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China (IFMSA-China)

Verschiedene - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

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Motivation

Ursprünglich hatte ich mich für drei afrikanische Länder beworben. Im Restplatzverfahren entdeckte ich dann China. Das Land kannte ich bereits von einem Schüleraustausch und wollte die Chance nutzen, es noch einmal auf eigene Faust kennenzulernen. Dass ich meinen kulturellen und medizinischen Horizont während des Studiums im Ausland erweitern wollte, stand für mich schon während der Schulzeit fest.

Vorbereitung

Da ich selbst in der bvmd-Exchange-Lokalgruppe engagiert bin und Incomings betreue, kannte ich den groben Bewerbungsablauf. Die Formalitäten erfordern in der Tat einen guten Überblick und etwas Zeit, aber die bvmd stellt reichlich Checklisten bereit. Man sollte sich rechtzeitig um alle medizinischen und Fremdsprachen-Zertifikate, den Letter of Recommendation, einen gültigen Reisepass und länderabhängig weitere Erfordernisse bemühen. Last Minute kann das ziemlich im Stress ausarten. Wer bereits Erfahrung mit Auslandsreisen akademischer Natur, also abseits von Ferienressorts und Pauschalreisen, hat, benötigt meiner Meinung nach kein besonderes Training oder Vorbereitungsseminar. Sich ein wenig in die Kultur und Gegebenheiten des Gastlandes einzulesen und sich über Visa-Voraussetzungen, besondere Bestimmungen und die Lage im Land zu informieren gehört natürlich trotzdem dazu.

Visum

Ich beantragte nach einigem Hin und Her ein X2-Visum, das für Studienaufenthalte unter 90 Tage gedacht ist. Dafür benötigt man ein Formular und einen Admission Letter der Universität Wuhan, die ich leider erst relativ knapp nach einigen Nachfragen zugesendet bekam. Beantragt habe ich das Visum dann persönlich im Chinese Visa Application Center in Hamburg, was absolut unkompliziert lief und etwa 125€ kostete. Ich konnte es nach 5 Tagen dort abholen.

Gesundheit

Spezielle Impfungen habe ich nicht in Anspruch genommen. Zur Bewerbung musste ich, neben Hepatitis-B-Nachweis und Impfpass, einen HIV- und Tuberkulose-Test einreichen, die ich beim Betriebsärztlichen Dienst meiner Uni kostenlos durchführen ließ. Meine Reiseapotheke beinhaltete einige Erkältungs- und Magen-Darm-Medikamente sowie Wundsalbe, Octenisept, Pflaster und Ibuprofen. Nix Außergewöhnliches.

Sicherheit

Bezüglich der Sicherheit habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, da Wuhan zwar eine 11-Millionen-, aber keine Touristenstadt ist. Lediglich habe ich darauf geachtet, nicht Unmengen an Bargeld mit mir herumzutragen und Abends alleine nur auf beleuchteten Plätzen unterwegs zu sein. Ich reiste an drei Wochenenden komplett alleine durch das Land, nutzte hierfür den Zug und übernachtete in Hostels beziehungsweise einem AirBnB-Apartment. Oft wurde ich für meinen Mut bewundert, das Alleinreisen als junge Frau stellte für mich jedoch keine Herausforderung dar und ich hatte keinerlei negative Erlebnisse. Die Polizeipräsenz und Sicherheitskontrollen sind deutlich stärker ausgeprägt als beispielsweise in Deutschland, man ist eigentlich nirgendwo wirklich alleine in diesem menschenreichen Land.

Geld

Die chinesische Landeswährung ist Yuan/Renminbi. Ein Euro entspricht knapp 8 Yuan. Bargeld wird kaum genutzt, stattdessen wird selbst der kleine mobile Obsthändler per Mobiltelefon bezahlt. Alipay und Co. ist für Ausländer allerdings nicht ganz einfach einzurichten (man braucht einen chinesischen Bankaccount) und auch ganz „old-fashioned“ mit Münzen und Scheinen kann man noch überall bezahlen.
Vor Ort bekamen wir 1000 Yuan als Pocket Money für die Verpflegung in bar, da wir in der Kantine selbst bezahlen mussten. Das reichte locker um satt zu werden. Weiteres Geld hebt man am Besten per Kreditkarte (VISA und Mastercard wird von den großen Banken problemlos akzeptiert) vor Ort ab oder tauscht in China mitgebrachte Euroscheine um.
Meine VISA-Karte nutzte ich nur zum Geld abheben und für Online-Buchungen (Hostels, AirBnB). Große Banken mit Geldautomaten finden sich in den Städten an jeder Ecke. Außerdem hatte ich 100€ dabei, um notfalls Geld umtauschen zu können, sollte meine Visa verloren oder kaputt gehen.

