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Ghana (FGMSA)

Gynäkologie - SCOPE (Famulaturaustausch)
Anonym

Motivation

Einfach mal wieder raus aus dem Alltag! Mal wieder Englisch intensiv üben und neue Begriffe aus dem Bereich Medical English lernen. Neue Erfahrungen im fremden Gesundheitssystem sammeln und eine fremde Kultur kennenlernen. Das war mein Antrieb, mich für den Austausch zu bewerben. Neben Ghana waren auch noch Mexico (wegen Spanisch!) und Marokko in der engeren Auswahl. Da es meine erste Reise nach Afrika war, wollte ich lieber eines der sichersten Länder erkunden und war deshalb froh, einen Platz in Ghana zu erhalten.

Vorbereitung

Zuerst musste ich mir einen neuen Reisepass beantragen, das dauert 6 Wochen und man sollte es definitiv mit viel Puffer organisieren, da man die Passnummer dann auch für die Beantragung des Visums braucht! Wie man dieses beantragt, könnt ihr im folgenden Absatz nachlesen. Wichtig sind natürlich auch die Reiseimpfungen und Malariaprophylaxe, für die man sich unbedingt gut von einem reisemedizinischen Institut beraten lassen sollte! Bei mir war das die Uni Ulm. Meine Uniklinik hat mir sogar ein HIV-Postexpositionsprophylaxe-Set mitgegeben, was ich im Notfall bei Exposition (!) anwenden hätte können. Dies war aber letztlich glücklicherweise nicht nötig. Als dann die endgültige Zusage da war, konnte ich endlich meinen Flug buchen. In meinem Fall habe ich auch OP-Kleidung selbst mitbringen müssen. Die habe ich mir dann auch noch ausgeliehen. Besonders hilfreich ist es natürlich, sich mit Leuten auszutauschen, die das Land schon kennen und ihre Erfahrungen weitergeben mögen. So bekam ich schon ein bisschen ein Gefühl für das Leben vor Ort. Die bvmd hat mich vor allem mit dem Fahrtkostenzuschuss unterstützt, welchen man ebenfalls rechtzeitig beantragen muss.

Visum

Das Visum muss man in der ghanaischen Botschaft (Berlin) beantragen. Dafür brauchte man alle möglichen Dokumente, die leider nur sehr unübersichtlich aufgelistet sind. Am besten fand ich den Text „Visa Requirements“ am Beginn des Onlineverfahrens der Botschaft. Aus diesem musste man sich dann selbst heraussuchen, was man alles einreichen muss. Etwas unübersichtlich, doch am Ende hat alles geklappt. Nachdem ich alle vollständigen Unterlagen per Post an die Botschaft geschickt hatte, war das Visum schon nach einer Woche da. Zeitlich würde ich es aber trotzdem nicht ausreizen und das Visum so circa 6 Wochen vor dem Aufenthalt, oder früher beantragen. Übrigens: Nicht wundern, man muss wirklich seinen Reisepass nach Berlin an die Botschaft schicken und dann bekommt man da einen Aufkleber reingemacht, der dann das Visum ist. Der Visumsantrag kostete 110€.

Gesundheit

Glücklicherweise hat meine Krankenkasse alle Reiseimpfungen bezahlt und auch die Malariaprophylaxe übernommen. Kleine Schleichwerbung am Rande: Es ist die Techniker Krankenkasse.

