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Hungary (HuRMSIC)

Innere - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

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Motivation

Ich bin sehr neugierig andere Länder (besser) kennenzulernen. Gerade die Medizin ist ein sehr internationales Fachgebiet. Erfahrung im Ausland zu sammeln ist daher eine optimale Möglichkeit sich weiterzubilden. Der Spaß und die Freude mit neuen Leuten bekannt zu werden, sollten dabei nie zu kurz kommen.
Ursprünglich habe ich mich für Israel als Erstwahl beworben - ein Land, in dem ich noch nie war, das mich aber v.a. aufgrund seiner Kultur und Geschichte sehr fasziniert.
Am Ende ist es aber Ungarn durch Absagen geworden. Dieses Land war für mich ein "heißer Kandidat" im Nachrückverfahren, weil ich das Land schon (familiär bedingt) kannte (wenn auch nur oberflächlich) und ich erpicht darauf war, alles drei besser kennen zu lernen: das Land, die dort lebenden Mitglieder meiner Familie und die Medizin.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung habe ich lediglich die Anweisungen der bvmd-Anmeldung befolgt (abgesehen von Anmeldeproblemen auf der IFMSA-Homepage hat auch alles einwandfrei gepasst; die Probleme konnten nach telefonischer Rücksprache mit der bvmd-Vertretung in Berlin super gelöst werden) und am Pre-Depature Training teilgenommen, das Basics vermittelt hat.
Am wichtigsten ist aber für mich gewesen:
-frühzeitig mit den Kontaktleuten der Uni kommunizieren
-mit diesen verbindliche Treffpunkte ausmachen
-ein paar Basis-Worte lernen
-sich vorab ein wenig über die Geschichte des Landes und die Sehenswürdigkeiten schlaumachen

Dies zu beherzigen, war für mich die beste Vorbereitung. Das ist jetzt keine Empfehlung oder Beratung, nur meine persönliche Meinung. Jeder sollte sich zu diesem Thema seine eigenen Gedanken machen.

Visum

Da Ungarn EU-Mitglied ist und ich einen deutschen Pass besitze, war ein Visum für mich nicht notwendig.

Gesundheit

Das ist jetzt keine Empfehlung oder Beratung, nur meine persönliche Meinung. Jeder sollte sich zu diesem Thema seine eigenen Gedanken machen.
Für mich waren keine besonderen Untersuchungen, die über die üblichen betriebsärztlichen Untersuchungen des Uniklinikums hinausgehen würden, notwendig. Niemand wollte irgendwelche Diagnosen oder Befunde von mir wissen. Es lief sehr unkompliziert bei mir.

Sicherheit

Ich habe hinsichtlich meiner Sicherheit lediglich eine Vorkehrung getroffen: Zur Vermeidung von Diebstahl habe ich stets einen Rucksack dabei gehabt, um nicht Bargeld (dies nur in geringen Mengen) und Handy in der Hosentasche tragen zu müssen. Es ist nichts passiert. Weder wurde ich Zeuge, noch Opfer von Straftaten. Die Sicherheitslage habe ich für mich persönlich - nur meine eigene Meinung, der ein oder andere kann das vielleicht anders sehen - sehr positiv bewertet. Wer aber prinzipiell Bedenken hat, in andere Länder zu fahren, seien sie auch europäisch, der sollte sich vielleicht die Seite des Auswärtigen Amts ansehen (was ich für mich persönlich jedenfalls abgelehnt habe in meinem Fall). Auf dieser Homepage kann man sich nicht nur über die Sicherheitslage informieren, sondern über etwaige Risiken oder länderspezifische Begebenheiten, die man sonst nicht so im Internet findet. 100%ige Sicherheit gibt es nicht, aber eine Risikoreduktion ist durchaus sinnvoll, v.a. für bestimmte Nicht-EU-Länder. Das ist jetzt keine Empfehlung oder Beratung, nur meine persönliche Meinung. Jeder sollte sich zu diesem wichtigen Thema seine eigenen Gedanken machen.

