die Studenten, wenn es nötig war, auch mit Medikamenten versorgt. Allerdings habe ich auf meiner anschließenden Reise dann alles bis auf das Antibiotikum einmal eingenommen und war froh, dass ich dann nicht immer extra zum Arzt oder in die Apotheke laufen musste.
Da ich auch im Regenwald im Amazonas war, habe ich auch eine Malariaprophylaxe (Lariam) genommen, obwohl die Bewohner uns versichert haben, dass in dem Gebiet, in dem wir uns aufgehalten haben, kein Risiko bestehe.
Außerdem habe ich mich mit einem Repellent ausgestattet, das die Mücken aber so gut wie gar nicht abgehalten hat.

Sicherheit

Ich hatte bereits eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport über meine Krankenversicherung. Außerdem habe ich zur Sicherheit auch eine Berufshaftpflichtversicherung für einen Monat bei der Deutschen Ärzte Finanz abgeschlossen.
Besonders in den Großstädten Brasiliens wird vor einer hohen Kriminalitätsrate gewarnt und auch die Menschen vor Ort haben mich immer wieder daran erinnert, vorsichtig zu sein. Mir ist kein einziges Mal etwas geklaut worden und ich habe mich auch nie unwohl gefühlt. Allerdings habe ich immer so wenig Wertsachen wie möglich mit aus dem Haus genommen, keinen auffälligen Schmuck getragen, habe mein Handy so wenig wie möglich herausgeholt, wenn ich auf offener Straße war und bin bei Dunkelheit nie alleine draußen herumgelaufen, sondern habe dann auch für kleinere Strecken immer ein Uber genommen. In größeren Städten hatte ich immer ein wenig Bargeld in der Hosentasche, um dieses bei einem Überfall herausgeben zu können.
Eine Woche vor meiner Abreise wurde leider meine Kreditkarte gefälscht und benutzt und dann zum Glück sofort von meiner Bank gesperrt. Dann musste ich meine Debit Karte für die restlichen Zahlungen benutzen. Man sollte also nicht nur mit einer Bankkarte verreisen.
Die Brasilianer waren immer super freundlich und hilfsbereit. Ich habe mich immer bei den Leuten vor Ort über die Sicherheitslage informiert.

Geld

Die Währung in Brasilien ist der Brasilianische Real. Ein Euro entsprechen zur Zeit 4,8 Reais.
Ich habe vor meiner Reise 100 Euro zu etwas schlechteren Bedingungen in Real umgetauscht, was nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Man kann fast überall mit Kreditkarte bezahlen, sollte aber zur Sicherheit immer etwas Bargeld bei sich tragen. Oft muss man bei Touristen Attraktionen etwas weniger zahlen, wenn man Bar zahlt. Allerdings hatte ich immer so wenig Bargeld wie möglich dabei. Es gibt einige Orte in Brasilien in denen man kein Geld abheben kann und nicht alles mit Karte zahlen kann, zum Beispiel auf der Ilha Grande. Darüber sollte man sich vorher informieren.
Insgesamt war alles etwas günstiger als in Deutschland, aber sicherlich ist Brasilien im Vergleich zu anderen Lateinamerikanischen Ländern und asiatischen Ländern teurer.

Sprache

In Brasilien sprechen die meisten Menschen nur Portugiesisch. Selbst viele Ärzte und Studenten sprachen nur wenig Englisch. Da ich gut Portugiesisch spreche habe ich mich darüber gefreut, da ich meine Sprachkenntnisse so gut verbessern konnte. Wenn man allerdings nur Englisch spricht, kann ich mir vorstellen, dass man aus dem Praktikum nicht so viel mitnehmen kann. Außerdem war ich zu dem Zeitpunkt die einzige internationale Austauschstudentin in der Stadt. Durch meine Portugiesisch Kenntnisse habe ich bei den nationalen Austauschpraktikanten Anschluss gefunden und auch ein paar Einheimische kennen gelernt. Mit Spanisch kommt man sicherlich auch schon weit.
Zwischen dem Portugiesisch in Portugal und dem Portugiesisch in Brasilien bestehen einige Unterschiede und es werden teilweise auch andere Wörter benutzt. Daran kann man sich allerdings schnell gewöhnen.