Sicherheit

Wie oben schon angesprochen ist Ghana eines der sichersten westafrikanischen Länder. Accra ist die sicherste Hauptstadt Afrikas. Das bedeutet, dass Verkehrsunfälle prinzipiell das größte Risiko darstellen. Meine Zimmernachbarin hat ihr Praktikum in der Orthopädie gemacht, wo sie mit extrem vielen Unfallverletzten zu tun hatte. Der Verkehr regelt sich dort nämlich weniger über Regeln, als viel mehr über Hupen und Geschwindigkeitsbarrieren (betonierte Schwellen auf den Straßen). Deshalb immer aufpassen, wo man hinläuft und möglichst sichere Transportmittel wählen. Eine gute Reise-KV, die auch die Kosten für einen eventuellen Rücktransport übernimmt, ist meiner Meinung nach unerlässlich.
Generell sollte man gut auf seine Taschen, Handys etc. aufpassen. Einer Austauschstudentin, die ich in Ghana kennengelernt habe, wurde dort das Smartphone gestohlen.
Man wird sehr häufig angesprochen, wobei die Menschen selten zu aufdringlich waren und einen auch in Ruhe gelassen haben, wenn man sie freundlich abgewiesen hat.
Tagsüber konnten wir uns gut allein draußen bewegen. Bei Dunkelheit sollte man da schon viel vorsichtiger sein. Wir waren dann eigentlich immer zu mehreren und im Taxi unterwegs. Zu Fuß nur auf bekannten Strecken und vor allem nicht allein. Essentiell für die eigene Sicherheit ist es, auf Rat der Einheimischen zu hören. Wenn sie sagen: „Was machst du hier allein?“, oder „Geh da nicht lang.“, dann wissen sie schon warum.
Ansonsten habe ich mich beim auswärtigen Amt in die Liste der Deutschen im Ausland eingetragen. Zusätzlich hatte ich einen Zettel mit der Anschrift und Telefonnummer der deutschen Botschaft in Ghana und allen weiteren wichtige Kontaktadressen für Notfälle dabei.

Geld

Die ghanaische Währung heißt Cedi (kurz GHS). Dort wird alles in bar bezahlt. Für Einkäufe von kleineren Snacks am Straßenrand, oder auf dem Markt, ist es immer gut, kleinere Scheine (1 GHS, 5 GHS) bereit zu haben, da die Verkäufer meist nicht so viel Wechselgeld haben.
Das Geld habe ich mit meiner Kreditkarte abgehoben. Die gibt’s auch kostenlos für Studierende.

Sprache

Die Amtssprache Englisch wird von den Ärzten gesprochen. Die Patienten sprechen ihre jeweilige Stammessprache und beherrschen nur selten Englisch. Das führte dazu, dass ich oft die Patientengespräche nicht verstanden habe. Manchmal wurde mir aber auch übersetzt. Oft wurde bei den Visiten zu leise gesprochen, sodass ich es akustisch schon gar nicht verstanden habe. Nach einiger Zeit hatte ich mich aber auch in den ghanaischen Akzent eingehört. Ich hatte ein Taschenwörterbuch ‚medical English‘ dabei, was ich aber dann eigentlich kaum verwendet, oder gebraucht habe.

Verkehrsbindungen

Anreise nach Ghana: In Ghana gibt es einen internationalen Flughafen in der Hauptstadt Accra. Von dort aus kann man dann Inlandsflüge nach Tamale machen. Der Flug (hin und zurück) von Deutschland nach Ghana kostete bei mir ca. 850€ mit Egypt Air.
Innerhalb Ghanas: Wenn man einmal quer durchs Land von Accra nach Tamale mit dem Bus fährt (Reisebus=Coach), kostet das ca. 100 GHS, also ungefähr 20€ und dauert ungefähr 12 Stunden. Für kürzere Strecken gibt es die sogenannten „Trotros“ das sind kleine Mercedes-/VW-Busse mit engen Sitzbänken, wo sich alle, die mit wollen reinquetschen. Es macht ziemlich Spaß damit zu fahren, solange es nicht zu weit ist.

Kommunikation

In Ghana gab es überall an den Orten, an denen ich war, Handyempfang und fast immer mobile Daten. Ich habe mir dort am Flughafen eine Sim-Karte gekauft. Diese kann man mit einer Art prepaid oder mit einem Monatspaket bekommen. Es ist auch ganz simpel das Guthaben aufzuladen: An jeder Straßenecke gibt es vodafone, airtel/tigo, oder MTN (sind so die gängigsten Anbieter dort) -Aufladecoupons mit einem Code zum Freirubbeln. Für die Sim-Karte inclusive 2 MB Daten habe ich für einen Monat circa 14€ bezahlt. Mit den Studenten vor Ort habe ich über Threema (ähnlich wie WhatsApp) kommuniziert und so auch mit meiner Familie zuhause. Das mobile Netz war sogar so gut, dass ich über Threema meine Familie Zuhause anrufen und Bilder schicken konnte.