Geld

Kleiner Disclaimer: Jeder sollte sich zu diesem Thema seine eigenen Gedanken machen und sich selbst informieren. Ich möchte keine Empfehlung oder Beratung abgeben, sondern nur beschreiben, wie ich beim Thema "fremdländische Währung" für meinen Aufenthalt vorgegangen bin. Jeder muss da seine eigene Strategie finden. Die ungarische Währung (Forint) habe ich größtenteils in Wechselstuben eingetauscht, die überall in der Stadt zu sehen sind, aber auch nur weil ich keine Kreditkarte besitze. Hier war es für mich nützlich, den echten Wechselkurs zu kennen und mit den Angeboten abzugleichen. War die Diskrepanz zu groß, fiel der entsprechende Anbieter für mich aus dem Schema. Auch habe ich stets die Zusatzkosten erfragt, um nicht in eine Kostenfalle zu laufen. Letztlich gibt es meines Erachtens nur wenige günstige Anbieter.

Sprache

Ungarisch stellt meines Wissens nach ein Sprache dar, die nur entfernt mit anderen Sprachfamilien in Europa verwandt ist. Sie zu erlernen und fließend zu beherrschen ist extrem schwer. Es lohnt sich meiner Meinung nach dennoch, ein paar basale Sätze und Formulierungen zu kennen. ich hatte den Eindruck, dass insbesondere ältere Menschen in Ungarn eher schlechtere Englischkenntnisse hatten. Indes fand ich den Anteil deutschsprechender Menschen überraschend hoch. Eine ungarische Sprachbesonderheit: Der Vorname steht hinter dem Nachnamen. Soweit ich weiß ist das singulär in Europa.

Verkehrsbindungen

Meines Erachtens ist das Budapester-Verkehrswesen recht gut ausgebaut. Mit der regelmäßig fahrenden Metro kam ich zuverlässig von A nach B, die Tram-linien 4 und 6 fuhren ganz dicht an die Magarethen-Insel, die m.E. ein Muss für jeden Budapest-Besucher ist.
Für mich hat es sich zum Zeitpunkt meiner Famulatur gelohnt ein studentisches Monatsticket zu erwerben, das mir sehr günstig vorkam. Man musste aber aufpassen, dass die Validierung des Heimat-Uni-Ausweises gut erkennbar ist für die Kontrolleure, weswegen ich mir noch vor meinem Ungarn-Aufenthalt, einen neuen Stud-Ausweis habe machen lassen (beim Alten war die Validierung leider nicht mehr erkennbar).

Kommunikation

Kommunikation ist zum Großteil über Sprache zu tun. Letztlich entschieden Sprachkenntnisse in Englisch und (basal) auch in Ungarisch über meinen kommunikativen Erfolg. Wenn ich im Supermarkt etwas suchte, und sämtliche Verkäufer kein Englisch (oder Deutsch) konnten, wurde es mit meinen rudimentären Ungarisch-Kenntnissen schon ein bisschen schwer. Man muss dann geduldig bleiben und letztlich ein bisschen mit "Händen und Füßen" kommunizieren. Behaarlichkeit war für mich ein Schlüssel zum Erfolg. In geschätzt 90 % der Gespräche kam ich aber exzellent zurecht, v.a. dank Englisch und Deutsch. Die meisten Menschen, die ich kennen lernen durfte, waren sehr freundlich und auch sehr interessiert, woher ich kam, wie weit ich im Studium bin und wie mir das Land gefällt. Ich habe mich auch nie bei Small Talks gelangweilt, weil es interessant ist, wie z.B. das Medizinstudium in Ungarn aufgebaut ist und was die Budapester am liebsten in ihrer freizeit machen.
Fachlich habe ich auch einiges mitgenommen: Man war durchaus sehr bemüht mir sämtliche Eingriffe zu erklären, Fragen waren immer mehr gesehen, weil dann registriert wurde, dass man interessiert ist - und darum geht es ja letztlich. Trotz Sprachbarriere konnte ich zum Beispiel Spezialwissen über Herzschrittmacher erlernen, das so in den Büchern und Vorlesungen nicht vermittelt wird.

