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Burkina Faso (AEM)

Pädiatrie - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Katja, Köln

Motivation

Ich hatte schon lange den Wunsch für eine Famulatur ins Ausland, genauer in ein Entwicklungsland, zu gehen, um zu sehen wie die Medizin in anderen Kulturkreisen und unter anderen finanziellen Bedingungen funktioniert. Es war schon lange mein Traum, einmal nach Afrika zu reisen, da eine Freundin von mir eine Famulatur in Ghana machen wollte, schloss ich mich ihr kurzerhand an. Meine Zusage habe ich dann für Burkina Faso bekommen und mich dann das erste Mal wirklich mit diesem Land beschäftigt und war zunächst leicht geschockt: Teilreisewarnung, auf Platz 183 des Human Development Index, Amtssprache Französisch etc. Trotz eines etwas mulmigen Gefühls habe ich mich dann für die Famulatur entschieden. Erwartungen hatte ich eigentlich nicht groß, da ich mir nicht wirklich vorstellen konnte was mich erwartet.

Vorbereitung

Meine Vorbereitungen waren vor allem medizinischer und sprachlicher Natur. Das heißt alle erforderlichen Impfungen (Gelbfieber, Meningokokken AWCY, Tollwut, Typhus, Cholera) machen und Malariaprohylaxe organisieren. Außerdem habe ich versucht mein Schulfranzösisch wieder etwas aufzubessern.

Visum

Für Burkina Faso kann man ziemlich unkompliziert ein Visum an der Botschaft in Berlin beantragen. Kosten für 90 Tage sind 70€ und das Visum war innerhalb von 3 Tagen wieder da. Habe es auf postalischem Weg beantragt, geht aber natürlich auch vor Ort. Eine Gelbfieberimpfung ist für die Einreise erforderlich.

Gesundheit

Für die Reise habe ich mich extra für Gelbfieber, Meningokokken AWCY, Typhus und Cholera impfen lassen, sowie die Standardimpfungen (Hepatitis A, B, Tetanus, Diphterie, Pertussis und Polio) aufgefrischt. Außerdem habe ich den ganzen Zeitraum über Malariaprohylaxe (Atorvaquon + Proguanil) genommen. Die Impfungen und die Prophylaxe wurden auch von meiner Krankenversicherung übernommen. Für die Famulatur habe ich auch einen Tuberkulose-Test gebraucht, den ich beim Betriebsarzt der Uniklinik Köln machen konnte. Außerdem habe ich eine Auslandskrankenversicherung mit Rückführung etc. abgeschlossen und über den Marburger Bund eine Auslandshaftpflicht sowie Berufshaftpflicht.

Sicherheit

Zurzeit besteht für Burkina Faso eine Teilreisewarnung, was mir schon ein etwas mulmiges Gefühl gemacht hat. Wenn man sich die Seite des Auswärtigen Amtes durchliest, bekommt man wirklich etwas Panik und auch Verwandte und Freunde haben mir eher von dem Austausch abgeraten. Letztendlich beziehen sich die Reisewarnungen vor allem auf den Norden des Landes, an der Grenze zu Mali und die östliche Region. Diese Regionen waren in den letzten Jahren öfter Ziel von Terroranschlägen und Entführungen vor allem von Weißen. Auch in der Hauptstadt Ouagadougou, in der ich meine Famulatur gemacht habe, hat es Anschläge auf westliche Einrichtungen im letzten Jahr gegeben. Daher habe ich entschieden, die Regionen mit erhöhter Gefahr weiträumig zu meiden und außerdem die westlicheren Viertel von Ouagadougou nicht zu besuchen. Vor Ort hatte ich tatsächlich nie gefährliche Situationen: Die Menschen sind sehr freundlich, Raubüberfälle oder Diebstahl sind sehr selten, sodass auf den Straßen eine friedliche Atmosphäre herrscht. Das Gefährlichste an meinem Aufenthalt war eindeutig der Straßenverkehr, da wir immer mit dem Roller (leider ohne Helm) unterwegs waren und auch öfter Unfälle mit vielen Verletzten gesehen haben. Im Nachhinein denke ich, dass man die Reisewarnungen ernst nehmen und daher manche Regionen meiden sollte, außerdem sollte man sich nicht unnötigen Gefahren aussetzten (nachts alleine unterwegs sein, offensichtlich mit Wertgegenständen herumfuchteln) etc., ansonsten muss man in Burkina wirklich keine Angst haben.