Verkehrsbindungen

Ich habe schon vor der endgültigen Zusage einen Flug nach Sao Paulo gebucht, da man von dort wie auch von Rio de Janeiro überall hinfliegen kann. Ich hatte Glück, weil ich gar keinen zusätzlichen Flug mehr buchen musste. Für den Hin und Rückflug habe ich ca. 900Euro gezahlt. Ich wurde dann von meiner Gastfamilie am Flughafen abgeholt, worüber ich sehr froh war, weil ich ziemlich viel Gepäck hatte und die Busverbindungen im Internet schwer zu finden sind.
Innerhalb des Landes bin ich auf kürzeren Strecken viel Bus gefahren, da es kaum Züge gibt. Für längere Strecken habe ich das Flugzeug genommen. Manchmal sind die Busse sehr modern und komfortabel, aber es gibt auch ältere Modelle in denen die Lüftung nicht richtig funktioniert und Kakerlaken aus den Ritzen kriechen. Die Busse und Flugzeuge sind bei mir immer sehr zuverlässig und pünktlich gewesen. Ich habe mich immer sicher gefühlt- auch bei Fahrten über Nacht. Es ist schwierig die richtigen Busverbindungen im Internet zu finden. Am besten geht man dazu direkt an den Busbahnhof und kauft auch das Ticket ein wenig im Voraus. Mir ist es ein paar Mal passiert, dass der Bus schon ausgebucht war und ich ein paar Stunden auf den nächsten warten musste.
Wenn man früh bucht unterscheiden sich die Preise von Zug und Flugzeug nicht sehr.
In der Santos habe ich alle Strecken mit dem Uber zurückgelegt, weil das viel schneller und zuverlässiger ist als die Busse und nicht sehr teuer. Für eine Busfahrt zahlt man jedoch nicht einmal einen Euro, falls man Geld sparen möchte.

Kommunikation

Ich habe mir gleich an meinem ersten Tag eine Prepaid Karte gekauft. So war ich unterwegs immer erreichbar und konnte selber googeln, das Wörterbuch und uber benutzen. Für eine Sim Karte zahlt man so 10-15 Reais und pro Woche ca. 10 Reais für einen GB Internet. Oft gibt es in Cafés Wifi. Allerdings gibt es auch viele Orte in Brasilien in denen man gar keinen oder sehr wenig Empfang hat und im Regenwald im Amazonas ist man völlig von der Außenwelt abgeschieden. Die Telefone funktionieren teilweise nur ein paar Stunden am Tag.

Unterkunft

Ich bin in einer Studenten WG untergekommen. Die Wohnung wurde von meiner Kontakt Person und Host gestellt, die sonst selber darin wohnt, aber zu der Zeit Ferien hatte und im Urlaub war bzw. bei ihren Eltern gewohnt hat. Ich hatte ein eigenes Bad und ein großes Zimmer mit großem Bett in einem Hochhaus. Es gab eine Küche und ein Wohnzimmer mit Fernseher. Leider war ich die meiste Zeit alleine in der Wohnung, da auch die Mitbewohner- ebenfalls Medizinstudentinnen- Ferien hatten. Das war sehr schade.
Ansonsten war ich sehr zufrieden mit der Unterkunft. Es gab sogar einen Pool und einen kleinen Fitnessraum.

Literatur

Ich habe vor der Reise den Reiseführer von Stefan Loose gekauft, mit dem ich sehr zufrieden war. Außerdem habe ich ein paar Bücher von Brasilianischen Autoren gelesen und Bücher über Brasilien. Viel habe ich auch im Internet recherchiert.

Mitzunehmen

Ich habe normale Kleidung und Kosmetikartikel mitgenommen. Und zusätzlich meine Reiseapotheke, Repellent, einen Kittel, Gastgeschenke und einen Bauchbeutel, den man unter der Hose tragen kann. Überflüssig war ein Mückennetz und gefehlt hat ein Hüttenschlafsack bzw. ein Bettbezug für die Übernachtung im Hostel.
Im Krankenhaus waren alle etwas schicker gekleidet als in Deutschland. Ich habe dann immer darauf geachtet mich ordentlich anzuziehen, aber habe keine hohen Schuhe oder Blusen im Krankenhaus getragen.