Unterkunft

Wir haben im Wohnheim der Medizinstudierenden im 5. Jahr gewohnt. Diese Unterkunft wurde von dem dortigen LEO organisiert. Mein Zimmer habe ich mit einer sehr netten italienischen IFMSA-Austauschstudentin geteilt. Es war mit zwei Betten und zwei kleinen Schreibtischen ausgestattet. Die Schränke konnten wir nicht verwenden, da dort noch Sachen von den eigentlichen Bewohnern verstaut waren. Mit dem Zimmer nebenan (auch Mädels) teilten wir uns Küche, Toilette und Dusche. Bei uns im Erdgeschoss ging das Wasser super, auch wenn es kalt war (was bei Temperaturen von ca. 28 Grad Celsius aber seehr angenehm war!). Allerdings war zur gleichen Zeit auch noch eine andere Austauschstudentin in Cape Coast, deren Zimmer sich im dritten Stock des Wohnheims befand und bei der meist kein Wasser aus der Leitung kam. Wenn dann mal welches da war, füllten Ihre Mitbewohnerin und sie es in Eimer und nutzten es dann so zum Duschen und Spülen auf der Toilette… Leider hatten wir keine Küchenutensilien dabei, weil wir davon ausgingen, dass sie gestellt werden. Das war jedoch nicht der Fall, sodass wir uns mit einem Reiskocher, den uns eine der Studentinnen netterweise zur Verfügung stellte, behelfen mussten. Von dem Wohnheim zum Krankenhaus waren es zu Fuß ca. 30 Minuten, weshalb wir eigentlich immer ein Taxi genommen haben. Häufig auch als ‚shared taxi‘ von einer nahegelegenen Abfahrtsstelle in Abura aus.

Literatur

Im Vorhinein habe ich mich vor allem über die Facebook-Gruppe „Reisen in Ghana“ informiert. Dort posten Reisende Ihre Erfahrungen und es werden aktuelle Themen diskutiert, man kann Tipps für gute Unterkünfte bekommen und auch Informationen über den Visumsantrag. Außerdem habe ich mir den ‚Bradt travel guide Ghana‘ gekauft. Das ist meiner Meinung nach der beste Reiseführer für Ghana. Er hat ein großes Einführungskapitel mit sehr guten Reisetipps, welches man sich unbedingt vor dem Flug noch ansehen sollte! Unter anderem beinhaltet er auch Tipps fürs Packen, sehr gute Unterkünfte mit Preisangaben und sehr genaue Beschreibungen, wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B kommt. Auch im ‚Lonely Planet - Westafrika‘ gibt’s ein gutes Kapitel über Ghana, aber bei weitem nicht so ausführlich wie im Bradt. Neuerdings gibt es auch einen neuen Reiseführer auf Deutsch (Peter Meyer Verlag), der von einem Ghanaer geschrieben wurde. Er ist inhaltlich ebenfalls sehr gut, nur die Telefonnummern der Unterkünfte sind dort unübersichtlich aufgelistet. Für die Impfungen und die Malariaprophylaxe habe ich die Reiseempfehlungen der WHO gelesen und beachtet. Und auf der Homepage des auswertigen Amts findet man Sicherheitshinweise. Zusätzlich habe ich mich ebenfalls über bvmd Erfahrungsberichte schlau gemacht und mit Bekannten gesprochen, die schon in Ghana waren.

