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Ethiopia (EMSA)

Notfallmedizin - SCOPE (Famulaturaustausch)
von Julia, Magdeburg

Motivation

Einmal auch ins Ausland, einmal auch über den Tellerrand schauen, einmal auch ein anderes medizinisches Gesundheits- und Ausbildungssystem kennen lernen und einmal auch Studenten und Ärzte kennenlernen, die auch ohne modernste Technik und den neuesten Medikamenten auskommen müssen: Das war meine Motivation mich für einen Auslandsfamulatur über die bvmd zu bewerben. Meine Wahl fiel auf Afrika, weil ich einerseits schon immer fasziniert von der reichen Kultur und wunderschönen Natur dieses Kontinents bin, anderseits interessiert mich auch der Umgang dort mit den dortigen Problemen wie Hunger, Krieg und Mangel an Ressourcen. Letztendlich entschied ich, mich für einen SCOPE in Äthiopien zu bewerben, da ich in ein englischsprachiges Land wollte, dass noch nicht von Touristen überrannt ist, aber auch relativ sicher ist und viel an Kultur bietet. Als ich mich schließlich im St. Paul´s in Addis Abeba wiederfand, wurde ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, es war besser als jede Erwartung…

Vorbereitung

Meine Vorbereitung hielt sich neben den etwas aufwändigeren Visumsformalitäten und den umfangreicheren Impfungen in Grenzen. Gut ist es vor dem Aufenthalt sein Englisch aufzufrischen und bei Gelegenheit die wichtigsten Wörter Amharisch zu lernen. Auch sollte man sich im Vorhinein über das Land Äthiopien informieren, um nicht enttäuscht oder gar geschockt zu sein: Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, dementsprechend ist vieles im Krankhaus improvisiert oder einfach nicht verfügbar, was aber nicht heißt, dass die Ärzte oder die Studenten über ein schlechteres medizinisches Wissen verfügen. Der Kontakt zu meiner Contact-Person war schon im Vorhinein sehr gut: Er meldete sich immer innerhalb eines Tages und half mir bei meinen Vorbereitungen und Visaangelegenheiten und gab mir auch noch ein paar gute Tipps vor der Abreise.

Visum

Das Visum und die Beantragung waren einer der Hürden/Probleme meines Aufenthalts, die aber in Zukunft hoffentlich besser laufen. Das Studentenvisum, von dem in der CA die Rede ist, ist nicht in Deutschland verfügbar. So hat man zwei Möglichkeiten: Touristenvisum oder Business-Visum. Beides hat Vor- und Nachteile. Offiziell sollte man mit dem Business-Visum einreisen, wie ich es auch gemacht habe. Etwas teurer, ab so ca. 40 Euro aufwärts, ist das Touristenvisum verfügbar. Dieses kann man online, on Arrival oder an den Botschaften in Berlin oder Frankfurt bekommen. Beachten sollte man bei der Auswahl des Zeitraums immer, dass das Visum ab Tag der Ausstellung, sofern man das Visum direkt an der Botschaft beantrag, gültig ist. Neben den Gebühren, Passfoto und dem ausgefüllten Antrag ist nichts Weiteres dafür nötig. Billiger (27 Euro für 1 Monat und 36 Euro für 3 Monate), aber mit mehr Aufwand verbunden ist die Beantragung des Business-Visums. Das muss im Vorhinein postalisch oder persönlich an der äthiopischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Für die Ausstellung wird aber eine „Invitation“ von Seiten des Krankenhauses benötigt, die in Addis gestellt werden muss und dann nach Berlin übermittelt wird. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig eure Contact Person darum zu bitten alles in die Wege zu leiten. Es sei auch noch gesagt, dass die Angestellten der äthiopischen Botschaft sehr nett sind und sehr gut deutsch sprechen. Telefonisch war das Amt leider nicht immer zu erreichen.
Mit dem Visum war die Einreise kein Problem. Da aber, aus welchen Gründen auch immer, mein Business-Visum nur ein Monat gültig war (bei der anderen deutschen Studentin waren es drei Monate) musste ich mein Visum vor Ort verlängern. Keine Angst, im St. Paul´s gibt es extra einen Beschäftigten, der sich um die Business-Visa der Angestellten kümmert. Ihm musste ich meinen Pass, neue Fotos und 30 Dollar (!!!) einige Tage vor Ende der Gültigkeit übergeben und habe dann ein paar Tage später meinen Pass mit dem um einen Monat verlängerten Visum zurückbekommen.

