„Training New Trainers“-Seminar (TNT)

Um selbst Trainer:in zu werden, musst du eigentlich nur eine Herausforderung meistern: erfolgreich an einem TNT teilnehmen. Nein, damit ist weder der Sprengstoff Trinitrotoluol noch ein gewisser Song einer australischen Hard-Rock-Band zu tun.

Bei uns steht TNT für „Training New Trainers“. Das ist ein Workshop, welcher über mehrere Tage andauert und in dem die wichtigsten Werkzeuge und Fähigkeiten für das Trainer:in-Sein vermittelt werden. Du lernst, einen Lernprozess (eine einzelne Session oder auch ein Event über mehrere Tage) zu entwickeln, zu begleiten und zu evaluieren.

Wie viel Zeit muss ich für ein TNT einplanen? 

In Präsenz dauern unsere TNTs fünf bis sechs Tage. Am ersten Tag geht es abends los und am letzten Tag endet die Veranstaltung mit dem Mittagessen. Ausgerichtet werden die TNTs meist in Kooperation mit einer Fachschaft und finden an deren Uni statt. Zum Schlafen dürfen die Teilnehmenden entweder couchsurfen oder, wenn es die Logistik hergibt, bei den Räumlichkeiten direkt schlafen. Bei anderen NGOs sind auch die TNTs immer etwas anders organisiert. Bei der IFMSA dauern sie z.B. nur drei bis vier Tage, während ein TNT der EMSA auch bis zu zehn Tagen dauern kann.

2020 hat das erste Online-TNT stattgefunden und die Lerneinheiten wurden hier auf drei Wochenenden (jeweils halbtägig) und vier dazwischen liegende Abende verteilt. 2021 waren es drei Wochen: sechs Abende unter der Woche und drei Wochenenden (zumeist halbtägig). Für 2022 ist eine hybride Variante des TNT denkbar, Näheres wird jedoch angepasst an die zu dem Zeitpunkt geltenden Bestimmungen angepasst werden.

Wer führt das TNT durch? 

Die Ausbildung wird von mehreren erfahrenen Trainer:innen, die zum Teil bereits selbst TNTs gestaltet haben, meist in Zusammenarbeit mit weiteren Trainer:innen anderer NGOs ausgerichtet.

Was brauche ich, um Trainer:in zu werden? 

Gleich vorweg: niemand muss schon Experte:in im Vorträge halten oder Workshops organisieren sein. Ganz im Gegenteil, diese Fähigkeiten werden beim TNT aktiv gefördert. Wichtig ist vor allem, dass du Freude an Lernprozessen hast und dich traust, auch mal etwas Neues und Unbekanntes auszuprobieren. Bei unseren TNTs bilden wir jedes Jahr zwölf Teilnehmende aus, die danach in unseren Trainer:innen-Pool aufgenommen werden. Alle TNT-Absolvent:innen erhalten in ihrem ersten Jahr eine:n erfahrene:n Mentor:in. So haben sie in der Organisation und Evaluation ihrer ersten Trainings stets eine:n weitere:n Ansprechpartner:in neben der Trainingskoordination.

Wo gibt es weitere Informationen? 

Für Informationen zum nächsten TNT kannst du uns auf Social Media folgen, den bvmd-Aktiv-Verteiler aufmerksam lesen oder uns einfach eine Mail schreiben.

In der bvmd veranstalten wir üblicherweise einmal im Jahr ein TNT, während zum Beispiel die IFMSA fast jeden Monat die Möglichkeit zur Trainer:innenausbildung bietet. In der Trainingskoordination erhalten wir regelmäßig die Ausschreibungen der IFMSA und anderer NGOs und können dich so auch über diese informieren.

Unser Trainer:innen-Weg

Im vergangenen Jahr wurde der Trainer:innen-Weg in der bvmd neu definiert. Dabei bekommt jede:r Trainer:in die Gelegenheit, die einzelnen Stufen im individuellen Tempo zu nehmen.

    • Trainer’s Candidate
      • TNT-Absolvent:in
      • bekommt im ersten Jahr eine:n Mentor:in zur Seite gestellt
      • bespricht die ersten 15 Stunden Delivery vor und ggf. nach
    • Junior Trainer
      • ≥ 15 Stunden Delivery-Erfahrung
      • Teilnehmer:in bei ≥ 2 Trainings
      • kann selbst Mentor:in werden
    • Full Trainer
      • ≥ 30 Stunden Delivery-Erfahrung
      • Teilnehmer:in bei ≥ 5 Trainings
      • kann TNT-Trainer:in werden
    • Advanced Trainer
      • ≥ 60 Stunden Delivery-Erfahrung
      • Teilnehmer:in bei ≥ 10 Trainings
      • hat bereits Trainings für andere Trainer:innen gegeben

Diese Abstufungen, die unter anderem auf der Erfahrung in der Planung und Durchführung von Trainings basieren, schaffen den Trainer:innen Anreize, einerseits mehr Erfahrungen zu sammeln und andererseits sich und andere fortzubilden. So sollen das Wachstum und die Diversität der Trainingssparte gefördert und die Qualität der Trainings stetig verbessert werden.