Mitzunehmen

Unentbehrlich und deshalb hier an Platz eins genannt, war mein Mückennetz und noch besser ist es, wenn man auch eine Wäscheleine mitnimmt, an der man das Netz dann befestigen kann! Auch Wäscheklammern können dabei helfen. An Mosquitospray hatte ich 4x150ml ‚AntiBrumm forte‘ dabei und das hat für die 7 Wochen gut gereicht. Kleine Werbung dafür am Rande: AntiBrumm ist zwar etwas teurer als ‚Nobite‘, riecht aber wesentlich weniger ungesund als das und ist von dem her viel angenehmer auf der Haut und dabei genauso effektiv im Abwenden von Mückenstichen. Die Reiseapotheke, wie oben im Absatz ‚Gesundheit‘ beschrieben, ist natürlich auch wichtig, falls man vor Ort nur manipulierte, oder unwirksame Medikamente bekommt (habe ich nicht aus eigener Erfahrung, aber schon davon gelesen). Das allerbeste, was ich dabei hatte, war ein Fernglas für die Safari! Es war der absolute Renner und ist das Beste, wenn ihr Freude am Tiere beobachten habt!!! Es gibt in den Nationalparks eine Vielzahl an Vögeln in den schönsten Farben! Falls ihr noch Zeit zu reisen habt, oder am Wochenende Trips mit Übernachtung machen wollt, oder euch einfach den Platz für eine riesen Bettwäsche sparen möchtet: Es gibt so dünne Baumwoll-/Hüttenschlafsäcke, wenn ihr da einen dabei habt ist das perfekt, falls mal wo keine frische Bettwäsche in der Unterkunft da ist. Zum Schneiden von Obst ist ein Taschenmesser sehr praktisch (nur nicht im Handgepäck).

Reise und Ankunft

Mein Flug ging über Kairo, wo ich dann problemlos umgestiegen bin. Auch wenn es mein erster Flug allein und mein zweiter Flug überhaupt war, lief alles wie am Schnürchen. In Accra gelandet musste ich dann selbst den Weg zum Busbahnhof finden, von dem aus ich noch 3 Stunden Fahrt nach Cape Coast hatte. Am Flughafen half mir einer der ghanaischen Immigration Officers eine Sim-Karte zu kaufen, Geld abzuheben und er brachte mich letztendlich sogar noch zum Busbahnhof, der circa eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt lag. Dort kaufte er dann noch ein Ticket für den richtigen Bus für mich und ich musste nur noch warten bis der Bus in die richtige Richtung aufgerufen wurde und wir losfuhren. Generell würde ich empfehlen, sich vor dem Flughafen ein Taxi zu nehmen. Wenn man den Preis gut verhandelt, ist das eine sehr gute und auch eigentlich sichere Möglichkeit.
Nachdem ich mit dem Bus in Cape Coast angekommen bin, hat mich eine der ghanaischen Medizinstudentinnen abgeholt und zum Hostel (Wohnheim) gebracht. Dort hatte ich dann noch zwei Nächte und einen ganzen Tag Zeit um anzukommen und dann ging auch schon das Praktikum los. Am freien Tag hat mich die Medizinstudentin, die mich auch abgeholt hat zum Dekan der Universität und zum Chef der Klinik begleitet und mich vorgestellt. Daraufhin ist sie mit mir zur Bank und zum Einkaufen gefahren. Am ersten Praktikumstag hat ein anderer Medizinstudent meine am Abend zuvor angekommene Zimmermitbewohnerin und mich auf die Stationen gebracht. Dort wurden wir dann den verantwortlichen Ärzten zugeteilt.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Die Schichten auf meiner Station wurden zwischen drei Ärzteteams (A, B und C) aufgeteilt. Team A hatte am ersten Wochenende 72-Stunden-Schicht, am nächsten Wochenende Team B und wieder eine Woche später dann Team C. Nach der 72-Stunden-Schicht hatte man eine Woche lang morgens nur Visiten für die Patienten zu machen, die während der Team-Schicht gekommen waren. Die beiden Teams, die am Wochenende frei hatten, wechselten sich an den Werktagen mit 24-Stunden-Schichten ab.
Um diese komplizierte Einteilung zu verstehen, brauchte ich einige Zeit… Ich war in Team C eingeteilt. Die Schichten machte ich allerdings nicht mit, da ich nicht sonderlich überzeugt von den Betten für die Ärzte war und wir am Wochenende gemeinsam mit den anderen Austauschstudenten Ausflüge gemacht haben, auf die ich natürlich mitkommen wollte.