Unterkunft

Untergebracht wurde ich in einem Wohnheim für Budapester-Medizin-Studenten. Die Unterkunft war für mich kostenlos, ich hatte sogar ein Doppelzimmer mit Mikrowelle, WC, Dusche undKühlschrank (was aber wohl in diesem Wohnheim, wie man mir versicherte, eine absolte Ausnahme ist, da sich die meisten Studenten Sanitär-und Küchenräume teilen müssen. Ich hatte also Glück und hatte sehr viel Bewegungsfreiraum. Einen Fitness-Raum gab es auch, der angenehmerweise nicht überfüllt war. Wachen konnte man in den Wachmachinen im Keller. Mit der Lage war ich hoch zufrieden, da ich dank des ÖPNV relativ schnell an wichtige Orte konnte. Eine Mall befand sich gleich in der Nähe, in der man mal ein Kleidungsstück nachkaufen konnte, in den Supermarkt gehen konnte oder auch mal - wenn man Lust darauf hatte - auch zu KFC. Kurzum: Eine bessere Unterkunft hätte es für mich kaum geben können, auch wenn man mir sagte, dass mein Viertel einen schlechten Ruf habe. ;-)

Literatur

Ich habe keine besondere Fachliteratur vor/während/nach meiner Famulatur gelesen. Ich habe einzig meine Kardio-Aufschriebe nochmal studiert und bin damit sehr gut gefahren. Fachkenntnisse und Fragen, die man nur mit einem gewissen Wissenslevel stellen kann, waren sehr gern gesehen von meinem Betreuer. Und wie gesagt: Man lernt nicht für irgendeinen Betreuer, sondern für sich selbst, dass man im Beruf gut wird und seinen eigenen "Marktwert" in puncto Qualifikationen hochschraubt.
Es ist sinnvollm, etwas über die Geschichte und Kultur des Landes vorab zu lesen. Dazu lohnt sich der gang in die Bibliothek und zwar schon wenn man noch in Deutschland ist. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er die Sache angeht. Für mich war das so in Ordnung.

Mitzunehmen

Für mich war es wichtig die folgenden Dinge mitzunehemen (abgesehen von Kleidung und den ganzen Basics); jeder muss sich letztlich seine eigenen Gedanken machen, was er braucht und was nicht. Ich gebe nur wieder, wie ich es gemacht habe:
-EC-Karte
-Euros zum Wechseln
-Arztkittel
-Stethoskop
-Wanderrucksack
-Badesachen (Budapest hat m.E. tolle Schwimmbäder).

Reise und Ankunft

Wie verlief die Anreise? Problemlos per Zug.

Gab es Probleme? Keinerlei Probleme
Wurdest du im Gastland empfangen und, wenn ja, von wem? Ich wurde von einer netten Kollegin am Gleis empfangen, die die Budapester LEO für meinen Empfang dort hingebeten hat. Sie war auch meine spätere Mitbewohnerin, weswegen sie mir auch alles in meinem Wohnheim gezeigt hat.

Wie viel Zeit hattest du zwischen Ankunft und Praktikumsbeginn? Ich kam am 30.4 an, hatte zu meiner Überraschung den 1. Mai frei (Tag der Arbeit), an dem ich mir die Stadt auf eigene Faust angesehen habe (sehr lohnenswert) und am 2.5. ging es dann in der Kardio los.

Gab es noch bestimmte Vorkehrungen, die du nach der Ankunft treffen musstest? Erwerb meines ÖPNV-Tickets (Tipps zur Auswahl des Tickets kamen von meinem freundlichen Empfang.
Wann hast du dich im Krankenhaus vorgestellt (und ggf. mit und bei wem)? Vorstellung bei der Studienbeauftragten der Karido am 1. Arbeitstag. Hingebracht wurde ich von einer sehr netten Medizinstudentin, die mir gesagt hat, wo das entsprechende Büro ist. Die Studienbeauftragte hat mir daraufhin alles gezeigt und mich mit dem "Kardio-Ausbilder für deutschsprachige Studenten" bekannt gemacht, von dem ich viel lernen durfte in den nächsten Wochen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Wo hast du gearbeitet? Im
Department of Cardiology der Uniklinik Budapest. Genauer gesagt:
Schrittmacherzentrum, Elektrophysiologie (für Katherterablationen und
EPUs) und Katherterlabor (Coronarangios und Stenimplantationen) und
Schrittmacher-Sprechstunde/Ambulanz.