Gesundheit

Vor deinem Aufenthalt und je nachdem ob du in der Zeit noch herumreisen willst, ist es ratsam frühzeitig einen Reisemediziner aufzusuchen. Neben den normalen Standardimpfungen solltest du dich über einige Reiseimpfungen informieren: Es findet keine ausreichende Isolierung von Meningitis-Patienten statt, weshalb eine Impfung gegen Meningokokken ratsam ist. Weiter kann man über Impfungen gegen alle Durchfallerkrankungen wie HepA, Typhus oder Cholera nachdenken. Addis selbst ist kein Malariagebiet, man kann also dort getrost auf eine Prophylaxe verzichten. Wenn du aber rumreisen möchtest, solltest du an Malaria- und Tollwutprophylaxe denken. Eine gut ausgestattet Reiseapotheke ist auch ratsam.
Vor Ort gibt es eigentliche keine Krankheit, die es nicht gibt. Im Emergency Room waren Patienten mit HIV/AIDS (6% sind in Äthiopien infiziert), Hepatitis, TBC und vieles mehr.

Sicherheit

In der Angelegenheit Sicherheit gilt wie eigentlich bei jeder Reise: Man sollte nicht leichtsinnig sein, aber auf keinen Fall paranoid überall das Schlimmste befürchten. Ich habe mich zu keiner Zeit meiner Reise bedroht oder unsicher gefühlt. Gerade Addis ist eine sehr sichere Stadt, bei der Taschendiebstähle, die leider schon vorkommen können, die schlimmste Gefahr sind. Einfach keine Wertsachen mitnehmen oder gut verschließen. Auch wird man gerade an den großen öffentlichen Plätzen sehr viel, besonders von Kindern angebettelt. Der Campus, das Krankenhaus und viele öffentliche Gebäude werden rund um die Uhr von Security-Mitarbeitern bewacht, die auch Taschenkontrollen durchführen und dort für Recht und Ordnung sorgen.
Auch die politische Lage stabilisiert sich immer mehr, weshalb auch Reisen außerhalb Addis meist ohne Probleme möglich sind. Am besten man informiert sich einfach direkt vor Ort.
Zusätzlich versichert habe ich mich über das Versicherungsangebot der bvmd, bzw. der DÄB.

Geld

Die Landeswährung ist Birr, mit der auch überall bezahlt wird. Die Lebenserhaltungskosten sind im Vergleich zu Deutschland wahnsinnig billig, je nach Location zahlt man für ein typisches äthiopisches Essen und Trinken für mehrere Personen wenige Euro. Die Landeswährung kann man vor Ort an den Automaten erhalten oder man kann auch in den Städten Dollar/ Euro tauschen. Wenn du noch reisen möchtest empfiehlt sich auch ein paar Dollar mit sich zu haben, da die Gebühren für die Ausstellung eines Visums meistens in Dollar gezahlt werden müssen. Mit einer Visa-Kreditkarte hatte ich nirgends Probleme, außer der Automat hatte kein Geld mehr. Außerdem ist es wohl nicht so einfach Birr wieder in Euro zurückzutauschen, deswegen empfiehlt es sich eher kleiner Beträge, gerade am Ende des Aufenthaltes, abzuheben. Weiter sollte man bedenken, dass viele Händler, Taxen oder Ausstellungen oft mehr als das 10fache von „Weißen“ verlangen, deswegen heißt es hier oft handeln, handeln oder einfach sein lassen.