Geld

Währung ist CFA-Franc BCEAO (Franc de la Communauté Financière d’Afrique), der Wechselkurs ist fix 1€ = 655 CFA, da der CFA an den Euro gekoppelt ist. Ich habe vor Ort mit Kreditkarte (Visa) abgehoben und hatte eigentlich fast nie Probleme. Es gibt allerdings nur wenige Automaten und wenn man außerhalb der Hauptstadt ist, fast keine mehr. Für den Notfall habe ich noch Euro in bar mitgenommen, habe ich allerdings nicht gebraucht. Hier in Deutschland bekommt man meines Wissens nach keine CFA- Franc. Die Preise sind im Vergleich zu Deutschland deutlich niedriger, da ich in einer Gastfamilie gewohnt habe und dort dreimal am Tag zu essen bekommen habe, beliefen sich meine Kosten vor allem auf die Gebühr von 350€ für den Unilateralen Austausch. Auf der Straße kann man ansonsten sehr günstig essen (einfaches Mittagessen für ca. 500CFA), richtige Restaurants sind schon etwas teurer (Pizza 5/6 €), Taxifahrten kosten auch meist so zwischen 50ct. und 2€, sich Kleider schneidern lassen ist auch sehr günstig (5€ für ein Kleid). Allgemein gilt lokale Produkte (Shea-Butter, getrocknete Mangos etc.) und Dienstleistungen sind sehr günstig, Importprodukte verhältnismäßig teuer, liegt wahrscheinlich auch daran, dass Burkina ein Binnenstaat ist.

Sprache

Da Burkina Faso eine französische Kolonie war, ist die offizielle Sprache Französisch. Es gibt allerdings über 60 verschiedene Ethnien und daher auch viele verschiedene Sprachen, die am weitesten verbreitete und vor allem in der Hauptstadt gesprochene Sprache neben Französisch ist Moore, die Sprache der Mossi. Ich habe in der Schule Französisch gelernt und die Wochen vor der Famulatur nochmal einiges wiederholt, vor allem meinen medizinischen Wortschatz erweitert. Um fachlich und persönlich von der Famulatur zu profitieren empfehle ich mindestens ein Sprachniveau B1/ B2, da Englisch nur sehr selten und schlecht gesprochen wird.

Verkehrsbindungen

Ich bin von Frankfurt nach Ouagadougou geflogen. Mehrere große Fluggesellschaften wie Air France, Brussels Airline, Tunis Air oder Algier Air fliegen nach Ouagadougou. In der Regel mit Zwischenstopp in Paris, Brüssel, Tunis oder Algier. Für den Flug muss man so mit ca. 700€ rechnen, ich habe jedoch vom DAAD einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von 565€ bekommen. Tipp: früh beantragen! Vor Ort ist es etwas schwierig, da vergleichsweise wenige Taxis auf den Straßen verkehren, ich war meist mit dem Roller mit meiner Gastschwester unterwegs, Ausflüge wurden für uns vor Ort mit dem Auto organisiert. Ansonsten gibt es Busverbindungen zwischen den größeren Städten, Fahrpläne finden ist teilweise schwierig, am Besten man geht zur Busstation und fragt sich durch. Einen Zug gibt es nur zwischen Ouagadougou und Abidjan in der Elfenbeinküste.

Kommunikation

Am Tag nach meiner Ankunft habe ich mir eine Simkarte plus Guthaben für 15€ gekauft und konnte darüber vor Ort telefonieren und WhatsApp für den Kontakt nach Deutschland nutzten. Die Verbindung über die mobilen Daten war je nach Ort unterschiedlich aber meist okay, sodass auch WhatsApp Anrufe möglich waren. WLAN habe ich in der ganzen Zeit nirgendwo gesehen.