Land und Leute

Glücklicherweise haben es meine Semesterferien erlaubt, nach meinem Praktikum noch zwei Wochen Zeit zum Reisen zu haben! Ich habe diese auch voll ausgenutzt! Zusammen mit einer Freundin aus Deutschland, die Lehramt studiert und mit einer deutschen IFMSA-Austauschstudentin, die ich in Cape Coast kennengelernt habe, erkundete ich das Land. Von Cape Coast aus ging es mit dem Metro-Mass-Bus weiter ins Landesinnere nach Kumasi. Dort schafften wir es, uns nicht auf dem riesigen Markt zu verlaufen, besichtigten das National Cultural Center und besuchten die Craft Villages außerhalb der Stadt. Am idyllischen Lake Bosomtwe entspannten wir uns einen Tag lang. Im Anschluss machten wir uns wiederum mit dem Metro-Mass-Bus nach Norden zur Safari in den Mole-Nationalpark und dann nach Tamale auf. Von Tamale aus sind wir dann direkt mit dem Imperial-Bus (wegen ewiger Wartezeit bis alle Plätze voll sind nicht zu empfehlen!) nach Accra und haben die Volta-Region weggelassen, da es sonst ziemlich stressig geworden wäre.
Die Ghanaer sind sehr freundlich, offen und locker und wir wurden fast überall herzlich empfangen. Manchmal war es mir sogar ein bisschen unangenehm, immer aufzufallen und angesprochen zu werden. Ich fand es unangenehm, wenn wir auf Grund unserer Hautfarbe anders behandelt wurden, auch wenn es fast immer positive Konsequenzen hatte.
Die Kultur ist so vielfältig wie es nur sein kann, wenn ein Land aus vielen verschiedenen Stämmen besteht. In fast jeder Stadt spricht man eine andere Sprache. Aber man hat Glück, dass Twi fast überall verstanden wird! Richtig gelernt hab ich es zwar nicht, aber schon mir drei bis vier Wörtern bekommt man auf dem Markt häufig schon einen besseren Preis! Das Social Program war in Cape Coast nicht sehr groß, aber das war kein Problem, weil wir dann einfach zu dritt, also alle Austauschstudentinnen gemeinsam, Ausflüge gemacht haben. Ein Wochenende verbrachten wir in Busua und probierten das Surfen, eines in Accra, einmal fuhren wir in den Kakum-Nationalpark und vor Ort besichtigten wir das Castle von Cape Coast und Elmina Castle. Eines meiner Highlights war das Fufu-Essen mit den ghanaischen Studenten. Es gibt sogar zum Essen mit der Hand eine spezielle Technik, die geübt werden muss… Wer hätte das gedacht!
Eine sehr schöne Begegnung war, dass wir einen total netten Taxifahrer ‚Yaw‘ in Cape Coast kennengelernt haben. Er war eigentlich Lehrer in einer weiterführenden Schule und verdiente sich in den Ferien und der Freizeit Geld als Fahrer dazu. Während wir bei ihm mitfuhren, erzählte er uns verschiedene Dinge über die lokale Küche und verschiedene Traditionen. Wir notierten seine Nummer und fuhren von da an immer mit ihm, wenn wir bei Dunkelheit irgendwo hinwollten.

Fazit

Der Aufenthalt in Ghana war eine riesige Bereicherung für meine persönliche Entwicklung! Es gab mir viel Selbstbewusstsein, zu sehen, wie schnell ich in diesem fremden Land zurechtkam und neue Freundschaften knüpfen konnte. Ich lernte das deutsche Gesundheitsversicherungssystem und die vielen Angebote für Studierende in Deutschland zu schätzen. Außerdem hat mir der Auslandsaufenthalt super geholfen, um aus dem Alltagstrott rauszukommen und meinen Horizont zu erweitern! Nebenbei frischte ich mal wieder mein Englisch auf und lernte ein paar medizinische Fachbegriffe. Außerdem bin ich sehr dankbar für die gemeinsame Zeit mit den ghanaischen Studierenden und habe mich sehr gefreut, ihre Bekanntschaft zu machen. So war ich nicht nur als Tourist unterwegs, sondern knüpfte auch direkten Kontakt zu den Einheimischen.
Aufgrund der wunderschönen und vielfältigen Landschaft und der offenen Menschen würde ich gerne wieder nach Ghana reisen und kann mir gut vorstellen dort zu arbeiten. Auf Dauer würde ich aber lieber in einem sichereren Land mit besserer medizinischer Versorgung leben. Ich war sehr froh, wieder heil nach Deutschland zurückzukehren!

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