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Spain - Catalonia (AECS)

Gynäkologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

Motivation

Ich habe gleich zu Beginn des Studiums die Info-Abende der BVMD besucht, um zu erfahren was alles möglich ist, wenn man Interesse daran hat, im Ausland Erfahrungen im medizinischen Bereich zu sammeln. Für mich war dann schnell klar, dass ich am ehesten eine Auslandsfamulatur (SCOPE) mache. Aber zu wissen, dass auch das Pflegepraktikum und ein Forschungs-Austausch (SCORE) möglich sind, erweiterte meinen Horizont ebenfalls.
Nach drei Jahren Studium an der MHH habe ich mich dann sehr gefreut, diesen Sommer die Möglichkeit zu haben, Medizin mal ganz anders und ganz woanders zu erleben und zu erlernen.
Da ich schon immer gerne im Süden Europas reiste und Urlaub machte, habe ich mich dann für Portugal (Erstwahl) und Spanien beworben.

Vorbereitung

Mit der Vorbereitung musste im Herbst im Vorjahr begonnen werden. Da ein Englisch Sprachtest (DAAD) benötigt wird, um sich überhaupt bewerben zu können, habe ich spontan noch angemeldet und einen Platz ergattert. Es wurde kurzfristig auf vermehrte Anfrage noch ein Zusatztermin zur Verfügung gestellt. Der Test fiel auf einen Tag mit drei weiteren Prüfungen im 3. Studienjahr. Insgesamt aber entspannt machbar: ein bisschen Leseverstehen, Hörverstehen und zum Schluss noch 4- 5 „short questions“ beantworten. Diese musste man in ein Headset sprechen für die Prüfung der Aussprache. Der Test fand am PC statt, aber mit ca. 20 Leuten in einem Raum. Dazu gehörte noch einen schriftlichen Text zu einem von ca. 6 vorgeschlagenen Statements zu verfassen, dies musste allerdings schon im voraus erledigt werden.
Dann gab es wenig später die Ergebnisse- Juhuu!! Die erste Voraussetzung war geschaffen..
In den Winterferien 2017/18 habe ich dann im Zuge des weiteren Bewerbungsverfahrens unter anderem vier Motivationsbriefe für die vier unterschiedliche Fachdisziplinen verfasst. Meine Erstwahl „Emergency Medicine“ ist es letztendlich nicht geworden. Gynäkologie war dann aber passend, da ich bereits in den Osterferein eine Gyn- Famulatur in Hannover absolviert hatte. Ich fühlte mich in der Hinsicht so etwas vorbereitet. Im Studium an der MHH kommt Frauenheilkunde nämlich erst im vierten Studienjahr.
Die Pflichtfamulatur vor der Auslandsfamulatur sollte man rechtzeitig einplanen, um Stress zu vermeiden. Da kann ich verstehen, dass die Mehrheit eher nach dem vierten Jahr im Ausland famulieren, weil so eben mehr Zeit zur Verfügung steht, um vorher in Deutschland einen Monat zu famuliern. Die erste Famulatur habe ich dadurch gelernt sollt nicht das Mittel zum Zweck der zweiten sein, sondern im optimalen Fall ebenfalls aus eigenem Interesse heraus absolviert werden.
Abgesehen davon hat es ja seinen Hintergrund, dass man zunächst im Heimatland Erfahrungen sammelt und einen Eindruck davon bekommt, was man sich unter einer Famulatur vorzustellen hat, bevor es dann in die Ferne geht. Ich hatte noch überlegt, einen spanisch Kurs zur Vorbereitung zu machen. Dieser, zumindest der Kompaktkurs hat sich allerdings mit meiner Gyn-Famulatur in Hannover überschnitten, sodass ich auf meine drei Jahre Schulspanisch bauen durfte.
Sonst ist zur Vorarbeit von meiner Seite nur zu sagen, dass ich es als etwas komplex wahrgenommen habe st mit zwei Foren einmal BVMD und Fristen und Mails und dem IFMSA Forum welches dann erst in der zweiten Runde dazukam. Da darf man sich nicht abschrecken lassen, wenn man 10 Dokumente, wie Impfausweis, Versicherungsbestätigungen und weitere Bescheinigungen fristgerecht hochladen muss.Und Zähne zusammen beißen, um seitenlange „conditions“ durchzuforschen, um bloß keine wichtigen kleingedruckten Infos zu übersehen. Da ging es dann schon um die Vorauswahl der sechs Krankenhäuser in Katalonien explizit.
Die Wartezeit, bis die „Card of acceptance“ kam, war etwas ungewiss. So war auch Geduld angesagt bis zum Buchen der Flüge. Ich meine ca. sechs Wochen vorher kam dann das GO!;)

Visum

Für Spanien wird "erleichternder Weise" kein Visum benötigt.