Reise und Ankunft

Meine Anreise verlief ohne Probleme. Ich wurde in Sao Paulo von meiner Gastfamilie abgeholt und ich in die Wohnung gebracht. Ich bin am Freitag angekommen und am Montag fing das Praktikum an. Nach der Ankunft hatte ich so ein bisschen Zeit mein Jetlag zu überwinden und die Stadt kennen zu lernen. Am Montagmorgen wurde ich von einer Studentin aus Santos mit dem Auto abgeholt und mit den anderen Austauschstudenten ins Krankenhaus gebracht und dem Chef der Pädiatrie vorgestellt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe die ersten Tage in der Notaufnahme verbracht. Zum Glück war ich nicht die einzige Praktikantin. Es waren noch zwei Studenten aus anderen Teilen Brasiliens in der Pädiatrie, mit denen ich mich gut verstanden habe. Ansonsten waren keine Studenten im Krankenhaus, da Sommerferien waren.
Nach zwei Wochen haben die anderen beiden Studenten ihr Praktikum beendet und es kam ein neuer Student dazu. Ich habe jeden Morgen um acht Uhr angefangen. Einmal habe ich die Chefarztvisite um sieben mitgemacht. Meistens habe ich mittags mit den Ärzten in der Kantine gegessen und bin danach nach Hause gefahren oder habe am Nachmittag noch ein zwei Stunden in der Notaufnahme verbracht.
Nach Absprache mit dem Chef durfte ich mir auch die anderen Bereiche der Pädiatrie im Krankenhaus anschauen. Es gab eine allgemeine Station, eine Privatstation, eine Intensivstation, die Onkologie, Neonatologie und Chirurgie. Ich wurde überall nett behandelt und mir wurde viel erklärt. Die Abläufe waren überall etwas unterschiedlich. In der Notaufnahme durfte ich unter Beaufsichtigung die Patienten selber aufrufen, untersuchen, eine Anamnese machen und das weitere Vorgehen planen. In den anderen Bereichen habe ich nicht so viel Zeit verbracht. Dort habe ich vor allem zugesehen und untersucht.
Ich habe die körperliche Untersuchung und Anamnese viel geübt, der Zuwachs an medizinischen Kenntnissen war nicht so hoch. Ich hatte meistens etwas zu tun. Allerdings ging es etwas ruhiger zu als in Deutschland und in der Notaufnahme gab viele Ärzte für wenige Patienten.
Das Santa Casa de Santos ist ein sehr altes öffentliches Krankenhaus und war nicht so gut ausgestattet wie ich es aus Deutschland kenne. Das Gebäude war so marode, dass es hereingeregnet hat. Die Ärzte haben in den Privaträumen und auf der Toilette geraucht, sodass es immer nach Zigaretten gerochen hat. In der Notaufnahme gab es zwei Behandlungszimmer mit je zwei Holz-Liegen. Die Patienten wurden also immer parallel aufgerufen und behandelt. Die Laken auf der Liege wurden nur gewechselt, wenn sie sichtlich schmutzig waren und es gab kein richtiges Handdesinfektionsmittel. In der Notaufnahme gab es kein Ultraschallgerät. Dazu wurden die Kinder in die Radiologie geschickt. Die Aufsätze für den Ohrenspiegel, von dem es nur einen einzigen in der Notaufnahme gab wurden nicht gewechselt, sondern nur mit Alkohol gereinigt und dann wiederverwendet. Es gab keine Lampen, sondern stattdessen wurden die Handys benutzt.
Das spiegelt den schlechten Zustand der öffentlichen medizinischen Versorgung wieder. Positiv ist, dass durch das SUS, das durch Steuermittel finanziert wird, jeder ohne zu zahlen Zugang dazu hat.
Die Fälle in der Notaufnahme waren eher Fälle für die ambulante Versorgung. Es gab viel Erkältungen, Asthma und Magen-Darm-Erkrankungen und nur wenig schwere Fälle. Das liegt vor allem an der schlechten Bildung der Eltern, die immer sofort in die Notaufnahme kommen.
Die Behandlung war teilweise etwas anders als in Deutschland. Zum Beispiel wurde viel Cortison verschrieben und viel öfter geröntgt als bei uns. Ein MRT gab es in dem Krankenhaus nicht.
Die Ärzte arbeiten alle sehr viel und haben oft mehrere Stellen in verschiedenen Krankenhäusern. Für die Facharztausbildung wurden die meisten nicht bezahlt.
Das Studium ist ähnlich aufgebaut wie bei uns. Allerdings haben die Studenten in Brasilien zwei praktische Jahre.

