Austausch über Projekte für diese Studierendengruppe‏‏

Dieses Projekt widmet sich internationalen Medizinstudierenden, die hier an deutschen Fakultäten ihr gesamtes Medizinstudium absolvieren. Viele dieser Studierenden kommen aus Nicht-EU Ländern und sind oft in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen. Studierende aus Nicht-EU Ländern bewerben sich über die sogenannte 5%-Quote auf einen Medizinstudienplatz in Deutschland. Es gibt aber auch einige Studierende unter uns, die aus der EU kommen und sich somit über die regulären Quoten, wie es auch deutsche Studierende tun, bewerben. 

Diejenigen unter euch, die schon einmal einen längeren Auslandsaufenthalt gemacht haben, kennen sicherlich das Gefühl, dass in einem anderen Land mit anderer Kultur, anderem Gesundheitswesen und anderem Studium doch nicht immer alles so leicht fällt und man für Unterstützung sehr dankbar ist. 

Genau aus diesem Grund gibt es inzwischen an vielen Fakultäten Programme speziell für die Gruppe internationaler Medizinstudierenden. Meist gibt es Unterstützungsmöglichkeiten während des ersten Studienjahres in Form von Lotsen- oder Mentoring-Programmen, Fachtutorien für die Fächer, z.B. Anatomie oder Zellbiologie, und Stammtischen. An manchen Unis geht das Programm auch über das erste Studienjahr hinaus. Diese Programme werden meist von ehrenamtlich arbeitenden Studierenden geleitet und organisiert. Obwohl diese ein Interesse am interkulturellen Miteinander, kommt es trotzdem immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Organisation, sei es bei der Beantragung von Geldern an der Uni oder der Betreuung von internationalen Medizinstudierenden.

Ziel dieses Projektes ist es, die Möglichkeit eines regelmäßigen Austauschs zu bieten, sodass sowohl Probleme als auch Erfolge diskutiert und gefeiert werden können und die Vernetzung dieser Programme bundesweit zu verbessern. Außerdem hoffen wir, dass die Programme durch den Austausch mit anderen Fakultäten verbessert und den Bedürfnissen angepasst werden können. Nicht an allen Fakultäten gibt es bereits spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für internationale Medizinstudierende. Aus diesem Grund soll dieses Projekt auch interessierten Studierenden offenstehen, die solche Programme an ihrer Fakultät neu implementieren wollen und dabei auf das bereits vorhandene Wissen zurückgreifen wollen.

Da internationale Medizinstudierende oft andere Sorgen und Nöte haben, nehmen sie meist nicht an außeruniversitären Veranstaltungen teil. Aus diesem Grund wird ihre Stimme oft nicht gehört und auch hier möchte das Projekt angreifen und sich in Diskussionen für internationale Medizinstudierende einsetzen. 

Wir freuen uns schon euch bei den nächsten Veranstaltungen der bvmd zu treffen und uns auszutauschen. 

Projektleiter: Henrike Schulze, Timo Astalk