Unterkunft

Ich bin in einer Gastfamilie untergekommen, die mir über die Hosting Organisation organisiert wurde. Es war jedoch alles sehr spontan, meinen Kontakt hatte ich zwei Tage vor der Ausreise. Öfters nachfragen und Druck machen lohnt sich also. Die Familie war total nett und ich habe mir mit meiner 23 jährigen Gastschwester, auch Medizinstudentin, ein Zimmer und auch ein Bett geteilt. Die Gastfamilien sind in der Regel immer die Familien von Medizinstudenten, was ziemlich cool ist, da man so direkt schon sozial eingebunden ist. Der Standard ist je nach Familie sehr unterschiedlich, aber die Verhältnisse sind schon deutlich einfacher als in Deutschland. In der Regel wird man von der Familie auch voll verpflegt und meist auch zum Krankenhaus gefahren.

Literatur

Ich habe mir keinen Reiseführer gekauft, aber es gibt ein paar Französische die ganz hilfreich sind. Das Meiste habe ich im Internet recherchiert und von Bekannten die schon einmal in Burkina Faso waren. An medizinischer Literatur hatte ich ein französisches Pädiatrie Buch, was ganz praktisch war.

Mitzunehmen

Für das Krankenhaus braucht man einen Kittel und ein Stethoskop. Ich hatte noch Desinfektionsmittel, Handschuhe und Mundschutz dabei, um auf Nummer Sicher zu gehen. Sinnvoll gewesen wäre auch ein Pulsoxymeter, Stoppuhr, Pupillenlampe und ein Blutdruckmessgerät. Auf keinen Fall vergessen darf man die Reiseapotheke mit Schmerzmitteln (Paracetamol, da hämorrhagische Infektionskrankheiten (Malaria, Dengue etc.) häufig sind), Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen, sowie viel orale Rehydratationslösung und Verbandszeug. Bei der Kleidung ist zu beachten, dass diese lang sein sollte, kulturell sind kurze Hosen, Kleider, Röcke nicht akzeptiert, also mindestens knielang. Da es sehr heiß ist, empfehle ich dünne Sachen einzupacken. Zum Schutz gegen Mücken ein Moskitonetz, kann man auch vor Ort kaufen und Insektenspray für die Haut und Kleidung mit mindestens 50% Deet. Außerdem war ich sehr froh an meinem Hüttenschlafsack und der Stirnlampe (der Weg zum Klo kann in der Nacht manchmal lang und sehr dunkel sein).

