Uni hilft!“ ist eine Organisation von Studenten, welche Aktionen zur Typisierung von potentiellen Knochenmark-/Stammzellspendern plant und durchführt. Ziel der Aktion ist es möglichst viele junge Leute zu finden, die zum einen gewillt und zum anderen geeignet sind, um Stammzellen zu spenden. Dabei ist es uns, als Medizinstudenten, sehr wichtig, dass jeder potentielle Spender über alle Risiken aufgeklärt worden ist und nach dem Aufklären, über die unterschiedlichen Krankheiten des blutbildenden Systems, selber entscheidet, ob man in das Zentrale Knochenmarksspender-Register (ZKRD) aufgenommen werden will.

Warum ist das Register (ZKRD) so wichtig?

Erkrankungen des blutbildenden Systems wie Leukämie sind leider keine Seltenheit. Jedes Jahr erkranken in Deutschland ungefähr 8000 Menschen an einer dieser Erkrankungen. Ihnen kann oft nur mit einer Stammzellspende geholfen werden. Einen passenden Spender zu finden ist trotz modernster Technik in der Transfusionsmedizin und Hämatologie/Onkologie aber immer noch schwierig...

Nur 30% der Erkrankten finden einen passenden Spender innerhalb der Familie. Von den restlichen Betroffenen kann immerhin in 80% der Fälle in den Datenbanken jemand gefunden werden. 

Kriterium für eine erfolgreiche Transplantation ist eine möglichst hohe
Übereinstimmung in den sogenannten HLA-Merkmalen (Human leucocyt antigen), Proteinen auf der Oberfläche der weißen Blutkörperchen. 

Da diese Merkmale bei jedem Menschen unterschiedlich und unter Umständen sehr selten sind, ist es besonders wichtig eine möglichst große Datenbank mit Spendern zu haben. Dazu kommt noch das Problem, dass einige Spender aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder ihres Alters (man verbleibt nur bis
zum Alter von 60 Jahren in der Datenbank) aus der Datenbank ausscheiden. 

Dies ist auch der Grund warum die Zielgruppe von Uni Hilft hauptsächlich Studenten sind: Sie verbleiben lange in der Datenbank und leiden seltener an „Ausschlusserkrankungen“ wie z.B. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.
                                                                                                                           

Geschichte von Uni Hilft

"Uni Hilft" wurde 2006 aus Großbritannien nach Deutschland importiert. Nach dem Vorbild der Aktion "Marrow" organisierte die BVMD an mehreren Unis Lokalgruppe und 2007 fand die erste Typisierungsaktion in Hamburg statt. Inzwischen wird "Uni Hilft" von mehrere Lokalvertretungen in ganz Deutschland durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass bereits mehr als 20.000 Personen neu typisiert worden sind. 

Einzelne Aktionen

  Uni Hilft Vertretungen: 

  • Frankfurt
  • Hamburg
  • Heidelberg
  • Lübeck
  • München
  • Oldenburg
  • Ulm

Hamburg: Im Rahmen der Orientierungseinheit am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg fand am 12.10. 2015 eine Typisierungsaktion statt. Ziel war dabei auch, die Erstsemester für das Thema Stammzellspende zu sensibilisieren.Viele ließen sich gleich typisieren. Auch die Studenten älterer Semester nutzten die Gelegenheit, sodass am Ende des Tages 69 neue Stammzellspender zu verbuchen waren .


Für das Hamburger Team von Uni Hilft war diese Aktion die letzte des Jahres 2015. Insgesamt 1467 neue Spender stehen dieses Jahr auf der Bilanz, ein neuer Jahresrekord. Daran wollen wir nächstes Jahr natürlich wieder anknüpfen und planen bereits eine Aktion im Frühjahr. Zum Jahresabschluss danken wir noch einmal unseren engagierten Helfern, ohne die diese Ergebnis nicht möglich gewesen wäre!

Heidelberg: Mit der inzwischen bereits vierten jährlichen „uni hilft!“-Typisierungsaktion in der medizinischen Krehl-Klinik ist es den Heidelbergern dieses Jahr wieder gelungen, 318 potentielle Spender für das Register zu gewinnen. Dank der tollen Zusammenarbeit mit dem Verein „b.l.u.t.ev – bürger für leukämie- und tumorerkrankte“ und dem heidelberger Stammzellregister konnten wieder zahlreiche Menschen von der Wichtigkeit einer Typisierung überzeugt werden, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Werbung in der Lokalzeitung, unter den Studierenden und im Zuge einer Feier in einer muslimischen Gemeinde. Dank der motivierenden Zahl von 318 neu-typisierten und viel kreativem Schwung unter den freiwilligen wird die nächste Aktion sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Kommende Aktionen

20.11.2017

Fitness First Eppendorf; 17-20Uhr

Hamburg

27.11.2017

DA Direkt Versicherung; 17:00-20:00

 

Hamburg

 

Kontaktdaten:

Uni-Hilft Hamburg
Villa Garbrecht (Haus O31)
Martinistraße 52
20246 Hamburg

E-Mail: Info@uni-hilft.de

Website: www.uni-hilft.de

Ansprechpartner:
Wilko Kleemann
Christoph Kilian