Sprache

Chinesisch ist für absolute Beginner kaum eigenständig zu erlernen, insbesondere die Aussprache ist nicht ganz easy. Einige, aber bei weitem nur ein kleiner Teil der Chinesen, sprechen ausreichend Englisch. Die CPs und einige Ärzte tun dies aber zum Teil sehr gut und sind eine große Hilfe. Im Supermarkt, Bus, am Bahnhof etc. kommt man aber auch mit Händen, Füßen und einer guten Übersetzungsapp meist ganz gut durch. Auch ein kleiner Sprachführer ist nicht verkehrt.
Dass ich in der Schule einige Jahre Chinesisch lernte, war mir eine große Hilfe und erleichterte mir oft die Kommunikation im Alltag. Abseits der Touristen-Hotspots ist man sonst als Ausländer manchmal ein wenig aufgeschmissen oder muss sich auf Sprachführer und App verlassen.

Verkehrsbindungen

Um einen Langstreckenflug kommt man wohl nicht herum. Ich entschied mich für einen Flug direkt nach Wuhan, von Hamburg über Zürich und Hong Kong. Das war tatsächlich relativ bequem und entspannt. Ebenso kann man über Peking oder Shanghai anreisen und dann einen Inlandsflug bzw. einen Schnellzug nehmen und beispielsweise eine der beiden Städte noch etwas erkunden.
Innerhalb des Landes reiste ich mit dem Zug. Informationen zur Zugreisebuchung und dem Ablauf findet man im Internet, es ist ein wenig umständlicher, aber auch komfortabler als in Deutschland. Man kann entweder per Schnellzug (entspricht unserem ICE) oder per Nachtzug reisen, die Preise sind für chinesische Verhältnisse nicht ganz günstig, nach westlichen Maßstäben aber absolut angemessen. Auch Busreisen sind möglich, aber etwas schwieriger zu buchen, da es dafür kein Online-Buchungssystem gibt.
In den Städten Wuhan, Yichang und Xi’an nutzte ich U-Bahn und Bus, was relativ unkompliziert und sehr günstig war (1-2 Yuan für eine Busfahrt und 1-5 Yuan für verschiedene Metro-Strecken). Verschiedene Maps-Apps haben die Busfahrpläne integriert, so dass die Liniensuche einfach ist.

Kommunikation

Ohne mobiles Internet ist es in China beinahe unmöglich klarzukommen. Trotzdem schaffte ich es irgendwie, da mein iPhone mit dem chinesischen Frequenzband nicht kooperieren wollte. Bustickets, Einkauf, Leihfahrrad-Apps – alles läuft über WeChat und Co. und auch die Ärzte und Freunde werden dich so zu kontaktieren. SIM-Karten mit sehr viel Datenvolumen kosteten etwa 8€ für einen Monat und sind fast überall erhältlich. Das WLAN war leider selten wirklich stabil, weder im Klinikum noch im Wohnheim oder auf dem Campus. Daher konnte ich auch keinen Blog schreiben, wie ich mir ursprünglich vorgenommen hatte.
Ich nutzte also hauptsächlich WhatsApp (Denkt daran, zuhause noch eine VPN-App herunterzuladen!) für die Kommunikation mit der Heimat. Wenn ich gutes WLAN fand, konnte ich facetime und WhatsApp-Anrufe nutzen. Insgesamt hielt ich meine Familie und Freunde mit Kurznachrichten und Fotos auf dem Laufenden, Uni und Organisatorisches managte ich per Mail.