Reise und Ankunft

Die Anreise verlief problemlos, ich wurde von meiner Gastfamilie vom Flughafen abgeholt und sehr herzlich empfangen. Ich bin Freitag nachts angekommen und konnte mich so das Wochenende etwas akklimatisieren, bis am Montag dann die Famulatur losgegangen ist. Die ersten zwei Tage habe ich mir erstmal eine Sim-Karte gekauft und die Stadt gemeinsam mit meiner Gastfamilie erkundet.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Ich habe die Famulatur in der Pädiatrie gemacht. Zuerst war ich eine Woche auf der Säuglingsstation und bin dann zur Notaufnahme gewechselt. Der Tagesablauf war eigentlich immer recht ähnlich, morgens um 7.30Uhr gab es eine Frühbesprechung mit allen PJ-Studenten, die die Hauptarbeit im Kinderkrankenhaus machen und den Kinderärzten. Dabei wurden die Neuaufnahmen der vergangenen Nacht besprochen. Dann haben sich alle Studenten auf die Stationen verteilt. In der Notaufnahme war jeder Student für einen bestimmten Bereich zuständig, das heißt einer für „Tri“, was so viel wie Zuteilung bedeutet, also derjenige der beurteilt ob das Kind wirklich ein Notfall ist, der wahrscheinlich auch stationär aufgenommen wird, oder ob das Kind lieber zur „Consultation“, sprich einer ambulanten Beratung gehen soll. Die anderen Studenten wurden dann auf die einzelnen Boxen oder Zimmer aufgeteilt, um Neuaufnahmen zu untersuchen oder schon stationär (in diesem Fall seit längerer Zeit in der Notaufnahme) liegende Patienten zu untersuchen. So habe auch ich jeden Morgen zwei Kinder gehabt, die ich untersuchen musste und anschließend ein Dossier erstellen. Das Dossier ist die Krankenakte, die leider sehr unübersichtlich war, da man im Fließtext Stammdaten, Vitalparameter, Befunde der körperlichen Untersuchung und die Krankengeschichte aufschreiben musste. Die Ergebnisse wurden dann bei der Visite besprochen und danach die neuen Anordnungen (Blutentnahme, Lumbalpunktion, neue Medikation etc.) an das Pflegepersonal weitergegeben. Theoretisch war man jetzt mit der Arbeit fertig und konnte nach Hause gehen. Wie schnell man durch war, hing jedoch vom Gesundheitszustand der Kinder ab, die man zu betreuen hatte, je nachdem war eine ständige Überwachung nötig, kleinere Eingriffe mussten vorgenommen werden, Röntgenbilder abgeholt etc. Einmal in der Woche musste man einen Nachtdienst übernehmen, das heißt man kommt um 18 Uhr wieder in die Klinik und bleibt bis zur Frühbesprechung am nächsten Tag. Die einheimischen Studenten bleiben sogar bis zum Mittag des nächsten Tages. Die Nachtdienste waren immer sehr spannend, da deutlich weniger Personal da ist und man daher selbst mehr machen und Verantwortung übernehmen kann. Leider sind in den Nachtdiensten auch die meisten Kinder gestorben. Die Hauptkrankheitsbilder sind auch etwas anders als in Deutschland. Ich habe sehr viele Kinder mit schwerer Malariainfektion, bakterielle und virale Meningitiden und Wurmerkrankungen. Außerdem hatten wir viele Kinder mit angeborenen Herzfehlern, die leider in Burkina Faso nicht operiert werden können, Leukämien im Endstadium und chronisches Nierenversagen unbekannter Pathogenese. Was mich auch sehr schockiert hat, waren die vielen unter- und mangelernährten Kinder. Da ich in der Hauptstadt war, lag das oft nicht nur an Nahrungsmittelknappheit, sondern auch an unerkannten Malabsorption Störungen, einseitiger Ernährung, oder Ösophagus Fehlbildungen. Da wir alle Kinder aufgenommen haben, gab es auch viele Neu- und Frühgeborene, die wir leider nur sehr unzureichend behandeln konnten. So gab es zum Beispiel nur einen einzigen Inkubator, und allgemein keine Kinderbetten, sodass teilweise Kinder auf Stationswägen tagelang lagen, oder ein Frühchen neben einem vierjährigen mit Meningitis. Zu Beginn der Famulatur hat es mich sehr mitgenommen wie schlecht es den meisten Kindern geht, viele sind apathisch, können teilweise nicht mehr schreien, extrem dehydriert, niedrige Hb-Werte, völlig teilnahmslos etc. Ich habe in den fünf Wochen wirklich viel gelernt und mitgenommen und es war sehr spannend Krankheitsbilder, Krankenhausstandards, die Art der Behandlung mit deutschen Krankenhäusern zu vergleichen. Durch den engen Kontakt mit den anderen Studenten habe ich auch viel über das Medizinstudium in Burkina Faso erfahren und Einblicke in das Leben, die Gedanken, Wünsche und Träume von Studenten aus Burkina Faso, Benin, Togo und dem Tschad bekommen. Praktisch konnte ich außer Untersuchungen nicht viel machen, da Blutentnahmen und die meisten praktischen Dinge von den Krankenpflegern erledigt werden. Ich hätte einmal eine Lumbalpunktion bei einem drei Monate alten Säugling machen dürfen, habe dies aber verweigert, da ich noch nie eine Lumbalpunktion durchgeführt habe und das nicht unbedingt an einem Säugling ohne fachkundige Anleitung ausprobieren wollte. Ich finde, es sollte nicht das Ziel sein in Afrika an Patienten Dinge auszuprobieren, die man in Deutschland niemals dürfte.