Gesundheit

Für Spanien/Katalonien sind keine speziellen Impfungen nötig. Die HEP A und B Impfungen wurden bei mir vom Betriebsarzt zuvor schon aufgefrischt.
Die Bescheinigung über meine durchgeführte Tuberkulose-Schutzimpfung(BCG) war ausreichend. Über einen Tuberculintest zusätzlich hätten sich die Spanier sicherlich nicht beschwert..aber der ist nicht zwingend notwendig und kostet.
Zu empfehlen ist sonst die MHH-Reiseimpfstelle, da ist es allerdings erforderlich sehr rechtzeitig einen Termin zu machen. Also dann wenn man den Auslandsplatz noch nicht sicher hat, aber man schon weiß, in welche Region es gehen könnte.

Sicherheit

Zur Sicherheit lässt sich sagen: Von den Unruhen und Kämpfen der Catalonischen Freiheitsbewegung, die 2017/18 ja verstärkt vorkamen( Puigdemont und co.) war abgesehen von Unabhängigkeitsflaggen an Balkonen und der ein oder anderen friedlichen politischen Veranstaltung nicht viel zu spüren, also definitiv keine Gefahr.
Alles tranquila (ruhig) und viel „siesta y fiesta“!
Für die Arbeit im Krankenhaus wurde uns von den spanischen Studenten vorort eine Versicherung für 30 Euro/ Monat empfohlen.Die habe ich auch abgeschlossen. Ansonsten hatte ich noch meine Reiseversicherung aus Deutschland.(envivas)

Geld

Da es ja Europa ist, gibt es nicht viel zur Währung zu sagen. Geld abheben kostet abhängig von der Bank oder Geldkarte, ob Kredit oder Bankcard, zusätzlich Gebühren. Da findet sich aber auf jeden Fall an jeder Ecke ein Automat. Und unterschiedliche Banken. Besonders in Tarragona, der Big City!
Die Lebensmittel sind etwas günstiger. Mensa Rund-um-Menu 4,29 Euro mit Dessert und Salat.

Sprache

Spanisch ist die eine Sache, da kann man mit schulpraxis und eventuellem konkret medizinischem Vorbereitungskurs der MHH gut vorbereitet aufbrechen. Aber da es ja nach Katalonien ging und die Patienten oft mal ihr catalan ausgepackt haben, war es dann schnell vorbei mit dem Verfolgen und Verstehen ihrer detailierten Krankheitserläuterung.
Das haben selbst Studenten aus Ecuador so empfunden. Wenn spanisch zu katalan umsprang, waren auch sie raus. Natürlich ist die Basis die gleiche, aber es war schwieriger mitzukommen.
Mit den Ärzten habe ich versucht hauptsächlich spanisch zu sprechen, um zu lernen. Für das medizinische Verständnis wäre an der ein oder anderen Stelle englisch sicherlich für mich von Vorteil gewesen, wobei nicht alle Lust hatten englisch zu sprechen und insgesamt mein Spanisch, egal wie mangelhaft es war, gern gehört wurde. Zum Austausch mit den Assistenz-Ärztinnen wäre Englisch zum Teil angebrachter gewesen, um etwa auf einer Höhe zu kommunizieren. Da merkte ich dann schon wie schwierig es ist, für einigermaßen intelligent und verantwortungsbewusst gehalten zu werden, wenn die Sprachbarriere vorliegt. Die Kompetenz bzw. das wenige Wissen, was ich hatte, war so nicht leicht einsetzbar. Manchmal wurde der Übersetzer auf dem PC gebraucht damit ich und mein zuständiger Arzt/Ärztin verstand, wovon der Gegenüber spricht.

Verkehrsbindungen

Geflogen bin ich mit Vueling, ansässig in Barcelona, dort bin ich auch gelandet und dann selbstständig mit Zug für 10,00 € mit einem Umstieg in Barcelona Sants nach Reus gefahren. In Reus ist der kleine Bahnhof nur 15 min vom Apartment entfernt. Wenn alles gut läuft (und nicht zu locker ...spanisch ), wird man dort abgeholt und zum Apartment gebracht.