Unterkunft

Untergebracht war ich auf dem Medical Campus in einer Art „Hotel“ für internationale Studierende. Das Gebäude hatte seine besten Tage leider in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gesehen. Ich teilte mir zusammen mit einer italienischen Famulantin ein sehr kleines Dreibett-Zimmer. Wir hatten leider keinen Kleiderschrank, keinen Wasserspender und keinerlei Kochmöglichkeit außer einem Wasserkocher. In unserem Bad war eine Waschmaschine, die ein weiterer Incoming mitbenutzte. Bettwäsche war vorhanden, aber ich brachte trotzdem einen dünnen Baumwollschlafsack mit – das reichte bei der Septemberhitze. Toilettenpapier und Co. besorgte ich nach der Ankunft. WLAN war vorhanden, aber sehr instabil. Die Sauberkeit ließ leider ein wenig zu wünschen übrig, dank undichtem Abfluss zog bisweilen ein sehr unangenehmer Geruch durch das Bad und einige Bettwanzen und Co. besuchten uns während unseres Aufenthalts. Für chinesische Verhältnisse war das Zimmer eher Sub-Standard und das Gebäude soll in den kommenden Monaten einem neuen Wohnheim weichen.

Literatur

Es gibt unendlich viele Reiseseiten zum Thema China. Die Infos des LCs sind leider nicht mehr ganz aktuell und auch nicht besonders hilfreich. Praktisch war die Seite wuhansocial.com, die hauptsächlich Infos für Expats bereithält. Ansonsten einfach die Suchmaschinen befragen, dort finden sich viele mehr oder weniger aktuelle Tipps und Infos. Zum Umherreisen vertrauen einige auf den Lonely Planet, ich klickte mich einfach durchs Internet und fand auf unterschiedlichen Websites Infos zu all meinen Fragen. Oft gibt es gute Reiseblogs zu einzelnen Zielen.

Mitzunehmen

Praktisch: Taschenmesser, Spork, Trinkflasche, Kaffeebecher, Brotdose oder dergleichen, Taschentücher, Lieblingskosmetikprodukte, Reisehandtuch, eventuell dünne Bettwäsche. Eine kleine Reiseapotheke hatte ich ebenfalls dabei. Als Gastgeschenk nahm ich einige Tüten Haribo mit. Ich hatte außerdem meinen Laptop dabei, den ich oft zum Arbeiten nutzte. Alles andere, von Drogerieprodukten über Schreibwaren, Haushaltsprodukte und Kleidung, kann man vor Ort problemlos bekommen, vieles auch direkt auf dem Campus.
In Wuhan war es im September noch sehr heiß, etwa zwischen 25 und 35°C, ich brauchte also viele kurze Hosen, T-Shirts und Röcke. Ein bis zwei Jacken, vor allem eine Regenjacke, einige lange Pullis und Sweatshirts, Jeans, Leggings sowie ein Schal oder Tuch (Klimaanlagen!) komplettierten meine Garderobe. Ebenso nahm ich Sport- und Wandersachen mit, das ist aber natürlich nach persönlichen Vorlieben.
Im Klinikum musste ich meinen eigenen weißen Kittel mitbringen. Stethoskop und Co. ist stationsabhängig, ich benutzte es nur in der Notaufnahme. Die Kleidung ist „casual“: kurze, ordentliche Hosen und Röcke, Kleider oder Jeans und saubere Turnschuhe können problemlos getragen werden.