Land und Leute

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und das ist mir bei der Ankunft schnell bewusst geworden. Selbst in der Hauptstadt Ouagadougou sind geteerte Straßen die Ausnahme und wir biegen auf dem Heimweg vom Flughafen auf ungerade Feldwege mit riesigen Pfützen und braunem Staub ab. Am Straßenrand verkaufen Frauen auf dem Kopf Essen oder am Straßenrand sitzend frisch geerntete Erdnüsse. Es fühlt sich auch erstmal komisch an, immer die einzige Weiße zu sein, denn Tourismus gibt es in Burkina Faso eigentlich nicht und andere Weiße von NGOs etc. sieht man nur selten. Meine kleine 13 Monate alte Gastschwester hat auch große Angst vor mir, da sie noch nie einen Weißen gesehen hat. Die Burkinabe sind sehr nette und gastfreundliche Menschen. Man gibt jedem zur Begrüßung die Hand, so kommt es, dass man auch schon mal 20 Fremden die Hand schüttelt, dazu wird man mit einem „Bonne arrivé“ begrüßt. Trotzdem sind die Burkinabe zurückhaltend und wahren den persönlichen Raum. Man wird zwar immer gegrüßt oder auf der Straße mit einem „Ca va?“ in ein Gespräch verwickelt, es werden einem Waren angeboten oder Kinder schreien einem „Nasarra“ was eigentlich Franzose heißt, aber jetzt für alle Weißen verwendet wird hinterher, es fasst einen aber niemand an, es werden keine ungefragten Fotos gemacht und man wird auch nicht genötigt Dinge zu kaufen, wenn man höflich mit einem „Non merci“ ablehnt. Die Studenten im Krankenhaus waren zuerst etwas zurückhaltend, wenn man dann freundlich auf sie zugegangen ist, sind die Meisten sehr schnell aufgetaut, waren hilfsbereit, haben mir vieles im Krankenhaus erklärt, gezeigt und waren interessiert am Leben in Deutschland und den Unterschieden im Krankenhaus und an meiner Meinung und Einschätzung von Situationen in Burkina Faso. So habe ich das Land auch mit vielen neuen Freunden verlassen. Meine Gastfamilie hat mich auf jeden Fall sehr herzlich aufgenommen und mit meiner Gastschwester habe ich mich auch persönlich gut verstanden. Sehr faszinierend fand ich auch, dass in Burkina verschiedene Religionen sehr friedlich miteinander leben, der Großteil der Bevölkerung ist mit 60% muslimisch, 20% sind christlich und 15% sind Anhänger von diversen Naturreligionen. Meine Familie zum Beispiel war muslimisch, die Schwester des Vaters hat aber einen Katholiken geheiratet. An Ramadan kommen dann die Christen zu den Muslimen und an Weihnachten andersrum und alle feiern gemeinsam. Das fand ich sehr schön! Ansonsten kann man sich in Burkina Faso auf farbenfrohe Kleidung, Maisbrei, Reis oder Couscous meist mit Fleisch, viele Tiere auf den Straßen und chaotische Märkte freuen.

Fazit

Ich würde die Famulatur wieder machen und bin sehr dankbar und glücklich über die Erfahrungen, die ich machen durfte, die Menschen, die ich kennen gelernt habe und den Einblick den ich in eine für mich völlig neue Kultur bekommen habe. Ich habe vorher noch keinen Auslandsaufenthalt gemacht, bei dem sich mein Horizont so erweitert hat. Nach der Famulatur bin ich mit Freunden noch dreieinhalb Wochen durch Burkina Faso und Ghana gereist. Bei dieser Reise habe ich auch gemerkt, wie unterschiedlich die Erfahrung des Reisens im Vergleich zu einer Famulatur ist. Beides hat Vor- und Nachteile, bei der Famulatur habe ich die einzigartige Möglichkeit bekommen in das Leben der Einheimischen einzutauchen, war aber auch gezwungen mich auf teilweise schwierige Situationen einzulassen und andere Lebensansichten zu verstehen und zu akzeptieren. Ich kann die Famulatur wirklich jedem empfehlen, sie hat mich nicht nur medizinisch sondern auch als Person wirklich weitergebracht. Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass es nicht nur Urlaub und toll und spannend ist, sondern dass man auch immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert sein wird.

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