Von Reus morgens zum Hospital Juan XXIII fahren Busse. Die Strecke dauert 40 Minuten, einberechnet die Gehstrecke zur Station. Wir haben uns alle ein Monatsticket für 50 Fahrten pro 30 Tage für 36 Euro gekauft. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn die Ausflüge zu anderen Städtchen und Stränden waren dort inklusive. Die Region konnte man damit gut erkunden, aber bis nach Barcelona hat es leider nicht gereicht.
Wir haben außerdem von der Möglichkeit, Mietwagen als Gruppe zu mieten, Gebrauch gemacht und so relativ günstig einen Sonntags-Ausflug in das Gebirge und zu einem Wasserfall machen können. Schön viel Serpentinen und schicke Straßen, wie aus der Autowerbung gefahren. So sieht man noch mal mehr vom Land und der Natur- sehr zu empfehlen! Und die Kosten für einen 5 Personen Wagen betrugen nur 40-50 Euro für einen ganzen Tag.

Kommunikation

Kommunizieren konnte ich über w-LAN im Apartment und Postkarten schicken, also Grüße senden.
Im Hospital gab es kein Internet aber mein Vertrag gilt in der gesamten EU. Ich war nicht immer top verbunden, aber das war mir auch nicht so wichtig. Ein paar von uns haben sich extra eine spanische Sim-Karte gekauft, um immer gutes Internet zu haben.

Unterkunft

Die Unterkunft gehörte für mich absolut zu einem Highlight des gesamten Austausches. Mit 13 Medizinstudenten aus unterschiedlichsten internationalen Ländern in einem Apartment mit Dachterrasse vier Wochen Zusammenzuleben habe ich als Bereicherung empfunden!
Ich hatte nur die Info „students flat“ und war von einer WG mit max. 4 Personen ausgegangen oder vielleicht sogar damit allein zu leben. Aber so war es täglich automatisches „social progarm“, einfach weil man zusammen gewohnt hat in 3-4 Bettzimmern. Das Apartment liegt in Reus und auf der Terrasse blickt man über das Dächermeer und kann bei Tapas und Gemeinschaft den Abend ausklingen lassen.
Organisiert war alles von den spanischen Studenten vor Ort. Wir sollten lediglich alles in unverändertem Zustand übergeben, um die Kaution von 70 € zurück zu erhalten.

Literatur

Gelesen habe ich die IFMSA Info Seiten zu den unterschiedlichen Krankenhäusern im vorab.
Außerdem habe ich ein paar spanische Büchlein, Prospekte und Flyer im Hospital versucht zu verstehen. Aber mich dann schnell wieder der Praxis zugewandt. Ich dachte mir, die Theorie kommt früh genug wieder.

Mitzunehmen

In meinen Koffer packe ich Kittel, Stethoskop, Strandsachen und ein bisschen Raum, um Mitbringsel unterzukriegen.
Was man mitnehmen kann,aber auch noch vor Ort ausdrucken kann, ist das handlogbook für die Famulatur. Es dient der Auflistung der Erwartungen, Tätigkeiten und Bewertungen der Tutoren und ist notwendig um am Ende das Zertificat zu erhalten.