Land und Leute

Da ich nur ca. 5 oder 6 Stunden am Tag im Krankenhaus verbracht habe blieb viel freie Zeit. Am Anfang waren das feuchte, warme Klima und die fremde Sprache ganz schön anstrengend für mich, sodass ich nachmittags immer ganz erschöpft war. Wenn das Wetter gut war bin ich oft an den Strand joggen gegangen oder habe mich bräunen lassen. Am Strand gab es auch die Möglichkeit an Zirkel-Trainings teilzunehmen. Im Meer baden wollte ich nicht, da das Wasser durch den großen Hafen ganz schön schmutzig war. Aber es gab auch ein paar Surfer und Stand up paddeling.
Bei schlechtem Wetter war ich auch mal in einem der kleinen Museen oder im kleinen Aquarium. Allerdings scheint die Zeit bei Regen in Brasilien still zu stehen. Die Leute bleiben im Haus und auch im Krankenhaus ist wenig los.
Es gibt eine kleine alte Stadtbahn, mit der man eine Rundfahrt durch die Altstadt machen kann.
Außerdem gibt es einen Aussichtspunkt auf dem Monte Serrat, den man besteigen kann. Dort gibt es auch einen schönen Sonnenuntergang.
Abends war ich oft mit den anderen Austauschstudenten aus Brasilien und dem Komitee des IFMSA aus Santos etwas essen und trinken. Am Wochenende waren wir auch mal in der Disko.
Ich habe mir ein Fußballspiel des FC Santos gegen Flamengo angesehen. Das war ein echtes Highlight. Es gibt nur ein kleines ziemlich altes Stadion, aber die Mannschaft spielt wirklich gut und die Atmosphäre ist super.
Ein Wochenende war ich mit einer Studentin aus dem Komitee in Sao Paulo. Die Busfahrt dauert nur eine Stunde. Ein anderes Wochenende habe ich an dem Beach Projekt des IFMSA in Florianópolis teilgenommen. Das hat sich auch gelohnt, weil das Programm super war und es interessant war von den Erfahrungen der anderen Austauschschüler zu hören. Wir hatten Glück, da wir nur 15 Leute waren. Normalerweise ist das Programm für 30 Personen ausgelegt, was ein bisschen zu viel ist. Ich hätte mir im Nachhinein mehr Tage für die Besichtigung der Stadt Zeit nehmen sollen.
Meine Gastfamilie hat mich ein Wochenende zu sich nach Hause aufs Land eingeladen. Wir waren auf einem Volksfest und haben ein Fußballspiel in Sao Paulo angesehen. Sie waren wirklich sehr herzlich und gastfreundlich. Ich habe mich mit meiner Gastschwester sehr gut verstanden und fand es sehr schade, dass wir nur ein Wochenende zusammen verbracht haben.
Nach dem Praktikum bin ich noch einen Monat lang mit meinem Freund und meiner Schwester herumgereist. Das hat sich sehr gelohnt. Die Natur ist atemberaubend und sehr vielfältig. Auch in der Kultur und der Bevölkerung gibt es große Unterschiede innerhalb des Landes.
Die Brasilianer habe ich sehr ins Herz geschlossen. Es waren immer alle super freundlich, hilfsbereit, interessiert und gesprächig. Ich habe eigentlich keine negativen Erfahrungen mit der Bevölkerung gemacht.
Es war traurig zu sehen, dass es in einem Land, das so viel Potential und Ressourcen hat so viel Armut gibt. Es gab überall sehr viele Obdachlose und Menschen, die etwas auf der Straße verkauft haben. Die meisten haben keinen Zugang zu guter Bildung, die in Brasilien viel Geld kostet. Es gibt viele Private Unis und um Englisch zu lernen muss man viel bezahlen. Viele Brasilianer sind sehr unzufrieden mit der Regierung, mit dem Gesundheitssystem, der Bildung, der Infrastruktur, der hohen Arbeitslosigkeit und der Kriminalität und wollen wenn sie die Möglichkeit haben das Land verlassen.

Fazit

Ich habe meine Reise ohne große Erwartungen gestartet und war mit dem Praktikum insgesamt zufrieden. Es hat mir vor allem Einblicke in das Gesundheitssystem und die Gesellschaft verschafft, der Zuwachs an medizinischen Fähigkeiten und Kenntnissen war nicht so hoch, obwohl ich sogar Portugiesisch spreche und gut kommunizieren konnte.
Die Wochenendausflüge, die ich während des Praktikums unternommen habe und die anschließende Reise, haben mir allerdings super gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch einmal nach Brasilien zurückkommen.

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