Sprache

In ganz Äthiopien werden fast 80 verschiedene Sprachen gesprochen, Amtssprache ist aber Amharisch, die neben Englisch auch im Krankenhaus und mit den Patienten gesprochen wird. Mit guten Englischkenntnissen kommt man aber gut im Krankenhaus zurecht. Die Studenten, Ärzte und meistens auch die Schwestern sprechen sehr gutes Englisch, da es die offizielle Lehrsprache im Krankenhaus ist. Alle waren auch jederzeit bereit die Rounds auf Englisch zu halten oder das Wichtigste nochmal zu wiederholen. Und selbst wenn man nicht eine gemeinsame Sprache spricht, mit Hand, Fuß und einem Lächeln kommt man überall durch!
Wenn du Zeit und Muße genug hast, kannst du dich schon im Vorhinein in Amharisch üben, aber auch vor Ort schnappt man schnell die wichtigsten Wörter und Floskeln auf. Alle Äthiopier sind auch gerne bereit dir die wichtigsten Begriffe immer und immer wieder zu erklären und erfreuen sich auch an den kläglichen Versuchen die Wörter auszusprechen. Allein für ameseginalehu (= danke) brauchte ich einige Tage.

Verkehrsbindungen

Internationale Einreise ist immer über den Flughafen in Addis. In Addis selbst gibt es verschiedene Verkehrsmittel: die gelben Taxen, sie fahren mit annähernd Festpreisen und sind das sicherste, aber auch teuerste Verkehrsmittel, eine Fahrt vom Flughaften zum St. Paul´s im Norden kostetet 300 Birr = 9 Euro. Im Süden gibt´s auch eine Straßenbahn, mit der wir aber nie gefahren sind. Außerdem gibt es noch blaue Taxen, die billiger, aber nicht so komfortabel sind. Hier wird aber manchmal ein ganz schöner „Ausländer-Aufschlag“ verlangt, weshalb wir tagsüber immer mit den Minibussen oder öffentlichen Bussen gefahren. Hier hat man hat das Feeling von Afrika pur: Die Busse fahren entlang fester Routen, ein angestellter Mitfahrer schreit im Vorbeifahren aus dem Fenster das Ziel und man wartet meist an den gleichen Stellen und steigt dann zu. Die Minibusse sind zwar nicht besonders komfortabel, da auch mal 20 Menschen zusammen gequetscht werden, aber es ist das billigste, oft zahlt man nur wenige Birr, und schnellste Transportmittel durch Addis. Zwischen den großen Städten verkehren recht komfortable und trotzdem relativ billige Reisebusse. Teurer, aber schneller geht es mit dem Flugzeug.

Kommunikation

Ich kommunizierte mit meiner Contact Person und später mit den anderen Äthiopiern über die Messenger-App Telegram, die dort der gängige Messenger ist. Vor Ort gab es in der Bibliothek und im Wohnheim Internet, das zwar öfter langsam und zeitweise für ein, zwei Tage nicht verfügbar war, aber dafür kostenlos zur Verfügung stand. Für wichtige Sachen konnte man auch die PCs in der Bibliothek frei nutzen. Vor Ort bietet sich auch der Kauf einer äthiopischen SIM-Karte an. Mit der Begleitung meiner Contact-Person war der Kauf kein Problem auch die Kosten für Anruf und SMS sind niedrig. Nach Hause habe ich weiter mit WhatsApp kommuniziert, was auch kein Problem war.

Unterkunft

Ich bin im normalen Studenten-Dorm untergekommen, dort stehen sowohl im Jungs-, als auch im Mädels-Dorm ein extra Zimmer für alle Incomings zur Verfügung. Wir waren zu Beginn fünf Frauen, die dort in einem Zimmer untergebracht wurden. Duschen (meistens sogar warm) und Toiletten sind gesammelt für den gesamten Flur verfügbar. Da es sich hier um ein Gemeinschaftsbad handelt, war das ganze leider nicht immer sauber. Auch auf fließendes Wasser auf den Toiletten musste man verzichten, gespült wurde mit einem bereitstehenden Kanister.
Das Schöne wiederrum an den Dorms ist, dass man direkt neben den ganzen einheimischen Studenten mitten am Campus und nur wenige Meter vom Krankenhaus entfernt, untergebracht ist. So ist es noch einfacher Kontakt mit den Studenten vor Ort zu halten oder neue Kontakte zu knüpfen. Die Unterkunft wurde beim bilateralen Austausch kostenlos zur Verfügung gestellt. Direkt neben den Dorms ist die Cafeteria in der wir Frühstück, Mittagessen und Abendessen bekammen. Es ist einfaches äthiopisches Essen, aber auf jeden Fall genug um satt zu werden und kostenlos. Was auch noch gut zu wissen ist, die Steckdosen vor Ort sind meist kompatibel mit den Europäischen Steckern.