Reise und Ankunft

Die Anreise lief glatt. Es war mit meiner zugeteilten Kontaktperson, also einem spanischen Studenten per mail abgemacht, dass ich am Bahnhof in Reus abgeholt werde. Dies war nicht der Fall. Ich habe dann erfahren, dass er auch eine IFMSA-Famulatur in Japan gemacht hat. Wir hatten wohl ein Missverständnis oder Kommunikationsproblem. Ich bin auch selbstständig gut angekommen;) Es waren nur 15 Minuten Weg. Im Apartment wurde ich von den anderen Studenten empfangen und habe dann zwei Nummern von spanischen Studentinnen erhalten, die für uns alle zuständig waren. Eine von Ihnen hat mich am nächsten Morgen um 8.00 h auf meine Station geführt und vorgestellt.
Da meine Anreise aufgrund von Prüfungen in Deutschland, erst 2 Tage später als offiziell geplant war, erfolgte, wich das Willkommens-Programm von dem der anderen ab. Wer rechtzeitig da war, konnte eine Führung in der Uni in Reus mitmachen.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Das Hospital Juan XXIII in Tarragona ist Universität und Krankenhaus zugleich, allerdings ist es (u.a. Größen-technisch) nicht vergleichbar mit der MHH. Es ist deutlich kleiner, verfügt dennoch über viele verschiedene Fachrichtungen. Wir 13 Studenten waren alle verteilt auf die unterschiedlichen Disziplinen. Die Teams waren sehr unterschiedlich groß, sodass sich auch der „Arbeitsalltag“ für uns sehr unterschiedlich dargestellt hat. Unsere Tage waren u.a. unterschiedlich lang. Bei mir ging es ca. von 9.00 h – 13./15.00 h. Die Geburten fielen leider immer auf den Nachmittag, an den Tagen, wenn ich im Kreißsaal eingeteilt war. An meinem dritten Tag habe ich einen Übersichtsplan für die 28 Tage und die jeweiligen „Einsatzorte“ bekommen. Es war ähnlich wie in Deutschland: es gab die Station ( auf der Kittel mit civil-Kleidung darunter getragen wurde) wo ich bei der Visite mitlief und versuchte möglichst viel zu verstehen. Der Umgang von Arzt und Patient war meistens herzlich, dennoch zeitlich, so wie in Deutschland sehr begrenzt. Die Zimmer bzw. die Patienten sehr abwechslungsreich. Von Wochenbett, über Brust-Op, onkologischen Fällen und zu Hysterektomien war alles dabei. Meine Aufgabe bestand darin zu observieren. Im Loogbook konnte ich daher „Observacion“ als Haupttätigkeit ankreuzen. Abhängig vom Personal habe ich mal den Rückbildungsprozess der Gebärmutter anhand der Palpation mitbeurteilen dürfen. Aufgrund der Sprachbarriere war der Austausch mit den Patienten auch nur sehr sporadisch möglich. Ein „Que tal?“ war meist der Beginn und dann abschließend „Soy de Alemania pero quiero aprender espagnol y medicina“. Auf medizinische Details einzugehen war deshalb nicht so oft der Fall.
Bei dem anschließenden Briefe schreiben wurde ich meist in den Bereich Kreißsaal /Sprechstunde & Untersuchung geschickt. Zusätzlich gab es noch zwei OP Bereiche in unterschiedlichen Etagen, zwischen denen gewechselt wurde. Wenn es Wartezeit zwischen den Operationen gab, konnte ich auch im neben OP vorbeischauen. Das Krankenhauspersonal zumindest die Mehrheit weiß, dass in den Sommermonaten ca. 14 Internationale Studenten zum Praktikum kommen und so ist man, besonders mit helleren Haaren hier nicht unauffällig und wird direkt erkannt. Und zumeist besonders behandelt, im Vergleich zu den heimischen Studenten. Dies gilt aber nicht ausnahmslos. Es gab auch Momente, in denen man einfach daneben stand und nichts erklärt bekam und keinen persönlichen Tutor zugewiesen bekommen hatte. Mit meiner, auf dem Blatt Papier zugeteilten Kontaktperson, die mich am Ende auch bewertete, habe ich einen einzigen Tag im selben Bereich verbrachtt. Also von einer innigen Mentor-Menti Beziehung kann ich nicht sprechen, aber dies ist wahrscheinlich auch nur in der Hausarztfamulatur, so wie sehr kleinen Teams der Fall. Da das Team aus ca. 20 Ärztinnen und Ärzten bestand und ich jeden Tag wo anders eingeteilt war, wurde es nicht routinierter Alltag. Und so auch keine Arbeit für mich, weil ich ja immer wieder Neues das 1. Mal zu sehen bekam
Der letzte Bereich bestand aus Hochrisiko-Schwangerschafts-Beratung, Extern-Behandlung und Ultraschall, sowie Fruchtwasser Untersuchung, bei diesen Gesprächen war ich immer einem Arzt einer Ärztin an die Seite gestellt und konnte so Fragen stellen und hoffen, dass sie/er sich die Zeit erlaubte sie zu beantworten. Ich habe sehr viele Gynäkologen kennen lernen dürfen, aber auch Anästhesisten und die Hebammen, die öfter mal die Studenten mit an die Hand genommen haben und Ihnen etwas gezeigt haben.