Wie war der erste Tag? Mit einer
freundlichen Studentin und Mitbewohnerin bin ich morgens losgefahren.
Sie hat mir den Weg gezeigt und mich zum Sekretariat gebracht, um mich
der Verantwortlichen Mitarbeiterin vorzustellen. Das war leichter
gesagt als getan, denn erst war diese für ein paar Stunden in einer
Besprechung, dann zeigte sie sich überrascht, dass ich hier sei. Sie
wisse nicht, dass ich hier sei um ein Praktikum zu absolvieren. Das
Missverständjnis klärte sich aber gleich auf. Es hat wohl
Komminikationsprobleme zwischen LEO und dem Sekretariat zur
Organisation meines Praktikums gegeben. Die Mitarbeiterin zeigte mir
alles (Spint, Abteilung, Kleiderausgabe etc.) und drückte mir auch ein
Namensschild in die Hand. Sie stellte mich auch jenem Arzt vor, der
die deutschsprachigen Studentin im Fachbereich Kardio betreut. Dieser
arbeitete im Schrittmacherlabror, wo ich gleich zusehen durfte und er
mir einiges erklärte. Gegen Nachmittag bin ich heim gefahren.

Wie war der allgemeine Tagesablauf? Ich bin um 8:00 in der Abteilung
erschienen und bin meist in jenen Abteilung gegangen, in der auch der
besagte Betreuer war, da hier die meisten Erklärungen gegeben wurden .
Ich durfte bei allen Eingriffen zusehen, kleinere Aufgaben verrichten,
mehr leider aber nicht. Gegen Nachmittag bin ich dann gegangen. Wie
wurde behandelt? Das Niveau zur Behandlung kardiologischer
Erkrankungen entsprach m.E. dem an einer deutschen Klink. Es gibt
kleinere Unterschiede bei der Organistaion für Notfall-Katheterlabore,
aber ich denke, dass die Herangehensweise fast deckungsgleich ist.

Was war deine Aufgabe? Zugucken, Fragen stellen und Zuhören größtenteils.
Leider durfte ich praktisch nicht viel machen.

Wie beurteilst du deine Tätigkeit? Es hat mir Spaß gemacht viel zu lernen und zu sehen, hätte
mir aber mehr praktische Tätigkeiten und vielleicht noch mehr
Erklärungen gewünscht.

Wie viel hast du gelernt/ mitgenommen? Mein
Kardio-Wissen hat sich gefestigt und vertieft. Ich bin bei
EKG-Auswertungen, die immer eine kleine Achillesferse von mir waren,
deutlich besser geworden. Spezialwissen über Schrittmacher schadet
ebenfalls nie und mal ein Katheterlabor in vivo und das für länger als
ein paar Tage zu erleben ist gewiss ebenfalls von Vorteil.

Was hättest du gerne noch gemacht? Ich hätte gerne eine Duplex-Untersuchung des
Herzens vorgenommen.

Wie hast du dich mit den Ärzten, dem Pflegepersonal und den anderen Medizinstudierenden verstanden?
Prinzipell gab es manchmal schon Probleme sich mit den Pflegern zu
verständigen. Manche können kein Englisch und mein Ungarisch war nicht
gut genug. Aber einige Ärzte konnten Deutsch, was extrem gut für mich
war, denn so konnte ich mehr verstehen, leichter kommmunizieren. Alle
Mitarbeiter habe ich als sehr offen und freundlich erlebt. Da war
jetzt niemand, der ablehnend oder sonstwas gegen mich eingestellt war.
Ist dir ein bestimmter Moment/ Fall/ Patient besonders im Gedächtnis
geblieben? Tatsächlich durfte ich bei einer extrernen elektrischen
Kardioversion den Schock setzten. Das hatte ich noch nie zuvor gemacht
und war dementsprechend aufregend für mich.

Was hast du über das Gesundheitssystem des Gastlandes erfahren können und wie bewertest du
es im Vergleich zum deutschen Gesundheitssystem? Das ungarische
Gesundheitswesen hat im Grunde ähnliche Probleme wie unseres:
Personalmangel und Überalterung der Gesellschaft. Junge ungarische
Mediziner wechseln häufig ins Ausland (Deutschland, Österreich,
Schweiz), weil sie dort mehr Perspektiven für sich sehen. Ich habe
mich mit einer Studentin unterhalten, die sich sehr überrascht
zeigte, als sie von mir erfuhr, dass es auch Deutschland einen
Ärztemangel und Pflegermangel gebe. Aus ihrer Sicht war Deutschland ein
reiches Land gewesen, das wie eine Art "Magnet" sämtliche Mediziner
Osteuropas anzieht und deswegen mit genug Personal gesegnet sei.