Literatur

Ein Reiseführer, der sehr zu empfehlen ist, ist der „Lonely planet“. Auch kann man sich über Traveller Blogs, Facebook und Ähnlichem informieren. Die Seite des deutschen Auswärtigen Amts ist für die allgemeine Länderinformation ganz interessant zu lesen, man sollte sich aber keinesfalls von den „Reisehinweisen“ verrückt machen: Das schlimmste, was dir in Addis passieren kann, ist -wie gesagt- Taschendiebstahl.

Mitzunehmen

Für eine Famulatur sollte man sich auf jeden Fall gut ausstatten: Neben Stethoskop und sonstigen Untersuchungsinstrumenten hat sich ein zweiter Kittel als sehr praktisch herausgestellt, da es keine Scrubs gibt, sondern nur die normale Kleidung unter dem Kittel getragen wird. Außerdem solltest du unbedingt genügend Desinfektionsmittel für den gesamten Aufenthalt mitbringen. Mundschutz und Handschuhe sind auch eher rar, wobei du aber letzteres notfalls auch vor Ort kaufen kannst. Wenn du in den OP möchtest, denke an Scrubs, Haube, Schutzbrille und Mundschutz. Dringend zu empfehlen wäre auch eine 3M-Maske, da die TBC-Patienten nicht ausreichend isoliert werden. Möchtest du Blutabnehmen kannst du dir selbst helfen, wenn du einen Stauschlauch mitbringst. Solltest du im Sommer (Juli, August, September) vor Ort sein: Es ist kälter als gedacht und es regnet eigentlich jeden Tag, das heißt Regenschirm und warme, wetterfeste Kleidung und Schuhe sind mehr als empfehlenswert.