Land und Leute

Da ich an der Costa Brava bereits mehrere Urlaube verbracht habe, wusste ich schon ungefähr , was mich in Punkto Küstenlandschaft, sowie südländische Lebensart erwartet. Die Vorfreude auf die lockere sonnige lebensfrohe Kultur war noch gewachsen. Und nun die Möglichkeit zu haben, nicht nur Touristen Attraktionen zu besuchen und Strandtage zu verbringen, sondern gerade zu sehen und zu partizipieren, wie die Spanier im Krankenhaus arbeiten, war durchaus verlockend. In diesem einen Monat Praktikum durfte ich in gewisser Hinsicht erfahren, wie sich ein spanischer „Alltag“ anfühlen kann. Gerade da ich mich ja schon im vor hinein zu diesem Land hingezogen fühlte und es nicht ausschließe eines Tages mal einen Zeitraum dort zu leben, war es für mich eine wichtige Erfahrung.
So hatte ich in der Famulatur die Möglichkeit das Arbeitsklima, sowie den Tonfall im Krankenhaus zu schnüffeln.
Jeden Morgen wurde nach einer 15 minütigen Schichtübergabe mit dem gesamten Team, in den kleinen Teams erstmal ein Kaffee getrunken und danach um 9.00 Uhr ging es dann an die Arbeit- Tranquila eben.(Ruhig)
Die überfreundliche strahlende positive entspannte spanische Art traf natürlich nicht auf alle zu. Es gab definitiv auch eine andere Seite, die öfter mal zum Vorschein
kam, das fehlende Interesse an den Studierenden wurde dann nicht versteckt.

Zu den spanischen Studierenden kann ich sagen, dass sie zum Teil sich Zeit genommen haben und bemüht waren ein Social programm zu bieten. Einen Tag ging es zum Beispiel mit Auto an die wirklich sehenswerte Küste und einen Strandort namens „Tamarit“ mit Schloss.
Urlaubsstadt Tarragona bietet viel Sight.seeing, ob römische Architektur, Amphitheatre, Kathedralen, Stadtmauer, Vereinssport „Menschenturmbau“ oder einfach Platja de Miracle oder Arabassada- alles einen Besuch wert.
Und auch in Reus, der Kleinstadt, in der wir untergebracht waren, lässt sich viel Kunst und Kultur finden. Dali und Antoni Gaudi sind beide dort geboren und aufgewachsen.
Ansonsten ist für einen Wochenendtrip natürlich Barcelona zu empfehlen. Mit dem Zug für 10 Euro ist man in 2 Stunden in der Metropole Kataloniens und es warten Gaudis Architektonischen Wunder, wie die Sagrada Familia, Parc Guell, Casa Batlo, u.v.m.. Zur Übernachtung kann ich das „Sun and moon Hostel“ empfehlen. Gute Lage und relativ Preiswert in Relation zu Air bnb.
Weitere Wochenendtrips können Valencia, Madrid und Girona sein. Ich habe es mir mit den nahegelegenen Orten genügen lassen. Da es so schon genug zu entdecken gab und es alles im Busticket inklusive war.
Fischerörtchen wie Altafulla, Vila Seca, Pineda, Salou als Partyort oder Porta Ventura Freizeitpark. Creixelle zum Campen direkt am Mittelmeer ist mein Tipp.
Niu de lÀglia ist der Wasserfall, den man sich nicht entgehen lassen sollte. So auch die Berge, dazugehöriger Bergsee und ein Bergdorf von „Siurana“.
Von der katholischen Prägung bekommt man auch etwas mit,wenn man die Fühler ausstreckt. Zum Beispiel gab es im Krankenhaus eine Kapelle und ich habe an den Sonntagen unterschiedliche Messen in den verschiedenen Städten besucht.
Abschließend möchte ich noch etwas mehr Appetit auf Reus machen, mit der Tatsache das die warmen sandsteinernen Marktplätze und Cafes & Bars wirklich ab 22.00 Uhr einladen, um den Tag bei Tapas und Sangria, Vermut ausklingen zu lassen, bzw. einfach noch Mitten drin zu sein.

Fazit

Just do it!
Es war eine sehr bereichernde Auslandserfahrung und ich würde es noch mal tun. Auch wenn das Bewerbungsverfahren zunächst etwas abschreckt. Doch das Zusammenleben mit den anderen internationalen Studierenden war für mich der Pluspunkt im Vergleich zu einer selbstorganisierten Auslandsfamulatur.
Es gibt noch so viele andere Ziele, die dank der BVMD und IFMSA für uns möglich sind, um unseren medizinischen Horizont, sowie Lebenshorizont zu erweitern und zu wachsen.
Alles hat seine Zeit, aber nicht alles zu einer Zeit. Deo volente.

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