Reise und Ankunft

Ich buchte einen Flug direkt von Deutschland nach Wuhan, wobei ich in Hong Kong umsteigen musste. Am Flughafen in Wuhan wurde ich von meiner CP abgeholt und mit einem Fahrer zum Campus gebracht. Am gleichen Tag noch begleitete sie mich zum Registration Office ein wenig außerhalb des Medical Campus, wo wir etwa drei Stunden lang in langen Warteschlangen vor verschiedenen Büros standen, um mich als International Student der WHU zu registrieren. Trotz allem bekam ich leider keinen Studentenausweis, mit dem ich die Mensa und die Bibliothek hätte nutzen können. Ich bezog mein Zimmer auf dem Medical Campus und besorgte erst einmal einige essentielle Dinge wie Wasserkanister und Toilettenpapier. Am Freitag kam ich an, am Montag begann mein Praktikum, ich hatte also noch zwei Tage Zeit, um die Stadt und einige Leute kennenzulernen und mein Jetlag auszuschlafen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Am ersten Tag stellte sich heraus, dass ich – statt wie gewünscht und in der CA angekündigt im Department of Orthopedic Surgery – in der Plastischen Chirurgie gelandet war. Einer der Ärzte nahm mich unter seine Fittiche. Sein Englisch war ausreichend, so dass er mir einige Dinge zeigen und erklären konnte, insgesamt hätte ich mir aber deutlich mehr ‚teaching‘ gewünscht, das auch auf Nachfrage eher spärlich ausfiel. Die Plastische Chirurgie hatte keine Station, sondern führte nur ambulante Operationen durch. Es gab sehr wenige Patienten, so dass auch die Ärzte Zeit für Mittagsschläfchen, TV-Serien und gemeinschaftliche OP-Beobachtungen fanden. Zum Pflegepersonal hatte ich praktisch keinen Kontakt. (Vor-)Untersuchungen, Verbandswechsel, etc. sah ich keine. Die OPs beschränkten sich auf Augenlidkorrekturen, Nasenkorrekturen, Liftings sowie kleine dermatologische Eingriffe wie Leberfleckentfernungen und eingewachsene Haare oder Nägel, ausschließlich in Lokalanästhesie. Selbst Hand anlegen war leider überhaupt nicht möglich. Da ich in der ersten Woche binnen vier Tagen insgesamt nur sechs Patienten während kurzer Eingriffe beobachten konnte und die restlichen 34 Stunden des Praktikums im Konferenzraum sitzend für die Uni zuhause lernte, war der Lernerfolg jedoch gering. Ich bat also meine CP um einen Stationswechsel.
Ab der zweiten Woche konnte ich zusätzlich zwei Schichten pro Woche eine Ärztin in der Notaufnahme begleiten. Auch hier wurde ich jedoch enttäuscht. Wir verständigten uns auf Chinesisch, Englisch und Französisch, die Erklärungen zu den einzelnen Krankheitsbildern waren jedoch etwas dürftig. Auch hier sah ich zum Teil in einer fünfstündigen Schicht nur drei Patienten.
Eine einzige große Operation – eine fünfstündige Hauttransplantation in Kooperation mit der Orthopedic Surgery – konnte ich zufälligerweise an meinem letzten Praktikumstag begleiten. Als ich an diesem Tag einen Chirurgen der Orthopedic Surgery kennenlernte, der hervorragend Englisch sprach, da er in Georgia studiert hatte, versicherte er mir, dass sein Department nie gefragt worden wäre, er mich aber liebend gern betreut hätte und sich vor Patienten und OPs kaum zu retten wüsste.
Bei aller Plastikliebe der Chinesen, im OP wurde oft auf Mehrweg(-tücher, -kittel, -...) gesetzt. Die Handschuhe waren aber zumindest beim Anziehen noch steril. Kittel trug der Chirurg bei den meisten Eingriffen nicht, lediglich Scrubs. Dennoch schien der medizinische Standard auf einem annehmbaren Level zu sein, lediglich die Hygiene wurde nicht sehr streng gesehen. Es gibt wenig Desinfektionsmittel, ab und zu findet sich ein einsamer Spender und auch keine Seife oder Toilettenpapier auf den Toiletten. Die OP-Techniken und Fähigkeiten der einzelnen Chirurgen sind sehr unterschiedlich, die Medizin schien mir eher eminenz- als evidenzbasiert zu sein. In der Notaufnahme gab es viel unnötige Diagnostik, die einfach als „Standardprogramm“, trotz klinisch zum Teil klarer Diagnose, durchgeführt wurde.
Große Unterschiede gibt es bei der Versorgung innerhalb des Landes und der einzelnen Kliniken. Es gibt Privatkliniken auf sehr hohem Niveau neben staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Die einfache Versorgung in MVZ-/Poliklinik-ähnlichen Einrichtungen lässt jedoch oft zu wünschen übrig und ist im ländlichen Bereich immer noch ein großes Problem.