Reise und Ankunft

Sobald ich in Äthiopien angekommen war, wurde ich mit offenen Armen empfangen. Ich wurde, trotz zwei Stunden Verspätung meines Fluges, am Flughafen abgeholt und mit dem Taxi direkt zum Campus begleitet. Vor Ort hat mich direkt der LEO empfangen, mich zu meinem Zimmer geführt und auch am nächsten Tag dafür gesorgt, dass ich im Emergency Room dem Head of Department vorgestellt werde. Auch der Rest vom Campus wurde mir von den Mitgliedern der EMSA oder den anderen Austauschstudenten an den ersten Tagen gezeigt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Mit dem Emergency Room habe ich wohl das beste und umfangreichste Department ausgewählt. Man bekommt sehr viel Außergewöhnliches zu sehen, denn was dort Normalität ist, würde man so wohl nie in Deutschland sehen: Schwere Manifestationen von AIDS, TBC oder Diabetes. Auch die Arbeit des Personals unterscheidet sich zu Deutschland. Die Familienangehörigen übernehmen die gesamte Pflege und die Versorgung mit Nahrungsmitteln/ Trinken der Patienten. Die Schwester und Pfleger sind eher für die medizinische Versorgung wie Blutabnehmen oder Medikamentengabe verantwortlich. Die Sichtung der Patienten übernehmen hauptsächlich die Interns, die den deutschen PJlern entsprechen, die die Anamnese, auf Englisch aufschreiben und die körperliche Untersuchung durchführen. Die Patienten werden dann in den Rounds den Residents und den Seniors vorgestellt und der weiter Behandlungsplan besprochen. Da die meisten Patienten Amharisch sprechen ist selbstständiges Arbeiten leider fast nicht möglich, aber es wird einem trotzdem nicht langweilig: Ich bin meistens den Intern gefolgt, die mir die Patientenanamnese auf Englisch übersetzt haben und mit mir die körperliche Untersuchung durchgeführt haben. Da viele medizinische Apparate und laborchemische Untersuchungen nicht zur Verfügung stehen, ist die körperliche Untersuchung um so wichtiger, und ich konnte so die ein oder andere Untersuchungstechnik kennen lernen oder verbessern. Aber auch den Schwestern zu folgen lohnt sich, hier konnte ich Blutabnehmen, Zugänge legen, Medikamente geben und noch vieles mehr. Das besondere am St. Paul´s ist, dass dem Emergency Room, der direkt am Krankenhaus angeschlossen ist, der vor allem kleiner chirurgische Notfälle und Innere Medizinische Fälle behandelt, ein zweiter Emergency Room, der auf Trauma und Verbrennungspatienten spezialisiert ist, wenige Kilometer entfernt angeschlossen ist. Zwei Wochen meines Aufenthaltes habe ich dort verbracht. Die dort zuständigen Interns haben mich jeden Morgen und Abend dort im Minibus hin- und zurück begleitet. Der Emergency Room dort ist etwas moderner, größer und besser ausgestattet.
Das Personal von den Schwestern, über die Studenten und den Ärzten waren alle durchwegs sehr nett, hilfsbereit und jederzeit bereit einen Fall genauer zu erklären oder Untersuchungen nochmal zu zeigen. Vor allem in den Rounds mit den Senior Docs konnte man auch einiges lernen, hier muss man aber seinen Mann stehen, da oft zu leise und manchmal in Amharisch gesprochen wird. Hat man aber höfflich darauf aufmerksam gemacht, wurde lauter und auf Englisch gesprochen. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass der Emergency Room wohl eine Famulatur wert ist, da man wirklich viele spannende Fälle sieht, man sich aber bewusst sein muss, dass dort mit den einfachsten Mitteln gearbeitet wird und er mindestens so überfüllt ist wie eine deutsche Notaufnahme. Auch sollte man sich bewusst sein, dass das Infektionsrisiko dort deutlich erhöht ist.

Land und Leute

Allein die Menschen dort sind ein Besuch in Äthiopien wert: Ich habe selten so viele offene, nette, hilfsbereite und freundliche Menschen kennen gelernt und das sowohl im Krankenhaus, aber auch außerhalb auf offener Straße. Wir wurden von den Studenten mit offenen Armen empfangen, sprichwörtlich an die Hand genommen und haben einen breiten Einblick in die frohe und vielseitige Kultur Äthiopiens bekommen. Regelmäßig fanden verschiedene Kulturprogramme statt, auch zusammen mit den Austauschstudenten der zweiten Universität, dem Black Lion, in Addis Abeba. Auf dem Programm stand zum Beispiel der Besuch eines typischen Danceplaces, eines Museums, eine Wanderung auf den Entoto oder auch ein Wochenendausflug in den Süden des Landes, nach Hawasa. Daneben sind wir auch mehrmals typisch äthiopisch, das heißt Ingera mit Beilagen, essen gegangen. Auch das Nachleben in Addis wurde gemeinsam ausgekundschaftet.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen: Ich habe mich in Land und Leute verliebt und es ist definitiv nicht das letzte Mal, dass ich nach Äthiopien reise. Ich konnte wahnsinnig viel mitnehmen, aus persönlicher aber auch aus medizinischer Sicht: Wie kann Medizin auch auf einfachster Weise funktionieren? Wie kann man das Beste aus den knappen Ressourcen, die dort nur zur Verfügung stehen, machen? Wie kann man den Menschen in „Entwicklungsländern“ wirklich helfen?
Ich kann einen Famulatur in Äthiopien jeden ans Herz legen, der eine wunderbare Zeit in Afrika verbringen will, dabei nicht in die typischen Touristenländer reisen möchte, aber auch bereit ist seine eigenen Komfort zurück zu stellen und sich auf einer der ärmsten Länder der Welt einlassen kann und will. Solltest du dazu bereit sein erwartet dich eine unvergessliche Zeit voller toller Menschen und Erfahrungen.

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