Hast du Einblicke in die medizinische Ausbildung erhalten und wie ist diese
im Vergleich zur Ausbildung an deiner Heimatuni bzw. in Deutschland
allgemein? Die ungarische Mediziner-Ausbildung ähnelt meiner Meinung
nach stark der deutschen. Es wird wie bei uns die Strategie gefahren,
dass viel Stoff in kurzer Zeit der effizienteste Weg zum Arztberuf
sei. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Studium sowohl
für Einheimische als auch für Ausländer mit recht hohen Kosten
verbunden.

Land und Leute

Was hast du außerhalb des Krankenhauses alles
unternommen und gesehen? Tja, wo anfangen? Es gab so viel für mich zu
unternehmen und zu erleben. Sightseeing, Ausflüge ins Umland,
Museumsbesuche, Freibad, Party, Fitness, Familie besuchen und Essen
gehen.

Welche touristischen Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge bieten
sich an? Die Liste von Attraktionen, die ich besucht habe ist lang:
Schloss, Zitadelle, Donauspaziergang, Magaretheninsel, jüdisches
Viertel, "Partygegenden", Markthalle, Freiheitsplatz, Freiheitsbrücke,
Stephansbasilika, Matthias-Kirche, Pecs, Plattensee, und Parlament.

Welche Eindrücke hattest du von der kulturellen, politischen und
wirtschaftlichen Situation des Landes? Budapest ist eine schöne
europäische Stadt, vielseitig und abwechslungsreich. Wirtschaftlich
hinkt das Land spürbar Deutschland hinterher. Die innenpolitischen und
außenpolitischen Spannungen, in die Ungarn verwickelt ist, sind
allgemein bekannt und bedürfen keines Kommentars von meiner Seite.

Wie bist du mit deinen Gastgebern zurecht gekommen? Meine Gastgeber waren
nach meiner Empfinden stets freundliche, aufgeschlossene Leute. Es gab
keinerlei Probleme. Vorbehalte oder sonstigen Blödsinn habe ich nicht
registriert.

Wie kamst du mit der übrigen Bevölkerung klar? Bestens.
Ich habe meistens freundliche und hilfsbereit Leute getroffen.

Wie war das Essen? Das ungarische Essen ist traditionell m.M. nach sehr fleisch-und fettreich. Dazu legt man Wert auf gutes Gemüse. Ein Klassiker ist natürlich das Gulasch. Veganer werden in der klassischen ungarischen Küche m.M. nach weniger glücklich. Mir hat es super geschmeckt. Wenn man parallel gut trainiert, der ideale Muskelaufbau... ;-)

Welche angenehmen/ unangenehmen Erfahrungen hast du gemacht? Angenehm fand ich den zwischenmenschlichen Umgang, die Schönheit der Stadt. Unangenehme Erfahrungen wüsste ich jetzt nicht aufzuzählen.

Was hättest du gerne anders gemacht bzw. wozu bist du nicht mehr gekommen? Es wäre sicher besser gewesen, im Sommer zu kommen, statt im Mai. Dann hätte ich mehr Umgang mit den hiesigen Studenten gehabt, die während meines Aufenthaltes zeitlich sehr eingespannt waren aufgrund kommender Prüfungen. Ich hatte Glück, weil ich viel Familie in der Stadt und im Land habe, weswegen ich jetzt nicht "vereinsamte". Außerdem habe ich wunderbare Ausflüge machen können. Es ist ja auch nicht verkehrt mal eine Stadt "auf eigene Faust" zu erforschen. Tempo und Programm gibt man sich selbst vor. Und wenn man später in Begleitung von Bürgern dieser Stadt diesen und jenen Ort nochmal besucht, gibt es dann nochmal andere und neue Eindrücke.

Fazit

Ein absolut lohnenswerter Aufenthalt mit Praktikum. Die Arbeitszeiten erlauben ein intensives Kennenlernen von Stadt, Land und Leuten. Bedingt durch die Prüfungstermine der hiesigen Studenten hatte ich leider nicht so viel Kontakt mit diesen. Alternativ habe ich mehr Zeit mit meinen ungarischen Verwandten verbringen können.

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