Land und Leute

In Wuhan besuchte ich am ersten Wochenende gemeinsam mit zwei anderen europäischen Austauschstudenten und einem chinesischen Studenten, der in den kommenden Wochen für uns ein großartiger Freund und Ansprechpartner war, die Han Street, eine große, moderne Shopping-Erlebnis-Meile. Dort aßen wir in einem traditionellen Hot Pot-Restaurant, tranken viel zu süßen Eistee, bestaunten die Preise für deutsche Import-Produkte im teuren Supermarkt und bewunderten die chinesische Affinität zum Erlebnis-Shopping, das tagtäglich mit Musikbeschallung, Lichterketten und Fontänenshows zelebriert wird. Nach der ersten Praktikumswoche machte ich mich am Samstag alleine auf den Weg um den Yellow Crane Tower zu erkunden und nahm im Anschluss den Bus in einen anderen Stadtteil, um dort ein wenig zu Bummeln. Am Sonntag besuchten wir gemeinsam einen großen Park am East Lake und das kostenlose Hubei Provincial Museum, eines der „Top“-Museen des Landes. An den Nachmittagen bummelten wir oft am East Lake entlang, gingen zur Han Street, machten ein wenig Sport auf dem Campus (bei schwülen 30°C ganz schön schweißtreibend!) oder liefen zum Main Campus der Wuhan University, um kleinere Erledigungen und Einkäufe zu erledigen.
Die übrigen Wochenenden verlängerte ich in Absprache mit meinem Tutor ein wenig und nutzte sie für Ausflüge nach Xi’an, ins Huangshan-Gebirge und nach Yichang.
Insgesamt ist China ein Land voller Kontraste. Piekfeine Ecken und niegelnagelneue Häuser wechseln sich mit eher heruntergekommenen und einfachen Straßenzügen ab. Fast alle touristischen Orte, Museen und Sehenswürdigkeiten sind unheimlich überlaufen. Es fällt oft schwer, die Museen und Parks zu genießen. Besonders im Huangshan-Gebirge und im Shaanxi-Museum in Xi’an fühlte ich mich manchmal als Spielball innerhalb der Menschenmassen. Trotz allem begeistert das Land mit einer reichen Tradition und Kultur und fantastischer Landschaft.
Ich habe auf meinen Reisen – insbesondere als Alleinreisende – unheimlich viele Menschen kennengelernt. Viele Chinesen waren sehr hilfsbereit, haben mich zum Teil von sich aus angesprochen und freuten sich, Ausländer kennenzulernen. In den Hostels traf ich auch viele Reisende aus aller Welt, mit denen man gemeinsam etwas unternehmen und sich austauschen konnte. In Yichang nahm mich die Schwester meiner AirBnB-Vermieterin mit zu einem Familienausflug in einen großen Park, lud mich bei sich zum Mittagessen ein und brachte mich zum Bahnhof. Alle Chinesen boten sich als Ansprechpartner an, sollte ich Probleme haben oder Hilfe benötigen. Ich bekam viele kleine Gastgeschenke.

Fazit

Ich habe sehr viel erlebt, fantastische Natur und imposante Bauwerke gesehen, viele Leute kennengelernt und unzählige Eindrücke gesammelt. Insgesamt hielt die Organisation des Auslandsaufenthalts aber einige Hürden und Problemchen bereit. Bei der chinesischen Organisation schwankte man manchmal zwischen Lächeln und Kopfschütteln. Eine etwas unkompliziertere, lehrreichere Praktikumszeit und eine mindestens genauso tolle kulturelle und medizinische Erfahrung mit etwas weniger Stress hätte ich vermutlich in einem anderen Land verbringen können, trotz allem war die Reise ein einmaliges Erlebnis voller schöner Momente und Eindrücke. Dank viel Eigenengagement hatte ich tolle Reiseerfahrungen, lernte wahnsinnig viele nette Chinesen und Reisende aus aller Welt kennen und kann das Land China nur jedem nahelegen. Ob im Rahmen eines Praktikums oder auf eigene Faust – das sei euch überlassen. Einen Auslandsaufenthalt werde ich auf jeden Fall wieder in Angriff nehmen.

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